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Tragwerksplaner

Tragwerksplaner

Ein Tragwerksplaner (umgangssprachlich Statiker) plant das Tragwerk eines Gebäudes oder Ingenieurbauwerks. Der Arbeitsablauf zur Planung eines Tragwerks läuft üblicherweise in folgenden Phasen ab:
- Grundlagenermittlung: Zusammenstellen der Anforderungen
- Vorplanung: Auf Basis von ersten Skizzen des Objektplaners (bei Gebäuden des Hochbaus der Bauingenieur oder Architekt) werden Varianten für das Tragwerk entwickelt.
- Entwurfsplanung: Die ausgewählte Variante wird in den Hauptabmessungen und Materialien festgelegt.
- Genehmigungsplanung: Der Entwurf wird berechnet und als Statische Berechnung (umgangssprachlich Statik) mit dem Bauantrag, falls baurechtlich erforderlich, zur Prüfung bei der Bauaufsicht eingereicht.
- Ausführungsplanung: Erstellen von Plänen für die Ausführung des Tragwerks (z.B. Schalpläne und Bewehrungspläne im Stahlbetonbau) auf Grundlage der statischen Berechnung.
- Vorbereitung der Vergabe: Beschreiben von Besonderheiten des Tragwerks und Mengenermittlung als Zuarbeit für die Erstellung des Leistungsverzeichnisses durch den Objektplaner

Siehe auch


- Statik
- Baustatik Kategorie:Bauingenieurwesen Kategorie:Baustatik

Tragwerk (Bauwesen)

Tragwerk ist im Bauwesen eine Bezeichnung für die maßgeblich für die Standsicherheit eines Bauwerks erforderlichen Tragglieder. Das Tragwerk eines Gebäudes besteht in der Regel aus Decken, Balken, Stützen, Wänden und der Gründung. siehe auch: Tragwerksplaner siehe auch: Adaptive Tragwerke Kategorie:Bauingenieurwesen Kategorie:Baukonstruktion

Gebäude

Ein Gebäude - umgangssprachlich auch oft als Haus bezeichnet - ist ein Bauwerk, das von Menschen betreten werden kann und geeignet oder bestimmt ist, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Objekten zu dienen (so oder ähnlich werden Gebäude in den Bauordnungen der deutschen Bundesländer definiert). Ein Gebäude besitzt nicht zwingend Wände oder einen Keller, jedoch immer ein Dach. Ansonsten treffen die Eigenschaften eines Bauwerks auch auf ein Gebäude zu.

Differenzierung

Wie bei dem Begriff Bauwerk gibt es auch hier keine einheitliche oder verbindliche, allgemein anerkannte Kategorisierung. Man kann nach verschiedenen Aspekten differenzieren:

nach Konstruktion und Material

Zum Beispiel:
- Massivbau, Schottenbauweise oder Skelett-bauweise
- Mauerwerksbau, Lehmbau oder Holzbau siehe dazu auch: :Kategorie:Baukonstruktion

nach Funktion

auch bei der Unterscheidung nach Funktionen gibt es keine einheitliche oder verbindliche Kategorisierung. Einige Funktionen sind:
- Wohnen: Wohngebäude, Wohnhaus
- Arbeiten: z.B. Bürogebäude, Fabrik, Werkstatt
- Handel, Lagerung, Warenumschlag: Speicher, Kaufhaus
- Gesellschaftliches Leben: z.B. Öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Regierungsgebäude
- Gesundheit und Fürsorge: z.B. Krankenhäuser, Heime, Strafvollzugsanstalten
- Kultur: z.B. Versammlungsgebäude, Bibliotheken, Konzerthäuser, Opernhäuser
- Religion: z.B. Sakralgebäude wie Tempel, Kirchengebäude
- Freizeit: z.B. Sporthallen, Schwimmbäder
- Verkehr: z.B. Parkhäuser, Bahnhöfe, Busbahnhöfe, Fluggastabfertigungsgebäude, siehe dazu auch: :Kategorie:Gebäude

nach Gestalt

Es existieren freistehende Gebäude (Einzelhaus) genauso wie Doppelhäuser und Reihenhäuser. Auch zusammenhängende Gebäudeeinheiten können als einzelne Gebäude gelten, wenn sie jeweils ein eigenes Erschließungssystem (eigener Eingang und eigenes Treppenhaus), ein eigenes Ver- und Entsorgungssystem besitzen und einzeln nutzbar sind. Auch Ensembles verschiedenartig genutzer Gebäude können eine gestaltliche Einheit darstellen, z.B. Dreiseithof oder Vierseithof. siehe dazu auch: :Kategorie:Bauform und :Kategorie:Gebäudeensemble

nach Energiestandard

Es gibt Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser bis hin zu sogenannten Plusenergiehäusern. Das sind verschiedene Energiestandards, die eine Aussage über den Energiebedarf des Gebäudes treffen. siehe dazu auch: :Kategorie:Energiestandard (Gebäude)

Siehe auch


- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauingenieurwesen
- Liste von Gebäuden

Weblinks

!Gebäude Kategorie:Stadtbaugeschichte ja:建築物

Bauingenieur

Ein Bauingenieur löst ingenieurtechnische Fragestellungen bei der Konzeption, der Planung, dem Bau, Umbau, Betrieb, Instandhaltung und Abbruch von Bauwerken. Der Beruf ist aus dem Beruf des Baumeisters hervorgegangen. Die Berufsbezeichnung "Bauingenieur" ist in Deutschland gesetzlich geschützt und setzt in der Regel ein Ingenieur-Diplom einer staatlich anerkannten (Fach-)Hochschule voraus (Diplomingenieur). Je nach Arbeitsgebiet kann sich der Bauingenieur z. B. auch als
- Tragwerksplaner bzw. umgangssprachlich Statiker
- Bauleiter / Projektmanager
- Bauphysiker
- Wasserbauingenieur
- Verkehrswegeplaner
- Facheinkäufer für Bauleistungen
- Bodengutachter
- Tiefbauingenieur oder
- Facility Manager spezialisieren. Bauingenieure können tätig werden bei:
- Baufirmen (z. B. Generalunternehmern, Generalübernehmern)
- Behörden und Ämtern (z. B. Bauverwaltung, Umweltbehörden)
- Ingenieurbüros oder in freiberuflicher Tätikgkeit
- Auftraggebern (z. B. Öffentliche Hand, Investoren, Eisenbahngesellschaften)
- Versicherungen (z. B. als Gutachter)
- Sonstigen Berühmte und bedeutende Bauingenieure findet man unten unter "Einordnung: Bauingenieur".

Siehe auch


- Studium des Bauingenieurs
- Bauwesen
- Portal:Architektur und Bauwesen

Weblinks


- Fachzeitschrift Bauingenieur, http://www.technikwissen.de/bauing/suche/suche.asp
- Webseite zum Thema Bauingenieur, http://www.werde-bauingenieur.de/
- Online-Magazin für Bauingenieure, http://www.bauingenieur24.de Kategorie:Technik Kategorie:Bauingenieurwesen ! Kategorie:Beruf

Architekt

Architekten befassen sich mit der technischen, wirtschaftlichen, funktionalen und gestalterischen Planung von Bauwerken und Gebäuden aller Art. Ihre Kernkompetenz ist das über das Bauen hinausgehende Schaffen von Architektur.

Überblick

Architekt (griech. aus den Wörtern αρχη [arché] (= Anfang, Ursprung, Grundlage, das Erste) und τεχνη [techné] = Kunst, Handwerk. altgriechisch architéktos = Oberster Handwerker (Zimmermann), Baukünstler, Baumeister.) Das Berufsbild der Architekten ist nicht klar definiert und auch länderweise verschieden. Es reicht von den
- Baukünstlern, die sich mit Architekturtheorien und ihrem Konnex zur Bildenden Kunst beschäftigen und reine Entwurfsarchitekten sind,
- über Ingenieure und technisches Entwerfen von Gebäuden
- bis hin zu den Bauleitern, welche die Bauplanung und Bauausführung koordinieren und deren Augenmerk vor allem auf Terminen und Kosten liegt. Das Berufsbild, das die Architekten entwickelt haben, ist in verschiedenen Ländern, in den Büros der Ziviltechniker und an den Hochschulen unterschiedlich und ständig in Bewegung. Dem weiten Berufsfeld zwischen angewandter Technik und reiner Baukunst (aktuellen oder historischen Zuschnitts) entsprechen auch die möglichen Ausbildungswege:
Universitäten (vor allem TU), Fachhochschulen und Kunstakademien in Ländern mit stärkerem Reglement, aber auch Colleges, technische Mittelschulen und völlig freie Bildungswege. In jedem Fall enthalten sie eine intensive Praxis-Ausbildung, die von Entwurfs- und Feldübungen bis zur Ausarbeitungkonkreter Bauprojekte reichen. Siehe auch: Bauingenieur, Bauprozess, Planung, Landschaftsarchitekt, Innenarchitekt

Geschichte

Der Beruf des Architekten ist traditionell generalistisch angelegt: die Baumeister vergangener Zeiten erstellten in Personalunion den Entwurf und die Statik und beaufsichtigen den Bauablauf. Je nach Epoche kamen sie aus ganz verschiedenen Klassen und Berufszweigen, zum Beispiel waren sie im Römischen Reich meistens Militär-ingenieure (vgl. Vitruv), im Mittalalter oft Mönche, in der Renaissance Künstler, Bildhauer oder Wissenschaftler. Erst im 19. Jahrhundert, im Zuge des ökonomischen und technischen Fortschritts durch die Industrialisierung bildete sich der Beruf des Architekten als eigene akademische Disziplin heraus. Es gab enorme Fortschritte in der Bautechnologie, neue Bauaufgaben (Geschoßwohnungen, Feuerwehrwachen, Schulen), die nicht mehr von semi-professionellen Baumeistern zu bewältigen waren. Es entstanden Architekturschulen und -akademien. Zunehmend bildeten sich die Fachdisziplinen Architektur und Bauingenieurwesen heraus. Die Architekten beschäftigten sich schwerpunktmäßig mit der Gestaltung der Bauwerke, die Bauingenieure mit der Berechnung des Tragwerks. Die Komplexität der Aufgaben nahm seitdem kontinuierlich weiter zu, so daß sich im 20. Jahrhundert weitere Fachdisiplinen etablierten: Städtebau, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur, Bauphysik etc. Gegen Ende des 20.Jahrhunderts kommen viele Berufe dazu, die viele Aufgaben des klassischen Architekten übernehmen. Baumanagement und Facility-Management übernehmen die Koordination der Bauausführung, große Firmen bieten komplette Planung- und Ausführungspakete an, so daß sich traditionelle Aufgabenfelder der Architekten verlagern. In manchen Bereichen ist auch in Deutschland ein Rückzug der Architekten auf den Aspekt des Entwerfens zu beobachten, wie es in den USA zum Beispiel schon weit verbreitet ist. Der Trend zur Spezialisierung macht heute auch vor dem an sich generalistisch angelegten Architektenberuf nicht halt. Neben dem Architekten, der sich hauptsächlich mit Hochbau beschäftigt gibt es in Deutschland noch die Berufsgruppen der Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Städtebauarchitekten. Weiterhin findet in den einzelnen Büros eine zunehmende Spezialisierung auf bestimmte Bauaufgaben (Verwaltungs- und Gewerbebau, Kulturbau, Wohnungsbau etc.) oder auf bestimmte "Leistungsphasen" der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (z.B. Entwurf, Ausführungsplanung, Ausschreibung oder Bauleitung) statt. Außerdem lässt sich noch eine Spezialisierung auf bestimmte Nischen feststellen, wie z. B. das Ökologische Bauen oder die Sanierung von Altbauten beobachten.

Arbeitsfelder

Übliche Arbeitsfelder, die von Architekten in Deutschland abdeckt werden:
- Entwurfsplanung von Bauwerken und Gebäuden aller Art. (siehe auch Wettbewerb (Architektur)
- Genehmigungsplanung (In der Schweiz als Baueingabe bezeichnet)
- Ausführungsplanung; Koordination zwischen den verschiedenen Fachplanern wie z.B. Haustechnik, Tragwerksplanung oder Bauphysik.
- Sie agieren als Sachwalter ihres Bauherren gegenüber den ausführenden Firmen, und sorgen für die Herbeiführung der erforderlichen Verträge (Ausschreibung und Vergabe)
- Bauüberwachung, Bauleitung, Objektüberwachung
- Kostenkontrolle, Terminkontrolle
- Projektsteuerung
- Bauökonomie, Planungsökonomie
- Assetmanagement
- Immobilienmanagement
- Facilitymanagement
- Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung
- Repräsentation des fertigen Projekts

Arbeitsweise

So umfassend die Inhalte der Disziplin Architektur sind, so vielfältig und komplex ist auch die Arbeit des Architekten. Nach wie vor arbeiten die meisten freiberuflich wie auch angestellten Architekten in kleinen, mittleren bis großen Architekturbüros für Bauentwurf, Bauplanung oder Bauleitung. Je nach Größe und Spezialisierung haben die Büros zum Teil eigene Abteilungen mit weiteren Fachplanern wie Innenarchitekten, Labortechniker, Lichtplaner, Küchenplaner, Bauphysiker, Freiraumplaner wie auch Spezialisten für Modellbau, Rendering/ Visualisierung oder Public Relation integriert. Durch den sich seit Jahren verändernden Markt sind jedoch immer mehr Architekten auch gewerblich tätig oder nehmen Funktionen als Gutachter oder Berater ein.

Architekturbüros

Abgesehen von kleineren Bauvorhaben wie Einfamilien- oder Zweifamilienhäusern ist der Planungsprozess meist stark arbeitsteilig organisiert. Dies betrifft nicht nur die Arbeit innerhalb der Architekturbüros, sondern auch die Zusammenarbeit mit den externen Projektbeteiligten. Nur noch wenige Architekten bearbeiten das komplette Leistungsspektrum der deutschen HOAI mit allen Leistungsphasen. Vielmehr befassen sich die Mitarbeiter mittlerer und größerer Büros i.d.R. schwerpunktmäßig mit Teilbereichen des Planungsprozesses, wie z.B. dem Entwurf, der Ausführungsplanung, der Ausschreibung und Vergabe von Bauaufträgen oder der Bauleitung. Auch eine Spezialisierung von Architekturbüros auf die jeweiligen Leistungsphasen 1-5 (Entwurf, Genehmigung und Planung) oder die Leistungsphasen 6-9 (wirtschaftliche und bauliche Umsetzung) ist inzwischen weit verbreitet. Da bei jedem Bauvorhaben die Arbeit verschiedener Fachingenieure wie Statiker und Haustechniker, bei größeren Projekten zunehmend auch weiterer Experten wie Verkehrsplaner, Fassaden- und Landschaftsplaner oder Facility Manager, integriert werden muss, ist beim Architekten ein hohes Maß an Kommunikations- und Koordinationsfähigkeit sowie gleichzeitig Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen gefordert. Auf dem sich verändernden und insgesamt schrumpfenden Markt sind unter dem hohen Wettbewerbsdruck in zunehmenden Maße Qualitäten in der Projektpräsentation gegenüber privaten und öffentlichen Bauherren erforderlich. Je nach Arbeitsschwerpunkt des einzelnen Architekten sind verschiedene Qualifikationen gefordert. Benötigt der Entwurfsarchitekt vor allem herausragende Fähigkeiten konzeptioneller und darstellerischer Art, sind beim Ausführungsplaner ebenso gestalterische wie auch technisch-konstruktive und rechtliche Kenntnisse (Baurecht, Umweltschutz usw.) gefragt. In der Bauleitung sind vor allem organisatorische Fähigkeiten und detaillierte Kenntnisse des Bauablaufes und der Bauausführung durch Baumeister und Handwerker erforderlich. Diese Spezialisierung ist jedoch nicht so zu verstehen, dass die an einem Bauvorhaben beteiligten Architekten isoliert voneinander arbeiten. Die verschiedenen Projektphasen sind stark miteinander verzahnt und voneinander abhängig. Ein Grundverständnis für den gesamten Planungsprozess ist daher auch für den Spezialisten unerlässlich, ebenso wie die Kooperation mit dem Bauingenieur und bei größeren Projekten mit dem Geodäten, weiteren Spezialisten und den zuständigen Ämtern. Die digitale Revolution der letzten Jahrzehnte hat natürlich erst recht nicht vor planenden Berufen wie dem Architekten haltgemacht. Zwar werden im Planungsprozess immer noch traditionelle Mittel wie Skizzen oder Modellbau angewandt. Die endgültige Planung und Darstellung von Projekten wird allerdings fast ausschließlich mit Hilfe von CAD-Programmen am Computer erstellt. So ist die Beherrschung von mindestens einem CAD-Programm heute für Architekten unerlässlich. Oft werden aber auch Erfahrungen mit verschiedenen Programmen sowohl in der zwei- als auch dreidimensionalen Darstellung erwartet, die bei Entwicklungs- und Zeitreihen bisweilen sogar in die vierte Dimension geht. Weit verbreitete CAD-Programme sind AutoCAD, ArchiCAD, Nemetschek Allplan, VectorWorks und im Visualisierungs-Bereich Cinema 4D und 3DStudio max. Daneben gibt es unzählige spezialisierte Programme, wie zum Beispiel SketchUp für Präsentationsgrafiken. Für mehr Informationen siehe Artikel Computer Aided Design und die Liste_mechanischer_CAD-Lösungen Aufgrund der mittlerweile stark schwankenden Auftragslage und des infolgedessen ungleichmäßigem Arbeitsaufkommens innerhalb der meisten Architekturbüros sind je nach Organisation flexible Arbeitszeiten unverzichtbar. Vor wichtigen Terminen, wie z.B. Abgaben von Wettbewerben, Bauanträgen oder Bauherren-Präsentationen, sind daher oft Überstunden sowie Arbeit am Wochenende unerlässlich. Bei vielen Großprojekten muss darüber hinaus der verantwortliche Architekt oder eine von ihm befugte Person ständig erreichbar sein.

Arbeit in anderen Bereichen

Zunehmend sind Architekten auch außerhalb ihres klassischen Betätigungsfeldes beschäftigt. Dies können die Projektsteuerung auf Seite des Bauherren sein oder eine Tätigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Auch Tätigkeiten als Technische Sachverständige, Gutachter oder Berater sind üblich. Weitere interdisziplinäre Schnittstellen gibt es mit den Bereichen Produktdesign, Industrialdesign, Kunst, Film & Theater, Multimedia, Werbung und Kommunikationsdesign.

Deutschland

Architektenkammer

In Deutschland darf sich nur Architekt nennen, wer in die Architektenliste einer Architektenkammer eingetragen ist. Dafür benötigt man neben dem abgeschlossenen Architekturstudium Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren; Details regeln die Architektengesetze der Bundesländer.

Arbeitsmarkt

In Deutschland sind Architekten etwa je zu einem Drittel selbständig, in der freien Wirtschaft angestellt oder in der öffentlichen Verwaltung tätig. Der Berufsstand befindet sich seit Mitte der 90er Jahre jedoch in einer schweren Krise, in der sich die wirtschaftliche Situation der Architekten in Deutschland zunehmend verschlechtert. Die Ursachen für diese Situation sind u.a.:
- Vorhandene, hohe Architektendichte
- Beliebtheit des Studienganges, keine Regulierung der Studentenzahlen
- Wegbrechen von Aufgabenfeldern (s.o.)
- Mangelnde Nutzung von neuen Geschäftsfeldern
- Bereits erreichter Standard der Bausubstanz in Deutschland
- Bevölkerungsrückgang
- Wirtschaftliche Gesamtsituation
- mehrjährige Stagnation der Baukosten und somit der Honorare
- zunehmend schlechtes Ansehen des Berufsstandes Als sehr kapitalintensive, auf Investitionen der freien Wirtschaft und der öffentlichen Hand angewiesene Branche wird die Bauwirtschaft in besonders starkem Maße von der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und der prekären Finanzlage der öffentlichen Kassen in Mitleidenschaft gezogen. Der in Deutschland zu beobachtende Bevölkerungsrückgang führt außerdem zu einer nachlassenden Nachfrage im Wohnungsbau. Infolgedessen hat die Mehrheit der deutschen Architekturbüros mit erheblichem Auftragsmangel zu kämpfen. Für zahlreiche Büros hat diese Situation existenzbedrohende Züge angenommen. Das Berufsbild des Architekten ist seit Jahren zunehmend Veränderungen unterworfen. Viele einst klassische Betätigungsfelder von der konzeptionellen Entwicklung von Großprojekten über die Ausführungsplanung bis zur Bauleitung werden inzwischen von Projektentwicklern, Baukonzernen oder anderen Konkurrenten angeboten. Infolgedessen hat sich das Betätigungsfeld solcher Architekturbüros, die nicht in der Lage sind, auf diese Entwicklung in angemessener Weise zu reagieren, in den letzten Jahren mehr und mehr eingeengt. Die Folge ist unter anderem eine im Vergleich zu anderen akademischen Berufen überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit. Die Bundesarchitektenkammer stellte Ende 2003 bei Hochbauarchitekten eine offizielle Arbeitslosenquote von 9,5% fest. Da in dieser Statistik arbeitslose Universitäts-Absolventen und die zahlreichen nicht sozialversicherungspflichtigen, erwerbslosen Freiberufler nicht berücksichtigt sind, ist aber von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Die tatsächliche Quote dürfte daher erheblich höher liegen. Für die von der ungünstigen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt besonders stark betroffene Stadt Berlin gibt die örtliche Kammer die Arbeitslosenquote mit über 20% an. Der Arbeitsmarkt für Architekten ist in der freien Wirtschaft vollständig dereguliert und liberalisiert. Zwar ist die bis 1998 gängige Praxis, Architekten als Scheinselbstständige ohne Zahlung von Sozialleistungen zu beschäftigen, inzwischen nicht mehr die Regel. Die schlechte wirtschaftliche Situation der Branche seit nunmehr 10 Jahren hat dennoch zu einer dramatischen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen geführt. Einer oft hohen Arbeitsbelastung von deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche - Wochenarbeitszeiten von 50 bis 60 Stunden sind keine Seltenheit - steht daher verglichen mit Berufen ähnlich hoher Qualifikation ein verhältnismäßig geringer Verdienst gegenüber. Gerade Absolventen haben es besonders schwer: Um überhaupt den Berufseinstieg zu schaffen, bieten sich inzwischen Universitätsabgänger teilweise sogar als unbezahlte Praktikanten an. Viele Frischdiplomierte versuchen daher, im Ausland erste Erfahrungen zu sammeln oder in einer verwandten Branche Fuß zu fassen. Das Internetmagazin Spiegel Online hat am 12. Mai 2005 einen Gehaltsreport für Architekten veröffentlicht mit dem Ergebnis, dass die Gehaltssituation der Architekten weiter unter Druck steht. Es bestehen erhebliche regionale Unterschiede; die Situation in Bayern und Baden-Württemberg (Durchschnitt 36.400 Euro p.a. bis 46.722 Euro p.a.) ist wesentlich besser als in den östlichen Bundesländern (Durchschnitt 32.500 Euro p.a.). Junge Architekten mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung kommen auf 26.623 Euro. 30.600 Euro sind es bei einer Berufserfahrung von zwei bis fünf Jahren. Bei zehn und mehr Jahren Berufserfahrung liegt das Gehalt bei rund 41.700 Euro p.a. Das Gehaltsniveau bewegt sich damit am unteren Ende der Skala der Verdienstmöglichkeiten von Akademikern. Aufgrund des gegenwärtig völlig übersättigten Arbeitsmarktes bieten sich nur sehr eingeschränkte Karrieremöglichkeiten. Dies bestätigt auch eine im Mai 2005 veröffentlichte Studie der Zeitschrift stern, in der die berufliche Perspektive von 26 beliebten Studienfächern untersucht wurde. Der Studiengang Architektur erzielte hierbei das schlechteste Ergebnis und belegte noch hinter Philosophie den letzten Platz. Gleichwohl ist Architektur ein beliebtes Studienfach.

Schweiz

In der Schweiz ist die Architekturszene in drei Verbände gefasst. Der Bund Schweizer Architekten (BSA), der Schweizerische Ingenieur und Architekten Verein (SIA) und der Schweizerische Technische Verband (Swiss Engineering STV) als grösster Berufsverband aller Ingenieure und Architekten. Speziell in der Schweiz ist auch der Beruf des Hochbauzeichners, welche eine unterstützende Funktion in einem Architekturbüro übernimmt.

Spanien / Südamerika

In Spanien und dem überwiegend spanischsprachigen Südamerika existiert seit dem Mittelalter der Beruf des 'Ingeniero de Caminos, Canales y Puertos'. Dies ist mit dem deutschen Tiefbauingenieursstudium vergleichbar und bedeutet sehr frei übersetzt 'Ingenieur für Wege, Kanäle und Häfen'. Das Wort 'Caminos' ist nicht 1:1 ins Deutsche übersetzbar und beinhaltet alles vom unbefestigten Fußweg bis zur Autobahn. Das Ingenieursstudium dauert 7 Jahre, dieser Titel hat in Spanien ein hohes Ansehen. Wer 3 der 7 Jahre des Studiums absolviert hat, darf sich Architekt nennen.

Weiterführende Informationen

Wikipedia


- Stararchitekt, Liste bekannter Architekten oder :Kategorie:Architekt
- Fachdiszipinen: Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt, Städtebau, Stadtplanung, Bauingenieur
- Berufspolitik: Architektenrecht, Freie Berufe
- Portal:Architektur und Bauwesen

Literatur


- Werner Durth, "Deutsche Architekten", München: dtv, 1992
- Hanno Wolfensberger: "Architektendämmerung. 10 Abgesänge auf einen Berufsstand" ISBN 3593349221
- Claus Paegelow: "Internationales Architektenlexikon", Bremen, 2004, ISBN 3-00-012851-4 (E-Book auf CD-ROM).

Weblinks


- [http://www.bak.de Internetpräsenz der dt. Bundesarchitektenkammer (BAK)]
- Berufsverband [http://www.bda-architekten.de BDA - Bund deutscher Architekten]
- Berufsverband [http://www.baumeister-online.de BDB - Bund deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.]
- Berufsverband [http://www.stv.ch "Swiss Engineering STV"]
- Berufsverband [http://www.sia.ch "Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein"]
- Berufsverein [http://www.architektenkammer.ch "ARCHITEKTENKAMMER Schweiz AKS"] Versuch der Etablierung einer verbandsähnlichen Struktur... Kategorie:Architektur und Bauwesen ! Kategorie:Freie Berufe Kategorie:Technik ja:建築家

Statische Berechnung

Eine Statische Berechnung (umgangssprachlich auch Statik) ist die Berechnung der Kräfte, Spannungen und Verformungen einer Konstruktion beispielsweise im
- Bauingenieurwesen (Baustatik),
- Maschinenbau,
- Schiffbau (Längsfestigkeit, Querfestigkeit).

Zweck

Ziel ist festzustellen, ob die Konstruktion mit ausreichender Sicherheit nicht unter der geplanten Belastung versagen (brechen, knicken usw.) wird oder zu untersuchen, welche Belastungen die Konstruktion aushält, ohne zu versagen. Die Belastungen und Materialkennwerte werden mit Teilsicherheitsfaktoren beaufschlagt, u.a. um Vereinfachungen des jeweiligen Berechnungsverfahrens sowie Streuungen der Last-Annahmen und Materialeigenschaften auszugleichen. Desweiteren ist es Aufgabe der Statik die Gebrauchstauglichkeit einzelner Bauteile zu gewährleisten (Verformungen und Schwingungen erträglich zu begrenzen).

Praxis im Bauingenieurwesen

In Deutschland, wie in vielen anderen Ländern, muss ein Bauvorhaben von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Dazu stellt man einen Bauantrag und reicht u.a. die Ergebnisse aller schriftlich fixierten Berechnungen zur Tragstruktur des Bauwerks mit dem Nachweis der Tragfähigkeit, oft auch Standsicherheit genannt, der Gebrauchstauglichkeit und der Dauerhaftigkeit ein. In Deutschland muss je nach Bauwerksgröße die statische Berechnung von einem behördlich zugelassenen zweiten Statiker (auch landläufig Prüfingenieur genannt) überprüft werden.

Praxis im Schiffbau

Die Klassifikationsgesellschaften geben Regeln zur Dimensionierung von Bauteilen heraus, die die statische Berechnung unterstützen und teilweise ersetzen. Wenn davon abgewichen wird, ist mit einer eigenen statischen Berechnung ein Festigkeitsnachweis zu erbringen. Statische Berechnungen bestehen aus der Längsfestigkeit - das Schiff wird näherungsweise als Biegebalken unter dem ungleichmäßig verteilten Einfluss von Gewicht, Ladung und Auftrieb betrachtet - und aus der Querfestigkeit, in der eine herausgeschnittene "Scheibe" unter dem Einfluss von Eigengewicht, Ladung und hydrostatischem Druck nach Balkentheorie berechnet wird. Ähnlich wie der Prüfstatiker im Bauingenieurwesen erbringen Klassifikationsgesellschaften die Dienstleistung, Festigkeitsrechnungen im Schiffbau und schiffbaunahen Branchen zu zertifizieren.

Einfache Statik

Im Bauwesen wird mitunter scherzhaft von ql²/8-Statik gesprochen wenn man eine sehr einfache Statik vorliegen hat. Der sogenannte Siemens-Lufthaken ist die Ankerstelle um unsinniges doch noch zum Halten zu bringen. Kategorie:Baustatik Kategorie:Technische Mechanik

Bauaufsicht

Die Bauaufsicht wird von den Bauaufsichtsbehörden wahrgenommen, die mit dem Vollzug des Bauordnungs- und Bauplanungsrechts befasst sind. Das Bauordnungsrecht ist in Deutschland Landesrecht, d.h. es wird von jedem Bundesland eigenständig in den Landesbauordnungen geregelt. Die Bauaufsicht ist Teil des Ordnungsrechts und dient der Gefahrenabwehr. Die Bauaufsichtsbehörden haben im Rahmen ihrer Aufgaben die erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Welche Behörden für die Bauaufsicht zuständig sind, wird durch die jeweiligen Landesbauordnungen bestimmt. Kategorie:Baurecht

Bewehrungsplan

Der Bewehrungsplan ist für die Ausführung von Stahlbetonbauteilen erforderlich. Im Bewehrungsplan werden die Stahleinlagen aus Betonstahl dargestellt. Es sind reine Ausführungspläne, nach denen der Betonbauer (Flechter) die Bewehrung auf der Baustelle verlegt. Bei sehr komplexen Bauwerken werden die Bewehrungspläne durch Bauingenieure nach der zuvor erstellten Statik angefertigt. Normale Bewehrungspläne werden durch Bauzeichner oder Bautechniker gezeichnet. Weitere Grundlage für den Bewehrungsplan ist meistens der dazugehörige Schalplan, der die Form des Stahlbetonbauteils darstellt. Zum größten Teil werden Bewehrungspläne heute am Computer mit Hilfe von CAD-Programmen erstellt. Selten werden Bewehrungspläne noch manuell von Hand mit einer Zeichenmaschine hergestellt. Bewehrungspläne werden, ebenso wie die statische Berechnung, in Deutschland durch einen Prüfingenieur für Baustatik überprüft. Kategorie:Bauingenieurwesen

Leistungsverzeichnis

Ein Leistungsverzeichnis ist die Zusammenstellung von bestimmten Leistungen im Rahmen eines Auftrages. Unter Leistung ist hier die Durchführung bestimmter Tätigkeiten zu verstehen. Das Leistungsverzeichnis definiert daher den Umfang und die Art und Weise der Tätigkeiten. Im Regelfall gliedert sich das Leistungsverzeichnis in einzelne Leistungspositionen. Unter Leistungsposition ist die Durchführung einer bestimmten, gleichartigen und von anderen leicht abgrenzbaren Tätigkeit zu verstehen. Leistungsverzeichnisse werden praktisch in allen Bereichen menschlichen Wirkens verwendet. In vielen Bereichen werden Leistungsverzeichnisse durch bestehende Regelwerke, Normen und Vorschriften ergänzt. In vielen Staaten gibt es bereits vereinheitlichte Textbausteine als Leistungspositionen für bestimmte Leistungen. Zum Beispiel im Bau- Baunebengewerbe und Haustechnik. Die Vorteile des Leistungsverzeichnises sind im allgemeinen die klare, vollständige Darstellung der gesamten Tätigkeit, die Einholung und Vergleichbarkeit mehrerer Angebote im Wettbewerb. Für die Erstellung von Leistungsverzeichnisen (kurz LV) verwendet man heutzutage spezielle Computerprogramme. Besonders im Bauwesen, wo Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibung von Bauleistungen nötig sind, haben sich sogenannte AVA-Systeme etabliert. Dabei steht AVA als Akronym für die Prozesse Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung.

Weblinks


- [http://www.architext.de/ AVA-Systeme für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung]
- [http://www.administration-intelligence.de/ Administration Intelligence AG] - Anbieter von elektronischen Lösungen zur vergaberechtskonformen Abwicklung von öffentlichen Ausschreibungen. Kategorie:Bauwesen Kategorie:Bauausführung

Baustatik

Baustatik ist die Statik der Baukonstruktionen; anders gesagt die Lehre der Modellbildung zur Berechnung des Tragverhaltens von Tragwerken im Bauwesen. Das beinhaltet die Berechnung der Auflagergrößen, Schnittgrößen und Verschiebungen infolge von Lasten für das vorgegebene Tragsystem eines Bauwerks. Neben ruhenden Lasten gibt es weitere Einwirkungen: Temperaturänderungen, Schwinden, Kriechen, Auflagerverschiebungen. Auch die Festigkeitslehre (Elastizitätstheorie) zählt zur Baustatik. Die Baustatik liefert die Voraussetzungen für die Bemessung von Tragwerken (Standsicherheit) und zur Begrenzung von Verformungen (Gebrauchstauglichkeit).

Abgrenzung zur Statik

Die Statik behandelt mehr die theoretisch-mathematisch-physikalische Seite, während die Baustatik die Anwendung der Statik im Bauwesen zum Ziel hat. Deshalb steht die Bemessung von Bauwerken und Bauteilen im Vordergrund, also die Ermittlung der notwendigen Dimensionen, der Abmessungen, der Querschnitte, der Bewehrung usw. Ein wesentlicher Teil der Statik ist es, aus einem komplexen Bauwerk ein klar definiertes Tragsystem zu modellieren, das man mit vernünftigem Aufwand berechnen kann, und die Lasten zu ermitteln, die darauf wirken.

Gleichgewicht der Kräfte

Die wichtigste Grundforderung der Baustatik wie der Statik ist, dass das Tragsystem im stabilen Gleichgewicht ist. Andernfalls versagt es.

Tragwerke

Die Baustatik kennt zwei große Gruppen von Tragwerken:
- Stabwerke und Fachwerke (Stäbe, Träger, Stützen, Rahmen)
- Flächentragwerke, bestehend aus Platten, Scheiben, Schalen oder Membrane (Flächenstatik)

Lasten

Die Lasten, für die ein Tragwerk mittels der Baustatik bemessen werden muss, sind u.a.
- Eigengewicht
- Verkehrslast
- Windlast
- Schneelast
- Wasserdruck
- Erddruck
- Fahrzeuganprall
- Erdbeben
- Eisdruck
- Temperatur Dynamische Lasten (Stöße, Vibrationen, Schwingungen, Erdbeben) werden üblicherweise in statische Ersatzlasten umgerechnet, bevor sie auf ein Bauwerk angesetzt werden.

Berechnungsverfahren

Die Berechnungsverfahren in der Baustatik lassen sich unterteilen in:
- Zeichnerische Verfahren (Grafische Statik)
- Rechnerische Verfahren (Starrkörperstatik, Elastizitätslehre)
- Experimentelle Statik

Zeichnerische Verfahren


- Cremonaplan
- Drei-Kräfte-Verfahren
- Culmann-Verfahren

Rechnerische Verfahren

Zu den rechnerischen Verfahren der Baustatik zählen u.a.:

Klassische Verfahren


- Ritter'sches Schnittverfahren
- Kraftgrößenverfahren
- Weggrößenverfahren
- Formänderungsverfahren
- Momentenausgleichsverfahren
- Drehwinkelverfahren
- Cross-Verfahren
- Verfahren nach Kani
- Spannungstrapezverfahren

Matrizenverfahren


- Finite-Elemente-Methode (FEM)
- Finite-Differenzen-Methode (FDM)
- Randelemente-Methode (REM) (=Boundary Element Method, BEM)
- Discrete element method (DEM) (=Distinct element method)

Elektronische Berechnungen

Statische Berechnungen werden heute fast nur noch mit Computerprogrammen erstellt, weil es für jeden Zweck Bemessungsprogramme gibt. Die untersuchten statischen Systeme werden immer komplexer und anspruchsvoller. Die Berechnung von ebenen Flächentragwerken wie Deckenplatten, elastisch gebetteten Platten, Wandscheiben etc. ist heute in der Praxis eine Routineaufgabe. Mit der Finite-Elemente-Methode werden kompliziertere Tragwerke wie Membran- und Schalentragwerke untersucht.

Theorie I., II. oder III. Ordnung

Die Berechnung der Kräfte an unverformten Tragwerken nennt man Theorie I. Ordnung. Das bedeutet, dass die Änderung der Geometrie der Tragwerke durch die Belastung selbst vernachlässigt wird. Diese Vorgehensweise ist dann und nur dann zulässig, wenn die Verformungen so klein sind, dass sie die Ergebnisse der Berechnung nur unwesentlich beeinflussen. Wenn die Gefahr des Stabilitätsverlustes für das Tragwerk nicht ausgeschlossen werden kann, muss bei der Berechnung die Geometrie des verformten Tragwerkes berücksichtigt werden (Berechnung nach Theorie II. Ordnung). Dabei ist es erforderlich, auch die ungewollten Abweichungen des Tragwerkes von der geplanten Geometrie (z. B. Schiefstellung von Stützen) und die Vorverformungen der Bauteile (z. B. Krümmung von Druckstäben) zu berücksichtigen. Die zu berücksichtigende Größe dieser Imperfektionen im Bauingenieurwesen ist in Normen festgelegt. Seltener ist es erforderlich, auch die geometrischen Nichtlinearitäten eines Tragwerkes zu erfassen (z. B. die Nichtlinearität zwischen Verschiebungen und Verzerrungen im Kontinuum). In diesem Fall spricht man von einer Berechnung nach Theorie III. Ordnung. Soweit die Gefahr des Stabilitätsverlustes nur für einzelne Bauteile (z. B. durch Knicken oder Beulen) besteht, kann auf spezielle Nachweise für diese Versagensformen zurückgegriffen werden.

Baustoffe

Die Berechnungsergebnisse der Baustatik dienen der Bemessung der Tragwerke. Diese unterscheiden sich auch nach den Baustoffen, die deshalb ganz unterschiedliche Bemessungsverfahren bedingen:
- Beton, Stahlbeton, Spannbeton, Mauerwerk (Massivbau)
- Stahl und andere Metalle, speziell Aluminium (Stahlbau und allgemeiner Metallbau)
- Beton mit Stahl (Verbundbau)
- Holz (Holzbau)
- Kunststoff (Kunststoffbau)
- Boden und Erdstoffe (Grundbau)

Geschichte der Baustatik

Die Geschichte der Baustatik ist eng mit den Forschungen und Veröffentlichungen u.a. der folgenden Autoren verknüpft:
- Archimedes (287-212 v. Chr.) Hebelgesetz
- Leonardo da Vinci (1452-1519) Abhandlungen über die Mechanik, Grundlagen für die heutige Theorie der Statik und Elastizität; Statische Momente, Gewölbewirkung, Balkenbiegung
- Simon Stevin (1548-1620) belgisch-niederländischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur. Parallelogramm der Kräfte, Statik fester Körper und der Flüssigkeiten; Einführung der Dezimalstellen
- Galileo Galilei (1564-1642) Prinzipien der Mechanik, Festigkeitslehre und Fallgesetze
- Robert Hooke (1635-1703) Proportionalitätsgesetz
- Sir Isaac Newton (1643-1727) Begründer der klassischen theoretischen Physik und damit der exakten Naturwissenschaften, mathematische Grundlagen der Naturwissenschaften, Formulierung der drei Bewegungssätze
- Jakob Bernoulli (1654-1705) Krümmung des elastischen Balkens; Ebenbleiben der Querschnitte
- Pierre de Varignon (1654-1722) französischer Mathematiker. Zusammensetzung der Kräfte, Gesetz vom Kräfteparallelogramm (Varignon-Parallelogramm), Begriff des Kraftmoments, Seilpolygon
- Leonhard Euler (1707-1783) Balkentheorie; elastische Linie; Seile; Knickstab
- Charles Augustin de Coulomb (1736-1806) Reibung, Erddrucktheorie, Torsion, Festigkeit, Spannungen, Balkenbiegung
- Louis Navier (1785-1836) Elastizitätstheorie; erste umfassende Baustatik von 1823 und 1826
- Augustin Louis Cauchy (1789-1857) Elastizitätstheorie, Spannungsbegriff
- Karl Culmann (1821-1881) grafische Statik
- Gustav Robert Kirchhoff (1824-1887) Plattentheorie
- August Ritter (1826-1908) grafische Berechnungsmethoden
- Antonio Luigi Gaudenzio Giuseppe Cremona (1830-1903) Zeichnerische Bestimmung der Stabkräfte in statisch bestimmten Fachwerken ("Cremonaplan")
- Christian Otto Mohr (1835-1918) Mohr'scher Spannungskreis; Biegelinie
- Carlo Alberto Castigliano (1847-1884) Sätze von Castigliano
- Heinrich Müller-Breslau (1851-1925) Systematik der rechnerischen Methoden; Theorie der Stabtragwerke
- Kurt Beyer (1881-1952) Lösung linearer Gleichungssysteme
- Kurt Hirschfeld (1902-1994) Lehrbuch der Baustatik 1958
- John Argyris (1913-2004) Mitbegründer der Finite-Elemente-Methode
- Olgierd Cecil Zienkiewicz (
- 1921) Pionier der Finite-Elemente-Methode; erstes Lehrbuch der FEM

Siehe auch


- Statische Berechnung
- Statik (Physik)
- Standsicherheit
- ql²/8-Statik

Weblinks


- [http://home.zhwin.ch/~gem/Kapitel%201.pdf Grundlagen und Geschichte der Baustatik]
- [http://www.statik-lernen.de/download/gesch_persoenlichkeiten.pdf Statik-lernen.de: Bedeutende Persönlichkeiten der Entwicklung der Baustatik]
- http://www.ifb.tugraz.at/educ/teaching_material/Baustatik/Baustatik1_Skriptum.pdf umfassendes Werk mit 400 Seiten
- http://www.ifb.tugraz.at/educ/teaching_material/Baustatik/Baustatik2_Skriptum.pdf die Fortsetzung des obigen mit 160 Seiten ! Kategorie:Bauingenieurwesen

Kategorie:Bauingenieurwesen

Kategorie:Architektur und Bauwesen Kategorie:Ingenieurwissenschaft ja:Category:土木工学

Sceptre

A sceptre or scepter is an ornamental staff held by a ruling monarch, a prominent item of kingly regalia.

Antiquity

A rod or staff has long represented authority. Among the early Greeks the sceptre was a long staff used by aged men (Iliad, xviii. 416; Herodotus 1. 196), and came to be used by judges, military leaders, priests and others. It is represented on painted vases as a long staff tipped with a metal ornament, and is borne by some of the gods. It was this symbol of Zeus, the father of Olympus, that gave their inviolable status to the kerykes, the heralds, who were thus the precursors of modern diplomatic immunity. Among the Etruscans sceptres of great magnificence were used by kings and upper orders of the priesthood, and many representations of such sceptres occur on the walls of the painted tombs of Etruria. The British Museum, the Vatican and the Louvre possess Etruscan sceptres of gold, most elaborately and minutely ornamented. The Roman sceptre probably derived from the Etruscan. Under the Republic an ivory sceptre (sceptrum eburneum) was a mark of consular rank. It was also used by victorious generals who received the title of imperator, and its use as a symbol of delegated authority to legates apparently was revived in the marshal’s baton. Under the empire the sceptrum Augusti was specially used by the emperors, and was often of ivory tipped with a golden eagle. It is frequently shown on medallions of the later empire, which have on the obverse a half-length figure of the emperor, holding in one hand the sceptrum Augusti, and in the other the orb surmounted by a small figure of Victory.

Christian Era

With the advent of Christianity the sceptre was often tipped with a cross instead of with an eagle, but during the middle ages the finials on the top of the sceptre varied considerably. In England from a very early period two sceptres have been concurrently used, and from the time of Richard I they have been distinguished as being tipped with a cross and a dove respectively. In France the royal sceptre was tipped with a fleur de lys, and the other, known as the main de justice, had an open hand of benediction on the top. Sceptres with small shrines on the top are sometimes represented on royal seals, as on the great seal of Edward III, where the king, enthroned, bears such a sceptre, but it was an unusual form; and it is of interest to note that one of the sceptres of Scotland, preserved at Edinburgh, has such a shrine at the top, with little images of Our Lady, Saint Andrew and Saint James in it. This sceptre was, it is believed, made in France about 1536, for James V. Great seals usually represent the sovereign enthroned, holding a sceptre (often the second in dignity) in the right hand, and the orb and cross in the left. Harold appears thus in the Bayeux tapestry. The earliest English coronation form of the 9th century mentions a sceptre (sceptrum), and a staff (baculum). In the so-called coronation form of Ethelred II a sceptre (sceptrum), and a rod (virga) appear, as they do also in the case of a coronation order of the 12th century. In a contemporary account of Richard I’s coronation the royal sceptre of gold with a gold cross, and the gold rod (virga) with a gold dove on the top, enter the historical record for the first time. About 1450 Sporley, a monk of Westminster, compiled a list of the relics there. These included the articles used at the coronation of Saint Edward the Confessor, and left by him for the coronations of his successors. A golden sceptre, a wooden rod gilt and an iron rod are named. These survived till the Commonwealth, and are minutely described in an inventory of the whole of the regalia drawn up in 1649, when everything was destroyed. For the coronation of Charles II of England new sceptres were made, and though slightly altered, they continue in use. They are a sceptre with a cross called "St Edward’s sceptre", a sceptre with a dove, and a long sceptre or staff with a cross of gold on the top called "St Edward’s staff". To these, two sceptres for the queen-consort, one with a cross, and the other with a dove, have been subsequently added.

Sceptres in fiction

In fiction, such as fantasy novels, video games, and cartoons, sceptres often have magical powers. In King Ottokar's Sceptre, one of the Tintin stories by Hergé, the sceptre of the title plays a central role. Compare staff of office. See Cyril Davenoort, The English Regalia; Leopold WickhamLegg, "English Coronation Records"; The Ancestor, Nos. 1 and 2 (1902); Menin, The Form, &c., of Coronations (English translation, 1727).

Reference


- Original text adapted from 1911 Encyclopædia Britannica Category:Formal insigniaCategory:Monarchy

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