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| Schwimmbad |
SchwimmbadAls Schwimmbäder bezeichnet man meist öffentliche Anlagen, in denen große, mit Wasser gefüllte Schwimmbecken zum Baden und Schwimmen bereitstehen.
Bei warmen Außentemperaturen wird im allgemeinen das Freibad bevorzugt, bei kalten das Hallenbad. Bei Verwendung von Mineralwasser anstelle von aufbereitetem Trinkwasser spricht man von Mineralbädern oder Solebäder. Wird warmes Quellwasser verwendet, spricht man vom Thermalbad. An der Küste gibt es auch Meerwasserthermen.
Schwimmbäder mit warmem Wasser bezeichnen sich gerne in Anlehnung an die römische Badekultur als "Therme". Daneben gibt es die Bezeichnung Erlebnisbad, Spaßbad oder Wasserpark für Schwimmbäder, die hauptsächlich auf die Erholung und den Spaß der Badegäste ausgelegt sind. Sie enthalten meist außergewöhnliche Schwimmbecken, Whirlpools, verschiedene Wasserrutschen und/oder Wildwasserkanäle und Solebäder. Des Weiteren sind in Erlebnisbädern häufig ausgedehnte Ruhezonen, große Saunalandschaften und ein professionelles Catering zu finden.
Für die meisten öffentlichen Schwimmbäder werden Eintrittsgelder erhoben. Als kostenlose Alternative sind vor allem im Sommer Badeseen beliebt.
Private Schwimmbäder, auch die von Hotels, sind wesentlich kleiner und haben meist nur ein einzelnes Schwimmbecken. In der Geschichte der Schwimmbäder sind vor allem noch die Volksbäder zu erwähnen.
Elektrische Anlagen im Bereich von Schwimmbecken und anderen Wasserbecken
In Bereichen von Wasserbecken, also auch von Becken in Schwimmbädern, besteht für Menschen auf Grund der feuchten Umgebungsbedingungen ein höheres Risiko als in der sonst üblichen trockenen Umgebung, durch elektrische Anlagen und Einrichtungen gefährdet zu werden. Deswegen gelten besondere Anforderungen für die elektrischen Anlagen in diesen Bereichen.
Kategorie:SportgebäudeKategorie:Wassersport
Kategorie: Badeanlage
Wasser
Wasser ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Sauerstoff und Wasserstoff. Die Bezeichnung Wasser wird besonders für den flüssigen Aggregatzustand verwendet, im festen, also gefrorenen Zustand wird es Eis genannt, im gasförmigen Zustand Wasserdampf oder einfach nur Dampf.
Dampf
Etymologie und alternative Bezeichnungen
Das Wort Wasser leitet sich vom althochdeutschen wazzar „das Feuchte, Fließende“ ab.
Andere chemische Bezeichnungen für Wasser sind:
- Wasserstoffoxid (auf deutsch die korrekte, weil einfachste Bezeichnung)
- Diwasserstoffmonoxid, Wasserstoffhydroxid, Dihydrogeniumoxid, Hydrogeniumoxid, Hydrogeniumhydroxid oder Dihydrogenmonoxid
Vorkommen
Erde
Große Teile der Erde sind vom Wasser bedeckt, wobei dies besonders auf der Südhalbkugel der Fall ist und sich als Extrem an der Wasserhalbkugel zeigt. Die Versorgung der Weltbevölkerung mit hygienisch und toxikologisch unbedenklichem Trinkwasser, sowie einer ausreichenden Menge Nutzwasser, stellt eine der größten Herausforderungen der Menschheit in den nächsten Jahrzehnten dar.
Die Wasservorkommen der Erde belaufen sich auf circa 1 386 Millionen km3, wovon allein 1 338 Millionen km3 (96,5 %) auf das Salzwasser der Weltmeere entfallen. Nur 48 Millionen km3 (3,5 %) des irdischen Wassers liegen als Süßwasser vor. Das mit 24,4 Millionen km3 (1,77 %) meiste Süßwasser ist dabei als Eis an den Polen, Gletschern und Dauerfrostböden gebunden und somit nicht der Nutzung zugänglich. Einen weiteren wichtigen Anteil macht das Grundwasser mit 23,4 Millionen km3 aus. Das Wasser der Fließgewässer und Binnenseen (190 000 km3), der Atmosphäre (13 000 km3), des Bodens (16 500 km3) und der Lebewesen (1 100 km3) ist im Vergleich rein mengenmäßig recht unbedeutend. Dabei ist jedoch nur ein geringer Teil des Süßwassers auch als Trinkwasser verfügbar. Insgesamt liegen 98,233 % des Wassers in flüssiger, 1,766 % in fester und 0,001 % in gasförmiger Form vor. In seinen unterschiedlichen Formen weist das Wasser dabei spezifische Verweilzeiten auf und zirkuliert fortwährend im globalen Wasserkreislauf.
Diese Anteile sind jedoch nur näherungsweise bestimmbar und wandelten sich auch stark im Laufe der Klimageschichte, wobei im Zuge der globalen Erwärmung von einem Anstieg des Wasserdampfanteils ausgegangen wird.
Sonnensystem
Auch außerhalb der Erde kommt zwar Wasser vor, aber nur in sehr geringen Mengen und dann als Eis oder Wasserdampf. Als Eis wurde Wasser in Kometen („schmutzige Schneebälle“), auf dem Mars und auf einigen Monden der äußeren Planeten nachgewiesen. Viele Hinweise deuten darauf hin, dass der Mars in der Frühzeit seiner Entwicklung offene Wasserflächen enthielt. Zu den Monden zählen die Jupitermonde Europa, Ganymed und Kallisto, der Neptunmond Triton, sowie Charon, der einzige bekannte Mond Plutos. Hinweise auf das Vorhandensein von Eis in Meteoritenkratern in Polnähe gibt es sogar bei Merkur, dem sonnennächsten Planeten. Es ist möglich, dass auf dem Erdenmond in den Polregionen am Grund tiefer Krater Eisvorkommen als Relikte von Kometeneinschlägen überlebt haben. Solche Vorkommen wären wichtige Wasser- und Sauerstoffquellen für künftige Mondbasen, sind jedoch bis auf weiteres spekulativ.
Herkunft
Hauptartikel: Herkunft des irdischen Wassers
Die Herkunft des Wassers auf der Erde, insbesondere die Frage, warum auf der Erde deutlich mehr Wasser vorkommt als auf den anderen erdähnlichen Planeten, ist bis heute nicht befriedigend geklärt. Ein Teil des Wassers dürfte durch das Ausgasen der Magma entstanden sein, also letztlich aus dem Erdinneren stammen. Ob dadurch aber die Menge an Wasser erklärt werden kann, ist fragwürdig. Weitere große Anteile könnten aber auch durch Einschläge von Kometen, transneptunischen Objekten oder wasserreichen Asteroiden (Protoplaneten) aus den äußeren Bereichen des Asteroidengürtels auf die Erde gekommen sein. Messungen des Isotopenverhältnisses von Deuterium zu Protium (D/H-Verhältnis) deuten dabei eher auf Asteroiden hin, da in Wassereinschlüssen in kohligen Chondriten ähnliche Verhältnisse gefunden wurden wie in ozeanischem Wasser, wohingegen bisherige Messungen dieses Isotopenverhältnisses an Kometen und transneptunischen Objekten nur schlecht mit irdischem Wasser übereinstimmten.
Wassermolekül
Chondriten
Chondriten
Hauptartikel: Wassermolekül
Das Molekül des Wassers besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom. Geometrisch ist das Wassermolekül gewinkelt, so dass die zwei Wasserstoffatome und die zwei Elektronenpaare in die Ecken eines gedachten Tetraeders gerichtet sind. Der Winkel, den die beiden O-H-Bindungen einschließen beträgt 104,45°. Er weicht aufgrund des erhöhten Platzbedarfs der freien Elektronenpaare vom idealen Tetraederwinkel (~109,47°) ab. Die Bindungslänge der O-H-Bindungen beträgt jeweils 95,84 Picometer.
Sauerstoff hat in der Pauling-Skala mit 3,5 eine höhere Elektronegativität als Wasserstoff mit 2,1. Das Wassermolekül weist dadurch ausgeprägte Partialladungen auf. In Kombination mit der dreieckigen Geometrie kommt es auf der Seite des Sauerstoffs zu einer negativen und auf der Seite der beiden Wasserstoffatome zu einer positiven Polarität. Diese bewirkt das Dipolmoment, das in der Gasphase 1,84 Debye beträgt.
Wassermoleküle wechselwirken miteinander über Wasserstoffbrückenbindungen und besitzen dadurch ausgeprägte zwischenmolekulare Anziehungskräfte. Es handelt sich dabei um keine beständige, feste Verkettung. Der Verbund der über Wasserstoffbrückenbindungen unbeständig verketteten Wassermoleküle besteht nur Bruchteile von Sekunden, wonach sich die einzelnen Moleküle wieder aus dem Verbund lösen und sich in einem ebenso kurzen Zeitraum erneut verketten. Dieser Vorgang wiederholt sich ständig und führt letztendlich zur Ausbildung eines variablen Clusters. Hierdurch werden wichtige Eigenschaften wie die Dichteanomalie hervorgerufen.
Je nach Isotopenzusammensetzung des Wassermoleküls unterscheidet man „schweres Wasser“, „halbschweres Wasser“ und „überschweres Wasser“.
Eigenschaften des Wassers
Hauptartikel: Eigenschaften des Wassers, Stoffdaten des Wassers
Synthese, Elektrolyse und Nachweis
Wasser wurde zum ersten Mal synthetisiert, als Henry Cavendish ein Gemisch aus Wasserstoff und Luft zum Explodieren brachte.
Da Wasserstoff in der Zukunft Energieträger werden soll, ist geplant, durch die Elektrolyse des Wassers diesen Wasserstoff zu gewinnen. Allerdings ist ein hoher Energieaufwand für die Elektrolyse nötig. Mittlerweile ist es Forschern gelungen, Wasser durch Anwesenheit eines Katalysators nur mittels Sonnenlicht in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten:
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Wasser färbt weißes Kupfersulfat hellblau und blaues Cobalt(II)-chloridpapier wird durch Wasser rot gefärbt, Karl-Fischer-Titration.
Geschichte der Wassernutzung
Hauptartikel: Geschichte der Wassernutzung
Die Geschichte der menschlichen Nutzung des Wassers und somit jene der Hydrologie, der Wasserwirtschaft und besonders des Wasserbaus, ist durch eine vergleichsweise geringe Zahl von Grundmotiven geprägt. Von den ersten sesshaftwerdenen Menschen zu den Hochkulturen der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit, stand im Zentrum immer ein Konflikt zwischen einem zu viel und einem zu wenig an Wasser. Ihm war man dabei fast immer ausgeliefert, ob durch Dürren die Ernte einging oder Hochwasser Leben und Besitz bedrohte. Ohne die Kenntnis woher das Wasser kam und wohin es ging, wurde es zu einem Gegenstand der Mytholgie und später auch Naturphilosophie. Noch heute kommt dem Wasser in den meisten Religionen der Welt eine Sonderstellung zu, besonders dort, wo die Frage des Überlebens von der Lösung der zahleichen Wasserprobleme abhing.
Ziel war es allen Nutzungsansprüchen gerecht zu werden und dabei auch jedem Menschen den ihm zustehenden Teil des Wassers zu garantieren. Hierzu wurde das Wasserrecht als eine der ersten Rechtsformen zum Mitbegründer der ersten zentralistischen Zivilisationen von Mesopotamien und Ägypten, bis in die Flusstäler Chinas und Indiens.
Die lange Geschichte der Wassernutzung zeigt sich dabei, wie die Menschheitsgeschichte insgesamt, nicht als ein kontinuierlicher Entwicklungspfad. Sie wurde vor allem durch einzelne Zentren hohen wasserwirtschaftlichen Standards sowie immer wiederkehrende Brüche geprägt, neben oft Jahrhunderte lang währenden Stagnationsphasen. So beeindruckend die frühen wasserbaulichen Anlagen dabei auch waren, wie groß sich Innovationskraft und Kreativität unserer Vorfahren auch zeigte, letztlich war und ist man auch heute noch abhängig von der Natur, die man jedoch erst in vergleichsweise jüngster Zeit anfing wirklich zu verstehen.
Bedeutung des Wassers in den Wissenschaften
Zur Bedeutung für das Leben und die Welt allgemein siehe: Bedeutung des Wassers
Wasser spielt wegen seiner besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften, vor allem des Dipolmoments, der Wasserstoffbrückenbindung und der Dichteanomalie, eine zentrale Rolle in vielen Wissenschaften und Anwendungsgebieten. Es ist der wahrscheinliche Entstehungsort des irdischen Lebens und unter Umständen auch eine Bedingung für dieses. In Organismen und in unbelebten Bestandteilen der Geosphäre spielt es als vorherrschendes Medium bei fast allen Stoffwechselvorgängen beziehungsweise geologischen und ökologischen Elementarprozessen eine entscheidende Rolle. Die Erdoberfläche ist zu circa 72 % von Wasser bedeckt, wobei Ozeane hieran den größten Anteil tragen. Süßwasserreserven bilden lediglich 2,53 % des irdischen Wassers und nur 0,3 % sind als Trinkwasser zu erschließen (Dyck 1995). Durch die Rolle des Wassers in Bezug auf Wetter und Klima, als Landschaftsgestalter im Zuge der Erosion und durch seine wirtschaftliche Bedeutung unter anderem in den Bereichen der Land-, Forst- und Energiewirtschaft ist dieses zudem in vielfältiger Weise mit Geschichte, Wirtschaft und Kultur der menschlichen Zivilisation verbunden.
Die Wissenschaft, welche sich mit der räumlichen wie zeitlichen Verteilung des Wassers und dessen Eigenschaften beschäftigt, bezeichnet man als Hydrologie. Insbesondere untersucht die Ozeanologie das Wasser der Weltmeere, die Limnologie das Wasser der Binnengewässer, die Hydrogeologie das Grundwasser und die Aquifer, die Meteorologie den Wasserdampf der Atmosphäre und die Glaziologie das gefrorene Wasser unseres Planeten. In flüssiger Form wurde Wasser bislang nur auf der Erde nachgewiesen.
Wasserchemie
Die Chemie beschäftigt sich unter anderem mit der Analyse von im Wasser gelösten Stoffen, den Eigenschaften des Wassers, dessen Nutzung, dessen Verhaltensweise in verschiedenen Zusammenhängen.
Wasser ist ein Lösungsmittel für viele Stoffe, für Ionenverbindungen, aber auch für hydrophile Gase und hydrophile organische Verbindungen. Sogar gemeinhin als in Wasser unlöslich geltende Verbindungen können in Spuren im Wasser enthalten sein. Daher liegt Wasser auf der Erde nirgends in reinem Zustand vor. Es hat je nach Herkunft die unterschiedlichsten Stoffe in mehr oder weniger großen Konzentrationen in sich gelöst.
In der Analytik unterscheidet man unter anderem folgende Wassertypen:
- Reinstwasser
- Demineralisiertes Wasser
- Destilliertes Wasser
- Enteisentes Wasser
- Ätherisches Wasser
- Rohwasser
- Regenwasser
- Grundwasser
- Oberflächenwasser (Fließ- und Stehgewässer),
- Süßwasser/Salzwasser/Brackwasser
- Mineralwasser
- Trinkwasser
- schweres Wasser
- Abwasser, (Haushalts-Abwässer, landwirtschaftliche Abwässer,Industrie-Abwässer)
Aber auch bei den wässrigen Auslaugungen (Eluaten) von Sedimenten, Schlämmen, Feststoffen, Abfällen und Böden wird die Wasseranalytik eingesetzt.
Um die Eigenschaften des Wassers und eventuell darin gelöster Stoffe, bzw. damit in Kontakt stehender fester Phasen aufzuklären hat sich die Molekulardynamik-Simulation bewährt.
Siehe auch: Wasserhärte, Gewässergüteklasse, Hydrophobie, Hydrophilie
Wasser in den Geowissenschaften
Hydrophilie
In den Geowissenschaften haben sich Wissenschaften herausgebildet, die sich besonders mit dem Wasser beschäftigen: die Hydrogeologie, die Hydrologie, die Glaziologie, die Limnologie, die Meteorologie und die Ozeanographie.
Besonders interessant für die Geowissenschaften ist, wie Wasser das Landschaftsbild verändert (von kleinen Veränderungen über einen großen Zeitraum bis hin zu Katastrophen, bei denen Wasser innerhalb weniger Stunden ganze Landstriche zerstört), dies geschieht zum Beispiel auf folgende Weisen:
- Flüsse oder Meere reißen Erdmassen mit sich und geben sie an anderer Stelle wieder ab (Erosion).
- Durch sich bewegende Gletscher werden ganze Landschaften umgestaltet.
- Wasser wird von Steinen gespeichert, gefriert in diesen und sprengt die Steine auseinander, weil es sich beim Gefrieren ausdehnt (Frostverwitterung).
- Durch Dürren werden die natürlichen Ökosysteme stark beeinflusst.
Wasser ist nicht nur ein bedeutender Faktor für die mechanische und chemische Erosion von Gesteinen sondern auch für die klastische und chemische Sedimentation von Gesteinen. Dadurch entstehen unter anderem Grundwasserleiter.
Auch interessiert Geowissenschaftler die Vorhersage des Wetters und besonders von Regenereignissen (Meteorologie).
Siehe auch: Gewässer, Gletscher, Permafrostboden, Binnenmeer, Binnensee, Teich, Meer, Ozean, Fluss, Bach, Flussaue.
Wasser in der Hydrodynamik
Die verschiedenen strömungstechnischen Eigenschaften und Wellentypen auf mikroskopischer und makroskopischer Ebene werden intensiv untersucht, wobei folgende Fragestellungen im Mittelpunkt stehen:
- Optimierung von Bootskörpern und exponierter Baukörper (zum Beispiel Wehre) - Minimierung des Strömungswiderstandes
- Optimierung des Wirkungsgrades von wassergetriebenen Turbinenrädern
- Untersuchung von Strömungsphänomenen und Resonanzkatastrophen (Tsunami, Monsterwellen)
- Untersuchung der Konsistenz und Qualität des Mediums Wasser aus der Analyse seiner charakterisierenden Strömungseigenschaften. Mit diesem Aspekt beschäftigt sich das Institut für Strömungswissenschaften in Herrischried im Südschwarzwald.
Kulturelle Bedeutung des Wassers
Aufgrund der großen Bedeutung des Wassers wurde es nicht zufällig bereits bei den frühesten Philosophen zu den vier Urelementen gezählt. Thales von Milet sah im Wasser sogar den Urstoff allen Seins.
Wasser in der Mythologie
Thales von Milet
Wasser ist in der von Empedokles eingeführten und dann vor allem von Aristoteles vertretenen Vier-Elemente-Lehre neben Feuer, Luft und Erde ein Element.
Ebenso ist Wasser in der taoistischen Fünf-Elemente-Lehre (neben Holz, Feuer, Erde, Metall) vertreten. Die Bezeichnung Elemente ist hier jedoch etwas irreführend, da es sich um verschiedene Wandlungsaspekte eines zyklischen Prozesses handelt.
Im antiken Griechenland wurde dem Element Wasser das Ikosaeder als einer der fünf Platonischen Körper zugeordnet.
Wasser in der Religion
In den Religionen hat Wasser häufig einen hohen Stellenwert. Oft wird die reinigende Kraft des Wassers beschworen, zum Beispiel bei den Moslems in Form der rituellen Fußwaschung vor dem Betreten einer Moschee, oder im Hindu-Glauben beim rituellen Bad im Ganges. Die christliche Taufe wurde bis ins späte Mittelalter durch Untertauchen oder Übergießen mit Wasser als Ganzkörpertaufe vollzogen, im Westen heute meist nur noch durch Besprengen mit Wasser. Die Taufe bedeutet Hinwendung zu Christus und Aufnahme in die Kirche. Sie steht auch symbolisch für Sterben (Untertauchen) und Auferstehen (ankommen am Ufer des neuen Lebens). In der katholischen und orthodoxen Kirche spielt das Weihwasser eine besondere Rolle. Vor allem die reinigende Kraft des Wassers gab immer wieder Anlass, über die Bedeutung des Wassers für das Leben und auch für ein Leben nach dem Tod nachzudenken.
Wasser in der Esoterik
In der Esoterik heißt es, Wasser sei in seiner Struktur veränderbar und übertrage so Informationen. Diese Wasser werden als "Polywasser", "levitertes", "formatiertes" oder Belebtes Wasser bezeichnet und gehen zum Teil zurück auf Masaru Emoto, Viktor Schauberger oder Wilfried Hacheney.
Wasser als Trinkwasser und Produkt
Wilfried Hacheney
Die zur Trinkwasserversorgung nutzbaren Wasservorkommen werden unterschieden in Niederschlagswasser, Oberflächenwasser in Flüssen, Seen, Talsperren, Grundwasser, Mineralwasser und Quellwasser. Die Nutzung der Gewässer wird im Wasserhaushaltsgesetz (in Deutschland, Österreich und der Schweiz (?)) geregelt. In Mitteleuropa gibt es eine zuverlässige, weitgehend kostendeckende und hochwertige Wasserversorgung, meist noch durch öffentliche Anbieter. Meist kommt Leitungswasser aus der näheren Region, für die der kommunale Versorger auch ökologisch Verantwortung übernimmt. Der weltweite Wassermarkt hat ein Wachstum wie kaum eine andere Branche. Deshalb haben private Anbieter großes Interesse, Wasser als Handelsware zu definieren, um diesen Markt zu übernehmen.
Auch wenn das normale Trinkwasser nicht direkt eine Handelsware darstellt, so wird auch von manchen Organisationen ins Treffen geführt, dass durch die Globalisierung auch ein indirekter Wasserexport, vor allem der Länder der dritten Welt, stattfindet. Das bedeutet beispielsweise, dass für den Anbau von Bananen 1.000 l/m² Boden notwendig ist. Durch Produktionssteigerungen, die für den Export bestimmt sind, fehlt das Wasser der einheimischen Bevölkerung. (Quelle: Wuppertaler Institut)
Wasserverbrauch
Der Wasserverbrauch ist das für den menschlichen Verbrauch benötigte Wasser. Dieses umfasst den unmittelbaren menschlichen Genuss (Trinkwasser) ebenso wie den zum alltägliche Leben (Waschen, Kochen etc.) sowie für die Landwirtschaft, das Gewerbe und die Industrie (siehe Nutzwasser) gegebenen Bedarf. Wie der Wortsinn - verbrauch darlegt, wird hierbei das Wasser im Hinblick auf seine Menge und Qualität geändert. Der Wasserverbrauch ist daher nicht nur eine Kenngröße für die nachgefragte Wassermenge, sondern zumeist auch für die Entsorgung (Kanalisation, Kläranlage)
Der Wasserbedarf in Deutschland betrug 1991 47,9 Milliarden m3, wovon allein 29 Milliarden m3 als Kühlwasser in Kraftwerken dienten. Rund 11 Milliarden m3 wurden direkt von der Industrie genutzt, 1,6 Milliarden m3 von der Landwirtschaft. Nur 6,5 Milliarden m3 dienten der Trinkwasserversorgung. Der durchschnittliche Wasserverbrauch beträgt rund 130 Liter pro Einwohner und Tag (davon etwa 1 Liter zum Trinken, neben Cola, Bier oder anderen Getränken welche ebenfalls Wasser enthalten).
Siehe auch: Abwasser, Nutzwasser, Verbrauch
Wasserversorgung
Verbrauch
Die Versorgung der Menschheit mit sauberem Wasser stellt Menschen nicht nur in den Entwicklungsländern vor ein großes logistisches Problem. Nur 0,3 % der weltweiten Wasservorräte sind als Trinkwasser verfügbar, das sind 3,6 Millionen km3 von insgesamt ca. 1,38 Milliarden km3.
Um die Wasserknappheit in niederschlagsarmen Ländern zu lindern, wurden schon verrückt erscheinende Ideen erwogen: so wurde vorgeschlagen, mit Schleppern einen riesigen Eisberg über das Meer zu schleppen, der nur zum Teil schmelzen würde, und von dem auftauenden Eisberg Trinkwasser aufzufangen.
Siehe auch: Wasserverteilungssystem, Wasseraufbereitung, Wasseraufbereitungsanlage, Wasserwirtschaft, Wasserreinhaltung
Gesetzliche Grundlagen und Behörden
Hauptartikel: Wasserrecht
Die wasserrechtlichen Grundlagen der Wasserwirtschaft und des öffentlichen Umganges mit den Wasserresourcen bilden in Deutschland das Wasserhaushaltsgesetz und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Wichtige Behörden und Institutionen sind:
- Wasser- und Schifffahrtsamt
- LAWA (Arbeitsgemeinschaft)
Ausstellungen und Veranstaltungen rund ums Wasser
- Von 2005 bis 2014 hat die UNO zur Internationalen Aktionsdekade „Wasser – Quelle des Lebens“ aufgerufen
- Weltwasserforum
- Weltwassertag
- [http://www.hww-hamburg.de/hww_prod_engine.shtml?id=137 Museum Wasserforum HWW (Hamburger Wasserwerke)]
Siehe auch
- Trinkwasser, Mineralwasser, Aquavit - Wasser als Getränk
- Brackwasser, Salzwasser und Süßwasser - Wasserarten nach Salzgehalt
- Gewässer - Allgemeine Bezeichnung für natürliche und künstliche Wasseransammlungen
- Wasser als Handelsware, Umwelt- und Ressourcenkonflikte
- Weihwasser - als Symbol in der Religionsgeschichte
- Wasser - Der Film, einen Film aus Großbritannien, 1985, mit deutschem Titel
- Mpemba-Effekt, abnormaler Gefriervorgang
Literatur
Allgemeine Inhalte
- Karl Höll, Andreas Grohmann et. al. (2002): Wasser. Nutzung im Kreislauf. Hygiene, Analyse und Bewertung. 8. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin - New York.
- Dyck & Peschke (1995): Grundlagen der Hydrologie. 3. Auflage, Verlag Bauwesen. ISBN 3345005867
- Philip Ball (2001): H2O – Biographie des Wassers. Piper Verlag. ISBN 3492041566
Wasserchemie
- Günter Wieland (1999): Wasserchemie. 12. Auflage, Essen. ISBN 3802725425
- Bernd Naumann (1994): Chemische Untersuchungen der Lebensgrundlage Wasser. Herausgeber: Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (LISA)], (=Anregungen zur ökologischen Bildung, Bd. 2), Halle.
Nutzung und Schutz
- Christian Opp (Hrsg.): Wasserressourcen - Nutzung und Schutz (=Beiträge zum Internationalen Jahr des Süßwassers 2003) Marburg/Lahn 2004, 320 S., ISBN 388353049
Gesundheit/Esoterik
- Batmanghelidj, F. (2002): Wasser - die gesunde Lösung. Ein Umlernbuch. VAK Verlag. ISBN 3924077835
- Batmanghelidj, F. (2003): Sie sind nicht krank, Sie sind durstig! Heilung von innen mit Wasser und Salz. VAK Verlag. ISBN 3935767250
Weblinks
Allgemeine Inhalte
- [http://www.quarks.de/dyn/15851.phtml Quarks & Co: Lebensquell Wasser]
- [http://www.wasser-wissen.de/ Wasserlexikon der Uni Bremen]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/wasserwanderweg/index.html Wasserwanderweg]
- [http://www.wasser.de Informationen über Wasser]
Informationen zum Wasser für Kinder
- [http://www.klasse-wasser.de/ bei klasse-wasser.de]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/wassertropfen/index.html Ein Wassertropfen auf Reisen]
- [http://www.grundschule-friedrichsfehn.de/projekte/wasserumwelt/index.html Wasser Umwelt]
Multimedialinks
- Real Video (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri):
- [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&g2=1&f=021027.rm Ist Wasser magisch?]
Kategorie:Alkoholfreies Getränk
Kategorie:Wasserwirtschaft
Kategorie:Ernährung
Kategorie:Flüssigkeit
Kategorie:Chemische Verbindung
als:Wasser
ja:水
ko:물
ms:Air
simple:Water
th:น้ำ
zh-min-nan:Chúi
Schwimmbecken
Das Schwimmbecken, auch Swimmingpool genannt, ist ein mit Wasser aufgefüllter Kasten in dem zum Spaß oder zum Training geplanscht und geschwommen werden kann. Ein Schwimmbecken besteht meist aus einer mit Steinen gemauerten Form, die in ein in die Erde gegrabenes Loch gebaut wurde.
Die Formen von Schwimmbecken können allerlei Figuren aufweisen. Es gibt das klassische rechteckige Becken, runde Becken oder auch viele andere Formen.
Auch die Größe von Schwimmbecken kann stark variieren. Man findet Becken mit einer Größe eines Schwimmbades aber auch aufblasbare Becken für Kinder, die nur einen Durchmesser von ca. 1 Meter aufweisen.
Ein andere Art eines Schwimmbeckens ist eine Art "Plastikbehälter" welcher auf den Boden gestellt und mit Wasser befüllt wird. Solche Pools bestehen meist aus einer festen Kunststoffwand, die man aufbauen muss oder aus einer aufblasbaren Poolwand, welche man jedoch meist nur bei kleineren Pools findet.
Diese Bauform ist praktisch, weil sie leicht abgebrochen und anderorts wieder aufgestellt werden kann.
Elektrische Anlagen im Bereich von Schwimmbecken und anderen Wasserbecken
In Bereichen von Wasserbecken, also auch von Schwimmbecken, besteht für Menschen auf Grund der feuchten Umgebungsbedingungen ein höheres Risiko als in der sonst üblichen trockenen Umgebung, durch elektrische Anlagen und Einrichtungen gefährdet zu werden. Elektrische Geräte wie Sandfilteranlagen, Steuerungen, Dosierungsanlagen, Beleuchtung etc. sollten immer von einem Fachmann installiert werden. Es gelten besondere Anforderungen für die elektrischen Anlagen in diesen Bereichen. Sie sind Gegenstand der Norm/Sicherheitsbestimmung DIN VDE 0100-702 (VDE 0100-702). Eine ausführliche Erläuterung zur Ausführung der elektrischen Anlage in Bereichen von Schwimmbecken und anderen Wasserbecken nach DIN VDE 0100-702 (VDE 0100-702) mit vielen Bildern und Lösungen von Praxisproblemen ist in Band 67B der VDE-Schriftenreihe enthalten. Sowohl die Norm DIN VDE 0100-702 (VDE 0100-702) als auch der erläuternde Band 67B der VDE-Schriftenreihe können vom VDE-Verlag bezogen werden.
siehe auch:
Schwimmbad, Swimming Pool
Kategorie:Sportbauwerk
Kategorie:Wassersport
ja:プール
BadekulturUnter Bad im Sinne dieser Definition verstehen wir zweierlei:
Zum einen den Aufenthalt in (in erster Linie) Wasser oder Luft zur Reinigung, aus therapeutischen Gründen oder zum Spaß. Weder über das Medium, in dem gebadet wird, noch über seine Temperatur lässt sich der Begriff genau fassen: Wir kennen Bäder in kaltem Wasser, in heißen Quellen, in heißer Luft (wie in der Sauna), aber auch in feuchter Luft (z.B. in einem Salzstollen), in Licht (Sonnenbad) oder in Schlamm oder Heu. Auch das „Bad in der Menge” ist nicht nur eine rhetorische Figur: Die körperliche Berührung spielt auch hier eine wesentliche Rolle.
Alle Formen des Badens befriedigen offensichtlich die Lust des Menschen, seinen Hautzellen ungewöhnlichen Reizen auszusetzen. Diese Lust teilt er mit seinen tierischen Verwandten, denn auch diese baden: in Sand, im Schlamm, in kaltem Wasser, aber auch in heißen Quellen, wie einige Makaken (Schneeaffen) im japanischen Shiga-Hochland. Es darf daher wohl vermutet werden, dass der Mensch das Baden noch vor dem Feuer für sich entdeckt hat.
Feuer
Bad ist zudem auch der Behälter und der Ort, an dem das Baden stattfindet. Dabei kann dieser Ort ein Raum sein (die Badewanne steht meist im Badezimmer), ein Gebäude (wie ein Hallenbad oder eine Sauna), ein Gelände (wie ein Freibad oder ein Strandbad) oder sogar eine ganze Stadt, wie manche Kurorte.
Kategorie:Badeanlage
Siehe auch
- Badekarren
- Badesee
- Volksbad
Literatur
- Dieter Wildt: Sonnenkult. Von der vornehmen Blässe zum nahtlosen Braun., Econ, 1987, ISBN 3-430-19676-0
- Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg, hg. v. W. Niess, S. Lorenz, Filderstadt 2004. (ISBN 3-935129-16-5)
als:Badekultur
Freibad
]
Ein Freibad ist eine im Freien angelegte öffentliche Badeanstalt. Diese Anlage besteht neben der eigentlichen Schwimmgelegenheit auch aus Umkleidekabinen, Toiletten, Liegeflächen und wird von Aufsichtspersonen überwacht. Für die Benutzung der Anlagen wird normalerweise eine Gebühr erhoben.
Ein Freibad besteht entweder aus einem abgegrenztem Bereich eines fließenden oder stehenden Gewässers oder aus einem im Freien angelegtem Schwimmbad. Dieses Schwimmbad hat meist eine rechteckige Form und genormte Abmessungen, damit darin sportliche Wettkämpfe stattfinden können. Die Schwimmbeckenlänge beträgt dann normalerweise 25 m oder 50 m. Oft ist auch ein Sprungturm vorhanden. Meist befinden sich auch Planschbecken für Kinder in solch einer Anlage.
In vielen Städten gibt es auch die Bezeichnung Sommerbad, da die Bäder in den kälteren Monaten geschlossen sind. Liegt das Freibad im Inneren oder am Rand eines Waldes, spricht man von einem Waldbad.
Im Unterschied zu den meist kostenpfichtigen Freibädern gibt es auch Seen, die unentgeltlich zum Baden und Schwimmen genutzt werden. Diese werden Badeseen genannt und verfügen über keine oder nur geringe bauliche Ausstattungen.
Geschichte
Die Bade- und Schwimmkultur der Antike ging im Mittelalter verloren - Baden galt bis zur Aufklärung als anrüchig und wurde erst gegen Ende des 18. Jahrhundert wieder beliebter, als die ersten englischen Seebäder entstanden.
Um der Schicklichkeit genüge zu tun, kamen im 19. Jahrhundert allerlei Vorrichtungen wie Bretterkisten, Badekarren und die ersten Strandkörbe zum Einsatz - dazu Schwimmkostüme, die den gesamten Körper verhüllten. Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts konnte das freie Schwimmen im Fluss bestraft werden.
Die ersten Einrichtungen, die an heutige Freibäder erinnern, kamen dann mit den Flussbadeanstalten auf, bei denen ein Ponton mit Plattform und eingelassenem Schwimmbecken im Wasser verankert wurde. Am Ufer standen Umkleidekabinen in Reih und Glied und schirmten das Becken vor neugierigen Blicken ab.
Freibäder im heutigen Sinn entstanden seit der Wende zum 20. Jahrhundert.
Weblinks
- [http://www.ruedesheim.de/freibad/damals/geschwb1.htm Geschichte des Badens und Schwimmens]
- [http://www.dhmd.de Deutsches Hygienemuseum Dresden]
Siehe auch: Hallenbad, Bad, Badewanne, Therme, Naturbad, Strandbad, Volksbad
Kategorie:Badeanlage
Mineralwasser
Als Mineralwasser werden im allgemeinen Sprachgebrauch Natürliches Mineralwasser sowie oft auch andere zum Verzehr geeignete Wasserprodukte bezeichnet. Die offiziellen Produktbezeichnungen in Deutschland lauten:
- Natürliches Mineralwasser: Es hat seinen Ursprung in unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten, Wasservorkommen, wird an der Quelle abgefüllt, und muss amtlich anerkannt werden.
- Quellwasser: Es stammt ebenfalls aus unterirdischen Vorkommmen, darf aber Spuren von Verunreinigungen enthalten und bedarf keiner amtlichen Anerkennung.
- Tafelwasser: Es besteht hauptsächlich aus Trinkwasser. Es gibt keine Anforderungen an den Mineralstoffgehalt oder die Behandlungsmethoden.
- Heilwasser: Wenn das Wasser aufgrund des Nachweises einer heilenden, lindernde oder vorbeugenden Wirkung als Arzneimittel zugelassen wurde, spricht man von einem Heilwasser. Der Mineralien- und Spurenelementgehalt von Heilwässern liegt meistens in ähnlicher Größenordnung wie bei Natürlichen Mineralwässern.
Nicht abgepacktes Trinkwasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung wird meist als Leitungswasser bezeichnet.
Rechtliches
Mineralwässer und Heilwässer benötigen als einzige Lebensmittel in Deutschland eine amtliche Anerkennung. Amtlich anerkannte Mineralwässer werden mit dem Namen der Quelle und dem Ort der Quellnutzung vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit im Bundesanzeiger bekanntgemacht.
Die verschiedenen Begriffe, zulässige Höchstwerte für Inhaltsstoffe, Behandlung etc. sind in der Mineral- und Tafelwasserverordnung festgeschrieben.
Ist Mineralwasser gesünder als Leitungswasser?
Diese Frage führt häufig zu heftigen Kontroversen. Der Mensch kann seinen Bedarf an Mineralien vollständig aus der festen Nahrung decken, bei einem gesunden Menschen und bei normaler Ernährung macht es deshalb keinen Unterschied, ob man seinen Flüssigkeitsbedarf nun durch Mineralwasser oder Leitungswasser deckt. Liegt allerdings eine Milchunverträglichkeit vor, so kann das Trinken eines calciumreichen Mineralwassers sinnvoll sein. In kalkhaltigen Gegenden ist der Calcium-Gehalt des Trinkwasser allerdings höher als der eines durchschnittlichen Mineralwassers, so enthält Berliner Trinkwasser etwa 120 mg Calcium pro Liter, manche Mineralwässer nur ein Zehntel davon. Sehr calciumreiche Mineralwässer schmecken oft bitter, vor allem wegen des hohen Calciumsulfat-Anteils. Mineralwässer weisen zudem häufig einen erhöhten Gehalt an Radon-222 und Radium-226 auf und tragen damit zu einer größeren Strahlenexposition des Organismus bei. Eine gesundheitliche Gefährdung ist daraus allerdings vermutlich nur in Sonderfällen (z.B. bei extrem häufigem Genuss) abzuleiten. Nach Angaben von Rolf Michel, Leiter des Zentrums für Strahlenschutz und Radioökologie der Universität Hannover, hat etwa ein Säugling, der jährlich 50 Liter des am stärksten belasteten Mineralwassers trinkt, eine zusätzliche Strahlenbelastung von 0,1 Millisievert pro Jahr, was in etwa der Strahlenbelastung bei einem Langstreckenflug entspricht.
Trinkwasser ist mitunter Umwelteinflüssen ausgesetzt, während sich die Einflüsse beim Mineralwasser wenig bis gar nicht bemerkbar machen. In Deutschland ist allerdings selbst in langen Rohrleitungssystemen bis zum Wasserhahn kaum eine Gefahr gegeben, dass Verunreinigungen und Bakterien ins Wasser kommen, da die Leitungen unter hohem Druck stehen, was ein Eindringen effektiv verhindert.
Mineralwasser bietet den Vorteil gleichbleibende Wasserqualität. Allerdings kann es in Ausnahmefällen zu einer Verunreinigung beim Abfüllen kommen. Z. B. bei Plastikflaschen muss sichergestellt werden, dass nicht chemische Verbindungen aus dem Verpackungsmaterial in das Wasser übertreten.
Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das amtlich anerkannt werden muss. Die Mineral- und Tafelwasserverordnung schreibt strengere mikrobiologische Grenzwerte als beim Trinkwasser vor, die u.a. durch die Lebensmittelüberwachung kontrolliert wird. Während bei der Trinkwasseraufbereitung erheblich in das Produkt eingegriffen wird, darf Mineralwasser in seiner ursprünglichen Zusammensetzung nicht verändert werden. Gefahren für Verunreinigungen bietet neben den Rohrleitungssystemen auch der Auslass (Hahn). Gerade dort können sich Bakterien vermehren.
Mineralwasserkonsum in Europa
Mittlerer jährlicher Konsum von abgefülltem Mineralwasser (in Litern und pro Person, 2003)
- Quelle: Nestlé Waters
- Konsum in Deutschland: Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V., http://www.vdm-bonn.de
Siehe auch
- Liste bekannter Mineralwassermarken
Weblinks
- [http://www.mineralwasser.com Informationszentrale Deutsches Mineralwasser]
- [http://www.quarks.de/dyn/15920.phtml Quarks & Co: Mineralwassertest]
- [http://www.forum-mineralwasser.at/ Forum natürliches Mineralwasser Österreich]
- [http://www.hassia.com/service/lexikon/ Mineralwasserlexikon]
- [http://mineralwaters.org Mineralwasser-Vergleich]
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Thermalbad
Ein Thermalbad (auch Therme) ist eine Einrichtung zur therapeutischen Nutzung einer Thermalquelle.
Offen zutage tretende Thermalquellen werden schon seit Alters her für Bade- und Heilzwecke genutzt. Seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. sind antike Badeeinrichtungen zur Nutzung von Thermalquellen nachweisbar.
Thermen in der Antike
Insbesondere bei den Römern entwickelten sich die Thermen (lat. thermae) zu einem Zentrum des öffentlichen Lebens. Sie waren allerdings nur zum Teil in Verbindung mit einer Thermalquelle errichtet, sondern erhielten ihr Wasser in der Regel über Aquädukte. Zur Zeit des Augustus errichtete Agrippa in Rom die erste große Thermenanlage, die im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Bädern (lat. balnea) mit Räumen zum Ringen und für andere Sportarten (übernommen aus dem griechischen Gymnasium, vgl. z.B. Samos), zur Konversation und sogar zum Unterricht ausgestattet war, die mit den warmen Bädern verbunden waren. Oft gab es säulengesäumte Wandelgänge und Läden, die die Besucher mit Allem versorgten. Thermen waren öffentlich zugänglich (gratis oder gegen eine relativ geringe Gebühr) und meist prächtig ausgestattet. Die großen Thermenkomplexe in Rom wurden von den Kaisern erbaut, z. B. Caracalla-Thermen, Diokletiansthermen.
Die sich immer weiter verfeinernden Bäder breiteten sich im ganzen Herrschaftsgebiet aus, bis zu den Grenzprovinzen, wo selbst die Militärlager am Limes in der Regel über eine Badeanlage verfügten. Zur Mindestausstattung gehörte ein Umkleideraum (apodyterium), ein Warmluftraum (sudatorium), ein Warmwasserbad (caldarium), ein Abkühlraum (tepidarium) und ein Kaltwasserbad (frigidarium). Zur Beheizung der Räume wurde eine frühe Form der Fußbodenheizung, eine Hypokaustum-Heizung verwendet. An den noch teilweise erhaltenen Thermen von Pompeji oder den drei Thermen in Trier läßt sich der Aufbau römischer Thermen gut nachvollziehen.
Die Thermen entwickelten sich in Italien aus verschiedenen Vorläufern wie dem griechischen Bad (Balneion) und einheimischen Schwitzkuren. Seit der Mitte des 1. Jahrhundert v. Chr. ist der Bau von öffentlichen Bädern in Rom bekannt, und während des 1. Jahrhunderts n. Chr. erlangte das Baden in öffentlichen Bädern eine hohe Bedeutung als sozialer Mittelpunkt des Lebens und fest zum Tagesablauf gehörendes Ritual. Die literarischen und epigraphischen Quellen zeigen, dass die Beliebtheit des Badens bei den Römern in der Zeit zwischen Cicero (106-43 v. Chr.) und Martial (ca. 40-104 n. Chr.) stark anwuchs. Die Frage nach den Gründen dieser wachsenden Beliebtheit sind schwer zu beantworten, da viele Faktoren dabei eine Rolle gespielt haben dürften: zum einen das Anwachsen der Bevölkerung im Rom des 1. Jh. n. Chr. und das verstärkte Bedürfnis nach Möglichkeiten des Waschens und Möglichkeiten der Flucht aus armseligen Wohnumständen. Ein weiterer Grund kann in der Verbreitung medizinischer Theorien, die das Baden als gesundheitsfördernd empfahlen gesehen werden.
Diese Vorschriften führten zu der grundsätzlich stets gleichen Raumfolge der römischen Bäder: Auf das apodyterium (Umkleideraum) folgte das caldarium, der Heissbaderaum mit Heisswasserbecken, darauf tepidarium mit milder Hitze, in dem man länger saß. Dann kühlte man sich im frigidarium, dem Kaltbaderaum, ab und sprang dort in das Kaltwasserbecken (siehe Asterix als Legionär). Schließlich gab es in einigen Bädern noch ein laconicum oder sudatorium, einem Raum, in dem eine trockene Hitze erzeugt wurde und der keine Becken besaß. Ein wichtiger Teil des antiken Badevorgangs war auch das Einölen zwischen den einzelenen Badegängen und abschließend.
Bestätigt wird die Wichtigkeit dieser Einrichtung durch die große Zahl und prächtige Ausstattung der römischen Badegebäude — sei es privater oder öffentlicher Art.
Die Bedeutung des Badens als Bestandteil des Lebens eines Römers wird auch anhand der vielen Bäder, die in neuen Provinzen bald nach der Eroberung entstanden, deutlich. Nimmt man die Nordwestprovinzen als Beispiel, so zeigt sich, dass bald nach der Eroberung durch die Römer nahezu überall Thermen entstanden. Eingeführt wurde diese Badesitte und die dazugehörigen Bauten natürlich von den Römern, die auf diese Annehmlichkeit nicht lange verzichten wollten. Ihre schnelle Verbreitung in der Provinz auch an Orten, die nicht oder nicht ausschließlich von Römern bewohnt waren, zeigt jedoch die baldige Übernahme der Sitte durch die einheimische Bevölkerung.
Thermen heute
Auch heute dienen Thermalbäder therapeutischen Zwecken und sind oft Kureinrichtungen angegliedert. In den letzten Jahren ist aber auch der Freizeit- und Wohlfühlaspekt in den Vordergrund gerückt und so bieten viele Thermalbäder neben klassischen Kurangeboten auch mehrere Schwimmbecken mit verschiedenen Temperaturstufen, oft Solebäder, Saunalandschaften mit mehreren Saunen und Dampfbädern und Massageangeboten. Der größte Thermalkurort der Welt ist die ungarische Hauptstadt Budapest mit über 120 verschiedenen Quellen und mehr als 21 öffentlichen, teils bis zu 450 Jahre alten, Bädern (siehe auch: Budapester Thermalbäder). Auch in Japan haben diese Bäder eine lange Tradition (siehe Onsen).
Siehe auch: Portal und Themenliste Rom
Weblinks
- [http://www.thermen-deutschland.de Thermen in Deutschland]
- [http://www.baederplanet.de Bäderplanet.de]
- [http://www.carolus-thermen.de Carolus-Thermen] Aachen
- [http://www.baederdreieck-portal.de Die größte Thermenlandschaft Europas]
- [http://www.claudius-therme.de/ Claudius-Therme] Köln
- [http://www.ahr-thermen.de/ Ahr Thermen] Bad Neuenahr-Ahrweiler
- [http://www.thermae.nl/werkveld.asp?taal=du&id=60&template=homepage.htm&cat=1 Therme 2000 Valkenburg ] Niederlande
- [http://www.thermesdespa.com/D/index.asp Thermes de Spa,] Belgien
- [http://www.chateaudesthermes.be/ Chateau des Thermes Chaudfontaine,] Belgien
- [http://www.therme-vals.ch/ Peter Zumthors berühmte Therme in Vals]
- [http://www.blumau.com/evo/web/rogner/257_DE Therme Blumau ein Kunstwerk von] Friedensreich Hundertwasser
- http://www.vroma.org/~bmcmanus/baths.html
- http://www3.la.psu.edu/cams/Baths/Baths.html
- [http://www.badsaarow.tv Bad Saarow, Brandenburg]
- [http://www.niederbayern-portal.de Das Thermalbäderdreieck in Deutschland]
- [http://www.tirol-therme.com Aqua-Dome Therme, Tirol]
- [http://www.obermaintherme.de Obermain Therme, Bayern, Franken]
- [http://www.frankenalbtherme.de/ Frankenhalb-Therme, Hersbruck, Bayern] Frankenalbtherme Hersbruck
- [http://www.lazneluhacovice.cz/de/ Bad Luhačovice, Tschechien]
- [http://www.antikefan.de/Themen/thermen/thermen.html Antike römische Thermenanlagen]
- [http://www.sonnentherme.at Sonnentherme Lutzmannsburg] Österreich
Kategorie:Römische Architektur
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Whirlpool (Becken)
Ein Whirlpool ist ein Wasserbecken, in denen Menschen ein warmes, mit Luftblasen durchsetzes Wasserbad nehmen können.
Es ist zumeist auf der Veranda von Privathäusern, in luxuriösen Hotels, Schwimmbädern oder auf Kreuzfahrtschiffen zu finden.
Whirlpools dienen der Erholung oder der medizinischen Therapie.
So bieten manche Anbieter in Ihren Whirlpools Optionen zur Farblicht-Therapie, Klangtherapie und Aromatherapie an. Whirlpools sollen im Besonderen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma, Rückenschmerzen, Osteoporose, Schlafstörungen, Diabetes oder Asthma Linderung bringen. Die Unterwassermassage regt den Stoffwechsel an und fördert den Blutkreislauf.
Nicht jeder Whirlpool ist gleichermaßen für die Gesundheitsvorsorge geeignet. Wichtig für eine wirksame Hydrotherapie sind therapeutisch platzierte, individuell regulierbare Massagedüsen, die zusammen mit warmem Wasser Spannungen reduzieren und Heilprozesse fördern.
Die Anwendung von Whirlpools zur Gesundheitsvorsorge und -förderung wird beispielsweise auch von der "Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsvorsorge e.V." empfohlen.
Unterschieden wird unter anderem in die Untergruppen der fix montierten Whirlpools und der Portable Spas.
Portable Spas kennzeichnen sich durch eine kompakte Bauweise und die Transportierbarkeit. Sie können in Innenräumen, vor allem aber auf der Veranda, auf Gartenflächen etc. aufgestellt werden. Ein portable Spa beinhaltet in der Regel Heizelemente, Pumpensysteme und Filteranlagen und werden mit normalem Netzstrom betrieben. Es ist darauf zu achten, dass alle technischen Bestandteile korrosinsfrei (nichtrostend) ausgeführt sind. Modelle, bei denen Düsen- und Heizsystem ständig in Betrieb sind, bieten bei guter Isolierung den Vorteil von hoher Energieeffizienz. Die Hersteller geben im Betrieb einen Energiekostenbedarf von unter einem Euro / Tag an.
Hersteller sind z.B. HotSpring (Marke), Jacuzzi und Whirlpool.
Siehe auch
- Whirlwanne
- Jacuzzi
Kategorie:Bad und WC
Wasserrutsche
Eine Rutsche, auch Rutschbahn, ist ein Aufbau, der vorzugsweise Kindern zum Vergnügen dient (Kinderrutsche) und in erster Linie auf Spielplätzen aufgestellt wird.
Er besteht aus einer Leiter zum Hochklettern, die unmittelbar in die Rutschfläche übergeht. Diese wird auf beiden Seiten durch eine geländerartige Berandung begrenzt, die vor dem Abstürzen schützt. Das Vergnügen besteht im Herunterrutschen über die Rutschfläche im Sitzen oder im Liegen, der dabei erlebten Beschleunigung und der anschließenden Landung auf dem Boden, die meist durch Sand oder Mulch abgefedert wird. Rutschen unterscheiden sich in ihrer Höhe, der Neigung und Länge der Rutschfläche und im Design. Längere Rutschen können Kurven enthalten.
Daneben gibt es auch große Rutschen in Bädern, die auch von Erwachsenen häufig genutzt werden und auch auf Volksfesten.
Bei der Wasserrutsche läuft Wasser die Rutschfläche hinunter und verringert die Reibung zwischen der rutschenden Person und der Rutschfläche, weshalb die Rutschgeschwindigkeit hier üblicherweise höher ist als auf anderen Rutschen. Wasserrutschen werden in Schwimmbädern aufgestellt und in Badebekleidung benutzt.
Rutschen, die nicht von Personen genutzt werden, sondern dem Transport von Materialien dienen, werden beispielsweise in der industriellen Produktion eingesetzt (z.B. Schüttröhren).
Umgangssprachlich werden als "Rutschbahn" Wege oder Straßen bezeichnet, die aufgrund von starkem Regen durch das Phänomen des Aquaplanings oder durch Glatteis für Fußgänger oder Kraftfahrzeuge nur mit einem erhöhten Sturz- bzw. Unfallrisiko benutzbar sind.
Kategorie:Spiel
SaunaEine Sauna (finn.: Sauna; Schwitzstube, finnisches Bad) ist ein beheizter Raum mit sehr hoher Temperatur oder eine Gruppe solcher Räume, entweder als freistehendes Gebäude oder als Teil eines größeren Gebäudes, worin ein Schwitzbad genommen wird. Eine Saunaanstalt ist häufig an eine öffentliche Schwimmhalle oder ein Fitnessstudio angeschlossen und kann mit anderen Vorrichtungen wie Dampfbädern oder einer Biosauna kombiniert sein.
Grundlegende Informationen
Der eigentliche Saunaraum, der innen vollständig aus Holz besteht, wird mittels eines Saunaofens auf eine Temperatur erhitzt, die in der Regel zwischen 80°C und 100°C liegt. Traditionelle Holzöfen findet man nur noch selten. Verbreitet sind heutzutage elektrische oder manchmal auch mit Öl beheizte Öfen. Die Sitzbänke sind in zwei bis drei Stufen in einer Höhe von 0,5 - 1,5 m angeordnet, wobei die Temperatur nach unten hin deutlich abnimmt. Wichtig in einer Sauna ist die Luftzirkulation, es wird also kontinuierlich Frischluft zugeführt, die vom Ofen sofort aufgeheizt wird, so dass die Temperatur im Raum konstant bleibt. Zudem ist die Lüftung sehr wichtig um die Luftfeuchigkeit nicht über 10% steigen zu lassen. Nach Aufgüssen kann die Luftfeuchtigkeit bis auf 15% ansteigen, allerding soll dieser Wert nicht überschritten werden, um Herz und Kreislauf nicht zu stark zu belasten und zu gefährden. Saunieren wirkt sich positiv auf das vegetative Nervensystem und das allgemeine Wohlbefinden aus und hat einen stärkenden Effekt auf das Immunsystem, dient also insbesondere auch der Abhärtung gegen Erkältungskrankeiten. Auch das Hautbild kann sich durch Saunagänge verbessern.
Um die Luftfeuchtigkeit in der Sauna kurzfristig zu erhöhen, wird gegen Ende des Saunaganges, so etwa im letzten Drittel, Wasser auf die heißen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen. Damit wird der Löyly erzeugt. Löyly ist ein schwer übersetzbares finnisches Wort, das den durch einen Aufguss in der Sauna entstehenden Wasserdampf beschreibt.
Saunakultur
Der Besuch einer Sauna dient der körperlichen Erbauung, der Gesundheit, der Körperreinigung und der Verbesserung des Wohlbefindens. Ergänzend dazu gibt es aber auch Menschen, die aus sexueller Motivation heraus eine öffentliche Sauna besuchen. In Fällen, wo die Betreiber der Sauna Menschen mit solcher Motivation gezielt als Kundschaft haben wollen, spricht man von einer Kontaktsauna. In den allermeisten Saunen ist jedoch offen sexuelles Verhalten sowohl von den Betreibern als auch von der überwiegenden Mehrheit der anderen Saunagästen unerwünscht und kann zu einem Hausverbot führen.
In den skandinavischen Ländern hat die Sauna eine enorme Bedeutung bei der Pflege sozialer Kontakte; unter Geschäftsleuten ist es üblich, sich in der Sauna zu treffen und dort geschäftliche Entscheidungen zu fällen. Über Gesamt-Skandinavien betrachtet, nimmt diese Bedeutung der Sauna jedoch nach Südwesten hin stark ab und hat insbesondere im südlichen Norwegen keinen höheren Stellenwert mehr als beispielsweise in Deutschland.
Große Bedeutung spielt die russische Abwandlung der Sauna, die Banja, in Russland. Auch dort ist es bei Geschäftsleuten und Politikern beliebt, sich hier zu beraten und Entscheidungen zu treffen. So trifft man außerhalb Russlands auch häufig Russen in den öffentlichen Saunaanlagen an, wo sie untereinander Kontakte in der Diaspora pflegen. Dabei gilt, dass auch die Russen im Allgemeinen, von solchen "geschäftlichen" oder "freundschaftlichen" Saunabesuchen abgesehen, das getrennte Saunieren bevorzugen.
In die Banja nimmt man Büschel von Birkenzweigen (Wenik) mit, mit denen der gesamte Körper "abgeschlagen" wird, um die Blutzirkulation anzuregen. Diese Zweige sind (im Gegensatz zu Birkenruten) nicht entblättert und erzeugen somit keinen Schmerz. Im Sommer werden oft frische Zweige verwendet; im Winter nimmt man dagegen Birkenzweige, die im Sommer getrocknet und vor dem Gebrauch wieder mit heißem Wasser eingeweicht wurden. Dieses Birkenwasser ist gleichzeitig ein hervorragender Aufguss.
Medizinische Wirkungen
Das Saunieren soll vor allem der Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten dienen und kann auch bei einigen Erkrankungen als therapeutische Anwendung genutzt werden, beispielsweise bei Störungen des vegetativen Nervensystems.
Die Erhöhung der Körpertemperatur während der Schwitzphase (künstliches Fieber) bewirkt innerhalb des Körpers dasselbe, was auch ein echtes Fieber bewirkt: eine Zerstörung von Krankheitserregern durch erhöhte Temperatur.
Die Abfolge von Hitze mit dem anschließenden Kaltbad entspannt die Muskulatur und hat neben einigen physiologischen Effekten wie der Senkung des Blutdrucks, Anregung des Kreislaufs, des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Atmung vor allem auch eine wohltuende Auswirkung auf das subjektive Wohlbefinden.
Saunabaden dient auch der Hautpflege und verlangsamt die Hautalterung; unmittelbar nach dem Betreten des Saunaraumes reagiert die Haut, die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung nimmt zu und die Oberflächentemperatur steigt nach etwa 15-minütigem Aufenthalt auf 40-42°C an; in der Abkühlphase verengen sich die Blutgefäße dann wieder durch Kaltwasseranwendungen (Gefäßtraining).
Das Schwitzen sowie die wiederholten Wasseranwendungen bewirken außerdem eine sehr gründliche, aber schonende Körperreinigung; die oberste Hornschicht der Haut quillt auf, verhornte Hautzellen lockern sich und können leicht abgespült werden. Bei sehr trockener Haut wird die Struktur durch Aktivierung der Schweißdrüsen und Wassereinlagerungen in die Hornschicht verbessert.
Eine manchmal erwünschte, manchmal unerwünschte Nebenwirkung von Saunabesuchen kann die temporäre Unfruchtbarkeit beim Mann sein, da die Spermien durch die Hitze untauglich werden. Da aber sofort wieder neue Spermien gebildet werden können, hält dieser Effekt nicht lange an.
Saunavarianten
Das Dampfbad
: (auch: Nebelbad oder Dampfsauna) ist eine Variante der Sauna mit niedrigerer Temperatur und höherer Luftfeuchtigkeit.
: Dampfbäder wiederum gibt es in verschiedenen Formen:
: - Caldarium (römisches Dampfbad)
: - Hamam (türkisches Dampfbad)
: - Banja (russisches Dampfbad)
: - Irisches Dampfbad
: - moderne Dampfbäder
: - Softdampfbäder
: - Tylarium (Kombination einer traditionellen Sauna und eines milden Dampfbades)
Saunaarten
- Finnische Blockhaussauna
Ablauf eines Sauna-Besuchs
Banja
Die Verhaltensweisen in einer Sauna können sich von Land zu Land stark unterscheiden. Auch die Frage, ob das Saunieren in einer öffentlichen oder in einer privaten Sauna stattfindet, spielt eine Rolle. Während beispielsweise die Körperreinigung in einer finnischen Privatsauna im Saunaraum selbst erfolgen kann, wird dieser Vorgang in einer öffentlichen Sauna aus hygienischen Gründen unter die Dusche verlegt.
Besuch einer öffentlichen Sauna in Deutschland
Der Besuch eines Saunabades beginnt mit dem Duschen und gründlichen Abtrocknen; vor dem ersten Saunagang sollte die Hautoberfläche wieder trocken sein, da sonst das Schwitzen verzögert wird.
In der so genannten Aufguss-Sauna herrscht eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Dem Aufgusswasser werden häufig ätherische Öle beigefügt. Der Wasserdampf wird mit einem so genannten Wacheltuch verteilt.
Größere Saunaanstalten bieten neben der Aufguss-Sauna noch eine weitere so genannte Trockensauna mit höherer Temperatur, geringerer Luftfeuchtigkeit und ohne Aufguss.
Die Saunierenden sitzen oder liegen in der Saunakabine nackt. Um Verunreinigungen zu verhindern, legt man z. B. in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein großes Handtuch unter den Körper, das den Schweiß auffängt - im Heimatland der Sauna Finnland werden auch oft Leinentücher, Einmalunterlagen oder sogar gar keine Unterlagen verwendet. In anderen Ländern wie den USA wird beim Saunagang jedoch oft Badekleidung getragen, was nicht empfehlenswert ist, da besonders bei enger Kleidung die Blutzirkulation unnötig eingeschränkt wird.
Der menschliche Körper reagiert auf die andauernde Hitzeeinwirkung mit einer Erhöhung der Körpertemperatur auf bis zu 39°C (künstliches Fieber), die der Körper durch starkes Schwitzen zu kompensieren versucht; bei der Schweißbildung handelt es sich um eine Schutzreaktion des Körpers zur Abkühlung, die jedoch verschiedene positive gesundheitliche Wirkungen hat (vgl. Medizinische Wirkungen).
Auf den insgesamt acht- bis zwanzigminütigen Aufenthalt in der Saunakabine folgt zunächst eine kurze Abkühlphase, bevorzugt an der frischen Luft, bei der die Lunge besonders gut Sauerstoff aufnehmen kann und die Atemwege rascher wieder abkühlen; dieses Luftbad sollte vor dem Kaltduschen genommen werden.
Es folgt nach dem kurzen kalten Abduschen des Schweißes ein kaltes Bad oder ein Guss mit kaltem Wasser (Kaltduschen): Entweder in einer (Schwall-)Dusche, einem Tauchbecken, einem Fluss, See oder - falls vorhanden - durch Wälzen im Schnee oder Abreiben mit gestoßenem Eis.
Anschließend sucht man zur Erholung einen Ruheraum auf; dabei kann ein individuell unterschiedlich starkes Nachschwitzen einsetzen. Der Körper beginnt nun auszukühlen und muss daher gut gewärmt werden. Medizinisch sinnvoll sind in der Ruhephase warme Fußbäder.
In der Regel wiederholt man die gesamte Prozedur mit mindestens halbstündigen Pausen zwei- bis viermal; mehr als drei Saunagänge bewirken i.d.R. keinen höheren Nutzen, können jedoch stark ermüden. In öffentlichen Saunabädern werden in regelmäßigen Abständen Aufgüsse durchgeführt.
Eine empfehlenswerte Einteilung des Saunabesuchs liegt bei
- etwa 10 Minutzen Schwitzphase,
- etwa 15 Minuten Abkühlphase und
- etwa 30 Minuten Ruhephase.
Diese Angaben können jedoch nur als erste Orientierung dienen, jeder Saunabesucher muss seinen eigenen Rhythmus finden.
Sauna in Finnland
Dusche
Die Sauna ist ein elementarer Bestandteil der finnischen Kultur.
Die in fast jedem Haus (auch Miets- und Ferienhäusern) vorhandene Privatsauna dient der Entspannung und Körperreinigung. In der traditionellen Form ersetzt die Sauna das Badezimmer, d.h die komplette Körperreinigung findet dort statt, in modernen Wohnhäusern werden teilweise Badezimmer und Sauna zusammengelegt. In früherer Zeit war die Sauna der einzige Raum, in dem es heißes Wasser gab, weshalb es durchaus wahr ist, dass dort auch die Kinder geboren wurden - natürlich war die Sauna selbst dabei nicht heiß. Babys werden schon frühzeitig mit in die Sauna genommen, was, in Maßen, medizinisch unbedenklich ist.
Wer sein Ferienhaus traditionell bauen will, fängt auch heute noch mit der Sauna an. Und zum richtigen Ferienhausgefühl gehört eine echte holzbeheizte Sauna.
Kein Finne wird übrigens verstehen, warum man einen Saunagang ohne Aufguss machen sollte. Im Gegenteil - zwei pro Saunagang sind das Minimum. Zudem gibt es keine festen Zeitdauern für die Länge eines Saunaganges oder der Pausen. Es reicht vom schnellen fünfminütigen Saunagang zwischendurch bis zum regelrechten stundenlangen Saunamarathon. Zudem sind die Saunagänge und die Pausen abhängig von der Temperatur in der Sauna und Temperatur außerhalb der Sauna. Prinzipiell unbekannt ist in der finnischen Sauna ein Bademeister. In der privaten Sauna sowieso nicht, aber in öffentlichen Saunen höchstens zum An- und Ausschalten oder zum Brennholz nachlegen. Denn das richtige Maß für einen Aufguss (finn. löyly) kennt nur ein Saunierender. Auf keinen Fall gibt es dafür einen Zeitplan. Den Aufguss macht in der Regel derjenige, der es beim Betreten der Sauna schafft, sich neben den Aufgusseimer zu setzen. In der Öffentlichkeit und bei größeren Familien praktizieren die Finnen Geschlechtertrennung. Bei größeren Familienfesten kann es durchaus vorkommen, dass zwischendurch einmal oder auch mehrmals täglich sauniert wird.
Das Zugeben von Duftölen zum Aufgusswasser ist nicht sehr verbreitet und gehört nicht in die finnische Sauna. Verbreiteter ist eher das Mitnehmen von Birkenzweigen und Bier in die Sauna. Das leichte 'Peitschen' der Haut mit Birkenzweigen hat einen massageähnlichen anregenden Effekt, zudem wird dadurch ein angenehmer Birkenduft verbreitet.
Besuch einer privaten Sauna in Finnland
Da die Finnen die Sauna von Kindesbeinen an kennen, gibt es dort keine speziellen Regeln oder Richtlinien dafür. Insbesondere Uhren haben in einer Sauna nichts zu suchen, weshalb eine grobe Zeitvorgabe für den Besuch auch nicht sinnvoll wäre.
Obwohl die Finnen geschlechtergetrenntes Saunieren bevorzugen, wird darauf innerhalb der Familie meist verzichtet. Sollten Gäste in die Sauna eingeladen werden, kann es aber durchaus wieder zu einem getrennten Saunieren kommen.
Da die Sauna auch der Körperreinigung dient, wäscht man sich davor in der Regel nicht. Falls eine Sitzunterlage überhaupt verwendet wird, benutzt man Handtücher, Leinentücher oder Einmalunterlagen.
Man beginnt mit einem Saunagang, dessen Länge ganz nach dem persönlichen Empfinden variiert. Aufguss ist jedoch Pflicht, wobei dieser nicht von einer Person durchgeführt wird, die dazu neben dem Saunaofen steht, sondern von dem Saunagänger, der neben dem bereitstehenden Wassereimer sitzt. Duftöle sind nicht üblich. Ein Schuss Bier im Wasser verbreitet einen angenehmen Brotgeruch, wird jedoch eher selten praktiziert. Mehrere schwungvoll geworfene Kellen Wasser erzeugen den nötigen Wasserdampf. Eine durchblutungsfördernde Wirkung hat das Schlagen mit frischen Birkenzweigen auf die Haut, zudem verbreiten diese einen angenehmen Birkenduft.
Nach dem ersten Saunagang erfolgt das Abkühlen an der frischen Luft. Falls möglich, wird auch gerne ein Bad im See genommen oder sich im Schnee gewälzt. Die Abkühlphase dauert so lange, bis man sich für den nächsten Saunagang bereit fühlt. Trinken zwischen den Saunagängen ist üblich. Bier, Saft oder Limonade werden hier bevorzugt.
Nach dem letzten Saunagang erfolgt die Körperreinigung, entweder in der Sauna selbst oder einer danebenliegenden Dusche. Die Dauer eines kompletten Saunabesuches ist sehr individuell und liegt oftmals irgendwo zwischen ein und drei Stunden.
Weblinks
- [http://virtual.finland.fi/netcomm/news/showarticle.asp?intNWSAID=26074&intSubArtID=14670 Sauna - eine finnische Nationalinstitution]
- [http://www.saunaseite.de Alles zum Thema Sauna - Adressen Technik Anleitung usw]
- [http://www.saunasite.info Informationen zu Sauna und Saunabaden]
- [http://www.saunasite.com/detusivu.html Alles über die Sauna]
- [http://www.br-online.de/daserste/ratgeber/archiv_2004/20040103_4.shtml Informationen zum Dampfbad]
- [http://www.saunabund-ev.de/index.php?id=79 Saunageschichte - Die Badstube als Vorläuferin der heutigen Sauna (auf saunabund-ev.de)]
Kategorie:Saunabad
Kategorie:Nichtsexuelle Nacktheit
ja:サウナ風呂
CateringDie Dienstleistung Catering bezeichnet die Bereitstellung von Speisen und Getränken durch eine Fremdfirma. Die Größenordnung reicht dabei vom Partyservice bis zur Versorgung von Großveranstaltungen oder dem Betrieb von Kantinen. Der Umfang der Leistung beginnt bei der reinen Anlieferung des Essens bis zur kompletten Bereitstellung von Personal und Infrastruktur eines Gastronomiebetriebs.
Geschäftsfelder
- Kantinenbetrieb
- Versorgung von Krankenhäusern, Altersheimen, Kindergärten und Schulen
- Sportveranstaltungen, Partyservice, Messen
- Zugrestaurants
- Verpflegung von Fluggästen
- Essen auf Rädern
Kategorie:Gastronomiebetrieb
ja:ケータリング
BadeseeBadesee ist eine Bezeichnung für einen natürlichen oder künstlich angelegten See, der von vielen Menschen zum öffentlichen Baden und Schwimmen genutzt wird. Neben der eigentlichen Wasserfläche halten sich die Badenden meist in Ufernähe auf und nützen diesen Bereich zur Freizeitgestaltung wie beispielsweise zum Sport, Spiel und zum Sonnenbaden. In Europa werden Badeseen, klimatisch bedingt, hauptsächlich im Sommer genutzt.
Im Interesse der Badenden und Schwimmer gibt es an vielen Badeseen Verbote für Schiffe und Boote, Angeln, Hunde usw. Aus Naturschutzgründen ist auch meist das Entfachen von Feuern und die Benutzung von Seifen und Shampoos verboten. Im Gegensatz zu außereuropäischen Ländern (z. B. Indien) dient das Baden in Seen in Europa heute nicht mehr der Körperreinigung, sondern nur noch der Erholung. Daneben haben Badeseen eine gesellschaftliche Funktion, hier kann man zum Beispiel in ungezwungener Atmosphäre seine Freizeit verbringen und neue Bekanntschaften schließen.
Die Benutzung der meisten Badeseen ist kostenlos. Größere Badeseen besitzen Institutionen, um die Sicherheit der Badenden zu erhöhen, zum Beispiel Stationen der Wasserwacht. Im Gegensatz zu kostenpflichtigen Freibädern besitzen die meisten Badeseen weder Umkleidekabinen noch Toiletten. An besser ausgebauten Badeseen gibt es jedoch Gastronomiebetriebe mit Toiletten, wodurch dieser hygienische Mangel gegenüber Freibädern abgefangen wird. Interessant werden sie auch als Nachtbademöglichkeit.
Bedeutung
Ein Badesee bietet Bürgern die Möglichkeit, nahe bei ihrem Wohnort einige Stunden wie in einem Kurzurlaub zu verbringen. Besonders Menschen, die in Wohnungen ohne Garten leben, verbringen im Sommer bei gutem Wetter große Teile ihrer Freizeit an einem Badesee in ihrer Nähe. Wegen des großen Erholungswertes ist für manche Menschen sogar bei der Wahl ihres Wohnortes die Frage wichtig, wie weit die Entfernung zum nächstgelegenen Badesee ist. Ein Badesee kann somit die Attraktivität eines Stadtteils oder einer ganzen Stadt deutlich erhöhen.
Manchmal werden die Ufergrundstücke von Badeseen auch in einzelne Parzellen aufgeteilt und an Privatpersonen verkauft. Es entstehen dabei auch Kleingartensiedlungen, so genannte Schrebergärten.
Besondere Arten von Badeseen
Schrebergärten
Badeseen sind oft eine Folge des Kies- oder Lehmabbaues nach dem Einfließen von Grundwasser, bzw. einem Wassereintritt von freigelegten Quellen. Diese werden allgemein als Baggerseen bezeichnet und führen manchmal auch Namen, die vom ursprünglichen Zweck herrühren, wie z. B. "Ziegelteich" (vom Abbau für Lehmziegel).
Auch Stauseen können zusätzlich als Badeseen genutzt werden und haben dadurch einen zusätzlichen Mehrwert für die Bürger.
An manchen Badeseen, vor allem in Europa, ist FKK, das heißt völlige Nacktheit, erlaubt. Oft sind auch nur speziell ausgewiesene Uferbereiche dafür vorgesehen. Ansonsten ist Badekleidung (Männer Badehose, Frauen Badeanzug oder Bikini) üblich. Das Entblößen der weiblichen Brust beim öffentlichen Baden und Sonnenbaden wird „oben ohne“-Baden genannt und in Europa heute an fast allen Badeseen toleriert.
Siehe auch
- Baderegeln der Wasserwacht und der DLRG
als:Badesee
Kategorie:See
Kategorie:Badeanlage
Volksbad]
Volksbäder wurden vor allem in Zeiten des Jugendstils errichtet und dienten der Volkshygiene. Sie sollten den Bürgern der Städte eine Alternative zum Alkoholkonsum in den Kneipen bieten. So findet sich in München ein seltenes Jugendstil-Bad, zur Zeit seines Entstehens das modernste Hallenbad in Europa: das Müllersche Volksbad, benannt nach seinem Spender dem Münchner Bürger Karl Müller. Zwischen der Eröffnung des ersten fürstlichen Hallenbads in München in der Badenburg (im Nymphenburger Schlosspark) und der Gründung dieses ersten öffentlichen Bads lagen 180 Jahre.
Volksbäder errichtete man auch unter anderem in Augsburg, Darmstadt, Flensburg, Gießen, Kassel, Nürnberg und Coburg (Ernst-Alexandrinen-Volksbad, benannt nach der Stifterin, einer Coburger Herzogin).
Heute gibt es nur noch wenige Volksbäder, da sie, durch die zunehmende Finanznot der Kommunen, geschlossen oder anderweitig genutzt werden (Beispielsweise als Diskos oder Jugendeinrichtungen). Da heute fast jede Wohnung fließend warmes Wasser und Dusche oder Wanne hat, sowie die Schwimmbecken der Volksbäder nicht groß waren, ist die Zeit der Volksbäder vorbei und neue Erlebnisbäder sind gefragt.
Volksbäder in Deutschland
- Volksbad Augsburg
- Volksbad Braunschweig
- Volksbad Coburg
- Volksbad Flensburg
- Volksbad Dortmund - bestehende Einrichtung
- Volksbad München
- Volksbad Nürnberg
- Volksbad Schmalkalden
- Stadtbad Neukölln
Siehe auch:
Bad, Badekultur, Hygiene
Kategorie:SportgebäudeKategorie für Gebäude, in denen Sport getrieben wird.
Kategorie:Sportbauwerk
Kategorie:Gebäude
Kategorie:Wassersport
Kategorie:Sportart
Kategorie:BadeanlageBadeanlagen (Freibäder, Hallenbäder, Badeanlagen an natürlichen Gewässern, ...)
Kategorie:Sportgebäude Catégorie:Musique égyptienne
Egypte
Egypte
Egypte
Catégorie:Culture égyptienne
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| :: RELATED NEWS :: |
Amazonenpapageien
Die Amazonenpapageien sind mit 31 Arten die größte Gattung der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) und der Ordnung der Art der Bären, die in drei Erdteilen vorkommt: in Asien, in Europa und in Nordamerika. Durch die Trennung dieser Bärengruppen entstanden mehrere Unterarten. Die grauhaarigen nordamerikanischen Braunbären werden auch Grizzlys, die auf der Kodiak-Insel vo
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Diskordianismus
Als Diskordianismus (lat. discordia Zwietracht) versteht sich eine Glaubensgemeinschaft um die griechische Göttin Eris bzw. die römische Göttin Discordia, die sich in Form einer Religion/Religionsparodie oder einer scherzhaften Pseudo-Religion äußert. Ihre Anhänger bezeichnen ihre Anschauungen selbst paradox sowohl als "Religion, getarnt als komplizierter Witz" als auch als "komplizierten Witz, getarnt als Religion". Beiden Standpunkten ist gemeinsam, dass sie den Diskordianismus als nicht allzu erns
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Wörthersee
Der Wörthersee (slowenisch: Vrbsko Jezero) ist der größte See Kärntens (Österreich) und zugleich auch aufgrund seiner günstigen klimatischen Lage einer der wärmsten Alpenseen.
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Der Wörthersee, eine Senke im Mittelkärtner Hügelland, wurde zu einem großen Teil von Gletschern in
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Rangun
Rangun (offiziell Yangon [], englisch Rangoon) ist die Hauptstadt von Myanmar (Birma) und mit 4.477.638 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 5.990.318 in der Agglomeration (Stand 1. Januar 2005) die größte Stadt des Landes, um die sich auch die meiste Industrie konzentriert.
Geografie
Geografische Lage
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Lennox Lewis
Lennox Claudius Lewis ( - 2. September 1965) in West Ham/England, bekannt als Lennox Lewis, ist ein britischer Ex-Boxer.
Er errang 1988 für Kanada bei den Olympischen Spielen eine Goldmedaille im StGB – Volksverhetzung und § 189 StGB – Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener STRAFBAR: ebenso in verschiedenen anderen Ländern. Die IP-Adressen der Benutzer, die diesen Artikel so verändern, dass sie gegen das Strafrecht verstoßen, den Holocaust leugnen oder die Leugnung unterstützen, werden AUFGEZEICHNET und umgehend GESPERRT. Der Artikel s
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Vitali Klitschko
Vitali Wladimirowitsch Klitschko ( - 19. Juli 1971 in Belowodsk, Kirgisistan) ist ein aus der Ukraine stammender Profiboxer.
Er ist der ältere Bruder von Wladimir Klitschko und Doktor der Sportwissens
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Guillaume de Machaut
Guillaume de Machaut (auch Machault, - zwischen 1300 und 1305; † 13. April 1377 in Reims) war ein französischer Komponist und Dichter des Mittelalters.
Leben und literarisches Scha
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Angeschuldigter
Angeschuldigter ist nach deutschem Recht der Beschuldigte im Strafverfahren, gegen den die öffentliche Klage erhoben, das Hauptverfahren aber noch nicht eröffnet ist (§ 157 StPO).
Der Beschuldigte wird im Zwischenverfahren als Angeschuldigter bezeichnet. Das bedeutet, dass die
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