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Schalplan

Schalplan

Ein Schalplan ist ein Werkplan für Ingenieurbauwerke aus Beton auf denen diese maßstäblich und mit allen Details dargestellt sind. Nach diesen Plänen wird die Schalung hergestellt, die selbst aber nicht dargestellt ist. Die Schalung ist die Form, in die auf einer Baustelle der flüssige Beton gegossen wird und in der er erhärtet. Schalpläne zeigen die Draufsicht (Grundriss), Ansichten (Seitenrisse) und ggf. mehrere Schnitte der herzustellenden Beton- oder Stahlbetonbauten mit Bemaßung. Schalpläne wurden früher von Bauzeichnern mit Bleistiften oder Tusche auf transparentem Papier (zum Vervielfältigen durch Pausen) gezeichnet, heute meist am Computer mit CAD-Programmen. Sichtbare Bauteilkanten und Schnittkanten werden in verschiedenen Strichstärken gezeichnet, wobei geschnittene Bauteilkanten dicker gezeichnet sind; dahinter liegende (unsichtbare) Kanten werden gestrichelt gezeichnet. Aussparungen werden mit bestimmten Symbolen gekennzeichnet. Für Schalpläne gilt die DIN 1356-1 "Bauzeichnungen" (Arten, Inhalte und Grundregeln der Darstellung). Die Blattgrößen sind genormt (nach DIN 476 und DIN 823) und auch wie man das Blatt falten muss, ist genormt (DIN 824). Manchmal sind bei komplizierten Betonbauten zur Verdeutlichung dreidimensionale Zeichnungen erforderlich (Isometrien). Neben dem Schalplan wird auf einer Baustelle für die Betonierarbeiten auch der Bewehrungsplan benötigt. Deswegen werden Schal- und Bewehrungspläne meistens zusammen erstellt. Für sehr komplizierte Bauteile wird zusätzlich zum Schalplan ein Schalungs- und Rüstungsplan erstellt, der dann die Schalung- und Rüstung darstellt. Ein Schalplan hat absolut nichts mit einem "Schaltplan" zu tun, wird aber von Nicht-Fachleuten gern damit verwechselt. Kategorie:Bauingenieurwesen Kategorie:Bauplanung

Schalung

Die Schalung ist die Gussform, in die Frischbeton zur Herstellung von Betonbauteilen eingebracht wird. Nach dem Erhärten des Betons wird sie im Regelfall wieder entfernt. Die Schalung ist das entsprechende Negativ zum Betonbauteil. Schalungen und ihre Unterkonstruktionen müssen einerseits standsicher sein, um die Frischbetonlasten (vertikal als auch horizontal) abtragen zu können, und andererseits ausreichend steif, um hohe Maßgenauigkeiten und keine unerwünschten Verformungen zu erhalten. Die Oberflächenausbildung des fertigen Betonbauteils wird durch die Struktur der Schalhaut bestimmt. Bei den Schalungssystemen gibt es die festen Schalungen oder Standschalungen, wie sie z.B. bei Decken, Wänden und Stützen eingesetzt werden. Daneben kommen bewegliche Spezialschalungssysteme, zu denen die Kletter- und Gleitschalungen gehören, insbesondere bei vertikalen Bauteilen wie Wänden und Schächten, zum Einsatz. Nach dem Einschalen, Bewehren und Betonieren erfolgt im Regelfall das Ausschalen, sofern keine verlorene Schalung eingesetzt wird. Das Ausschalen erfolgt nach einer bestimmten Zeit (Ausschalfrist), welche von der Lage der Schalung, der Temperatur, der Betonsorte, der Belastung abhängt. So werden die Seitenschalungen beim Betonieren einer Straße nach ca. 5 Minuten weggezogen. Die Stützen unter bereits ausgeschalten Decken müssen dagegen bis zu 28 Tage stehen bleiben (bei Temperaturen unter 5°C entsprechend länger). Decken Decken Decken Decken

Arten von Schalung

Wandschalung

Sie besteht aus Holzbrettern auf hölzernen Schalungsträgern oder Metall- bzw. Kunststoffelementen. Meist werden diese als Negativ im Abstand der Dicke der Wand gestellt und gegeneinander mit Schalungsankern verspannt. Man spricht dann von einer zweihäuptigen Wandschalung. Eine einhäuptige Wandschalung kommt zum Einsatz, wenn aus Platzgründen die Schalungskonstruktion einer Wandseite nicht eingesetzt werden kann und z.B. gegen einen Baugrubenverbau betoniert wird. In diesem Fall muss der horizontale Frischbetondruck auf die einseitige Schalungskonstruktion mit Stützböcken abgetragen werden. Der Frischbetondruck ist näherungsweise hydrostatisch verteilt und vor allem abhängig von der Steiggeschwindigkeit und der Konsistenz des Frischbetons. Er kann bis zu 80 kN/m² betragen.

Stützenschalung

Stützenschalungen werden meist aus Standardrahmenschalungen erstellt. Zum Einsatz kommen Vielzweckelemente, die in einem Rastermaß von z. B. 5 cm geankert werden können. Die Stützen werden oft auch rund ausgeführt, hierfür gibt es Stahlschalungen und Pappschalungen verschiedener Durchmesser (in 5 cm -Schritten).

Balkenschalung

Sie ist ähnlich der Wandschalung, aber nicht so hoch. Sie kommt bei der Erstellung von Unterzügen/ Überzügen zum Einsatz und wird oft zimmermannsmäßig hergestellt.

Treppenschalung

Für Treppenschalung passen Systemschalungselemente meist nicht. Daher werden Treppen oft mit zimmermannsmäßig erstellter Schalung geschalt. Bei größeren Bauprojekten ist jedoch oft der Einsatz von Betonfertigteilen die wirtschaftlichere Lösung.

Gleitschalung

Eine Sonderform ist die Gleitschalung. Mit dieser werden hohe turmartige Bauwerke aus Stahlbeton hergestellt. Dies geschieht in einem kontinuierlichen Bauablauf, bestehend aus Bewehren, Schalen und Betonieren. Der Gleitvorgang der Schalung erfolgt mit Kletterstangen, wodurch das sonst übliche Umsetzen der Schalung entfällt. Wichtig ist bei diesem Verfahren, dass der Beton, der während des Gleitens abbindet, am unteren Ende der Schalung eine ausreichende Festigkeit besitzen muss. Ein äußeres Kennzeichen für das Gleitbauverfahren ist der Herstellungsprozess, der systembedingt, im Gegensatz zur Kletterschalung, kontinuierlich, d.h. im 24 Stundenschichtbetrieb, ablaufen muss. Analog dazu wird eine Gleitschalung auch bei sehr langen Betonbauwerken, zum Beispiel Betonstraßen, verwendet.

Verlorene Schalung

Um Gewicht oder Beton zu sparen, oder um Hohlräume zu schaffen, werden Füllkörper, meist im statisch neutralen Bereich einbetoniert. Verloren bedeutet, dass das Verschalungsmaterial hinterher nicht mehr geborgen wird. Verlorene Schalung wird auch in Bereichen eingebaut, in denen der Ausbau der Schalung nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich ist (z. B. schwer zugängliche Fundamentbereiche). Im Brückenbau werden in Deutschland heute keine verlorenen Schalungen mehr eingebaut, da sich die Verwendung verlorener Schalung als sehr schadensanfällig erwiesen hat. Teilweise sind verlorene Schalungen während des Betonierens eingedrückt worden, teilweise aufgeschwommen. Heute gilt es im Brückenbau als Standard, dass alle Betonflächen inspizierbar sein müssen. Nur so lassen sich Schäden durch Risse und Korrosion der Bewehrung hinreichend sicher erkennen.

Aufblasbare Schalung

Sie dient zum Herstellen kreisrunder Hohlräume. Sie funktioniert wie ein Schlauch, der aufgepumpt wird, aussenherum verbetoniert wird, und dann aus dem entstandenen Rohr gezogen wird.

Rahmenschalung

Rahmenschalung werden Schalungssysteme für Wand und Decke bezeichnet, bei denen Rahmenelemente aus werkseitig fest verschweißten Rahmen einschließlich Schalhaut die Basis des Systems bilden. Diese Elemente gibt es mit Stahl- oder Aluminiumrahmen.

Trägerschalung

Die Trägerschalung ist eine Wand-, Stützen oder Deckenschalungen, bestehend aus meist hölzernen Schalungsträgern auf denen die Schalhaut befestigt ist. Die Schalungsträger sind oft durch senkrecht dazu verlaufende stählerne Gurtungen ausgesteift.

Oberflächen

Trennmittel

Um das einwandfreie Lösen der Schalhaut von der Betonoberfläche sicherzustellen, wird die Schalung mit Trennmitteln vorbehandelt. Die Trennmittel sind meist Öle, welche aufgesprüht werden. Dies ist besonders bei Sichtbeton notwendig, aber auch bei mehrfachem Einsatz der Schalhaut wichtig.

Sichtschalung

Mit Ihr wird Sichtbeton hergestellt. Dementsprechend hat sie eine definierte besondere Anforderung an die Oberfläche (z. B. "glatt"). Um unterschiedliche Färbungen des Betons zu vermeiden sind bereits benutzte Schalbretter zu verwenden oder die Schalbretter mit Zementmilch vorzustreichen.

Strukturschalung

Strukturschalung ist eine besondere Art der Sichtschalung. Die Schalung besteht meist aus hölzernen Brettern, die dann auf der Sichtfläche des Bauwerks ihre Maserung als Abdruck hinterlassen. Diese Maserung oder Struktur läßt sich jedoch auch mit einer speziellen Strukturgummiplatte erzielen. Die Platte wird dabei auf die bereits fertige Wandschalung aufgenagelt. Nach dem Ausschalen zeigt sich dann der gewünschte Maserungseffekt (Struktur) auf der Betonoberfläche. Anwendung: Türme für Silos, Windenergieanlagen, Sichtbeton. Kategorie:Bauausführung Kategorie:Beton

Weblinks


- [http://www.infoline-schalungen-gerueste.de Infoline-Schalungen] - Online-Lexikon mit Basiswissen, Beispielen, Terminen, Adressen, etc. Kategorie:schutz

Beton

] Beton ([], österr. [], schweiz. []) ist ein künstliches Gestein aus Zement, Betonzuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und Wasser. Er kann außerdem Betonzusatzstoffe und Betonzusatzmittel enthalten. Der Zement dient als Bindemittel, um die anderen Bestandteile zusammenzuhalten. Die Festigkeit des Betons entsteht durch Auskristallisierung der Klinkerbestandteile des Zements, wodurch sich kleinste Kristallnadeln bilden, die sich fest ineinander verzahnen. Das Kristallwachstum hält über Monate an, sodass die endgültige Festigkeit erst lange nach dem Betonguss erreicht wird. Es wird aber, wie in der DIN 1164 (Festigkeitsklassen von Zement), angenommen, dass bei normalen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen nach 28 Tagen die Normfestigkeit erreicht ist. Beton kann zwar hohen Druck aushalten (40 MN/m² und mehr; entspricht ca. 250 Kleinwagen auf einem DIN A4-Blatt!), versagt aber schon bei niedrigen Zugbeanspruchungen (4 MN/m² und weniger). Trotzdem würde ein Betonstab, auf Zug nur durch sein Eigengewicht belastet, erst bei ungefähr 160 m Länge reissen. Beton wird daher im Hochbau und im Tiefbau häufig in Zusammenhang mit Betonstahl als Stahlbeton bzw. mit Spannstahl als Spannbeton verwendet. Bei diesem Verbundbaustoff übernimmt der Beton vor allem Druckkräfte und der vom Beton umhüllte Stahl vor allem Zugkräfte. Das künstliche Gestein Beton hat zwei besondere zeitabhängige Eigenschaften. Erstens erfährt es durch die Austrocknung eine Volumenabnahme bzw. Verkürzung, was als Schwinden bezeichnet wird. Zweitens verformt es sich unter gleichbleibender Last, das sogenannte Kriechen. Der größte Teil des Wassers wird jedoch als Kristallwasser gebunden. Beton trocknet also nicht, vielmehr bindet er ab, d.h., der zunächst dünnflüssige Zementleim (Zement + Wasser) steift an, erstarrt und wird schließlich fest, je nach Zeitpunkt und Ablauf der chemisch-mineralogischen Reaktion des Zements mit dem Wasser, der Hydratation. Durch das Wasserbindevermögen des Zementes kann der Beton, im Gegensatz zum gebrannten Kalk, auch unter Wasser erhärten und fest bleiben. Der Frischbeton wird heutzutage meist mit Autobetonpumpen oder Kränen zur Einbringstelle gefördert.

Unterscheidungsmerkmale

Beton lässt sich unterscheiden nach
- der Trockenrohdichte (Leichtbeton, Normalbeton, Schwerbeton)
- der Druckfestigkeit
- dem Ort der Herstellung, der Verwendung oder dem Erhärtungszustand (Baustellenbeton, Transportbeton, wasserundurchlässiger Beton, Unterwasserbeton, Frischbeton, Festbeton)
- der Konsistenz (selbstverdichtender Beton, Fließbeton, steifer Beton, Stampfbeton, Pumpbeton) Die Betoneigenschaften sind abhängig von der
- Zusammensetzung (Zementgehalt, Menge Anmachwasser, Wasserzementwert, Kornabstufung, Qualität der Zuschlagstoffe, Mehlkorngehalt)
- Verarbeitung (Verdichtung, Nachbehandlung)

Geschichte

Mehlkorn Dauerhafter Kalkmörtel als Bindemittel konnte schon an 10.000 Jahren alten Bauwerksresten in der Türkei nachgewiesen werden. Gebrannter Kalk wurde durch die Ägypter beim Bau der Pyramiden verwendet. Die Römer entwickelten den opus caementitium (opus = Werk, Bauwerk caementitium = Zuschlagstoff, Bruchstein), aus dessen Namen das Wort Zement abgeleitet ist. Dieser Baustoff, auch als römischer Beton oder Kalkbeton bezeichnet, bestand aus gebranntem Kalk, Wasser und Sand, dem mortar (Mörtel), gemischt mit Bruchsteinen und zeichnete sich durch eine hohe Druckfestigkeit aus. Damit wurden unter anderem die Aquädukte und die Kuppel das Pantheon in Rom, welche einen Durchmesser von 43 Metern hat, hergestellt. Eine wesentliche Verbesserung, die von den Römern entwickelt wurde, war die Verwendung inerter Zuschlagsstoffe, die im Wesentlichen aus Resten von gebranntem Ziegelmaterial bestanden und die Eigenschaft besitzen, bei Temperaturänderungen keine Risse zu bilden. Dies kann noch heute an Orten in Nordafrika (z. B. Leptis Magna, Kyrene) beobachtet werden, wo es große Estrichflächen gibt, die etwa um 200-300 n. Chr. ausgeführt wurden und die trotz großer Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht noch heute völlig frei von Rissen sind. Fraglich ist die Verwendung des römischem Betons bei der Kuppel des Doms in Florenz (Dom Santa Maria del Fiore). Die Kuppel wurde von 1420 bis 1431 unter Filippo Brunelleschi gebaut und war mit einem Durchmesser von 45 Meter und einer Höhe von 107 Metern damals die größte Kuppel der Welt. Der Name Beton kommt aus dem Französischen und leitet sich vom lateinischen Bitumen (schlammiger Sand, Erdharz, Bergteer, Kitt) ab. Die Wortschöpfung geht auf Bernard de Bélidor zurück, der das Wort Beton erstmalig 1753 in seinem Standardwerk „Architecture hydraulique“ als Synonym für ein Mörtelgemisch benutzte. Die Entwicklung des Betons in der Neuzeit begann 1755 mit dem Engländer J. Smeaton. Dieser führte, auf der Suche nach einem wasserbeständigen Mörtel, Versuche mit gebrannten Kalken und Tonen durch und stellte fest, dass für einen selbst erhärtenden (hydraulischen) Kalk ein bestimmter Anteil an Ton notwendig ist. Die Erfindung des Romanzements 1796 durch den Engländer J. Parker sowie des Portlandzements durch seinen Landsmann J. Aspdin im Jahre 1824 leitete letztendlich den modernen Betonbau ein. Ein weiterer großer Entwicklungssprung war die Erfindung des Stahlbetons durch Joseph Monier (Patent: 1867). Deshalb wird der Bewehrungsstahl oder Betonstahl auch heute noch gelegentlich als Moniereisen bezeichnet. Beton wird in der Modernen Kunst auch für Denkmäler oder Skulpturen verarbeitet. Exotisch ist die Verwendung im Schiffbau (zum Beispiel in einem Betonboot).

Frischbeton

Bestandteile und Zusammensetzung

Die Zusammensetzung des Betons ist von vielen Parametern, wie z.B. Festigkeitsklasse und Umweltbedingungen, abhängig. Bei einem normalen Beton der Festigkeitsklasse C25 hat ein Kubikmeter als Mengenanteile ungefähr 280 kg Zement, 170 l Wasser sowie 1950 kg Zuschläge, was einem Mischungsverhältnis von 1:0,6:7 entspricht.

Konsistenz

Die Konsistenz des Frischbetons ist so zu wählen, dass er ohne wesentliches Entmischen gefördert, eingebaut und praktisch vollständig verdichtet werden kann. Die dafür maßgebende Frischbetoneigenschaft ist die Verarbeitbarkeit. Die Frischbetonkonsistenz ist vor Baubeginn festzulegen und während der Bauausführung einzuhalten. Mit zunehmender Fließfähigkeit wird der Beton teuerer. Bei einem Pumpen des Betons sollte die Betonkonsistenz mindestens im plastischen Bereich, d. h. Ausbreitmaßklasse F2 besser F3, liegen. Zur Kontrolle der Konsistenz gibt es genormte baustellengerechte Verfahren, den Verdichtungsversuch und den Ausbreitversuch. Das nachträgliche Zumischen von Wasser zum fertigen Frischbeton, z. B. bei Ankunft auf der Baustelle, ist nach den deutschen Vorschriften unzulässig.

Einbau und Verdichtung

Beton ist schnellstmöglich nach dem Mischen bzw. der Anlieferung einzubauen und mit geeigneten Geräten zu verdichten. Durch das Verdichten sollen die Lufteinschlüsse ausgetrieben werden, damit ein dichtes Betongefüge mit wenig Poren entsteht. Rütteln, Schleudern, Stampfen, Stochern, Spritzen und Walzen sind je nach Betonkonsistenz geeignete Verdichtungsverfahren. Als Verdichtungsgerät kommt auf Baustellen heutzutage der Innenrüttler zur Anwendung. Weitere Verdichtungsmittel sind Schalungsrüttler und Rütteltische, die insbesondere im Fertigteilwerk benutzt werden. Beim Einbau und Verdichten darf sich der Beton nicht entmischen, d. h. Absetzen größerer Zuschlagskörner unten und Bildung einer Wasser- oder Wasserzementschicht an der Oberfläche. Diese wässerige Schlämpeschicht entsteht meist, wenn die Rütteldauer zu lang war. Das Absondern von Wasser an der Betonoberfläche wird auch als Bluten bezeichnet. Die Entmischung wirkt sich insbesondere nachteilig auf die Festigkeit und Dauerhaftigkeit des Betons aus. Bei richtiger Verdichtung und passender Konsistenz bildet sich an der Oberfläche eine dünne Feinmörtelschicht. Beim Einbau sollte die Betontemperatur zwischen +5 °C und +30 °C liegen, anderenfalls sind besondere Maßnahmen erforderlich.

Nachbehandlung

Eine Nachbehandlung des frischen Betons ist zum Schutz der Betonoberfläche gegen Austrocknung und somit zur Sicherstellung einer geschlossenen, dichten und dauerhaften Betonoberfläche erforderlich. Dazu muss auch in den oberflächennahen Bereichen des Betons genügend Wasser für die Hydratation des Zements vorhanden sein. Dieses darf insbesondere nicht durch Sonneneinstrahlung und Windzutritt verdunsten. Es gibt zwei Nachbehandlungsmethoden. Bei der einen wird Wasser zugeführt, z. B. durch das Auflegen einer wasserspeichernden Abdeckung, durch das kontinuierliche Besprühen oder Fluten mit Wasser. Bei der anderen Methode wird das schnelle Austrocknen des Betons verhindert, z. B. durch das Belassen in der Schalung, durch das Abdichten mit Kunststofffolien oder durch das Auftragen filmbildender Nachbehandlungsmittel. Die erforderliche Zeitdauer der Nachbehandlung kann je nach der Festigkeitsentwicklung des Betons und den klimatischen Randbedingungen zwischen einem Tag und einer Woche oder auch mehr betragen.

Festigkeit

Festigkeitsklassen

Die Druckfestigkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften des Betons. Die DIN 1045-1:2001-07 schreibt eine Beurteilung durch die Prüfung nach 28 Tagen anhand von Würfeln mit 15 cm Kantenlänge (Probewürfeln) oder 30 cm langen Zylindern mit 15 cm Durchmesser vor. Anhand der ermittelten Druckfestigkeit lässt sich der Beton den Festigkeitsklassen zuordnen. Ein C12/15 hat danach die charakteristische Zylinderdruckfestigkeit von 12 N/mm² sowie eine charakteristische Würfeldruckfestigkeit von 15 N/mm². DIN 1045-1:2001-07

Elastizitätsmodul

Der Elastizitätsmodul des Betons hängt in hohem Maße von den verwendeten Betonzuschlägen ab und variiert bei Normalbeton je nach Festigkeitsklasse zwischen 25. 000 N/mm² und 40.000 N/mm². Vereinfachend kann er für Normalbeton im Bereich der Gebrauchsspannungen (d.h. maximal 40% der Festigkeit) in Abhängigkeit von der Betonfestigkeit mit der Gleichung E_=9500
- f_^ ermittelt werden.

Querdehnungszahl

Die Querdehnungszahl schwankt im Bereich der Gebrauchsspannungen je nach Betonzusammensetzung, Betonalter und Betonfeuchte zwischen 0,15 und 0,25. Gemäß den Normen ist der Einfluss mit 0,2 zu berücksichtigen.

Schubmodul

Der Schubmodul kann, näherungsweise wie bei isotropen Baustoffen, mit Hilfe von Elastiztätsmodul und Querdehnungszahl bestimmt werden.

Überwachungsklassen

Für die Überprüfung der maßgebenden Frisch- und Festbetoneigenschaften wird der Beton in drei Überwachungsklassen eingeteilt. Daraus ergibt sich der Umfang und die Häufigkeit der Prüfungen, was in DIN 1045-3 geregelt ist. Beton der Überwachungsklassen 2 und 3 ist u.a. durch eine anerkannte Überwachungsstelle zu überprüfen. Die Überwachung ist ungefähr vergleichbar mit den Anforderungen an einen Beton der Betongruppe BII der alten DIN 1045:1988-07.

Rohdichten

Die Rohdichte des Betons hängt vom Zuschlag ab. Bei Normalbeton beträgt diese zwischen 2000 und 2600 kg/m³. Meist können 2400 kg/m³ angesetzt werden. Betone oberhalb von 2600 kg/m³ werden als Schwerbeton bezeichnet, unterhalb von 2000 kg/m³ als Leichtbeton. Leichtbeton hat porige Leichtzuschläge wie Blähton oder Bims. Er ist normativ in die Rohdichteklassen 1,0 - 1,2 - 1,4 - 1,6 - 1,8 - 2,0 eingeteilt, welche den Rohdichten zwischen 1000 und 2000 kg/m³ entsprechen. Stahlbeton hat näherungsweise eine um 100 kg/m³ erhöhte Rohdichte.

Bauphysik

Für Beton kann eine Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl zwischen 70 (feucht) und 150 (trocken) angesetzt werden. Der Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit beträgt 2,1 für Normalbeton, die spezifische Wärmekapazität 1000 J/(kg·K) und der Wärmeausdehnungskoeffizient nach den Stahlbetonnormen 10-5/K. Allerdings kann die Temperaturdehnzahl je nach Art des Betonzuschlags, Zementgehalt sowie Feuchtezustand des Betons zwischen 6 und 14·10-6/K variieren. Der Feuchtegehalt beträgt bei 23°C und 50% relativer Luftfeuchtigkeit 0,025 m³/m³ und bei 80% relativer Luftfeuchtigkeit 0,04 mit einem Umrechnungsfaktor für den Feuchtegehalt von 4.

Dauerhaftigkeit

Beton ist ein chemisch instabiler Baustoff. Verschiedene innere und äußere Einflüsse können die Beständigkeit von Beton nachhaltig beeinflussen. Durch die typische Anwendung von Beton im Verbund mit Bewehrung aus Stahl ergeben sich weitere die Dauerhaftigkeit von Beton beeinflussende Faktoren, wie zu geringe Überdeckung des Bewehrungstahles durch Beton. Daher erfolgt mit Expositionsklassen eine Klassifizierung der chemischen und physikalischen Umgebungsbedingungen, denen der Beton ausgesetzt ist, woraus sich Anforderungen an die Zusammensetzung des zu verwendenden Betons sowie die Betondeckung ergeben. Wichtig für eine ausreichende Dauerhaftigkeit ist die Nachbehandlung des Betons. Schädigungsmechanismen sind: Betonkorrosion - Karbonatisierung; Bewehrungskorrosion - Rost; chloridinduzierte Bewehrungskorrosion; Sulfattreiben; Alkali-Kieselsäure-Reaktion; Kalktreiben; Frost-Tau-Wechsel; Sonneneinstrahlung

Betonsorten

Nach Herstellung

Baustellenbeton

Baustellenbeton ist Beton, der in einem eigenen Werk direkt auf der Baustelle hergestellt wird, im Gegensatz zu Transportbeton, der mit Mischfahrzeugen von einer stationären Anlage angeliefert wird. Dies ist in Deutschland nur bei Baustellen mit großem Betonbedarf, die eventuell auch nur auf langen Anfahrtswegen zu erreichen sind, üblich. Die Baustellenbetonwerke liefern, sofern technisch und personell dafür ausgelegt, sämtliche Betonfestigkeitsklassen und -sorten wie eine stationäre Anlage.

Transportbeton

Transportbeton ist Beton, der in stationären Mischanlagen zentral hergestellt und dann mit Betonmischfahrzeugen auf den Baustellen angeliefert wird. Eine andere Bezeichnung von Transportbeton ist Fertigbeton, weil er bereits fertig gemischt ist und nur noch eingebracht werden muß. Die Herstellung von Transportbeton ist in der Europäischen Norm EN 206 geregelt. Die Abrechnung von Transportbeton erfolgt im deutschen und europäischen Markt nach bestimmten marktinternen Regeln. Die meisten Unternehmen, die Transportbeton produzieren und abrechnen, bedienen sich dabei auf sie zugeschnittener Spezialsoftware.

Ortbeton

Mit Ortbeton bezeichnet man Beton, der vor Ort auf der Baustelle verarbeitet wird und dort, meist in einer Schalung, abbindet, im Gegensatz zu Betonfertigteilen, die in erhärtetem Zustand direkt eingebaut werden. Ortbeton wird entweder als Transportbeton auf der Baustelle angeliefert oder dort als Baustellenbeton hergestellt. Nach dem Verfüllen in den Schalungen muss der Ortbeton verdichtet werden, eingeschlossene Luftblasen werden mit Rüttelmaschinen entfernt.

Nach Einbau

Spritzbeton

Spritzbeton ist Beton, der mit Druckluft in Rohrleitungen oder Schläuchen zu einer Spritzdüse gefördert wird, wo der Beton flächenartig aufgetragen und dadurch gleichzeitig verdichtet wird. Insbesondere im Tunnelbau bei der Sicherung freigelegter Flächen hat dieses Betonierverfahren eine große Bedeutung.

Unterwasserbeton

Unterwasserbeton ist Beton, der unter Wasser eingebaut wird. Damit sich der Beton beim Betonieren nicht entmischt, sind besondere Betonierverfahren, wie das Benutzen von ortsfesten Trichtern (Kontraktorverfahren), notwendig. Der Beton muss ein gutes Zusammenhaltevermögen und eine gute Verarbeitbarkeit haben. Dazu sollte der Zementgehalt mindestens 350 kg/m³ betragen. Unterwasserbeton wird insbesondere bei Schlitzwänden und im Grundwasser als Sperrschicht bei Bodenplatten verwendet.

Walzbeton

Walzbeton ist ein erdfeuchter Beton, der mit einem Straßenfertiger in Lagen von etwa 20 cm Dicke eingebaut und vorverdichtet wird. Die Nachverdichtung erfolgt mit Gummiradwalzen. Walzbeton hat einen niedrigen Zementgehalt (80 – 150 kg/m³) und wird vor allem im Straßenbau und bei Industrieböden eingesetzt.

Schleuderbeton

Schleuderbeton ist Beton, der mit schnell rotierenden Stahlschalungen verdichtet wird. Dadurch ergibt sich ein niedriger Wasserzementwert von 0,3 und somit ein dichter und sehr fester Beton. Vor allem Rohre, Maste und Pfähle werden mit diesem Verfahren hergestellt.

Vakuumbeton

Unter Vakuumbeton versteht man ein Betonierverfahren, bei dem mit einer Vakuumpumpe und Saugmatten ein Unterdruck erzeugt wird. Dadurch wird dem Frischbeton ein Teil des nicht zur Hydratation benötigten Wassers entzogen. Durch die besondere Behandlung des Frischbetons wird z.B. die Schwindrissbildung vermindert. Es entstehen dichtere und verschleißfestere Betonoberflächen. Außerdem erreicht man durch dieses Verfahren schon sehr früh hohe Festigkeiten, wodurch eine frühzeitigere Nutzung der Oberfläche möglich ist und der Beton eine höhere Frostbeständigkeit erhält.

Nach Eigenschaften

Estrichbeton

Estrichbeton ist ein Spezialbeton zur Herstellung von Fußbodenschichten in Gebäuden. Er erfüllt besondere Anforderungen, u.a. durch Begrenzung der Korngröße der Zuschlagstoffe, so dass dünne Schichten von wenigen cm Dicke bei guten Oberflächeneigenschaften hergestellt werden können.

Porenbeton

Porenbeton (früher Gasbeton) ist ein mineralischer Werkstoff, welcher durch chemisches Aufschäumen einer Mörtelmischung erzeugt wird. Die alkalische Mörtelsuspension reagiert unter Bildung von Gas mit Pulvern unedler Metalle wie z.B. Aluminium. Vor dem Aushärten in gespanntem Sattdampf im Autoklaven werden die Blöcke zu Wandelementen, Dämmelementen oder Steinen geschnitten. Porenbeton besitzt im Vergleich zu konventionellem Beton wegen seiner geringen Rohdichte eine geringe Festigkeit und eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Im Sinne der Begriffsdefinition von Beton ist Porenbeton kein Beton, er enthält keine Zuschlagsstoffe sondern große Luftporen. Bauteile aus Porenbeton können wie Bauteile aus Stahlbeton eine Bewehrung enthalten, die Zugkräfte aufnehmen kann.

Faserbeton

Beim Faserbeton werden dem Beton zur Verbesserung der Zugfestigkeit, und damit des Bruch- und Rissverhaltens, Fasern zugegeben. Diese Fasern sind in der Matrix (Zementstein) eingebettet. Sie wirken als Bewehrung. Bei höheren Zugbeanspruchungen treten Risse im Beton auf. Durch die Verwendung eines Faserbetons werden die Risse in viele sehr schmale und damit normalerweise unschädliche Risse verteilt. Es können kurze oder lange in Zugbeanspruchungsrichtung eingelegte Fasern verwendet werden. Lange Fasern werden meist in Form von Glasfasertextilmatten eingesetzt. Man spricht dann von textilbewehrtem Beton oder auch Textilbeton. Glasfasern Normales Glas reagiert mit den Alkalien des Betons. Deshalb müssen alkalibeständige Glasfasern verwendet werden (z.B: AR-Glasfaser). Stahlfasern Es werden Stahlfasern verschiedenster Art verwendet. (Nichtrostend, Baustahl, aufgebogen, nicht aufgebogen,...) Kunststofffasern Hier sind insbesondere die in den USA entwickelten Kevlarfasern interessant, da sie ähnlich gute Eigenschaften wie die übrigen Fasern besitzen. Kohlenstofffasern Kohlenstofffasern besitzen den höchsten E-Modul der hier angeführten Fasern.

Polymerbeton (PC)

Polymerbetone enthalten im Gegensatz zum normalen Beton ein Polymer (Kunststoff), z.B. Kunstharz, als Bindemittel, das die Gesteinskörnung (Zuschlag) zusammenhält. Zement wird im Polymerbeton, wenn überhaupt, nur als Füllstoff, also als Erweiterung der Gesteinskörnung in den Feinstkornbereich hinein eingesetzt und übernimmt keine Bindewirkung. Polymerbetone werden hauptsächlich in der Sanierung bestehender Bauteile benutzt. Durch die geringen Topfzeiten (Erhärtungszeiten) der Polymere von unter einem Tag können bei Straßen und Brücken lange Sperrzeiten vermieden werden.

Splittbeton, Drainbeton

Splittbeton enthält Splitt einer Körnung sowie Zement und Wasser. Nach dem Abbinden ergibt sich ein zusammenhängendes Hohlraumsystem, durch das Wasser abfließen kann. Dadurch besteht geringere Frostgefahr im Winter. Splittbeton wird im Straßen- und Wegebau sowie beim Setzen von Randsteinen etc. angewendet. Splittbeton wird heute im Brückenbau häufig unter Verwendung von polymeren Bindemitteln hergestellt, da sonst die relativ große innere Oberfläche bei der Verwendung von hydraulischen Bindemitteln zu einer schnellen Auswaschung desselben und zur Entstehung von Aussinterungen in und an Tropftüllen und an Bauwerksunterseiten führt.

Asphaltbeton

Asphaltbeton ist eine Bezeichnung für ein Gemisch aus Bitumen und Mineralstoffen.

Mineralbeton

Mineralbeton ist eine Bezeichnung für ein hochverdichtetes Mineralstoffgemisch, meist unter Verwendung eines hohen Anteils gebrochenen Korns. Die Sieblinie ist gemäß der Fuller-Parabel aufzubauen, es ist ein für die Verdichtung optimaler Wassergehalt einzustellen. Beim Einbau sind Entmischungen zu vermeiden. Mineralbeton wird ohne Bindemittel zu einem hochstandfesten Baustoff, der etwa in Straßendecken verwendet wird. Gängiges Material ist Frostschutz 0-32.

Neuere Entwicklungen

Selbstverdichtender Beton

Durch geeignete Rezepturen oder Zusatzmittel ist es möglich Beton herzustellen, der ohne von aussen zugeführte Verdichtungsenergie (Rütteln) auskommt. Dieser Beton wird als selbstverdichtender Beton oder SCC-Beton bezeichnet.

Hochfester Beton

Durch den Zusatz von Hochleistungsverflüssigern und extrem feiner Zusatzstoffe (Silika-Stäube) ist es möglich, Betone hoher Festigkeit herzustellen.

Ultrahochfester Beton

Ultrahochfester Beton (UHFB), international als "Ultra High Perfomance Concrete (UHPC)" bezeichnet, stellt das Ergebnis der weitergeführten Forschungstätigkeit auf Grundlage des Hochfesten Betons dar. Aufgrund seines vorzugsweise geringen Größtkorndurchmessers und seiner hohen Reaktivität der festen Bestandteile umreißt die auf französische Forschungen in den achtziger Jahren zurückreichende Parallelbezeichnung „Reaktionspulverbeton“ bzw. "Béton de Poudres Réactives" (BPR) oder "Reactive Powder Concrete" (RPC) seine technologische Besonderheit sehr treffend.

Transluzenter Beton

Durch das Einlegen von optischen Fasern gelang es dem Ungarn Aron Losonczi, lichtdurchlässige Betonelemente herzustellen. Der "Leuchtbeton" wird unter dem Namen "LiTraCon" Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen.

Papierbeton

Papercrete oder Papier-Beton ist ein Baustoff, der leicht ist und eine hohe Festigkeit aufweist. Natürlich können auch andere Faser- und Metall-Verarbeitungsabfälle Anwendung finden. Entscheidend ist die Mischung (Papercrete ~ 60 Papier - 20 Staub/Mineral - 20 fein Zement). Man hat bereits einfache Geodätische Kuppeln mit diesem Material gebaut, wobei auch Metallgeflecht-Verstärkung (Reinforcement) verwendet werden kann.

Siehe auch

Geodätische Kuppel
- Stahlbeton
- Spannbeton
- WU-Beton
- Schwerbeton
- Leichtbeton
- Magerbeton
- Waschbeton
- Sieblinie
- Absäuern
- Betonpflasterstein
- Betonplatte
- Kasseler Sonderbord
- Betonmischer
- Autobetonpumpen
- Betonzuschlag
- Alkalireaktion

Literatur


- K. Bergmeister und J.-D. Wörner: Betonkalender 2005, 94. Jahrgang. Ernst & Sohn 2004, ISBN 3-433-01670-4
- F. Leonhardt und E. Mönnig: Vorlesungen über Massivbau. Erster Teil: Grundlagen zur Bemessung im Stahlbetonbau. Springer-Verlag Berlin, ISBN 3-540-12786-0

Weblinks


- http://www.dafstb.de - Deutscher Ausschuss für Stahlbeton im DIN e.V.
- http://www.betonverein.de - Webseite des Deutschen Beton- und Bautechnik-Vereins E.V.
- http://www.bdzement.de/bautechnik/merkblatt.php Merkblätter des Informationszentrum Beton/Zement
- http://www.beton.org - Gemeinsame Informationsseite der Zement- und Betonindustrie
- http://www.transportbeton.org - Webseite des Bundesverbandes Transportbeton
- http://www.gueb-online.de - Webseite der Gemeinschaft für Überwachung im Bauwesen E.V.
- [http://www.fh-weihenstephan.de/la/06_skripten/bauko/bauko1/bt/bt_startseite.html Baukonstruktions-Script] der FH Weihenstephan zum Thema Beton
- http://www.baustoffchemie.de/db/cat.php Datenbank mit Veröffentlichungen zum Thema Beton, etc
- [http://www.locus-caementitium.de Galerie locus caementitium] - Raum für Beton in Köln
- [http://www.betonfibel.at/ Betonfibel] - Betonnorm ÖNORM B 4710-1
- [http://http://www.papercrete.com Papercrete]
- http://beta.bv.tu-berlin.de Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung, TU Berlin Kategorie:Baustoff Kategorie:Stoffgemisch ja:コンクリート ms:Konkrit simple:Concrete

Bauzeichner

Bauzeichner zeichnen maßstabgerechte Bauzeichnungen und Baupläne, Schalpläne und Bewehrungspläne nach den Vorgaben eines Architekten oder Ingenieurs. Sie setzen Entwurfsskizzen um und erstellen normgerechte Bau- und Ausführungszeichnungen mit Grundrissen, Schnitten, Ansichten und Details für Genehmigungsverfahren und für die Bauausführung. Während früher mit Bleistift und Tusche gezeichnet wurde, wird heute zunehmend am Bildschirm mit CAD gezeichnet. Bauzeichner ist ein Ausbildungsberuf. Die Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz findet im dualen System im Betrieb und in der Berufsschule statt. Die reguläre Ausbildungszeit ist vier Jahre. Bauzeichner und Bauzeichnerinnen werden vor allem im
- Hochbau einschließlich raumbildender Ausbau
- Ingenieurbau
- Tief-, Straßen- und Landschaftsbau ausgebildet. Bauzeichner und Bauzeichnerinnen sind in der Planung und Ausführung von Architektur- und Ingenieurbauwerken sowie im Tiefbau, Straßenbau und Landschaftsbau tätig. Sie arbeiten in Unternehmen der Bauindustrie, in Ingenieurbüros, in Architekturbüros und in Verwaltungen. Ein Bauzeichner kann sich durch Weiterbildung zum Bautechniker qualifizieren.

Sonstiges

Bauzeichner ist eigentlich eine eigenständige Berufsbezeichnung (auch technischer Zeichner), aber bei der aktuellen Konjunktur werden auch gerne fertige Architekten oder Studenten der Architektur unter dem Label "Bauzeichner" für wenig Geld in Architekturbüros angestellt (wenn's gut läuft) oder als Freier Mitarbeiter (wesentlich häufiger anzutreffen) beschäftigt ...

Weblinks


- [http://www.ihk-koeln.de/Navigation/AusUndWeiterbildung/Ausbildungsplatzsuche/Ausbildungsprofile/Ausbildungsprofileind/Bauzeichner.jsp IHK Bauzeichner/-in]
- [http://www.hu-berlin.de/berufsausbildung/berufe/bauz.html Berufsbild Bauzeichner] Kategorie: Beruf Kategorie: Bauingenieurwesen

Blaupause

Unter Blaupausen versteht man Testkopien von Druckseiten, die zum Zweck der Überprüfung des Layouts oder des Inhaltes erzeugt werden (proofs). Die originale Blaupause verdankt ihren Namen den früher vor allem für Konstruktionsproofs benutzten bläulichen Lichtpausen. Der Fachausdruck für diese Form der Blaupause ist Ozalid®-Kopie. Ozalid wiederum ist abgeleitet von der rückwärts gelesenen Vorsilbe Diazo (siehe Diazo-Gruppe, Azofarbstoff), in die man zur besseren Aussprechbarkeit dann noch ein "l" einfügte. Die Cyanotypie, auf deutsch "Eisenblaudruck" genannt, ist ein im technischen Zusammenhängen früher viel verwendetes phototechnisches Vervielfältigungsverfahren, mit dem Papierdrucke hergestellt wurden. Die lichtempfindliche Papierschicht wird aus Ferriammoniumcitrat und Kaliumferricyanid hergestellt, Verfahren, die also auf Eisen beruhen und nicht auf Silber, das bei der herkömmlichen Herstellung von Photoabzügen verwendet wird oder auch nicht,da die xerophylaxe quadaratbaustruktur mancher Bauten superfragialiistisch auf diesen stoff reagiert.

Siehe auch

Fotokopie, Xerographie Kategorie:Fototechnik Kategorie:Drucktechnik

Computer Aided Design

Computer Aided Design (CAD) (engl. computergestützte Konstruktion) ist eine Art "elektronisches Zeichenbrett". Mit CAD-Programmen erstellt man nicht nur technische Zeichnungen. Mit den aufwändigeren Programmen werden zunächst einmal dreidimensionale Volumenmodelle erstellt. Daraus können zwei- oder dreidimensionale Zeichnungen und sogar bewegte Visualisierungen der Objekte abgeleitet werden. CAD-Software kommt in allen Fachbereichen, in denen Konstruktionen entwickelt werden, zur Anwendung: zum Beispiel im Anlagenbau, Maschinenbau, Schiffbau und auch in Architektur und Bauwesen. Mit den Volumenmodellen kann man mit Hilfe spezieller Software verschiedenste Simulationen durchführen, zum Beispiel Belastungssimulationen (Finite-Elemente-Methode) bei Bauteilen, Lichtsimulationen oder Simulationen des Innenklimas bei Gebäuden, Strömungssimulationen (Wind oder Wellen), Crashsimulationen im Fahrzeugbau und Simulationen verschiedener Fertigungsverfahren (z. B. Spritzgießen). Die Volumenmodelle kann man noch für viele andere Dinge wie Festigkeitsberechnungen, generativer Fertigungsverfahren und natürlich auch in der CNC-Fertigung mit Maschinen verwenden. CAD ist auch Bestandteil der computerintegrierten Produktion (CIM), bei der sich dem Entwurf die Fertigung anschließt. Moderne Programme basieren auf objektorientierten Datenbanken. Jedes Bestandteil des Designs besteht aus einem oder mehreren programmtechnischen Objekten. Änderungen und Spezifikationen sind die Parameter der Objekte. Parameter können auf Relationen mit anderen Design Aspekten beruhen und Versionen und Variationen desselben Designs verfügbar machen. Objektorientierten Datenbanken erlaubt optimale Wiederverwendbarkeit von Designbestandteilen, die bestmögliche Aufzeichnung der Intention des Designers sowie die Möglichkeit schneller Adaption. Zusammen machen diese Vorteile das objektorientierte parametrische Modellieren 'State of the Art'.

CAD-Programme

CAD-Programme gibt es für zahlreiche verschiedene Anwendungsfälle und Betriebssysteme. Siehe dazu die Liste mechanischer CAD-Lösungen und die Liste elektronischer CAD-Lösungen.

2D und 3D Konstruktionsanwendungen

Mechanische CAD-Lösungen finden sich vor allem in den folgenden Bereichen:
- Architektur
- Vermessungswesen
- Raumplanung
- historische Rekonstruktion
- Anlagenbau
- Textilindustrie
- Produktdesign
- Holztechnik
- Maschinenbau
- Fahrzeugbau
- Mechanische Simulation, Siehe auch Finite-Elemente-Methode(FEM/FEA)
- Verpackungsentwicklung und Stanzformenbau (DIECAD V.10.5)

Elektronische Schaltungen

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist der Entwurf von elektronischen Schaltungen. Diese Programme heißen ECAD. Siehe dazu auch die Liste elektronischer CAD-Lösungen Im Prozessverlauf einer solchen elektrotechnischen Entwicklung stehen im Mittelpunkt:
- der Entwurf der Schaltung in Form eines Schaltplans,
- die Verifizierung der Funktion,
- die Simulation unter verschiedenen Toleranz-Bedingungen, z.B. mit der Software SPICE,
- die Erstellung von Gehäuse und Bauteilbibliotheken,
- die Überführung des Schaltplans in ein Layout (Leiterplatte),
- die Erstellung von Belichtungsmasken für die Produktion,
- die Ableitung von produktionswichtigen Daten wie etwa Stücklisten und Prüfplänen. Hierzu verwandt ist das Design von programmierbaren Bausteinen wie Gate Arrays, GALs, FPGA und anderen Typen programmierbarer Logik (PLDs) unter Benutzung von z.B. VHDL, Abel etc. Als weiterhin ähnlich kann man das computerbasierte Design auf dem Chip (Silizium) Level von frei entworfenen Analog und Logikschaltkreisen, in so genannten ASICs, bezeichnen. Auch in der klassischen Installationstechnik finden sich zahlreiche Anwendungsbereiche für Computersoftware. Ob große Hausinstallationen für Industrie oder öffentliche Gebäude, oder der Entwurf und die Umsetzung von SPS basierten Steuerungsanlagen für die jeweiligen Zwecke - selbst in diesem Sektor wird heute das individuelle Design der jeweiligen Anlage stark vom Computer unterstützt. Im Bereich der Mikrosystemtechnik ist es mit den von microTEC entwickelten Lösungen möglich, Schaltungsdaten (OrCAD) direkt in die Produkt-Konstruktionsdaten (CAD) zu übernehmen und mit solchen Daten direkt Mikrosysteme herzustellen.

Technik

2D

Einfache 2D CAD-Systeme sind vektororientierte Zeichenprogramme. Zeichnungselemente sind Punkte, Linien, Linienzüge, Kreisbögen, Splines. Werkzeuge ermöglichen das Erzeugen, Positionieren, Ändern und Löschen von Zeichnungselementen. Die Arbeitsweise unterscheidet sich wenig von der klassischen Arbeit am Zeichenbrett. Wesentliche Fortschritte werden durch die Verwendung von Ebenen (Layertechnik) und die Arbeit mit vordefinierten Symbolen (etwa für Norm- und Wiederholteile) erreicht. Weiter entwickelte CAD-Systeme unterstützen die semi- oder vollautomatische Erzeugung von Bemaßungen und Schraffuren. Ein weiteres Leistungsmerkmal moderner 2D CAD Systeme ist die Verwendung von Assoziativität zwischen Zeichnungselementen, zum Beispiel zwischen Linien und Bemaßungen. Leistungsfähige CAD-Systeme stellen Programmierschnittstellen zur Erweiterung der Funktionalität oder zur anwenderspezifischen Anpassung bereit.

2 1/2 D

dies ist kein 'echtes' 3 D - das bedeutet, dass mit Flächen und Geraden im Raum gearbeitet wird. Diese Methode ist weniger rechenintensiv als 3D und wird oft von Architekten- Programmen genutzt, weil scheinbar ähnliche Ergebnisse möglich sind wie bei Volumenmodellen. siehe auch Isometrie, Isometrische Darstellung

3D

Ein 3D CAD-System verarbeitet ein Volumenmodell des Konstruktionsobjektes. Dabei sind die folgenden Modellierungsverfahren verbreitet
- Kantenmodell - dabei werden die Körperkanten durch eine mathematische Beschreibung abgebildet. Eine exakte Beschreibung der zwischen den Kanten liegenden Flächen ist in diesem Fall jedoch nur bei planaren Flächen gegeben.
- Flächenmodell - dabei werden die den Körper begrenzenden Flächen durch eine mathematische Beschreibung, zum Beispiel durch NURBS-Flächen beschrieben. Zusätzlich wird in der Regel noch die Topologie der Flächen, das heißt, welche Fläche grenzt an welche andere Fläche, mit abgespeichert.
- Konstruktionshistorie - Das Konstruktionsobjekt wird durch eine Reihe von Konstruktionsschritten (wie zum Beispiel Vereinen, Schneiden) aus Grundgeometrien wie Quader, Zylinder, Kegel, hergeleitet. Die Reihenfolge der Konstruktionsschritte sowie die geometrischen Parameter der Grundkörper werden gespeichert. Ein wesentlicher Vorteil des history-basierten Modellierens ist die hohe Flexibilität. Durch Änderungen an den einzelnen Konstruktionsschritten kann die Geometrie auch im Nachhinein vielfältig geändert werden. Moderne 3D CAD-Systeme unterstützen alle 3 Modellierungsverfahren. Ein weiteres Merkmal moderner CAD-Systeme ist die weitgehende Assoziativität zwischen verschiedenen Geometrieelementen und besonders zwischen dem 3D-Objekt und der davon abgeleiteten Zeichnung. Beispielsweise kann durch Änderung des Durchmessermaßes an der Zeichnung einer Bohrung das 3D-Modell des Teiles der Baugruppe, in der das Teil verbaut ist, modifiziert werden - darüber hinaus gleichzeitig aber auch das für die Fertigung erforderliche Werkzeug.

Datenformate

Die meisten Programme setzen auf ein eigenes Dateiformat. Das erschwert den Datenaustausch zwischen verschiedenen CAD-Programmen, weshalb es Ansätze zur Standardisierung gibt. Im 2D-Bereich hat sich das DXF-Format als Standard weitgehend etabliert. Die überwiegende Zahl der CAD-Systeme kann DXF-Dateien lesen und schreiben, jedoch gehen dabei häufig CAD-systemspezifische Besonderheiten verloren. Im 3D-Bereich ist zwischen CAD-Systemneutralen und Systemspezifischen Datenformaten zu unterscheiden. Wesentliche CAD-Systemneutrale Datenformate sind VDAFS, IGES, SAT und STEP sowie für spezielle Anwendungen die STL-Schnittstelle. Die Datenformate im Einzelnen:
- VDAFS - Datenaustauschformat für Flächen, entwickelt vom Verband Deutscher Automobilbauer (VDA), in der Vergangenheit quasi-Standard für diesen Bereich;
- IGES - Datenaustauschformat für 2D-Zeichnungen und 3D-Daten (Flächen), in fast allen CAD-Anwendungen als Austauschformat üblich und möglich. Löst aufgrund der besseren Einsetzbarkeit VDAFS mehr und mehr ab, ist umfangreicher und systemunabhängiger als DXF einsetzbar;
- STEP - ein standardisiertes Dateiaustauschformat, welches international entwickelt wurde mit dem Anspruch, auch parametrische Daten übertragen zu können. Einziges Datenformat, welches Solid bzw. Volumen fast verlustfrei und mit Parametrik (bei Solids) überträgt. Ebenfalls zur Übertragung von Zeichnungsdaten nutzbar (dort aber nicht so mächtig wie im 3D-Bereich).
- VRML97-ISO/IEC 14772, wurde ursprünglich als 3D-Standard für das Internet entwickelt. Die meisten 3D-Modellierungswerkzeuge ermöglichen den Im- und Export von VRML Dateien, wodurch sich das Dateiformat auch als ein Austauschformat von 3D-Modellen etabliert hat. Mit diesen Formaten gelingt in der Regel nur die Übertragung von Kanten-, Flächen- und Volumenmodellen. Die Konstruktionshistorie geht in der Regel verloren, damit sind die übertragenen Daten in der Regel für eine Weiterverarbeitung nur bedingt geeignet. CAD-Systemspezifische Datenformate ermöglichen die Übertragung der vollständigen CAD-Modelle, sie sind jedoch nur für wenige Systeme verfügbar. Für die Weitergabe von PCB-Daten zur Erstellung von Belichtungsfilmen und Leiterplatten hat das so genannte Gerber-Format große Bedeutung (siehe Fotografischer Film).

Geschichte

Die Anfänge der CAD-Programme liegen in den 1960er Jahren. Am MIT in Boston zeigte Ivan Sutherland 1962 mit seiner Sketchpad Entwicklung, dass es möglich ist, an einem computergesteuerten Radarschirm interaktiv (Lichtstift, Tastatur) einfache Zeichnungen (engl: Sketch(es)) zu erstellen und zu verändern. 1965 wurden bei Lockheed (Flugzeugbau, USA) die ersten Anläufe für ein kommerzielles CAD-System zur Erstellung technischer Zeichnungen (2D) gestartet. Dieses System, CADAM (Computer Augmented Design And Manufacturing), basierend auf IBM-Großrechnern, speziellen Bildschirmen, und mit hohen Kosten verbunden, wurde später von IBM vermarktet und war, zumindest im Flugzeugbau, Marktführer bis in die 1980-er Jahre. Es ist teilweise in CATIA (s. unten) aufgegangen, ist aber praktisch vom Markt verschwunden. An der Universität in Cambridge, England, wurden Ende der 1960er Jahre die ersten Forschungsarbeiten aufgenommen, ob es möglich ist, 3D-Grundkörper zu verwenden und diese zur Abbildung komplexerer Zusammenstellungen (z.B. Rohrleitungen im Chemieanlagenbau) zu nutzen. Aus diesen Arbeiten entstand das System PDMS (Plant Design Management System), das heute von der Fa. Aveva unter dem Namen VPD vermarktet wird. Ebenfalls Ende der 1960er Jahre begann der französische Flugzeughersteller Avions Marcel Dassault (heute Dassault Aviation) ein Grafikprogramm zur Erstellung von Zeichnungen zu programmieren. Daraus entstand das Programm CATIA. Die Mirage war das erste Flugzeug, das damit entwickelt wurde. Damals benötigte so ein Programm noch die Leistung eines Großrechners. Nachdem anfang der 1980er Jahre die ersten Heimcomputer in Firmen und Haushalten standen, kamen auch CAD-Programme dafür auf den Markt. 1982 erschien AutoCAD für das Betriebssystem DOS. Das Vorgehen bei der Konstruktion blieb jedoch beinahe gleich wie davor am Papier. Das 2D-CAD brachte jedoch als Vorteil sehr saubere Zeichnungen, die einfach wieder geändert werden konnten. Es war schneller möglich, verschiedene Versionen eines Bauteils zu zeichnen. Bereits Mitte der 1980er Jahre kam mit dem deutschen 3D-CAD-System PYTHA ein erster Farb-Renderer auf den Markt. In den 1980er Jahren begann wegen der sinkenden Arbeitsplatzkosten und der besser werdenden Software ein CAD-Boom. In der Industrie wurde die Hoffnung gehegt, mit einem System alle anstehenden Zeichnungs- und Konstruktions-Aufgaben lösen zu können. Dieser Ansatz ist aber gescheitert. Heute wird für jede spezielle Planungsaufgabe ein spezielles System mit sehr leistungsfähigen Spezialfunktionen benutzt. Für seine Kritik und sein praktisches Engagement gegen den Einsatz von CAD bei Lucas Aerospace und für seine Vorschläge die Produktion auf zivile und nützliche Güter umzustellen, erhielt Mike Cooley 1981 den alternativen Nobelpreis. Der Schritt zur dritten Dimension wurde durch die immer höhere Leistungsfähigkeit der Hardware dann gegen Ende der 1980er Jahre auch für kleinere Firmen erschwinglich. So konnte virtuelle Körper von allen Seiten begutachten werden. Ebenso wurde es möglich, Belastungen zu simulieren und Fertigungsprogramme für computergesteuerte Werkzeugmaschinen (CNC) abzuleiten. Seit Anfang der 2000er Jahre gibt es erste Ansätze, die bis dahin immer noch zwingend notwendige Zeichnung verschwinden zu lassen. In die immer öfter vorhandenen 3D-Modellen werden von der Bemaßung über Farbe und Werkstoff alle notwendigen Angaben für die Fertigung eingebracht. Wird das 3D-Modell um diese zusätzlichen, geometriefremden Eigenschaften erweitert, wird es zum Produktmodell. Die einzelnen einheitlichen Volumenobjekte werden zu Instanzen unterschiedlicher Klassen. Dadurch können Konstruktionsregeln und Verweise zwischen einzelnen Objekten (z.B. Fenster wird in Wand verankert) realisiert werden.

Weblinks


- [http://www.cad.de CAD-Portal]
- [http://www.aip-institut.de/service/cad_markt.html AIP-Institut]: Online-Übersicht und Marktstudie über CAD-Systeme Kategorie:Technische Informatik Kategorie:Konstruktionslehre Kategorie:CAD-Programm Kategorie:Wirtschaftsinformatik ja:CAD

Baustelle

Eine Baustelle ist der Ort, an dem Bauarbeiten aus dem Hochbau (Gebäude) oder Tiefbau (Straßen, unterirdische Bauwerke (z.B. Kanalisation, U-Bahn-Tunnel) durchgeführt werden. Gleichzeitig ist die Baustelle auch die technische Umsetzung einer Baumaßnahme und der Arbeitsplatz der beteiligten Bauhandwerker und Bauarbeiter. Eine Baustelle im öffentlichen Umfeld und Verkehr (also nicht auf Privatgrund) muss immer vorschriftsmäßig abgesichert sein. Dazu gehören Warnschilder, Warnhinweise und eine entsprechend wirksame Absperrung. Besteht Gefahr durch herabfallende Materialien ist ein Bauzaun, wenn nötig auch mit Überdachung erforderlich. Bei Dunkelheit sind Straßenbaustellen angemessen zu beleuchten. Im übertragenen Sinn bezeichnet Baustelle einen unfertigen Zustand, bei dem man trotz (starken) Bemühens noch nicht ein befriedigendes Ergebnis erreicht hat (Mein Leben ist eine Baustelle). In ähnlicher Weise werden leere Internet-Domains oder -Seiten von den Seiteninhabern gerne als "Baustelle" gekennzeichnet, um die Absicht zu betonen, bald etwas auf die Seite zu stellen. In diesem Sinne existiert auch die Dauerbaustelle.

Siehe auch


- Baustellenverordnung Kategorie:Bauausführung

Bewehrungsplan

Der Bewehrungsplan ist für die Ausführung von Stahlbetonbauteilen erforderlich. Im Bewehrungsplan werden die Stahleinlagen aus Betonstahl dargestellt. Es sind reine Ausführungspläne, nach denen der Betonbauer (Flechter) die Bewehrung auf der Baustelle verlegt. Bei sehr komplexen Bauwerken werden die Bewehrungspläne durch Bauingenieure nach der zuvor erstellten Statik angefertigt. Normale Bewehrungspläne werden durch Bauzeichner oder Bautechniker gezeichnet. Weitere Grundlage für den Bewehrungsplan ist meistens der dazugehörige Schalplan, der die Form des Stahlbetonbauteils darstellt. Zum größten Teil werden Bewehrungspläne heute am Computer mit Hilfe von CAD-Programmen erstellt. Selten werden Bewehrungspläne noch manuell von Hand mit einer Zeichenmaschine hergestellt. Bewehrungspläne werden, ebenso wie die statische Berechnung, in Deutschland durch einen Prüfingenieur für Baustatik überprüft. Kategorie:Bauingenieurwesen

Schaltplan

Ein Schaltplan (auch Schaltbild) ist der Plan eines Gerätes, einer Anlage oder allgemein einer elektrischen, einer pneumatischen oder hydraulischen Schaltung. Die Bauteile sind durch genormte Schaltzeichen (ugs. auch Symbole] dargestellt. Diese Pläne sind Teil der zu jeder Anlage erforderlichen Dokumentation, wichtig insbesondere zum Erstellen und Warten von Schaltungen. In Serienproduktionen mit gedruckten Schaltungen werden diese Pläne mit Bestückungspläne und Leiterplattenlayouts ergänzt. In der Elektrotechnik gehören Schaltpläne zu den funktionsbezogenen Dokumenten nach DIN EN 61 082 Teil 1. Danach werden unterschieden
- Übersichtsschaltplan
- Blockschaltplan
- Ersatzschaltplan
- Funktionsschaltplan
- Logik-Funktionsschaltplan Beispiele für wichtige Schaltzeichen: Bild:Schaltsymbole_mit_Namen.png siehe auch: Stromlaufplan Fluidtechnische Schaltpläne sind nach der Norm DIN ISO 1219-2 zu erstellen. Sie zeigen alle Arbeits- und Steuerschaltkreise, die Schritte des Arbeitsablaufs, die Bauteile der Schaltung mit ihrer Kennzeichnung sowie die Leitungen und Verbindungen. Die räumliche Anordnung der Bauteile wird i.d.R. nicht berücksichtigt.

Weblinks


- [http://stsboard.de/ Schaltpläne für Radio und Fernsehtechniker]
- [http://tinycad.sourceforge.net/ TinyCAD - ein OpenSource-Tool zum Zeichnen von Schaltplänen] Kategorie:Elektrotechnik Kategorie:Dokument

Kategorie:Bauingenieurwesen

Kategorie:Architektur und Bauwesen Kategorie:Ingenieurwissenschaft ja:Category:土木工学

Kategorie:Bauplanung

Kategorie für alles, was mit zum Ausführen der Bauplanung gehört, also Mittel, Materialien und Methoden. Vom Tuschestift bis zur CAD-Zeichnung und Ausführungsplanung. Aber nicht fachliche Planungen wie zum Beispiel Statik oder Bauphysik. Kategorie:Architektur und Bauwesen

Politique du Sénégal

Aperçu rapide de la Politique du Sénégal depuis l'indépendance en 1960
- 1960 : Léopold Sédar Senghor (également poète, élu à l'Académie française) devient président
- 1966 : L'UPS (Union progressiste Sénégalaise) devient le parti unique

- 1968 : En mai, manifestation d'étudiants

- 1969 : L'état d'urgence est déclaré
- 1970 : Abdou Diouf devient premier ministre
- 1974 : Le pluripartisme est rétabli
- 1978 : Senghor est réélu président contre Abdoulaye Wade
- 1980 : Le 31 décembre, Léopold Sédar Senghor démissionne
- 1981 : Le 1er janvier Abdou Diouf lui succède
- 1981 : Habib Thiam est nommé premier ministre
- 1983 : Abdou Diouf est réélu président
- 1988 : Abdou Diouf est réélu président
- 1989 : Rupture des relations diplomatiques avec la Mauritanie
- 1991 : Habib Thiam est nommé premier ministre ; débuts de la cohabitation au gouvernement
- 1993 : Abdou Diouf est réélu président
- 1994 : Les pleins pouvoirs économiques sont accordés au président Diouf après la dévaluation de 50 % du franc CFA
- 1995 : Abdoulaye Wade est nommé premier ministre
- 1998 : Mamadou Lamine Loum est nommé premier ministre
- 2000 : Abdoulaye Wade est élu président
- mai 2001 : Mame Madior Boye, qui n'appartient à aucun parti politique, est nommée premier ministre. C'est la première femme chef de gouvernement d'Afrique francophone.
- novembre 2002 : La tragédie du Joola (plus de 1500 morts) est fatale au gouvernement Mame Madior Boye. Idrissa Seck est nommé premier ministre.
- 21 avril 2004 : Idrissa Seck est remplacé par Macky Sall au poste de premier ministre
-


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