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Holzbau

Holzbau

Als Holzbau, auch Holzbauweise wird die Nutzung des Baustoffes Holz im Bauwesen - bei der Erstellung von Bauwerken - bezeichnet. Oft wird der Begriff "Ingenieurholzbau" verwandt. Da jedoch alle Baukonstruktionen einer Prüfungspflicht durch Ingenieure unterliegen ist Holzbau der zu bevorzugende Begriff Die Bauweise kann ein Massivbau sein, wie bei Blockhaus, üblich ist allerdings der Holztafelbau. Die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ergibt eine relativ günstige Ökobilanz. An zahlreichen Hochschulen werden Diplomstudiengänge im Bereich Holztechnik und als Vertiefungsstudiengang im Bereich des Bauingenieurwesens angeboten. Unter anderem an folgenden Einrichtungen:
- Technische Universität Braunschweig
- RWTH Aachen
- Technische Universität Karlsruhe
- Technische Universität Berlin
- Technische Universität München
- FH Lemgo
- FH Rosenheim
- Berufsakademie Dresden

Holzbauweisen


- Holzrahmenbau
- Holztafelbau
- Skelettbau

Beispiele


- Stabkirchen
- Holztürme
- Holzachterbahnen

Weblinks


- [http://www.holz-regional.de/ Holz regional - Grundlagenwissen und Mailingliste]
- [http://holzbau.startblatt.at Linkverzeichnis rund um Holz und Holzbau]
- [http://www.infoholz.de Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.informationsdienst-holz.de Informationsdienst Holz]

Siehe auch

Holzschutz, Zimmerer, Schreiner Kategorie:Baukonstruktion

Baustoff

Ein Baustoff (umgangssprachlich auch unpräzise Baumaterial genannt) ist ein Werkstoff, der zum Errichten von Bauwerken und Gebäuden benutzt werden kann. Die ältesten Baustoffe, die der Mensch verwendet, sind Hölzer, Lehm und Natursteine. Baustoffe werden meistens nicht in der Form benutzt, in der sie in der Natur vorkommen, sondern weiterbearbeitet und veredelt. Aus Lehm werden zum Beispiel Lehmziegel hergestellt, die einfacher und wirtschaftlicher zu verarbeiten sind als das Ursprungsmaterial. Noch ein Beispiel: Kalkstein ist ein Material, das für die Herstellung von Zement (=Baumaterial) benutzt wird, der wiederum ein Teil des Betons (=Baustoff) ist. Mit diesem Beton stellt man Bauteile wie zum Beispiel eine Stütze her, die dann in ein Gebäude eingebaut wird. Der Einsatz von Baustoffen ist immer abhängig vom Stand der Technologie in einer Kultur. Neue Baustoffe eröffnen oft ungeahnte Möglichkeiten in der Architektur, so wurde der Baustil der Moderne erst durch die Entwicklungen in der Glas-Technologie möglich. Jeder Baustoff bedingt eine andere Art der Baukonstruktion. Mit Steinen erstellt man einen Massivbau, während Stahl sich besonders für Skelettbauten eignet. Eine Übersicht über gängige Baustoffe findet man in der :Kategorie:Baustoffe.

Gliederung


- Bausteine:
  - natürliche Bausteine: Granit, Porphyr, Basalt, Sandstein, Buntsandstein, Kalkstein, Muschelkalk, Schiefer, Marmor, Grauwacke
  - künstliche Bausteine: Ziegel, Klinker, Tonhohlplatte, Dachziegel, Kalksandstein, Hüttenstein, Betonstein, Leichtbetonstein, Schwerbetonstein, Porenbeton, Betonwerkstein, Betondachstein, Blähton, Lehmziegel
- Bindemittel: nichthydraulische Bindemittel, hydraulische Bindemittel, Anhydritbinder, Baukalk, Zement, Mischbinder, Putz und Mauerbinder
- Zuschläge in Mörtel und Beton:
  - natürliche: Sand, Kies, Bims
  - künstliche: Eisenschrott, Stahlschrott, Hochofenschlacke, Hüttenbims, Blähton, Blähschiefer
- Mörtel: Mauermörtel, Putzmörtel, Estrichmörtel
- Beton: Leichtbeton, Schwerbeton, Stahlbeton, Spannbeton
- Eisen und Stahl: Baustahl, Betonstahlmatte, Betonstabstahl, Spannbetonstahl, Gußeisen, Profilstahl
- Nichteisenmetalle: Aluminium, Magnesium, Blei, Zinn, Zink, Kupfer
- Kunststoffe:
  - Thermoplaste: Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyrol (PS), Polyvinylazetat (PVAC), Polycarbonat (PC), Polyamid (PA)
  - Duroplaste: Phenol-Formaldehyd-Harz (Bakelit, PF), UF , Melamin-Formaldehyd-Harz (MF), ungesättigtes Polyester-Harz (UP) Epoxidharz (EP)
  - Elastomere: Polyurethan (PUR), Kautschuk
  - Silikone, Acryl
- Dämmstoffe: Holzwolle-Leichtbauplatte (z. B. Heraklith), Holzweichfaserplatte, Glasfaserdämmstoff, Mineralfaserdämmstoff, Schaumglas, Schaumkunststoff, Strohlehm, Kork, Kokosmatten, Hanf, Flachs, Preßstroh, Filz, Torfplatte, Polystyrol, Kalziumsilikat-Platte, Zellulose, Schilfrohr-Platte
- Dichtstoffe: Bitumen, Teer, Steinkohleteerpech
- Holzbaustoffe: Bauholz, Schalbretter, Furnierholz, Leimbinder, Sperrholz, Grobspanplatte, OSB-Platte
- Glas:
- Papier:
- Textilien:
- Historische Baustoffe:

Literatur


- Scholz: Baustoffkenntnis Werner Verlag, ISBN 3-8041-3451-3

Weblinks


- http://www.bvbaustoffe.de
- http://beta.bv.tu-berlin.de Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung, TU Berlin

Holz

Holz (v. althochdt.: holz = Abgehauenes) bezeichnet die feste harte Substanz des Stammes, der Äste und Zweige von Bäumen und Sträuchern. Es wird in den Pflanzen von den Zellen des Meristems gebildet. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist eine der ältesten Nutzpflanzen. Es besteht aus:
- Zellulose (40-50 %)
- Lignin (20-30 %)
- Hemicellulose (Polyosen) (20-30 %)
- Akzessorische Bestandteile (auch Begleit-, Inhalts- oder Extrastoffe) (1-3 %, Tropenholz bis 15 %!): Fette, Stärke, Zucker, Eiweiß, Phenole, Wachse, Pektine, Gerbstoffe (nur bei Laubhölzern), Sterine, Harz, Terpene
- Asche (0,1-0,5 %, Tropenholz bis 5 %) Im Wald befindliches, nicht lebendes Holz nennt man auch Totholz.

Gewinnung und Verwendung

Bei der Gewinnung von Holz für industrielle oder sonstige Zwecke ist zwischen nachhaltiger Forstwirtschaft und devastierendem Raubbau zu unterscheiden.

Holzverarbeitung

Holz wird genutzt als: # Brennstoff: Holz weist als nachwachsender Rohstoff eine extrem günstige Energiebilanz auf, ohne dass die Produktionsfläche nur der Produktion dient. Aus diesem Grund fand Holz Verwendung als Brennstoff in Holzöfen. Durch die Entwicklung bequemer Befeuerungsanlagen wie der Holzpelletheizung oder die einfache Handhabung von Hackschnitzel kommt die Nutzung von Holz als Brennstoff inzwischen wieder häufiger vor. # Rohstoff für Zellstoff, aus dem wiederum Papier hergestellt werden kann. # Rohstoff für chemische Prozesse. # Baustoff (Bauholz): Das höchste Holzgebäude der Welt steht in Magdeburg, Deutschland. Es handelt sich um den Jahrtausendturm (eröffnet 1999 im Rahmen der Bundesgartenschau auf dem Gelände des Elbauenparks). # Ausgangsstoff für Holzwerkstoffe wie beispielsweise Spanplatten, Tischlerplatten oder Sperrholz. # für Energieversorgungsmasten und Holzschwellen für die Eisenbahn stellt es mit seinen hervorragenden Eigenschaften, auch als nachwachsender Rohstoff, eine sinnvolle Möglichkeit der Nutzung dar. # Material für Möbel in Form von Massivholzplatten, Furnier # Rahmenkonstruktion im Fenster-Bau # Gebrauchtes Holz wird als Altholz bezeichnet und dient zerkleinert als Rohstoff für die Holzwerkstoffindustrie. Altholz wird zunehmend aber auch als Brennmaterial in Biomassekraftwerken zur regenerativen und CO2-neutralen Energiegewinnung genutzt. # Ausgangsmaterial für die Herstellung von Branntwein, siehe Holzbranntwein # Klanghölzer für Musikinstrumente

Holzarten

Nadelholz

Holzbranntwein Entwicklungsgeschichtlich sind Nadelhölzer älter als Laubhölzer, haben daher einen einfacheren anatomischen Zellaufbau und besitzen nur zwei Zellarten. #Tracheiden: Langgestreckte (prosenchymatische) an den Enden spitz zulaufende Zellen, die nur mit Luft oder Wasser gefüllt sind. Sie haben einen Anteil von 90-95 % der Holzsubstanz. Über so genannte Tüpfelpaare erfolgt der Wasseraustausch zwischen den Zellen. In radialer Richtung sorgen die Holzstrahlen (Quertracheiden) für den Wassertransport. Sie haben einen Anteil von 4-12 % an der gesamten Holzsubstanz. #Parenchymzellen: Meist rechteckige Zellen, die die Leitung von Nähr- und Wuchsstoffen sowie die Speicherung von Stärke und Fetten übernehmen. In radialer Richtung bilden sie ebenfalls Holzstrahlen und umgeben die Harzkanäle, hier spricht man dann auch von Epithelzellen. Diese Epithelzellen produzieren das Harz, welches sie in den Harzkanal ausscheiden. Auch Nadelbäume, die keine Harzkanäle besitzen (z.B. Tanne), können so im Falle einer Verwundung traumatische Harzkanäle bilden. Die Nadelbäume Fichte, Lärche, Kiefer und Douglasie besitzen Harzkanäle, Eibe, Tanne und Wacholder nicht.

Laubholz

Wacholder Die Zellen von Laubholz sind wesentlich differenzierter als die von Nadelholz. Man kann sie in drei funktionale Gruppen einteilen. #Leitgewebe: Gefäße (Tracheen), Gefäßtracheiden, vasizentrische Tracheiden. Die beiden letzteren sind Zwischenstufen in der Entwicklung von der Tracheide zum Gefäß. #Festigungsgewebe: Libroformfasern, Fasertracheiden #Speichergewebe: Holzstrahlenparenchymzellen, Längsparenchymzellen, Epithelzellen Charakteristisch für Laubhölzer sind die in Nadelhölzern nicht vorhandenen Gefäße. Sie sind oft mit bloßem Auge als kleine Löcher im Holzquerschnitt und als Rillen im Tangentialschnitt zu erkennen. Man unterscheidet hier, je nach Anordnung dieser Tracheen, ringporige Hölzer (z. B. Eiche, Edelkastanie, Esche, Robinie, Ulme ...), halbringporige Hölzer (z. B. Nussbaum, Kirsche ...) und zerstreutporiger Hölzer (z. B.Birke, Erle, Linde, Pappel, Rotbuche, Weide ...).

Tropenholz

Weide] Der Begriff Tropenholz ist eher unpräzise und nicht alternativ zu Laub- oder Nadelholz zu verstehen. Er bezeichnet aus mitteleuropäischer Sicht die in den tropischen oder subtropischen Regionen der Erde wachsenden Holzarten. Viele tropische Hölzer zeichnen sich durch vorteilhafte mechanische Eigenschaften und höhere Beständigkeit gegen Bewitterung, Insekten- oder Pilzbefall aus, oftmals wird auch die Farbe oder Maserung als ansprechend empfunden. Der Konsum von Tropenholz wurde in den Industrieländern seit den 1970er Jahren kritisch diskutiert, da der Bestand der tropischen Regenwälder unter anderem durch Raubbau gefährdet ist. Andererseits stellt Holz einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für viele tropische Länder dar und ist (wie auch in den gemäßigten Zonen) eine wichtige Einkommensquelle für die ländliche Bevölkerung. Beispiele: Bangkirai, Bongossi, Abachi,Teak,Framiere

Verkernung

Als Splintholz bezeichnet man den Bereich des Stammes, der aktiv am Wasser- und Nährstofftransport teilnimmt. Bei Splintholzbäumen (z. B. Bergahorn, Birke, Erle, Pappel, Spitzahorn, Weißbuche ...) ist es der ganze Stammquerschnitt. Er weist eine einheitliche Farbgebung auf. Von der Verkernung von Holz spricht man, wenn die inneren Wasserleitbahnen des Stammes unterbrochen werden und die Zellen absterben. Dies geschieht bei Nadelhölzern durch Verschließen der Hoftüpfel und bei Laubhölzern durch eine Verthyllung und ein Füllen der Zelllumen. Danach werden Kerninhaltsstoffe gebildet und in die Zellwände eingelagert, was oft zu einer Erhöhung der natürlichen Dauerhaftigkeit führt. Ist der Kernbereich deutlich durch eine dunkle Färbung zu erkennen, spricht man von Kernholzbäumen (z. B. Eiche, Walnuss, Kiefer, Kirschbaum, Douglasie, Lärche, Robinie ...). Wenn kein Farbunterschied zu erkennen ist, aber über den verringerten Feuchtigkeitsgehalt darauf geschlossen werden kann, dass der Innenbereich verkernt ist, spricht man von Reifholzbäumen (z. B. Fichten, Tanne, Linde, Birnbaum, Rotbuche ...). Bei Kern-Reifholzbäumen (z. B. Esche, Ulme ...) ist der Kern farblich abgesetzt, gefolgt von einem Reifholzbereich, der ebenso wie der Kern nicht mehr am Nährstofftransport teilnimmt und einem äußeren Splintbereich.

Entstehung von Holz

Kern-Reifholzbäumen; 2 = Harzkanäle; 3 = Primäre Holzstrahlen; 4 = Sekundäre Holzstrahlen; 5 = Kambium; 6 = Holzstrahlen des Bastes; 7 = Korkkambium; 8 = Bast; 9 = Borke]] Die Entstehung von Holzsubstanz findet in teilungsfähigen Zellen der Pflanze statt. Man unterscheidet hier zwei verschiedene Arten von Bildungsgeweben (Meristeme):
- Das Scheitelmeristem (Vegetationskegel) sorgt für das Längenwachstum (primäres Wachstum) an den Spross-, Zweig- und Wurzelspitzen.
- Das Kambium, welches sich zwischen Holz und Rinde befindet, sorgt für das Dickenwachstum (sekundäres Wachstum).
Bei der Teilung einer Kambiumzelle entstehen zwei gleiche Zellen, von denen jedoch nur eine ihre Teilungsfähigkeit behält und zu einer neuen Initialzelle heranwächst.
Aus der anderen wird eine Dauerzelle die sich noch ein- oder mehrmals teilt. Schließlich entsteht je nach Lage eine Bastzelle (Phloem), aus denen die Innenrinde und die daraus später entstehende Borke besteht, oder eine Holzzelle (Xylem). Hierbei ist zu beachten, dass die Zellteilung nach innen, also die Bildung von Holzzellen wesentlich öfter stattfindet und so der Rindenanteil am gesamten Stamm nur etwa 5-15 % beträgt.
Nachdem sich die Dauerzelle ein letztes mal geteilt hat, findet eine Differenzierung der Holzzelle zu einer Leitungs-, Festigungs- oder Speicherzelle statt. In unseren Breiten gibt es klimatisch bedingt vier Wachstumsphasen:
- Ruhephase (November-Februar)
- Mobilisierungsphase (März, April)
- Wachstumsphase (Mai-Juli): Holzzellen, die in dieser Jahreszeit entstehen sind großlumig, dünnwandig und von heller Farbe und bilden das so genannte Frühholz.
- Depositionsphase (August-Oktober): Holzzellen, die in dieser Jahreszeit entstehen sind kleinlumig, dickwandig und von dunkler Farbe und bilden das so genannte Spätholz bzw. Herbstholz. Durch dieses zyklische Wachstumsverhalten entstehen Jahresringe, die deutlich in einem Querschnitt durch einen Stamm erkennbar sind (siehe auch Dendrochronologie). Bei manchen Bäumen entsteht ab einem Alter von etwa 20-40 Jahren im Inneren das Kernholz. Im Gegensatz zu dem Splintholz besteht es nur noch aus toten Zellen. Hier findet also keine Wasserleitung oder Speicherung von Nährstoffen mehr statt.

Aufbau der Zellwand

Bewegt man sich von außen in das Innere einer Holzzelle, durchschreitet man mehrere Schichten die zusammen die Zellwand bilden und unter einem Elektronenmikroskop erkennbar sind. Zwischen den Zellen befindet sich die Mittellamelle, die zusammen mit der Primärwand die so genannte Mittelschicht bildet. Danach folgt die Sekundärwand 1 (S1) und Sekundärwand 2 (S2), wobei die S2-Schicht die mächtigste und dominierenste ist. Die anschließende Tertiärwand (S3) wird von einer Warzenschicht bedeckt und bildet den Abschluss. Die einzelnen Schichten oder Lamellen bestehen aus Fibrillen (Mikrofibrillen), die wiederum aus Elementarfibrillen (Mizellen) gebildet werden. Elementarfibrillen sind Bündel aus mehreren Zellulosemakromolekülen, die aus 10 - 14.000 Glukosebausteinen bestehen und in eine Matrix aus Hemizellulosen und Lignin eingebettet sind und bilden amorphe und kristalline Bereiche. Das Quellen und Schwinden des Holzes bei Wasseraufnahme und Abgabe lässt sich durch die Orientierung dieser kristallinen Bereiche, in denen die Elementarfibrillen streng parallel verlaufen, dicht gepackt sind und eine Wassereinlagerung praktisch nicht stattfindet, in der dominaten S2-Schicht erklären. Hier sind diese Bereiche so gut wie parallel zur Stammachse angeordnet; amorphe Bereiche in denen deutlich mehr Wasser gebunden werden kann und das Volumen so vergrößert wird sind in radialer und tangentialer Stammrichtung also häufiger anzutreffen als in Stammlängsrichtung, in welcher das Holz deshalb 10 - 20mal weniger Quellungsverformungen aufweist. In der verhältnismäßig dünnen S1- und S3-Schicht verlaufen die kristallinen Bereiche orthogonal zu denen in der dicken S2-Schicht.

Einsatzbereiche

orthogonal Wie jeder andere Werkstoff hat auch Holz seine Vor- und Nachteile. Unter ökologischem Gesichtspunkt ist die Reproduzierbarkeit sicherlich ein wichtiger Punkt, doch auch die leichte Bearbeitbarkeit und der damit verbundene niedrige Energiebedarf bei der Gewinnung sowie bei der Verarbeitung spielen hier eine wichtige Rolle. Wandert das Holz schließlich auf den Müll oder fallen bei der Produktion Abfälle an, kann es problemlos entsorgt werden. Im Idealfall kann es sogar kompostiert werden. Lassen Begleitstoffe wie Holzschutzmittel, Lacke oder Leime dies nicht zu, ermöglicht moderne Rauchgasreinigung auch in diesen Fällen eine thermische Nutzung. Aufgrund seines geringen Wärmeleitvermögens ist Holz ein hervorragendes Dämmmaterial (z. B. Faserdämmplatten, Balsa zur Isolation von Flüssiggastanks). Zudem ist Holz relativ resistent gegen Chemikalien, so wird Holz erst bei einem pH-Wert unter 2 oder über 9 angegriffen. Zur Brandgefährlichkeit von Holzhäusern ist anzumerken, dass Holz bei großen Dimensionen als brandhemmend eingestuft ist, da auf seiner Oberfläche unter Feuereinwirkung eine Kohleschicht entsteht. Auch durch die Art der Bauweise und durch bestimmte Anstriche lässt sich die Widerstandsdauer einer Holzkonstruktion steigern. Die Gebäudestabilität sinkt im Brandfall langsam und abschätzbar durch die Abnahme der Masse. Bei Stahlkonstruktionen können dagegen hitzebedingte Verformungen zum plötzlichen Zusammenbruch führen, s. a. Weblink [http://www.pro-fertighaus.de/html/body_bau_lexikon.html]. Prinzipiell steht dem Bau selbst von Hochhäusern aus Holz nichts entgegen; dies ist aber aus statischer Sicht nur für die obersten Etagen überhaupt sinnvoll und aufgrund der Pflegeanfälligkeit (Holzschutzmittel) nicht ökonomisch. Holzschutzmittel Im Unterschied zu Metallen ist Holz elektrisch nicht leitfähig. Aus diesem Grund baute man in den dreißiger Jahren zahlreiche Sendetürme für Mittelwellensender aus Holz, wobei der Antennendraht im Innern des Turmes aufgehängt wurde. Mit Ausnahme des Sendeturms des Sender Gleiwitz wurden alle diese Bauwerke entweder am Ende des 2. Weltkriegs zerstört oder inzwischen abgerissen. Weiterhin nutzt die Deutsche Telekom AG in Brück zwei 54 Meter hohe Holztürme, die ohne Verwendung von Metallteilen hergestellt wurden. Diese dienen zur Aufnahme von auszumessenden Antennen. Durch die metallfreie Konstruktion der Türme ist ein ungestörtes Ausmessen der Antennendiagramme möglich. Die Brennbarkeit kann natürlich auch als Nachteil ausgelegt werden. Ebenso können Wuchsmerkmale oder Holzfehler positiv wie negativ gewertet werden. Ein wesentlich größerer Nachteil von Holz ist seine Anfälligkeit gegenüber biotischen Faktoren, es kann also von z. B. Insekten, Pilzen oder Bakterien angegriffen werden und in seiner Substanz nachhaltig zerstört werden. Über einen langen Zeitraum schädigt auch UV-Strahlung das Holz. Dabei reagiert das Lignin als Kittsubstanz und kann danach z. B. vom Regenwasser ausgespült werden. Zudem wird das Holz unter UV-Einwirkung grau wie Beton. Die Wirkung des Sonnenlichts ist auf die äußeren Schichten begrenzt, ihr kann durch Lackierung begegnet werden. Ein weiterer Minuspunkt ist die hygroskopische Eigenschaft von Holz, d. h. es kann Wasser aufnehmen und abgeben. Die Holzfeuchtigkeit passt sich ihrem Umgebungsklima an. Diese Feuchtigkeitsänderungen unterhalb des Fasersättigungspunktes gehen mit Formänderungen einher (es quillt und schwindet), die auch noch abhängig von den drei anatomischen Grundrichtungen des Holzes sind. So schwindet Holz z. B. in tangentialer Richtung am meisten. Genaueres steht im Abschnitt Aufbau der Zellwand weiter oben. Diese Nachteile lassen sich durch konstruktiven Holzschutz - die Anwendung oft alten Wissens, wie Holz zu verbauen ist - umgehen. Eine neue Möglichkeit, Holz gegen Feuchtigkeitseinflüsse unempfindlicher zu machen, ist der Thermoholz-Prozess. Die langfristige Nutzung von Holz stellt einen über die natürliche Zersetzung hinausgehende CO2-Speicherung dar.

Zertifizierung

Im Zuge der Diskussion zur nachhaltigen Bewirtschaftung in den Tropen wurden angesichts des dort überwiegenden Raubbaus weltweit gültige Kriterien für eine nachhaltige Waldwirtschaft diskutiert und Siegel entwickelt, die zur Zertifizierung von ökologisch- und sozialverträglich produziertem Holz verwendet werden. Das für die Tropen wichtigste Siegel wird vom Forest Stewardship Council (FSC) vergeben. In den gemäßigten Zonen ist dagegen PEFC von überwiegender Bedeutung. Beide Systeme sind hinsichtlich ihrer Kriterien neben den naturräumlichen Gegebenheiten an staatlichen Verwaltungseinheiten gebunden. 2 der bekanntesten Hölzer: Teak und Mahagoni

Holzmängel

Allgemein: Wuchsmerkmal Hier: nur Rissbildungen: Natürliche Mängel
- Frostrisse: Senkrechte Spaltung durch Zusammenziehen des Splintholzes bei großer Kälte
- Blitzrisse: verlaufen radial und weisen einen nachgedunkelten Rand auf Trockenmängel
- Trockenrisse: Radialer verlauf von außen nach innen, radiale Schwindrisse
- Kernrisse: Verlauf von außen nach innen, durch überschnelle Austrocknung an der Schnittlänge beginnend
- Sternrisse: Wie Kernrisse, entstehen nach dem Fällen am Stammende
- Ringrisse: Im Kern- und Reifholz längs der Jahrringe entstehend

Zitate


- "Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine Welt der Märchen und Wunder." - Theodor Heuss

Siehe auch


- Hölzer
- Holzmiete
- Forstwirtschaft

Literatur


- R. Bruce Hoadley: Holz als Werkstoff. O. Meier Verlag, Ravensburg 1990, ISBN 3473425605
- P. Niemz: Physik des Holzes und der Holzwerkstoffe. DRW-Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3871813249
- Wagenführ Holzatlas Fachbuchverlag Leipzig, Leipzig 1996, ISBN 3-446-00900-0
- H.H. Bosshard Holzkunde Teil 1-3 Birkhäuser Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-7643-1328-5
- Paul Lehfeldt: Holzbaukunst[Reprint]. Reprint-Verlag Leipzig, Leipzig und Holzminden o.J., ISBN 3-8262-1210-X
- Anselm Spring, Maximilian Glas: Holz. Das fünfte Element. Frederking & Thaler, München 2005, ISBN 3-89405-523-5
- Udo Mantau, Jörg Wagner, Janett Baumann: Stoffstrommodell HOLZ: Bestimmung des Aufkommens, der Verwendung und des Verbleibs von Holzprodukten. Müll und Abfall 37(6), S. 309 - 315(2005),

Weblinks


- [http://www.regenwaldschutz.de/austausch.shtml Vergleich tropische/einheimische Hölzer]
- [http://www.holz-voegel.de/Holzer/holzer.html Liste verschiedenster Holzarten]
- [http://www.holzwurm-page.de/holzarten/abisz.htm Sammlung verschiedenster Holzarten mit Bildern]
- [http://www.hobbithouseinc.com/personal/woodpics/indextotal.htm Bildersammlung von Holzarten (englisch)]
- [http://www.pentol.ch/lexicon.asp?code=10 Holzlexikon]
- [http://www.uni-wuerzburg.de/mineralogie/palbot/teach/ringteach.html Linkverzeichnis zu Holzanatomie und Dendrochronologie (in Englisch)]
- [http://www.bfafh.de Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.holz.net Suchmaschine rund ums Holz]
- [http://www.tischlerlinks.de/links/Werkstoffe/ Ausführliche Linkliste Thema Holz]
- [http://www.infoholz.de Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.informationsdienst-holz.de Informationsdienst Holz]
- [http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Holz Verkieseltes Holz im Mineralienatlas]
- [http://www.holzcheck.at FSC Holzprodukt Datenbank] ja:木材 !Holz Kategorie:Biomasse Kategorie:Forstwirtschaft

Bauwesen

Als Bauwesen bezeichnet man
- das Fachgebiet, das sich mit Bauprozessen und Bauwerken beschäftigt.
- die Bauwirtschaft, also die Wirtschafts-Branche, die Planungs und Bauleistungen aller Art erbringt. Während die Architektur sich zunächst mit den gestalterischen und kulturellen Aspekten des Bauens beschäftigt, dreht sich beim Bauwesen dann alles um die konkrete Realisierung von Bauwerken und Gebäuden. Eine generelle Trennung in Teilbereiche ist die Unterscheidung von Hochbau und Tiefbau.

Siehe auch


- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauingenieurwesen
- Gewerk
- Bauwerk, Gebäude
- Verkehrsbauwesen
- Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Literatur


- Bauen in der Schweiz, ISBN 3-7643-7058-0 (Das Buch bietet einen Überblick über die Arbeit von Architekten und Ingenieuren in der Schweiz.)

Weblinks


- [http://www.fh-kl.de/kaiserslautern/bi/ Fachbereich Bauingenieurwesen] - An der Fachhochschule Kaiserslautern
- [http://www.bauwesen.uni-dortmund.de/ Fachbereich Bauwesen] - an der Uni Dortmund
- [http://www.baunetz.de BauNetz] - Bekanntestes deutsches Bau- und Architekturportal
- [http://planet.baublog.de planet.baublog.de] - RSS-Aggregator für News und Blogs im Bauwesen !

Bauwerk

Ein Bauwerk ist eine von Menschen errichtete Konstruktion. Es ist fest mit dem Untergrund verbunden und unbeweglich (vgl. Immobilie). Es ist in der Regel für eine langfristige Nutzungsdauer konzipiert. Gebäude ist ein Unterbegriff von "Bauwerk" (siehe unten). Der heutige Sprachgebrauch nennt Gebäude aber auch Bauwerk, wenn sie einen besonderen Wert, eine herausragende ideelle Bedeutung oder starke Monumentalität besitzen. Im deutschen Baurecht fallen Bauwerke unter den Oberbegriff der Baulichen Anlagen, der in den jeweiligen Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer definiert ist.

Differenzierung

Man kann Bauwerke nach allen möglichen Parametern differenzieren, zum Beispiel nach der Konstruktion, nach den verwendeten Baustoffen oder nach der Funktion. Üblich ist jedoch die einfache Unterscheidung von Tiefbau und Hochbau. Daneben gibt es Objekte, bei denen nicht klar ist, ob sie Bauwerke oder natürlichen Ursprungs sind, so z.B. die Pyramideninsel Yonaguni in Japan.

Herstellung

Ein Bauwerk wird im Bauprozess hergestellt, dieser umfasst Bauplanung und die Bauausführung. Ein Bauwerk besteht aus einzelnen Bauteilen, die wiederum aus Baustoffen bestehen. Die Art der Konstruktion und die Verwendung der Baustoffe variiert je nach Standort, Technologie-Stand und Stilepoche.

Funktion

Im Gegensatz zu einem Gebäude ist ein Bauwerk nicht zwingend für den Aufenthalt oder die Lagerung von Menschen, Lebewesen oder Dingen bestimmt. Ein Bauwerk kann verschiedenen Zwecken dienen:
- Gebäude: dienen dem Aufenthalt oder der Lagerung von Menschen, Lebewesen oder Dingen. Beispiele: Hütte, Wohnhaus, Fabrikhalle, Lagerhalle, Kirche
- Verkehrsbauwerke: Brücke, Straße, Tunnel, Stollen
- Versorgungsbauwerke: Wasser- und Abwasserleitungen, Klärwerke, Deich, Staudamm, Staumauer. Unter diese Kategorie fallen auch Sendetürme, Sendemasten und Freileitungsmasten
- Temporäre Bauwerke: Fliegende Bauten, Zelte, Messepavillions, Hilfsbauten

Siehe auch


- Liste von Bauwerken nach ABC geordnet, in Hamburg
- Bauwerkstypen eine Gliederung
- Liste der höchsten Gebäude der Welt
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauingenieurwesen

Weblinks


- [http://www.archinform.net archINFORM] - Datenbank für Architektur
- [http://www.structurae.de Structurae] - Datenbank für Ingenieurbau
- Bilder berühmter Bauwerke: http://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/wintermeier/bauwerke/
- [http://www.das-baulexikon.de/ Baulexikon] !

Blockhaus

Ein Blockhaus oder eine Blockhütte ist ein Gebäude, dessen Wände aus übereinanderliegenden Baumstämmen oder Balken besteht. In Nordamerika wurden Blockhäuser meist von den ersten Siedlern gebaut, da das Baumaterial Holz vor Ort zu finden war und bei der Rodung von Waldflächen anfiel. Wichtig ist beim Bau eines Blockhauses die Trocknung der Stämme, da sonst später das Holz Risse bekommt und das Haus eventuell nicht mehr winddicht ist. Die Stämme oder Balken werden mit einer Schicht Moos oder anderem Dämmstoff dazwischen aufeinandergelegt. An den Ecken eines Blockhauses erkennt man gut die Konstruktionsweise.

Konstruktionsweisen

Beim Full Scribe wird die Kontur des unteren Stammes auf den oberen übertragen (scribing) und formschlüssig ausgearbeitet. Auf Dichtungsmaterial kann hierbei nicht verzichtet werden, da die Verbindung nicht luftdicht ist. Es sollte nur natürliches Dichtungsmaterial verwendet werden. Hanf, Flachs, Schafwolle (gegen Mottenbefall behandelt). Die Ecken werden mit verschiedenen möglichen Verbindungen verkämmt, jeder zweite Stamm liegt um einen halben Stammdurchmesser versetzt. Am üblichsten ist die Round Notch. Der oben liegende Stamm erhält mittels Scribing eine dazu passende Kerbe. Bei der auch verbreiteten Saddle Notch Bauart werden im oben und untenliegenden Stamm Kerben gefertigt. Der Vorteil der Round Notch ist die bessere Beständigkeit, da im Gegensatz zur Saddle Notch z.B. Regenwasser besser von der Kerbe weggeführt wird. Dafür geht die Saddle Notch eine festere Verbindung ein. Der Chinker ist vermutlich der älteste Blockhaus-Baustil. Die Stämme werden rund belassen und aufeinander gestapelt. Die entstehende Fuge (chink) wird mit Dichtmaterial gefüllt. Ehemals war das Moos und Birkenrinde. Heute sind dauerelastische Dichtstoffe auf dem Markt (auf Basis von Kreide und Latex). Die Ecken werden entweder verkämmt oder stumpf gestoßen, wobei alle Stämme in einer Ebene liegen. Eine Weiterentwicklung des Blockhauses ist das Umgebindehaus. Ebenfalls überwiegend aus Holz bestehen Fertighäuser in Holzständer- oder Holztafelbauweise. Kategorie:Baukonstruktion

Weblinks


- [http://www.blockhauslexikon.de/ Blockhauslexikon] ja:ログハウス

Holztafelbau

Der Holztafelbau (auch Holztafelbauweise) ist eine Sonderform des Holzbaus und sehr eng verwandt mit dem Holzrahmenbau. Üblicherweise wird die Bauart, mit der die Fertighausindustrie Holzhäuser erstellen, als Holztafelbau bezeichnet. Aber auch die von den Zimmerern praktizierte Holzrahmenbauart ist eine Sonderform des Holztafelbaus. Moderne Wohngebäude aus Holz werden überwiegend in Holztafelbauart errichtet. Bei dieser Bauart wird der räumliche Baukörper modular aus einzelnen ebenen Holztafeln zusammengesetzt, wobei mit dem Begriff Holztafel die Verbundkonstruktion von Rippen aus Vollholz oder Holzwerkstoffen und einer Beplankung aus Holz- oder Gipswerkstoffen bezeichnet wird. Die Rippen werden mit der Beplankung durch Nägel, Klammern oder Schrauben zu einseitig oder zweiseitig beplankten Tafeln verbunden. Entsprechend ihrer Anordnung im Gebäude als Wand-, Decken- oder Dachtafeln, werden die einzelnen Bauteile und ihre Baustoffe sinnvoll kombiniert und dimensioniert, damit sie tragende, aussteifende, raumabschließende und bauphysikalische Funktionen übernehmen können. In der Vorfertigung im Werk werden Großtafeln in Gebäudeabmessungen aus Einzeltafeln, deren Größen von den Standardformaten der Beplankungswerkstoffe bestimmt werden, zusammengesetzt. Vom Eintreffen des ersten Lastzuges bis zum Richtfest vergehen daher oft nur wenige Tage. Oftmals sind bereits Fenster und Türen im Haus integriert und unter optimalen Bedingungen eingebaut. Das hat den Vorteil, dass bereits nach wenigen Tagen das Haus wind- und wetterfest ist. So sind die inneren Ausbauarbeiten deutlich einfacher. Die Maßhaltigkeit und Genauigkeit ist bei dieser Bauweise durch den hohen Vorfertigungsgrad extrem genau. Die Abweichungen von der letzten Planung des Architekten und dem fertigen Gebäude liegen im Bereich von wenigen Millimetern oder sind nicht vorhanden. Es gibt sowohl Typenhäuser "von der Stange" als auch vollkommen individuelle Architektenhäuser in dieser Bauweise. So fertigen verschiedene - vor allem skandinavische Hersteller - fast ausschließlich individuelle Häuser.

Weblinks


- [http://www.infoholz.de Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.informationsdienst-holz.de Informationsdienst Holz] Kategorie:Baukonstruktion

Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau ist eine Sonderform des Holzbaues. Üblicherweise wird die Bauart, mit der Zimmerer Holzhäuser erstellen, als Holzrahmenbau bezeichnet. Der Holzrahmenbau, der sehr eng verwandt ist mit dem Holztafelbau, zeichnet sich dadurch aus, dass ein tragendes „Holzgerüst“ (der so genannte Rahmen) mit Plattenwerkstoffen beplankt wird. Diese Plattenwerkstoffe sind üblicherweise Holz- oder Gipsplatten und dienen dazu, dass ein Raum abschließendes, flächiges Element entsteht und dass der Holzrahmen in sich ausgesteift wird.

Geschichte

Mit dem Prinzip des Holzrahmenbaus wird in den USA schon 350 Jahre gebaut. Es unterscheiden sich dabei zwei bekanntesten Konstruktionsprinzipien: #Western Frame Konstruktion. Dabei werden die Wände etagenhoch in einem Raster von 16 Zoll (41,3 cm) oben und unten mit einer Schwelle bzw. Rähm abgeschlossen. Die Balkenlage wird auf diesen Wänden aufgelegt. #Ballon Frame Konstruktion. Die Wandpfosten gehen über mehrere Etagen, Als Auflage für die Balkenlage wurden ein Holz auf Deckenhöhe eingelassen, die Balkenlage aufgelegt und seitlich am Pfosten befestigt
- In beiden Systemen wurden die Wände zunächst diagonal mit Bretten verschalt. Später kamen Plattenwerkstoffe aus Holz zum Einsatz.
- Das Raster der Posten wird bei der Balkenlage und bei der Dachkonstruktion übernommen. Das Raster ist regional unterschiedlich und hängt sehr von den jeweils verwendeten Plattenmassen ab. In Mitteleuropa haben sich zwei Raster durchgesetzt: 62,5cm und 81,3cm (250cm/4 und 250cm/3). Die Fassadengestaltung kann frei gewählt werden. Putze auf Wärmedämmverbundsystemen, Mauerwerksvorsatzschalen oder Außenbekleidungen aus Holz sind nur einige Beispiele. Durch die durchgehenden Fassaden ist die tragende Konstruktion der Häuser vor der Witterung geschützt.

Weblinks


- [http://www.infoholz.de Holzabsatzfonds, Absatzförderungsfonds der deutschen Forst- und Holzwirtschaft]
- [http://www.informationsdienst-holz.de Informationsdienst Holz]
- [http://holzbau.startblatt.at Links zu Bauweisen, Holzbaufirmen, und Infos rund um Holz] Kategorie:Baukonstruktion

Skelettbau

Unter Skelettbau versteht man in der Architektur und im Bauwesen eine bestimmte Art der Konstruktion eines Bauwerks. Dabei wird der Rohbau des Bauwerks aus Elementen zusammengesetzt, die primär tragende Funktion haben. Wie bei einem Skelett entsteht so eine Tragstruktur. Im Folgenden wird der Skelettbau mit einer Fassade (Haut) bekleidet und im Inneren ausgebaut. Im Gegensatz zum Massivbau übernehmen die tragenden Bauteile des Skelettbaus nicht auch gleichzeitig Raum-abschließende Funktionen.

Material

Typische Baumaterialien des Skelettbaus sind Holz, Stahl und Stahlbeton, also Materialien, die grosse Spannweiten haben und gegebenfalls modular zusammengsetzt werden können. Siehe auch:
- Baukonstruktion
- Ständerbauweise
- Portal:Architektur und Bauwesen Kategorie:Baukonstruktion

Stabkirche

Stabkirchen oder Mastenkirchen sind Kirchen in Holzkonstruktion, die hauptsächlich in Norwegen und Schweden und vereinzelt in England gebaut wurden. Die ein- oder dreischiffigen Gebäude mit mehrfach gestuftem, steilen Dach wurden im sogenannten Stabbau errichtet. Dabei wird das Dach im Inneren von freistehenden Masten getragen, die Wände bestehen aus senkrecht stehenden Stabplanken, die von Rahmen aus Eckmasten, unten liegenden Wandschwellen und obenliegendem Schwellenrahmen gehalten werden. Auf den oberen Schwellenrahmen liegt der aufwändig aus Sparren und Strebebalken gezimmerte Dachstuhl auf. Im Giebelbereich bilden die Strebebalken ein Andreaskreuz. Diese Bauweise hat wenig mit dem kontinentalen Steinbau gemeinsam, sie ist eine eigenständige Entwicklung mit deutlichen Anlehnungen an den Schiffbau. Ihre Statik ähnelt der von Fachwerk- bzw. Skelettbauten. Die ältesten Stabkirchen wurden im 9. Jahrhunderts in Haithabu nachgewiesen. Wie man in der Geschichte Norwegens nachlesen kann, ersetzte Olav II. der Heilige etwa 1030 (Schlacht von Stiklestad) die nordische Mythologie durch das Christentum - auf eine sehr blutige Weise. Den Höhepunkt des Baus von Stabkirchen gab es daraufhin im 12. und 13. Jahrhundert. In Norwegen gibt es noch etwa 30 gut erhaltende Stabkirchen. Die bekannteste ist die Stabkirche von Borgund, die zugleich eine der ältesten ist. Die älteste Stabkirche Norwegens steht in Urnes, sie ist seit 1979 Weltkulturerbe. Die größte Stabkirche befindet sich im norwegischen Heddal. In Schweden existiert nur noch eine einzige reine Stabkirche - die meisten wurden während der Pestepedemien des 17. Jahrhunderts verbrannt. Eine besondere Geschichte hat die aus dem südnorwegischen Vang stammende Kirche Wang, die 1840 ins Ausland verkauft wurde und auf Initiative der Gräfin von Reden in dem schlesischen Riesengebirgsdorf Brückenberg (heute Ortsteil von Karpacz in Polen) am Fuße der Schneekoppe ihren neuen Standort fand. Ein Nachbau einer Stabkirche befindet sich in Hahnenklee (heute Ortsteil von Goslar) im Harz. siehe auch: Schrotholzkirche

Weblinks


- [http://www.etojm.com/Tysk/Norwegen/Kultur/Kirchen/BorgundStavkirke.htm Stabkirche von Borgund]
- [http://www.etojm.com Beschreibung und Liste von Stabkirchen]
- [http://www.heddal-stavkirke.no/stav.velkomtysk.htm Stabkirche von Heddal] Kategorie:Kirchenbau Kategorie:Norwegen

Holzturm

Ein Holzturm ist ein aus Holz gebauter Turm. Er wird meistens ähnlich wie ein Stahlfachwerkturm in offener Fachwerkbauweise errichtet. Hierbei ist allerdings zu beachten, daß im Unterschied zum Stahlbau wegen der Endwuchshöhe der Bäume nicht Balken beliebiger Länge verfügbar sind. Auch können profilierte Träger nicht so leicht hergestellt werden, so daß meist eckige oder runde Balken zum Einsatz kommen. Als Hölzer wurden häufig Eichenholz, Lärchenholz oder Pechkieferholz verwendet. Gelegentlich kam auch Teakholz zum Einsatz. Kleine Holztürme werden oft auf Spielplätzen oder als Hochsitz für Jäger errichtet. Holztürme werden auch häufig als Wachtürme errichtet, um zum Beispiel Waldgebiete auf Waldbrände hin zu überwachen. Auch zahlreiche kleinere Aussichtstürme wurden als Holzturm ausgeführt. In manchen Ländern wurden auch Wassertürme als Holzturm ausgeführt. Als Verbindungselemente werden normalerweise Schrauben, Nägel oder Dübel verwendet. Diese können aus Eisen, Stahl, Holz oder Bronze sein. Im Regelfall dürfte der Bau von Türmen, die höher als 30 bis 40 Meter sind aus Holz unterbleiben, da hierfür der Aufwand zu hoch ist. Allerdings wurdem bis 1935 zahlreiche große Holztürme als Sendeturm für Rundfunksender im Mittelwellenbereich errichtet. In den meisten dieser Türme war eine Drahtantenne für Mittelwelle aufgehangen oder sie trugen einen Höhendipol an der Außenseite. Bei diesen Türmen wurde aus strahlungstechnischen Gründen die Verbindung der Holzelemente mit Hilfe von Bronzedübeln oder auch metallfrei mit Holzbolzen hergestellt. Nachdem 1935 eine Windhose den erst ein Jahr zuvor erbauten Sendeturm in Langenberg zerstört hatte, wurde in Deutschland, welches anscheinend als einziges Land Europas Sendetürme in Holzbauweise in größerer Zahl errichtete, der Bau von hölzernen Sendetürmen von einigen Ausnahmen abgesehen, eingestellt. Aus statischen Gründen wurden die Holzsendetürme in Hamburg-Billstedt und Berlin-Tegel kurz nach Beginn des 2. Weltkrieges in der Höhe reduziert. Am Kriegsende wurden zahlreiche aus Holz gebaute Sendetürme von den sich zurückziehenden deutschen Einheiten gesprengt, einige andere wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit abgerissen, so daß schon in den 60er Jahren nur noch wenige dieser Konstruktionen existierten. Der letzte Holzsendeturm in Deutschland wurde am 16. März 1983 in Ismaning gesprengt. Heute ist der einzige noch erhaltene Holzsendeturm der Turm des Senders Gleiwitz.

Türme mit Holzaufbauten

Neben den reinen Holztürmen gibt es auch Türme mit Holzaufbauten. Ein solcher Turm ist der Fernmeldeturm auf dem Großen Feldberg. Großen Feldberg Großen Feldberg Großen Feldberg Großen Feldberg Großen Feldberg Großen Feldberg Großen Feldberg

Beispiele

Siehe auch:


- Holzmast Kategorie:Holz Kategorie:Turm

Holzachterbahn

] Achterbahnen zählen zu den klassischen und größten Fahrgeschäften auf Volksfesten und in Vergnügungsparks. In Österreich werden sie auch Hochschaubahn genannt.

Geschichte

Österreich Der Ursprung dieser Fahrgeschäfte liegt im 16. Jahrhundert in Russland. Abfahrten aus Holz wurden mit Wasser übergossen, das durch die Temperatur gefror, so dass man diese künstlichen "Berge" herunterfahren konnte. Kurz darauf kamen diese auch nach Europa, insbesondere nach Frankreich, wo sie unter dem Namen "Montagnes Russes" ("russische Berge") bekannt wurden. Die ersten Achterbahnen in der heutigen Vorstellung bildeten mit einer Holz-Konstruktion eine geschlossene Strecke mit Bergen und Tälern (daher auch die Bezeichnung "Berg- und Tal-Bahn"), die von einem allein durch die Schwerkraft angetriebenen Zug befahren wurde. Dazu wurde der Zug durch einen Kettenlift über den Lifthill auf eine ausreichende Höhe befördert. Die erste regelrechte Achterbahn (in Form einer 8) wurde 1898 auf Coney Island eröffnet. Der heute gebräuchliche englische Name "roller coaster" hat seinen Ursprung in einer zweckentfremdeten Kohleminenbahn in Mauch Chunk, Pennsylvania, die 1870 zu Vergnügungszwecken genutzt wurde. Nach diesem einfachen Hügelab-Konstruktionsprinzip wurde schon 1884 auf Coney Island die so genannte "Switchback Gravity Pleasure Railway" gebaut. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Achterbahnen, vor allem in den USA rasant, bis die Weltwirtschaftskrise am Anfang der 1930er Jahre das Ende dieser Entwicklung setzte. Als kompliziertere Stahlkonstruktionen möglich wurden, begann man auch beim Bau von Achterbahnen diesen Werkstoff zu nutzen, da dieser neben Auf- und Abfahrten komplexere Fahrelemente erlaubt. Die klassischen Holzachterbahnen konnten dadurch allerdings nicht verdrängt werden, denn diese erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit.

Typen

1930er Jahre] Inzwischen gibt es unzählige verschiedene Achterbahntypen. Neben den Holzachterbahnen ("Wooden Coaster") und klassischen Stahlachterbahnen ("Sit-Down Coaster") gibt es auch Achterbahnen, in denen man unter der Schiene fährt ("Inverted Coaster" und "Suspended Coaster"), in dem Wagen steht ("Stand-Up Coaster"), liegt ("Flying Coaster") oder bei denen der Zug-Boden fehlt ("Floorless Coaster"). Zudem unterscheidet man durch Elektrizität angetriebene Powered Coaster, abgeschossene Achterbahnen ("Launch Coaster") und solche, die klassisch durch die Schwerkraft betrieben werden. Des weiteren gibt mit dem "Water Coaster" eine Kombinationen aus Achterbahn und Wildwasserbahn zu nennen. Ferner werden große Achterbahnen oft durch ihre Höhe in Stadien eingeteilt. Hier sind insbesondere "Mega Coaster" (über 150 ft ≈ 46 m), "Hyper Coaster" (über 200 ft ≈ 61 m), "Gigacoaster" (über 300 ft ≈ 91 m) und "Teracoaster" (über 400 ft ≈ 120 m). Diese Bezeichnungen verwischen allerdings teilweise mit den Herstellerbezeichnungen. Bei sogenannten Möbius-Achterbahnen beschreibt die Strecke eine Unendlichkeit in der Art des Möbiusbandes. Es starten dazu zwei Züge in zwei verschiedenen Stationen und am Ende der Fahrt befinden sich beide Züge jeweils in der Station in der der andere gestartet ist.

Fahrelemente

Möbiusband Auch Fahrelemente gibt es inzwischen unzählig viele. Bei den Überschlagselementen gibt es etwa neben dem klassischen Looping und der Schraube ("Corkscrew") auch Variationen wie den Dive Loop, den Heartline Spin, den Zero G Roll oder den Boomerang, um nur einige wenige zu nennen. Selbst bei den Liftarten gibt es Unterschiede: Bei Achterbahnen sind nicht nur Kettenlift, sondern auch Kabellifte oder Vertikal-Lifte vorzufinden. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts versuchte man einen Looping in die Holzbahnen einzubauen. Nachdem die Gäste zum Teil aber über bleibende Schäden klagten, gab man diese Versuche wieder auf. Erst in den 1960ern wagte sich der deutsche Konstrukteur Werner Stengel wieder an den Looping. Er erkannte dabei, dass auf den Fahrgast viel zu hohe G-Kräfte und vor allem Momente und Scherkräfte einwirken. Die Lösung fand er dann in der Form einer Klothoide, bei der der Radius bei Ein- und Ausfahrt in den Looping deutlich größer als im oberen Looping-Teil ist. So konnte er die Kräfte optimieren und 1976 zusammen mit dem Hersteller Anton Schwarzkopf aus Münsterhausen den ersten Looping mit der Bahn "Revolution" (SixFlags Magic Mountain, USA) realisieren. Ferner werden die Belastungen durch die Konstruktion der übrigen Bahnelemente auf der Basis von kubischen Splines wesentlich reduziert. Die Entdeckung der so genannten Herzlinie ist ein weiterer Fortschritt in dem Streben aufregende Fahrgeschäfte zu entwickeln, deren physische Belastung so gering wie möglich ist. Dabei werden die Kurven so gestaltet, dass nicht die Schiene die Drehachse bildet, sondern die Drehachse in Höhe der Körpermitte der Fahrgäste liegt. Heute stehen die größten und spektakulärsten Achterbahnen vor allem in den USA und Japan, wie z.B. "Top Thrill Dragster", "Dodonpa" oder "Vertical Velocity", einer Achterbahn mit Linearantrieb. Weiter hat sich auch der normale Kettenantrieb weiter entwickelt, wie bei der Millennium Force in Cedar Point oder der Expedition GeForce im Holidaypark in Deutschland, wo eine Kombination aus Seilzug und Schlitten den Zug den Lifthill hinauf befördert.

Rekordhalter

Lifthill]
- Stahlachterbahnen
  - Höchste: Kingda Ka 139 m – Six Flags, New Jersey (2005)
  - Längste: Steel Dragon 2000 2479 m – Nagashima Spaland Mie, Japan
    - Steel Dragon 2000 ist seit August 2003 außer Betrieb, längste noch betriebene Bahn: Daidarasaurus 2340 m - Expoland, Japan (1970)
  - Schnellste: Kingda Ka 206 km/h – Six Flags, New Jersey (2005)
  - Längster Drop: Kingda Ka 127 m – Six Flags, New Jersey (2005)
- Holzachterbahnen
  - Höchste: Son Of Beast 66 m – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (2000)
    - Son of Beast wird durch ihren Looping aus Stahl nicht immer als echte Holzachterbahn anerkannt.
  - Längste: Beast 2255 m – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (1979)
  - Schnellste: Son Of Beast 126 km/h – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (2000)
  - Längster Drop: Son Of Beast 65 m – Paramount's Kings Island Cincinnati, Ohio (2000)
  - Steilste: Balder 70 Grad – Liseberg (2003)

Siehe auch


- :Kategorie:Achterbahn
- Coaster

Literatur


- Klaus Schützmannsky: Roller Coaster. Der Achterbahn-Designer Werner Stengel (Kehrer, Heidelberg, 2001) ISBN 3-933-25739-5
- Frank Lanfer: 100 Jahre Achterbahn. Anläßlich der Ausstellung "700 Jahre Stoppelmarkt - 100 Jahre Achterbahn" (Gemi, Reichertshausen, 1998) ISBN 3-980-39777-7

Weblinks


- [http://www.coastersandmore.de/ Coastersandmore.de - Achterbahnseite mit Fokus auf die Technik der Anlagen]
- [http://www.rcdb.com/ Roller Coaster Database - Achterbahn-Datenbank] ! ja:ローラーコースター ko:롤러코스터

Holzschutz

Der Holzschutz bewahrt Holzkonstruktionen (z.B. Blockhaus, Dachstuhl, Möbel, Bauholz, Gartenholz, Leitungsmasten, Eisenbahnschwellen) vor Schädigungen durch Insekten und Pilze. Holzschutz kann baulich, physikalisch oder chemisch erfolgen. Im ersten Falle kann eine Bauweise, die eine dauerhafte Trockenhaltung des Holzes sicherstellt, gegen Pilzbefall wirksam sein ("konstruktiver Holzschutz"). Insektenbefall kann durch Trennung der Holzteile von Erdreich und Feuchtigkeit nur bedingt vermieden werden. Physikalische Methoden des Holzschutzes sind z.B. das absichtliche oberflächliche Ankohlen von Holzwerkstoffen (schadet nicht der Tragfähigkeit) um eine Schutzschicht zu bilden, oder das sogenannte Thermoholz-Verfahren. Der chemische Holzschutz kann einmal natürlich sein. Teakholz enthält giftige Stoffe, die dem Zersetzen durch Fressfeinde entgegenwirken. Das Holz einiger Nadelholzgewächse ist ebenfalls natürlicherweise dauerhaft. Ist aber in einem ausgewogenen natürlichen Waldbestand nicht im ausreichendem Maße verfügbar. Daneben wird heute umfassend industriechemischer Holzschutz angewandt. Entweder wird das Holz an der Oberfläche behandelt, oder mit dem Holzschutzmittel durchtränkt. Neue Holzschutzmittel werden zunehmend umweltverträglicher konzipiert. Als Lösungs- bzw. Transportmittel wird zunehmend Wasser als Transportmittel genutzt, auch Ölige Holzschutzmittel können so als Emulsionen tief in geringer Konzentration in das Holz eindringen und dort Ihre Holzschützende Wirkung entfalten. Dadurch ist an der Oberfläche kaum Holzschutzmittel verfügbar was sich positiv auf die Umweltverträglichkeit auswirkt. Die CO2-neutrale thermische Verwertung, von mit Holzschutzmitteln imprägnierten Hölzern gewinnt zunehmend an Bedeutung und schließt den gewollten Kreislauf.

Weblinks


- [http://www.fh-weihenstephan.de/la/06_skripten/bauko/bauko1/ho/downloads/ho-4_6quali+schutz.PDF Biologischer Holzschutz]
- [http://www.holz-regional.de/ Holz regional - Grundlagenwissen und Mailingliste] Kategorie:Holzwerkstoff

Schreiner

Schreiner bzw. Tischler ist die Berufsbezeichnung für Menschen, die Möbel, Bauelemente und Innenausbauten herstellen. Der Schutzheilige der Tischler ist St. Josef. Das Handwerk wird grob in den Bereich Innenausbau und Bautischlerei gegliedert.

Benennung

Je nach Region des deutschen Sprachgebietes hat diese Art Handwerker einen anderen Namen. Nach dem "Wortatlas der deutschen Umgangssprachen", Bern/München 1977, Karte 20, ist die regionale Verteilung wie folgt:
- in den neuen Bundesländern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Österreich und Südtirol sagt man Tischler
- im übrigen Deutschland sowie in der Deutschschweiz sagt man Schreiner. Allerdings ist der in Deutschland und Österreich allein amtliche Name Tischler. In der Schweiz ist Schreiner ein Überbegriff für holzverarbeitende Berufe, die Möbelschreiner (Tischler), Bauschreiner oder Zimmermann beinhalten können. Das Wort Schreiner leitet sich von Schrein (= Schrank) her, während das Wort Tischler vom Tisch abgeleitet ist.

Berufsbild

Tischler stellen neben Möbeln wie Tischen, Stuhl, Schrank und Einbauküchen auch Ladenbauobjekte, Türen und Fenster her. Für den Innenausbau werden Einbaumöbel, Wand- und Deckenverkleidungen hergestellt und vor Ort montiert. Das hauptsächlich zur Verarbeitung kommende Material ist Holz in seinen verschiedenen Ausprägungen (Schnittholz, Furniere). In den letzten Jahrzehnten kamen jedoch immer mehr Holzwerkstoffe (meist in Form von Plattenwerkstoffen) und Kunststoffe hinzu. Der am häufigsten verarbeitete Werkstoff ist die Spanplatte. Arbeitet eine Tischlerei für den Messebau, können auch Aluminiumprofilteile zugeschnitten und zusammengefügt werden. Kombiniert mit Plattenwerkstoffen entstehen hieraus zerlegbare Messestände oder Einrichtungsgegenstände im Ladenbau. Kunststoffprofile werden vor allem bei der Fensterherstellung zugeschnitten, zusammengefügt und mit Scharnieren verarbeitet. In den 80er- und 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts rangierte der Beruf dauerhaft unter den beliebtesten Ausbildungsberufen. Seit etwa 5 Jahren sind die Auszubildendenzahlen bundesweit um nahezu 50 Prozent zurückgegangen. Ursachen liegen zum Einen in den sich verändernden Ausbildungswünschen der Jugendlichen, zum Anderen aber auch in der wirtschaftlich schwierigen Situation der Ausbildungsbetriebe. Das einstige Meister-Eder-Image des Berufes beginnt sich mehr und mehr aufzulösen. Tatsächlich haben die bundesdeutschen Schreinereien/Tischlereien nurmehr rund acht Prozent Anteil am Möbelmarkt. Neben den veränderten Marktbedingungen und den neu hinzugekommenen Materialien revolutionieren zusehends moderne computergestützte Fertigungstechniken (CNC) das Berufsbild.

Aus- und Weiterbildung in Deutschland

CNC Es besteht die Möglichkeit der Ausbildung im Handwerk zum Tischler oder in der Industrie zum Holzmechaniker. Die Ausbildung des Holzmechanikers verläuft ähnlich der einer Tischlerlehre, die im folgenden näher ausgeführt wird. Schwerpunkte von Tischlereien in Deutschland: - Eine Möbeltischlerei baut Möbel - Eine Bautischlerei baut Fenster und Türen bzw. fertigt Arbeiten im Innenausbau wie Treppen, Böden, Wand- und Deckenverkleidungen. - Bau- und Möbeltischlereien vereinen beide Schwerpunkte. - Innenausbau, Messebau, Treppenbau, Ladenbau und Restauration werden als spezielle Schwerpunkte extra aufgeführt. Die Ausbildung zum Bau- und Möbeltischler: In Deutschland durchläuft der angehende Tischler eine dreijährige Berufsausbildung, wovon das erste Jahr als Berufsgrundbildungsjahr bzw. Berufsgrundschuljahr (BGJ) im Vollzeitunterricht an Berufsschulen stattfinden kann. Im Berufsgrundbildungsjahr findet sowohl eine theoretische wie auch praktische Ausbildung (Fachpraxisunterricht in der Werkstatt der Berufsschule) statt. Im Fachpraxisunterricht werden vor allem Grundfertigkeiten im Umgang mit Handwerkzeugen anhand der Techniken der Holzverbindungen (z.B. Zinken, Nuten, Dübeln, Überblatten) vermittelt. Das Suchen des Ausbildungsplatzes findet oft erst während des Berufsgrundbildungsjahres statt. Das zweite und dritte Ausbildungsjahr wird in einer Tischlerei absolviert. Einen Tag in der Woche findet ein Berufsschulbesuch statt. Es gibt aber auch die Variante des Berufsschulunterrichtes im mehrwöchigen Block. Innerhalb der Lehrzeit findet ein Kurs zur Oberflächenbehandlung und ein Maschinenlehrgang statt. Die Ausbildung endet mit dem Bestehen der Gesellenprüfung und dem Erhalt eines Gesellenbriefes. Zum Bestehen wird neben der theoretischen Prüfung und einer praktischen Prüfung auch das eigenständige Entwerfen und Anfertigen eines Möbelstückes bzw. einer Haustüre gefordert. Je nach dem Schwerpunkt in der Ausbildung kann der angehende Bau- und Möbeltischler selber wählen, ob er ein Möbelstück oder eine Haustür baut. Zur beruflichen Fortbildung steht dem Tischler die Möglichkeit offen, den Meisterbrief zu erwerben oder sich in einer zweijährigen Fachschule zum Holztechniker fortzubilden. Zur Berufliche Weiterbildung des Tischler, gehört auch die Möglichkeit sich als Restaurators fortzubilden.

Arbeitsmittel

Zur täglichen Arbeit des Tischlers gehören eine Vielzahl von Handwerkzeugen, leichten Handmaschinen und schwereren Maschinen. Holztechniker

Handwerkzeuge


- Hammer
- Sägen
- Stecheisen
- Hobel
- Schraubendreher

Handmaschinen


- Handoberfräse
- Formfederfräse
- Elektrohobel
- Stichsäge
- Bohrmaschine
- Schwingschleifer
- Excenterschleifer
- Bandschleifer
- Handkreissäge

Maschinen


- Kreissägemaschine
- Abrichthobelmaschine
- Dickenhobelmaschine
- Kantenautomat
- Langbandschleifmaschine
- Breitbandschleifmaschine
- Kantenschleifmaschine
- Tischbandsägemaschine
- Langlochbohrmaschine
- Furnierpresse
- Plattensäge
- CNC-Maschine
- Kantenleimer

Kultur


- folgt Kategorie:Handwerk Kategorie:Handwerksberuf

Misplaced Childhood

Misplaced Childhood est le troisième album studio du groupe anglais de rock progressif Marillion. Sorti en 1985, il est leur plus grand succès commercial et est considéré comme un album-référence du progressif des années 80. En 1998, une version remasterisée de 2-CD est sortie, incluant, outre le disque original de 1985, des faces-B et des démos. Ce qui fait la particuliarité de cet album est qu'il s'agit d'un album-concept. Si le thème est unique et traite de l'enfance perdue sous différentes facettes, les titres bien que multiples, ne forment en réalité qu'un tout cohérent, chaque chanson s'enchaînant directement à la suite de la précèdente. Fish, le chanteur du groupe, déclarait en concert qu'en réalité il n' y avait que deux chansons sur le vinyl, la face 1 et la face 2. Ca n'est pas tout à fait vrai, l'album contenant dix titres, mais d'une certaine manière, il serait possible d'aller plus loin et de dire qu'il n'y a qu'une chanson de quarante et une minutes. Cet album contient le single Kayleigh , numéro 2 des charts anglais et succès mondial. L'histoire de ce titre raconte celle d'une séparation amoureuse et des souvenirs et regrets que le narrateur a en repensant à Kayleigh, la femme qu'il a aimé. En réalité, le titre a été trouvé par Fish et fait référence à une de ces ancienne copine nommée "Kay Lee" (1er et 2ème prénoms). Dans le film l'effet papillon (The Butterfly Effet, d'Eric Bress, 2004), l'actrice Amy Smart porte le nom de Kayleigh Miller, le prénom faisant référence à cette chanson. L'histoire racontée dans les textes de l'album est celle de l'enfance perdue, du succès soudain, de l'amour, avec un dénouement final heureux. L'album oscille entre ballades mélancoliques ("Kayleigh", "Lavender"), morceaux rageurs ("Waterhole"), passages atmosphériques ou symphoniques ("Bitter Suite", "Blind Curve") et hymnes glorieux ("Hearts of Lothian", "White Feather"). Dernière précision invérifiable, Fish a déclaré avoir eu l'idée de cet l'album pendant un long trip au LSD qui aurait duré dix heures.

Formation


- Fish : chant
- Mark Kelly : claviers
- Ian Mosley : batterie
- Steve Rothery : guitare
- Pete Trewavas : basse

Titres de l'album

# Pseudo Silk Kimono - (2:14) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32753&artist=Marillion paroles]) # Kayleigh - (4:03) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32754&artist=Marillion paroles]) # Lavender - (2:25) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32755&artist=Marillion paroles]) # Bitter Suite - (7:56) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32756&artist=Marillion paroles]) # Heart Of Lothian - (4:02) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32757&artist=Marillion paroles]) # Waterhole (Expresso Bongo) - (2:13) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32758&artist=Marillion paroles]) # Lords Of The Backstage - (1:52) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32759&artist=Marillion paroles]) # Blind Curve - (9:29) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32760&artist=Marillion paroles]) # Childhoods End? - (4:33) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32761&artist=Marillion paroles]) # White Feather - (2:25) ([http://www.moron.nl/lyrics.php?id=32762&artist=Marillion paroles]) ::[http://www.moron.nl/album.php?album=Misplaced%20Childhood&artist=Marillion Cliquer ici pour visualiser les paroles des 10 chansons du disque]. Le double CD remasterisé de 1998 contenait, outre les 10 pistes ci-dessus, les titres additionnels suivants, regroupés sur le deuxième CD : # Lady Nina (Extended 12" Version) - (5:50) # Freaks (Single version) - (4:08) # Kayleigh (Alternative Mix) - (4:03) # Lavender Blue (Lavender Remix) - (4:22) # Heart of Lothian (Extended Mix) - (5:54) # Pseudo Silk Kimono (Demo) - (2:11) # Kayleigh (Demo) - (4:06) # Lavender (Demo) - (2:37) # Bitter Suite (Demo) - (2:54) # Lords of the Backstage (Demo) - (1:46) # Blue Angel (Demo) - (1:46) # Misplaced Randezvous (Demo) - (1:56) # Heart of Lothian (Demo) - (3:49) # Waterhole (Expresso Bongo) (Demo) - (2:00) # Passing Strangers (Demo) - (9:17) # Childhoods End? (Demo) - (2:23) # White Feather (Demo) - (2:18)

Liens externes


- [http://www.progarchives.com/Progressive_rock_discography_CD.asp?cd_id=890 www.progarchives.com] Lire la critique de l'album sur le site "progarchives.com". Catégorie:Album musical sorti en 1985Catégorie:Album de rock

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