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Haus
Ein Wohnhaus - oft auch kurz als Haus bezeichnet - ist ein Gebäude, welches von Menschen gebaut wurde, um darin zu wohnen. Allerdings sind nicht alle Gebäude, die vornehmlich zum Zweck des Wohnens erbaut wurden, zwingend Häuser (Wohntürme, Hütten).
Es gibt Begriffe für die genauere Bezeichnung von Größe, Bauweise und Nutzung eines Hauses:
Nach Anzahl der Wohnungen:
- Einfamilienwohnhaus: Ein Gebäude mit genau einer Wohnung.
- Mehrfamilienwohnhaus: Ein Gebäude mit mehreren Wohnungen.
- siehe auch Wohnblock
- siehe auch Stadtvilla
Nach Bauweise - Stellung auf dem Baugrundstück:
- Freistehendes Wohnhaus: Ein Wohnhaus auf einem Grundstück mit Abstand zu den Nachbargebäuden
- Doppelhaus: 2 Wohnhäuser haben an der Grundstücksgrenze 1 gemeinsame Seitenwand.
- Reihenhaus: Mindesten 3 Wohnhäuser haben an den Grundstücksgrenzen gemeinsame Seitenwände.
Nach Nutzung:
- Bauernhaus: Ein Bauer kombiniert oft ein Wohnhaus mit einer Scheune zu einem Bauernhaus. Darin ist Platz für seine Familie und weitere Verwandte wie z.B. die Großeltern. Die angebaute Scheune dient als Lager, Stall oder als Unterstand für landwirtschaftliches Gerät.
Historische Häusertypen sind z.B.:
- Blockhaus
- Fachwerkhaus
- Gulfhaus
- Römerhaus
- Umgebindehaus
Bestandteile eines Hauses
- Wände
- Dach
- Türen
- Fenster
- Boden
- Keller
- Zimmer:
- Wohnzimmer
- Schlafzimmer
- Kinderzimmer
- Bad
- Toilette
- Küche
- Keller
- Leseecke
- Treibhaus
Angebaute Bestandteile eines Hauses
In großen Häusern werden Terrassen angebaut, die es den Bewohnern ermöglichen, ins Freie zu gehen, ohne das eigentliche Haus zu verlassen.
An Einfamilienhäuser wird oft noch ein Wintergarten angebaut. Der Wintergarten ist ein Raum, der auf möglichst vielen Seiten helle Fenster besitzt. Dadurch eignet sich der Wintergarten zum Aufziehen von Pflanzen. Der Name kommt daher, dass nicht winterfeste Pflanzen dort während des Winters aufbewahrt werden.
Umfeld eines Hauses
Um das Haus herum befindet sich ein Stück Land. Dieses Land wird im Zusammenhang mit einem Haus Grundstück genannt. Dieses Grundstück gehört dem Eigentümer des Hauses und er gestaltet dieses Stück Land nach seinen Vorstellungen, ist dabei aber an bestimmte Vorschriften gebunden.
Üblicherweise hat der Besitzer auf seinem Grundstück einen Garten und einen Rasen. Oft ist dieses Grundstück von einem Zaun umgeben. Durch den Preisverfall gehört heute oft auch ein Swimmingpool zur Ausstattung.
Neben dem Haus besitzen viele Hauseigentümer eine Garage oder einen Unterstellplatz für ihr Auto, auch Carport genannt. Unter Wohnblöcken gibt es häufig eine Tiefgarage für alle Mieter, um oberirdische Grundstücksflächen einzusparen.
Siehe auch: Haustausch, Iglu, Oca, Zelt, Hütte, Bau, Baude, Geodätische Kuppel, Fogging-Effekt
Kategorie:Gebäude
ja:家屋
simple:House
Haaaaaaaaaallooo
WohnenMit Wohnung bezeichnet man eins von zwei eng zusammenhängenden Konzepten:
- Eine feste Behausung, in der ein oder mehrere Menschen ihren dauerhaften Lebensmittelpunkt haben.
- Ein abgeschlossener Teil eines größeren Gebäudes, in dem Menschen leben. Diese Bedeutung ist ein Spezialfall der ersten Bedeutung und diejenige, die umgangssprachlich mit Wohnung meist gemeint ist.
Eine Wohnung ist eine Anzahl von Räumen innerhalb eines festen Gebäudes die zu Wohnzwecken dienen und die selbständige Lebensführung ermöglichen.
Man unterscheidet abgeschlossene und nicht abgeschlossene Wohnungen
Eine abgeschlossene Wohnung ist demnach eine Wohnung also eine Anzahl von Räumen innerhalb eines festen Gebäudes die zu Wohnzwecken dienen und die selbständige Lebensführung ermöglichen, bei der alle Wohnräume zusammenhängend hinter der Wohnungseingangstür liegen und eine in sich geschlossene Einheit zur Lebensführung bilden. Lediglich Nebenräume dürfen außerhalb der Wohnung liegen.
Wohnung als Behausung
Seit Menschen mit Ackerbau begonnen haben, teilweise wohl auch vorher, leben sie in festen, unverrückbaren Behausungen, die man auch Wohnung oder Wohnsitz nennt. Eine solche Wohnung dient dem Schutz vor der Witterung, der Sicherheit, der Zubereitung und Lagerung von Nahrung, der Körperpflege, aber auch dem eigenen Gestaltungsspielraum und der Repräsentation.
Neben dem Bedürfnis nach Nahrung und Kleidung wird das Bedürfnis nach einer Wohnung zu den menschlichen Grundbedürfnissen gerechnet.
Über lange Zeiträume wurden Wohnungen fast ausschließlich von Familien bewohnt; erst in modernen industriellen und postindustriellen Gesellschaften breiten sich Einzelpersonenhaushalte, Wohngemeinschaften und ähnliche Wohnformen in größerem Umfang aus.
Wohnungen können unter anderem sein:
- Einfamilienhäuser
- Wohnungen im zweiten, unten beschriebenen Sinn
- Hausähnliche Strukturen wie Wohncontainer
- Höhlen
Mobile Behausungen, die wie Zelte ab- und wieder aufgebaut werden, werden oft nicht als Wohnung in diesem Sinne angesehen.
Wohnung als Teil eines Wohnhauses
Eine Wohnung in diesem Sinn ist ein meist aus mehreren zusammengehörenden Zimmern bestehender, nach außen abgeschlossener Bereich innerhalb eines Gebäudes. Sie dient einzelnen oder mehreren Personen als Wohnung im oben beschriebenen allgemeineren Sinn.
Die Größe einer Wohnung wird entweder durch die Wohnfläche oder durch die Anzahl der Zimmer gemessen. Bei der Wohnfläche spricht man dabei von Quadratmetern. Bei der Anzahl der Zimmer hat sich eine eigene Zählweise etabliert:
- Küche und Bad zählen zusammen nur als ein halbes Zimmer
- Schlafzimmer, Wohnzimmer und Büro, sowie alle anderen gut bewohnbaren Zimmer zählen als ganze Zimmer.
- Sind Dachschrägen enthalten, müssen unter bestimmten Voraussetzungen von der tatsächlichen Bodenfläche Abzüge vorgenommen werden.
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung lebt in gemieteten Wohnungen und nicht in Wohneigentum.
Siehe auch
- Eigentumswohnung
- Ferienwohnung
- Haustausch,
- Appartement
- Obdachlosigkeit
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Fogging-Effekt
- Intelligentes Wohnen
Kategorie:Wohnung
ja:アパート
Hütte (Gebäude)]]
Eine Hütte ist ein kleines Gebäude, das mit einfachen Mitteln gebaut ist. Es dient Menschen zum Wohnen. Hütten sind oft ärmlich, in Entwicklungsländern sind sie Unterkunft für finanziell schlecht gestellte Familien. In den Industrieländern dienen Hütten meist nur zum temporären Wohnen, besonders im Sommer.
Materialien
Hütten bestehen nur aus wenigen einfachen Baumaterialien wie Lehm oder Holz. Eine besondere Form der Holzhütte ist die Blockhütte (siehe Blockhaus), die aus horizontal geschichteten Holzstämmen besteht. Außerdem wird oft Wellblech verwendet, erstmals bei der frühen Besiedlung Australiens, heute in der ganzen Welt.
Arten
- Einfache Berghütten oder Almhütten (auch Sennerhütte genannt) dienen in den Bergen als Unterkunft. Heute betreiben die Alpenvereine viele Berghütten, in denen Touristen übernachten können.
- Jagdhütten dienen Jägern als Unterkunft bei mehrtägigen Jagden.
- Skihütten dienen Ski-Touristen als romantisches Quartier. Diese Hütten haben mit dem klassischen Begriff einer einfachen Unterkunft oft nicht mehr viel gemein, da sie umfassenden Komfort bieten.
- Die Iglus der Eskimos bezeichnet man auch als Schneehütte.
- Als Schutzhütte bezeichnet man Hütten, die lediglich als kurfristige Unterkunft Schutz vor widrigen Umweltbedingungen aber kaum Komfort bieten.
Verwandte Bedeutungen
- Im Mittelalter gab es auf großen Baustellen sogenannte Bauhütten.
Hütten in der Literatur und in Medien
- Literarische Bekanntheit erlangte Onkel Toms Hütte durch den zeitweise sehr umstrittenen Roman von Harriet Beecher Stowe.
- Raum ist in der kleinsten Hütte war der deutsche Titel einer amerikanischen TV-Serie von 1961, die 1966 bis 1967 und 1969 noch einmal im deutschen Fernsehen lief (Originaltitel: Room for one more).
Siehe auch
- Hütte, Verhüttung, Glashütte
- Wohnhaus
- Portal:Architektur und Bauwesen
Kategorie:Wohngebäude
Einfamilienwohnhaus
Ein Einfamilienwohnhaus, kurz auch Einfamilienhaus ist ein Gebäude welches als Wohnhaus für eine einzelne Familie dient und daher nur eine Wohnung enthält, jedoch trotzdem mehrstöckig konstruiert sein kann. Man unterscheidet zwischen dem freistehenden Einfamilienwohnhaus, der Doppelhaus-Hälfte und dem Reihenhaus.
Einfamilienhäuser können hinsichtlich der Qualität von unterschiedlicher Ausgestaltung sein (Siedlungshaus, Villa, Landhaus). Nicht zu den Einfamilienhäusern gerechnet werden Ferien- und Wochenendhäuser, falls sie nicht ständig bewohnt werden bzw. nicht normalen Wohnansprüchen genügen.
Weblinks
- [http://www.energie-fakten.de/html/3-liter-haus.html Ist das 3-Liter-Energiespar-Haus realistisch?]
Kategorie:Wohngebäude
Kategorie:Stadtbaugeschichte
WohnungMit Wohnung bezeichnet man eins von zwei eng zusammenhängenden Konzepten:
- Eine feste Behausung, in der ein oder mehrere Menschen ihren dauerhaften Lebensmittelpunkt haben.
- Ein abgeschlossener Teil eines größeren Gebäudes, in dem Menschen leben. Diese Bedeutung ist ein Spezialfall der ersten Bedeutung und diejenige, die umgangssprachlich mit Wohnung meist gemeint ist.
Eine Wohnung ist eine Anzahl von Räumen innerhalb eines festen Gebäudes die zu Wohnzwecken dienen und die selbständige Lebensführung ermöglichen.
Man unterscheidet abgeschlossene und nicht abgeschlossene Wohnungen
Eine abgeschlossene Wohnung ist demnach eine Wohnung also eine Anzahl von Räumen innerhalb eines festen Gebäudes die zu Wohnzwecken dienen und die selbständige Lebensführung ermöglichen, bei der alle Wohnräume zusammenhängend hinter der Wohnungseingangstür liegen und eine in sich geschlossene Einheit zur Lebensführung bilden. Lediglich Nebenräume dürfen außerhalb der Wohnung liegen.
Wohnung als Behausung
Seit Menschen mit Ackerbau begonnen haben, teilweise wohl auch vorher, leben sie in festen, unverrückbaren Behausungen, die man auch Wohnung oder Wohnsitz nennt. Eine solche Wohnung dient dem Schutz vor der Witterung, der Sicherheit, der Zubereitung und Lagerung von Nahrung, der Körperpflege, aber auch dem eigenen Gestaltungsspielraum und der Repräsentation.
Neben dem Bedürfnis nach Nahrung und Kleidung wird das Bedürfnis nach einer Wohnung zu den menschlichen Grundbedürfnissen gerechnet.
Über lange Zeiträume wurden Wohnungen fast ausschließlich von Familien bewohnt; erst in modernen industriellen und postindustriellen Gesellschaften breiten sich Einzelpersonenhaushalte, Wohngemeinschaften und ähnliche Wohnformen in größerem Umfang aus.
Wohnungen können unter anderem sein:
- Einfamilienhäuser
- Wohnungen im zweiten, unten beschriebenen Sinn
- Hausähnliche Strukturen wie Wohncontainer
- Höhlen
Mobile Behausungen, die wie Zelte ab- und wieder aufgebaut werden, werden oft nicht als Wohnung in diesem Sinne angesehen.
Wohnung als Teil eines Wohnhauses
Eine Wohnung in diesem Sinn ist ein meist aus mehreren zusammengehörenden Zimmern bestehender, nach außen abgeschlossener Bereich innerhalb eines Gebäudes. Sie dient einzelnen oder mehreren Personen als Wohnung im oben beschriebenen allgemeineren Sinn.
Die Größe einer Wohnung wird entweder durch die Wohnfläche oder durch die Anzahl der Zimmer gemessen. Bei der Wohnfläche spricht man dabei von Quadratmetern. Bei der Anzahl der Zimmer hat sich eine eigene Zählweise etabliert:
- Küche und Bad zählen zusammen nur als ein halbes Zimmer
- Schlafzimmer, Wohnzimmer und Büro, sowie alle anderen gut bewohnbaren Zimmer zählen als ganze Zimmer.
- Sind Dachschrägen enthalten, müssen unter bestimmten Voraussetzungen von der tatsächlichen Bodenfläche Abzüge vorgenommen werden.
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung lebt in gemieteten Wohnungen und nicht in Wohneigentum.
Siehe auch
- Eigentumswohnung
- Ferienwohnung
- Haustausch,
- Appartement
- Obdachlosigkeit
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Fogging-Effekt
- Intelligentes Wohnen
Kategorie:Wohnung
ja:アパート
MehrfamilienwohnhausEin Mehrfamilienwohnhaus ist ein Gebäude, ein Wohnhaus, das für mehrere Familien bzw. Nutzer oder Mietparteien konzipiert ist. Es enthält einzelne Wohnungen, meist verteilt auf mehrere Geschosse (Geschosswohnungsbau).
Kategorie:Wohngebäude
Kategorie:Stadtbaugeschichte
StadtvillaDer Begriff Stadtvilla ist ein Marketingausdruck für ein freistehendes Mehrfamilienwohnhaus in einem städtischen Umfeld.
Das in Anzeigentexten auch oft als repräsentative Stadtvilla titulierte Gebäude kann als Imitationsversuch der bürgerlichen Villa (besonders häufig als Neubau in den 1990er Jahren des 20. Jahrhunderts in Ostdeutschland errichtet) gesehen werden, mit dem versucht wird, durch eklektische Kombination willkürlich ausgewählter Elemente des Vorbildes oder deren material- und forminadäquaten Nachbildungen mit minimalem finanziellen Aufwand ein für den ins Auge gefaßten zukünftigen Nutzerkreis möglichst attraktives Gebäude zu schaffen. Eine Stadtvilla besteht z.B. aus 24 Eigentumswohnungen, wogegen eine echte Villa eine, maximal zwei Wohnungen umfasst. Typische so genannte gehobene Ausstattungsmerkmale sind Marmorbad und Fertigparkett.
Kategorie:Villa
DoppelhausDer Begriff Doppelhaus steht für zwei sich teils überschneidende Begriffe des Bauwesens.
#In deutschen Baurecht bezeichnet ein Doppelhaus ein Gebäude mit zwei Eingängen in der offenen Bauweise nach § 22 BauNVO. Hierbei kann es sich z.B. um ein Mehrfamilienhaus mit zwei unabhängigen Eingängen und Treppenhäusern handeln; entscheidend ist die Zahl der Hauseingänge. Es kann sich jedoch auch um ein Gebäude nach 2. handeln. Andere Gebäudetypen nach § 22 BauNVO sind das Einzelhaus und die Hausgruppe.
#In der Umgangssprache bezeichnet Doppelhaus zwei aneinander gebaute Einfamilienhäuser. In Österreich verwendet man für ein Doppelhaus den Begriff Gekuppelte Bauweise. Man spricht von einem Doppelhaus, wenn zwei Häuser an der Grundstücksgrenze aneinander gebaut sind. Die beiden Hälften sind dabei oftmals ähnlich gestaltet, häufig mit achsensymmetrischer Fassadengestaltung und Grundriss. Damit ähnelt ein typisches Doppelhaus einem symmetrischen Einzelhaus. Normalerweise handelt es sich bei der gemeinsamen Wand um eine Seitenwand der Gebäude. Handelt es sich um die Rückwand, spricht man von Back to back-Bebauung. Ist bei den beiden Hälften keine symmetrische Bauweise zu erkennen, spricht man von "einseitig angebaut". Stoßen mehr als zwei Gebäude mit ihren Seitenwänden aneinander, spricht man von Reihenhäusern. Die Vorteile von Doppelhäusern (und auch Reihenhäusern) gegenüber Freistehenden Gebäuden sind eine günstigere Flächenausnutzung der Grundstücke und eine Verminderung der Heizkosten durch einen geringeren Außenwandanteil. Nachteile liegen darin, dass je eine Wand fensterlos bleibt, sowie in der eingeschränkten Schalltrennung der beiden Haushälften.
Kategorie:Bauform
Kategorie:Stadtbaugeschichte
Bauernhaus
]]
Unter einem Bauernhof versteht man einen landwirtschaftlichen Betrieb oder auch die Gesamtheit der baulichen Anlagen dieses Betriebes. Hauptgebäude ist das Bauernhaus.
Ein großer Bauernhof mit entsprechendem Gut ist der Gutshof.
Bauernhäuser sind ein Kompromiss aus verschiedensten Anforderungen an ein Gebäude. Neben einem großen Wohnraum, der oft für zwei Generationen reichen muss, wird das Haus als Stall, Lager oder als Unterstand für landwirtschaftliche Geräte genutzt. Besonders extreme und sowie spezielle Anforderungen hat der sogenannte Bergbauernhof zu erfüllen.
Es kann sich um einen Haupt-, Neben- oder Zuerwerbsbetrieb handeln. Der Landwirt hat häufig keine festen Angestellten, sondern bewirtschaftet den Betrieb alleine oder gemeinsam mit seiner Familie.
Im englischen Sprachraum werden landwirtschaftliche Betriebe Farm oder Ranch (nur Tierhaltung) genannt. Diese Bezeichnung Ranch wird in Europa oft für Betriebe, die Pferde halten, übernommen.
Die Verlegung von Höfen wird als Abbau bezeichnet.
Hofformen
Die Klassifikation von Höfen nach ihrem Grundriss unterscheidet den Eindachhof auch Einhof, den Zweiseithof oder Hakenhof, den Dreiseithof und den Vierseithof. Der Eindachhof besteht aus einem Gebäude mit durchlaufender Firstlinie. Der Zweiseithof besteht aus zwei rechtwinklig oder gegenüberliegend angeordneten Gebäuden. Entsprechend definiert sind Dreiseithof und Vierseithof.
Eine norddeutsche Besonderheit ist der Gulfhof, der sich aus quaderförmigen Einheiten zusammensetzt.
Weblinks
- [http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.h/h728865.htm www.aeiou.at] Hofformen in Österreich
- [http://www.landratsamt-doebeln.de/broschueren/baufibel/rot/eindachhof.html www.landratsamt-doebeln.de] Beschreibung der Hofformen
Kategorie:Landwirtschaftliches Gebäude
simple:Farm
Scheune] Die Scheune ist ein Zweckgebäude, welches als Vorrats- und Wirtschaftsgebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens dient.
Scheunen sind meist leichter gebaut als Wohnhäuser und bestehen oberhalb des Fundamentes meist aus verbrettertem Fachwerk. Der Boden besteht oft nur aus gestampftem Lehm. Er wird auch Tenne genannt.
Eine auf freier Flur stehende Scheune wird auch als Feldscheune bezeichnet.
Der Dachboden einer Scheune heißt je nach Nutzung Heu-Boden, Stroh-Boden, Getreide-Boden.
Kategorie:Landwirtschaftliches Gebäude
Stall
Der Ausdruck Stall, Stallung (eigentl. Standort, Stelle)
bezeichnet meist ein Gebäude oder auch Teile eines Gebäudes auf einem Bauernhof, der zur separaten Unterbringung der Haustiere dient.
Für jede Tierart und Nutzungsrichtung gibt es bestimmte Bauformen.
Einzelhaltung
- mit Anbindefixierung:
- Langstand,
- Mittellangstand und
- Kurzstand
::Für Details siehe auch: Anbindestall
- mit Sperrfixierung:
- Sperrboxenstand,
- Schwenkboxenstand (System Ryholm) und
- Mobilboxenstand (Unicar-System).
Jungtiere (Kälber) können auch in den ersten zehn Lebenstagen in Kälberhütten (auch Iglu, Außenhütte) gehalten werden.
Gruppen- oder Herdenhaltung:
- Laufstall:
- Liegeboxenlaufstall, besonders geeignet für Milchvieh,
- Freßliegeboxenlaufstall, besonders geeignet für Milchvieh,
- Tretmiststall, besonders geeignet für Jungtieraufzucht und Mutterkuhhaltung
- Tieflaufstall, besonders geeignet für Jungtieraufzucht und Bullenmast und
- Laufstall mit befestigtem oder teilbefestigtem Boden: planbefestigt, Spaltenboden oder eine Mischform.
Der Laufstall ist bei Neubauten Standard, da er Vorteile bezüglich der Tiergesundheit und Arbeitswirtschaft aufweist.
Die Versorgung mit Wasser erfolgt über Tränken; die Futterversorgung über Tröge oder Futtertische.
Je nach Bauart wird zwischen Kalt- und Warmstall unterschieden. In einem Kaltstall herrscht das Außenklima vor, was aus Sicht der Krankheitsprävention vorzuziehen ist. Der Kaltstall steht quer zur Hauptwindrichtung und hat an den Längsseiten ausreichend offene Flächen, sodass eine Querlüftung vorliegt. In einem Warmstall wird der Luftaustausch meistens durch Zwangslüftung oder First-Trauf-Lüftung vollzogen.
Bei der Schweinehaltung gibt es viele Bauformen, die auch jeweils auf die Haltungsabschnitte abgestimmt sind.
Schweinemast
Die Schweinemast erfolgt in Gruppen, sodass der Schweinemaststall in Abteile unterteilt ist. Der Warmstall wird zwangsbelüftet und die Versorgung mit Wasser erfolgt über Nippeltränken. Die Futterversorgung ist wiederum sehr vielgestaltig, grob kann zwischen Flüssigfütterung und Trockenfütterung (beide Verfahren stark automatisiert) und bei kleinen Beständen Handfütterung unterschieden werden.
Sind die Funktionsbereiche Liegen und Misten getrennt, heißt die eingestreute Variante Dänische Aufstallung; bei strohloser Aufstallung wird ein teilweise ein Spaltenboden verwendet. Sind die Funktionsbereiche kombiniert und eingestreut, handelt es sich um einen Tiefstreustall, bei der strohlosen Variante ist der gesamte Boden mit Spalten versehen.
Ferkelerzeugung
Bei der Ferkelerzeugung gibt es den Deck- und Wartestall, wo die Sauen besamt oder vom Eber gedeckt werden. Die Sau wird dabei einzeln im Kastenstand oder in Gruppen in Laufställen gehalten. Im Abferkelstall liegt die Sau in einer Abferkelbucht, die mit einem Ferkelschutzkorb ausgestattet ist, so dass die Ferkel nicht von der Sau erdrückt werden können und eine geheizte Stelle haben, um ihren Wärmebedarf zu decken. An Nippeltränken können die Sauen trinken und das Futter wird mechanisch zur Verfügung gestellt oder von Hand ausgesteilt.
Einzeltierhaltung mit Anbindung in einem Stand ist in Deutschland nur noch in Ausnahmefällen (Zirkus) oder vorübergehend erlaubt. Früher wurden Arbeitspferde überwiegend so gehalten, da es einen guten Zugriff erlaubt. Da die Tiere täglich bewegt wurden waren körperliche Schäden und Untugenden selten, im Gegensatz zum heutigen Reitpferd, das oft nur eine Stunde am Tag bewegt wird.
In einem Boxenstall stehen die Tiere alleine im Gebäude und haben teilweise einen Auslauf (Außenbox). In Deutschland überwiegt der Boxenstall als Haltungsform, weil er für den Reiter den Vorteil hat, dass das Tier schnell verfügbar und geringer verschmutzt ist.
Die Gruppenhaltung kann in Sammelboxen oder Laufställen erfolgen. Hierbei wird auch zwischen Warm- und Kaltstall oder Ein- und Mehrraumstall unterschieden. In einem Kaltstall herrscht das Außenklima vor, was aus Sicht der Krankheitsprävention vorzuziehen ist. Laufställe sind meistens mit einem Auslauf (auch Paddock) versehen und als Offenfrontstall gebaut. In einem Mehrraumstall sind die Funktionsbereiche Fressen, Liegen und Laufen getrennt.
Für weiter Informationen siehe auch: Pferdehaltung
Geflügel
Bei der Geflügelhaltung ist die Stallform ebenfalls stark von der Nutzungsrichtung abhängig.
Mastgeflügel
Zum Mastgeflügel zählen Hähnchen (auch: Broiler), Puten und wirtschaftlich weniger bedeutend Gänse, Enten, Tauben, Strauße und Wachteln.
Die Ställe für Hähnchen und Puten unterscheiden sich nicht stark. Entweder werden die Tiere in geschlossenen Ställen mit Zwangslüftung oder in Ställen mit freier Lüftung (siehe auch Querlüftung)gehalten. Letztere werden Naturstall oder Louisianastall genannt. Der Boden ist hier nicht befestigt und wird mit einer ca. 35cm dicken Schicht aus gehäckseltem Stroh oder Weichholhobelspänen eingestreut.
In der Längsrichtung sind die Versorungseinrichtungen für Futter und Wasser angebracht, die nach Mastende hochgezogen werden, damit der Stall gereinigt werden kann.
Der geschlossene Stall ist massiv gebaut, meist mit verdunkelten Fenstern und kann beheizt und gekühlt werden.
Bei der Erwärmung wird entweder der ganze Raum geheizt oder nur punktuell die sogenannten Kükenringe. Es werden offene oder geschlossene Gasstrahler oder Heizkanonen eingesetzt.
Gekühlt wird entweder mit sogenannten Cooling pads werden, wobei hier Wasser verdunstet oder mit der sogenannten Sprühkühlung, bei der feiner Wasserdampf durch Hochdruckanlagen erzeugt wird und verdunstet.
Die Beleuchtung muss in Deutschland mindestens 20 Lux betragen, die Notfallbeleuchtung 2 Lux. Bei Neubauten muss die Einfallfläche für Tageslicht mindestens 3% der Stallgrundfläche betragen. Die Verwendung von blau-grünem Licht soll die Tiere beruhigen und Kannibalismus senken.
In der Putenmast können auch Sitzstangen, Strohballen oder erhöhte Ebenen als Strukturelemente im Stall aufgestellt werden. Aus der Sicht des Tierschutzes ist das wünschenswert (arttypisches Ruheverhalten, Beschäftigungsmaterial), aus arbeitswirtschaftlicher Sicht muss die Lösung gut durchdacht sein. Die Tiere dürfen auch nicht zu schwer sein, da sie sonst auf den Sitzstangen Ballengeschwüre und Defekte im Brustbereich bekommen können.
Legehennen
Folgende Formen der Legehennenhaltung können unterschieden werden:
- Käfighaltung,
- Volierenhaltung,
- Bodenhaltung und
- Freilandhaltung.
In der Europäischen Union regelt eine Verordnung die Anforderungen an die Ställe. In Deutschland wurde diese Verordnung nicht 1:1 übernommen, sondern mit der Legehennenverordnung die Anforderungen verschärft.
Die Einzeltierhaltung erfolgt nur noch selten bei Ziegen, dabei werden diese mittels Ketten angebunden. Die Vorteile sind geringer Platzbedarf und gute individuelle Betreuung. Die Nachteile (Bewegungsmangel, fehlende Umweltreize) überwiegen aber, sodass diese Haltungsform aus Tierschutzsicht abzulehnen ist.
Gruppenhaltung erfolgt im Boxenstall bei viel Platz und Gruppengrößen bis zu fünf Tiere. Vorteilhaft ist die Entwicklung der Lämmer, nachteilig ist der erhöhte Arbeitsaufwand. Das Futter wird im Trog (für Kraffutter und Saftfutter) und einer Raufe (für Heu) angeboten. Tränkebecken sichern die Wasserversorgung.
Größere Herden werden vorwiegend im Laufstall gehalten. Dabei können die Funktionsbereiche Fressen, Liegen und Laufen kombiniert sein, dann spricht man vom Einraumlaufstall. Beim Zweiraumlaufstall ist der Fressbereich erhöht und nicht eingestreut. Der Liegebereich kann ganz oder teilweise mit Rosten ausgestattet sein, dort wo keine Roste sind, kann auf den Holz- oder Betonboden Stroh eingestreut werden.
Die Futterversorgung geschieht meistens am Fressgitter, welches aus verschiedenen Formen bestehen kann. Die Wasserversorgung ist wie im Boxenstall oder mit langen Trögen.
Mit beweglichen Gattern kann der Stallraum unterteilt werden und so bestimmte Gruppen getrennt gehalten werden (z.B. laktierende und nicht-laktierende Tiere).
Neben- und Vorratsgebäude
Allgemein wird das Futter nah beim Stall gelagert, im besten Fall in separaten Räumen, damit bei staubigem Material die Stallluft nicht belastet wird und Feuchtigkeit aus dem Stall nicht das Futter verderben kann.
Bei großen Tierbeständen ist ein Büroraum sinnvoll, wo alle notwendigen Arbeiten direkt erledigt werden können. Ein weiterer Raum ist für Arbeitsgeräte vorzusehen.
Bei der Schweinehaltung mit großen Beständen ist besonderes die Trennung zwischen Stall und Außenbereich wichtig, um das Eintragen von Krankheitserregern zu verhindern. Man spricht auch vom Schwarz-Weiß-Prinzip. Dabei wird in einem speziellen Raum (Schleuse genannt) von der "normalen" Kleidung zur Stallkleidung gewechselt. Jeder, der den Stall betreten möchte, muss dann dort hindurch.
Siehe auch
- Heimtier
- Stallpflicht
weitere Bedeutungen
Seit geraumer Zeit findet der Begriff Stall auch im Automobilsport (in Anlehnung an den Pferdesport und die Pferdezucht) und Boxsport Verwendung. Stall bezeichnet dann
- die Rennfahrer, Mechaniker sowie das Inventar,
- die Boxer der verschiedenen Gewichtsklassen eines Besitzers oder auch Managers.
- Für die Gemeinde Stall siehe: Stall (Mölltal)
- In der Aerodynamik bezeichnet Stall (englisch ausgesprochen) den Effekt des Strömungsabrisses.
Literatur
- Reiner Brunsch, Otto Kaufmann, Thomas Lüpfert: Rinderhaltung in Laufställen. Ulmer, Stuttgart 1996 ISBN 3-8001-4533-2
- Jens Marten: Pferdehaltung. AID, Bonn 1996 (AID, Band 1309)
Kategorie:Landwirtschaftliches Gebäude
Kategorie:Viehwirtschaft
Kategorie:Haus- und Heimtierhaltung
Landwirtschaftliches GerätDie folgende Liste landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen ist alphabetisch sortiert, wobei Synonyme oder ähnliche Gerätschaften auf den Hauptbegriff verweisen.
Siehe auch: Liste der Werkzeuge, Liste der Werkzeugmaschinen, Liste forstwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
Landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
!Liste landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen
__NOTOC__
FachwerkhausFachwerk ist eine gewichtsparende Stabkonstruktion (Ständerbauweise), die vor allem bei der Konstruktion von Häusern (Schweizerisch: Riegelhaus), Brücken, Türmen und im Flugzeugbau eingesetzt wird. Als Baustoff wird Holz oder Metall verwendet.
Ständerbauweise]
Konstruktion
Ständerbauweise
Ständerbauweise.]]
Ständerbauweise]
Bauteile
Das Fachwerk ist ein besonderes statisches System, bei welchem keine Biegemomente auftreten. Alle Verbindungen sind als Biegegelenke ausgeführt. Es treten nur Normalkräfte (Längskraft im Stab) und Querkräfte auf.
Beim Hausbau werden die Wände durch ein Gerüst aus Holz gebildet, dessen Zwischenräume (Gefache) ein Holzgeflecht mit Lehmbewurf ausfüllt. Die Gefache können jedoch auch mit Backsteinen ausgemauert sein, mit Lehmbausteinen verbaute werden verputzt.
Man unterscheidet dabei zwischen dem mittel- und oberdeutschen Firstsäulenbau sowie dem niederdeutschen Zweiständerbau bzw. dem Vierständerhaus. Der Fachwerkbau ist ein Skelettbau.
Als Holzart wird zumeist Stieleiche oder Traubeneiche verwendet, da sie witterungsbeständig ist und Fäulnis widersteht.
Die Hölzer haben einen Querschnitt von 10 x 10 bis 18 x 18 cm. Aufeinander treffende Teile werden meist verzapft und mit Holznägeln gesichert. Dabei werden die Löcher leicht versetzt gebohrt, damit die Zapfen ins Zapfenloch gezogen werden. Die verwendeten Holznägel haben einen Druchmesser von etwa 2 cm und sind mindestens 2 cm länger als die Stärke des Balkens beträgt, sie stehen über. Die vertikalen Hölzer werden als Pfosten, Stiel, Stütze, Stab oder Ständer, die leicht schräg stehenden als Strebe oder Schwertung bezeichnet, die horizontalen als Schwelle, Rähm, Riegel oder Pfette. Im Winkel von meist 45° verlaufende Hölzer zur Querstabilisierung nennt man Bänder, sie verbinden die senkrecht aufeinander stehenden Teile. Streben sind oft symmetrisch angeordnet und zeigen dann oft nach oben und außen.
Fachwerkträger
Mit Trägern, die aus einem Fachwerk bestehen können sehr große Spannweiten überbrückt werden, da sie im Verhältnis zu ihrer Tragfähigkeit ein sehr geringes Gewicht haben. Daher werden sie häufig im Hallenbau verwendet, da störende Stützen entfallen, die bei massiven Trägern nötig wären. Ein Nachteil dieser Träger ist ihre große Höhe und die aufwendige Herstellung. Trotzdem ist ihre Verwendung nicht zu umgehen, da sich durch kein anderes Tragwerkssystem größere Distanzen überbrücken lassen.
siehe auch: Fachwerk (Mechanik)
Schmuckformen im Fachwerk
Beim Fachwerkbau gibt es folgende Schmuckformen:
- Halber Mann
- Mann mit Fuß und Kopfband
- Wilder Mann
- Andreaskreuz
- Mann
- Stil mit Fußbändern
- Kreuzfries
- Schrägkreuzfries
- Sonnenscheiben
- Treppenfries (ca. 1470-1520)
- Bügel- oder Trapezfries (ca. 1500-1540)
- Laubstab (ca. 1520-1550)
- Fächerfries (ca. 1535-1560)
- Kettenfries (ca. 1550-1670)
- Diamantband (als Steigerung des Kettenfrieses)
- Inschriften (z.B. Nisi Dominus Frustra; Psalm 127)
- Knaggen (die Konsolen) verziert mit Heiligenfiguren, Roll- und Volutenformen oder Kerben
Geschichte
Seit dem hohen Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert war der Fachwerkbau die am weitesten verbreitete Bauweise für Hochbauten nördlich der Alpen. Fachwerkbauten sind jedoch auch aus den holzreichen Gegenden des ehemaligen osmanischen Reiches von Bulgarien bis Syrien bekannt. Der Lehm als Ausfachungsmaterial ließ sich einfach und kostengünstig vor Ort ausgraben (oft aus der Baugrube). Auch Holz war meist eher verfügbar als geeignete Steine und ließ sich vor allem leichter transportieren (auf dem Wasserwege geflößt). Grundsätzlich lassen sich zwei Arten der Verzimmerung unterscheiden: der ältere mittelaterliche Ständerbau (auch Geschossbau oder Säulenbau genannt), bei dem die Wandständer von der Schwelle bis zum Traufrähm durchgehen und der jüngere ab etwa 1600 gebräuchliche Rähmbau (auch Stockwerksbau genannt), bei dem jedes Stockwerk als in sich geschlossene "Kiste" hergestellt und diese „Kisten“ übereinander gestapelt werden. Hier kommt es oft vor, dass das obere Stockwerk etwas über dem unteren Stockwerk hervorragt. Neben senkrechten und waagerechten Hölzern sind auch schräg verlaufende Hölzer notwendig, um das Gefüge zu stabilisieren.
Konstruktivisch änderte sich der Rähmbau nicht mehr, lediglich die Schmuckformen änderten sich über die Jahrhunderte. Besonders in der Anordnung der schrägen Hölzer kam es in jüngerer Zeit (seit dem 15. Jahrhundert) zu schmuckartigen Gestaltungen. Gestaltungsmöglichkeiten boten darüber hinaus geschnitzte Reliefs, Muster oder Inschriften. Hier werden in Deutschland drei Stilgruppen unterschieden. Es ist Alemannische Fachwerk, das vor allem im süddeutschen Raum zu finden ist. Eine weitere Stilgruppe ist das Fränkische Fachwerk, das vor allem in Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu finden ist. Und schließlich das Niedersächsische Fachwerk, das vor allem im norddeutschen Raum vorkommt. Die Grenzen waren aber nicht statisch, so findet sich etwa in Paulinzella (Ortsteil von Rottenbach (Thüringen)) der Zinzboden des ehemaligen Klosters. Er wurde im 15. Jahrhundert mit alemannische Fachwerk errichtet.
Bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Alter der Fachwerkbauten anhand der konstruktiven und der stilistischen Merkmale bestimmt. Mithilfe der Dendrochronologie (naturwissenschaftliche Methode der Holzaltersbestimmung) konnte in den letzten Jahrzehnten das Alter zahlreicher Fachwerkbauten exakter bestimmt werden, wobei die ältesten erhaltenen Bauten in Süddeutschland aus dem 13. Jahrhundert und in Norddeutschland aus dem 15. Jahrhundert stammen.
Verbreitung
Deutschland
Dendrochronologie
Trotz der verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit haben sich in Deutschland noch über eine Million Fachwerkbauten erhalten. Der Fachwerkbau bestimmt noch heute das Bild ganzer Altstädte und Dorfkerne. In der Gegenwart sind eigentlich nur die südlichen Teile Bayerns weitgehend fachwerkfrei. Allerdings finden sich hier verwandte Konstruktionsarten, etwa das Bundwerk.
Der deutsche Fachwerkbau überrascht durch die Vielzahl unterschiedlicher Konstruktionsdetails und Schmuckelemente. Die regionalen Unterschiede sind sehr groß, einige Grundmuster haben sich jedoch über weite Teile, meist stammverwandter Gebiete ausgebreitet. So finden sich etwa typische Vertreter des „fränkischen“ Fachwerkbaues bis hinein ins Elsaß, das „alemannische“ Fachwerk findet sich in ähnlicher Form in Südwestdeutschland, der Schweiz und Vorarlberg. Der niedersächsische Fachwerkbau fällt besonders durch seine reichen, geschnitzten Schmuckformen auf, die in Mittel- und Süddeutschland wesentlich seltener auftreten. Hier fallen dafür die phantasievollen Fachwerkfigurationen ins Auge (geschweifte Andreaskreuze unter anderem), besonders im fränkischen Fachwerkgebiet.
Eine interessante Sonderform sind die lausitzer Umgebindehäuser, in denen sich der slawische Blockbau und der deutsche Fachwerkbau verbinden.
Frankreich
Während das Elsass wegen seiner Geschichte und Kultur überwiegend dem fränkischen und alemannischen, also deutschen Fachwerkgebiet zuzurechnen ist, weisen besonders die Normandie und die Champagne noch eine Vielzahl an typisch französischen Fachwerken auf. Hier haben allerdings die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts große Verluste mit sich gebracht. Geschlossene Stadtbilder finden sich noch im Rouen und Troyes, sowie einigen kleineren Orten.
Die Normandie besitzt zahlreiche kleinere Herrenhäuser aus Fachwerk, auch die übrige ländliche Architektur ist stark fachwerkgeprägt. Die Streben französischer Fachwerke sind oft sehr dünn und stehen senkrecht dicht nebeneinander, die Balken und Füllhölzer sind wesentlich unregelmäßiger als etwa bei deutschen Bauten. Dies ist aber offensichtlich nicht auf handwerkliches Unvermögen zurückzuführen, der unregelmäßige Wuchs des Bauholzes war offenbar meist ein bewusst intergriertes Gestaltungsmittel. Die reichen Schnitzereien mancher, besonders normannischer Fachwerke dokumentieren die hochstehende Handwerkskunst der französischen Zimmerleute eindrucksvoll.
Nachmittelalterlichen Bauten weisen oft einfache Andreaskreuze oder rautenförmige Figurationen auf. Ein besonderes Kennzeichen sind die geschwungenen Giebelblenden, die im 19. Jahrhundert auch in Deutschland gerne nachgeahmt wurden.
England
Auch die mittelalterliche Wohnarchitektur Englands war stark vom Fachwerkbau geprägt, der oft starke Ähnlichkeiten mit dem französischen aufweist. Manche Zierformen erinnern hingegen mehr an deutsche Beispiele, gelegentlich werden diese im Reichtum der Figuration sogar übertroffen.
Zahlreiche englische Städte weisen noch schöne Beispiele auf, ein guterhaltenes Beispiel einer mittelalterlichen Stadt ist das nordenglische York.
Gegenwart
York
York
York
Die Fachwerkbauweise wird heute wieder bei Fertighäusern benutzt, allerdings werden die Gefache heute meist mit Ziegeln oder so genannten Sandwich-Konstruktionen ausgefüllt. Eine Weiterentwicklung ist die Holztafelbauweise oder System-Holzbau / Ingenieur-Holzbau.
Fachwerkhäuser sind sehr zeitbeständig, vor allem wenn der so genannte „Konstruktive Holzschutz“ zur Anwendung kommt, das heißt dass verschiedene Hölzer entsprechend ihrer Eigenschaften eingesetzt werden, oder ein Holzschutz durch bauliche Maßnahmen erreicht wird.
Beispiel: Für Außenverkleidungen aus Holz werden gerne sehr harz- oder paraffinhaltige Hölzer verwendet und Fassadenschutz kann baulich durch große Dachvorsprünge verbessert werden.
Auch können sie abgebaut und wieder aufgebaut werden.
In den letzten Jahrzehnten wurden viele Fachwerkhäuser restauriert und verputzte Fachwerke oft wieder freigelegt. Allerdings wurden viele dieser freigelegten Bauten ursprünglich nicht als Sichtfachwerke geplant, das Fachwerk ist hier rein konstruktiv. Oft sollte ein repräsentativer Steinbau vorgetäuscht werden, durch das Abschlagen des Putzes wird der ursprüngliche Charakter des Hauses stark verfälscht. Auch spätere Fenstereinbrüche und sonstige Veränderungen sprechen manchmal gegen eine Freilegung. In einigen alten Städten und Dörfern verbirgt sich noch so manches schöne Fachwerk hinter dicken Putzschichten, das verputzte Ortsbild ist aber seinerseits - als historisch gewachsenes Denkmal - erhaltenswert (Dinkelsbühl)
Neben der Restaurierung und Freilegung historischer Fachwerkbauten ist seit etwa 20 Jahren auch die vollständige oder teilweise Rekonstruktion kriegszerstörter Einzeldenkmäler oder Fachwerkensembles zu beobachten, die in der Fachwelt jedoch nicht unumstritten ist. Auf dem Frankfurter Römer wurde eine Platzseite nachgebaut, in Hildesheim gar der gesamte Marktplatz rekonstruiert. Im Zuge dieses Wiederaufbaues ist auch das angeblich „schönste Fachwerkhaus der Welt“, das Knochenhaueramtshaus wiedererstanden.
Siehe auch
Knochenhaueramtshaus
- Egerländer Fachwerkhaus
- Hessenpark
- Wilder Mann
- Hessenmann
- Deutsche Fachwerkstraße
- Bruch (Nümbrecht)
Literatur
Überblickswerke
- G. Ulrich Großmann: Der Fachwerkbau in Deutschland. Das historische Fachwerkhaus, seine Entstehung, Farbgebung, Nutzung und Restaurierung. 2. Auflage, Köln 1998
- Wolfgang Lenze: Fachwerkhäuser, restaurieren – sanieren - modernisieren. 3. überarbeitete Aufl. 2004, ISBN 3-8167-6431-2
Einzelne Regionen
- Wilhelm Hansen und Herbert Kreft: Fachwerk im Weserraum. Hameln 1980
- Herbert Nicke: Bergisches Fachwerk. Ein Streifzug durch Architektur und Geschichte des rechtsrheinischen Fachwerkbaus, Martina Galunder-Verlag: Wiehl 1996, ISBN 3-931251-10-1
- Ursula Pfistermeister: Fachwerk in Franken. Nürnberg 1993
- Hermann Dieter Oemler: Fachwerk in Wernigerode, Oemler-Verlag: Wernigerode 1999, ISBN 3-9805751-1-X
- Robert Slawski: Braunschweiger Fachwerk, Braunschweig 1988
- Buchreihe: Das Bürgerhaus... z.B. in Braunschweig, Verlag Ernst Wasmuth Tübingen
Weblinks
- http://www.fachwerk.de
- http://www.fachwerkhaus.de
- [http://www.brueckenweb.de/Datenbank/bruecken/auswahl2.php?typ=fachwerk Fachwerkbrücken]
- [http://www.deutsche-fachwerkstrasse.de/ Deutsche Fachwerkstrasse]
Kategorie:Fachwerk
RömerhausAls Römisches Haus wird ein privates Wohnhaus im Römischen Reich bezeichnet.
Man unterscheidet dabei zwischen den Haustypen:
- Atriumhaus
- Insula
- Villa
Zudem wird der Begriff als Eigenname verwendet, siehe:
- Römisches Haus (Weimar)
WandDer Begriff Wand (von althochdeutsch want winden: das Gewundene, Geflochtene) bezeichnet
#ein senkrechtes Bauteil, dessen Ausdehung in die eine horizontale Richtung größer ist als in die andere Richtung. -> siehe Wand (Bauteil)
#eine Fläche zur Abgrenzung eines Hohlraumes:
##Wand (Möbel), Rohrwand, Wandung, Magenwand, Darmwand
#ein durch Klettern zu überwindendes Hindernis:
##Felswand, Steilwand, in den Bergen.
##Kletterwand für Klettersportler.
#im Bergbau ein größeres abgetrenntes Gesteinsstück
#in der Meteorologie kurz für Wolken-, oder Gewitterwand
#im Tennis kurz für Tenniswand
Siehe auch: Schrankwand, Plakatwand
Folgende Persönlichkeiten tragen den Namen "Wand":
- Günter Wand, Dirigent
Werktitel:
- Die Wand, Marlen Haushofer
Tür
Eine Tür (ländlich Türe, von griech.: θύρα) trennt oder verbindet zwei Bereiche bzw. Räume.
Eine Tür besteht aus einem beweglichen Flügel, dem Türblatt,
das entweder an zwei oder mehr Scharnieren, den Türbändern am Türrahmen, der Zarge, auch Türfutter genannt, befestigt ist, oder als Schiebetür, die durch ein Laufschiene oben oder unten in der Führung gehalten wird.
Des weiteren gibt es noch Sonderformen die z. B. nach oben wegfahren oder wegklappen (wie bei manchen Sportautos), sowie Falttüren, bei denen der oder die Türflügel durch Scharnierbänder oder flexible Streifen in mehrere Teile gegliedert ist, die sich beim Öffnen aus der Schließebene herausfalten.
Ein Schließmechanismus lässt die Tür im geschlossenen Zustand einrasten.
Mit Hilfe von Beschlägen (eines Türdrückers, auch Türklinke), welcher meistens auf beiden Seiten der Tür angebracht ist, lässt sich die eingerastete Schlossfalle des Türschlosses aus dem Schließblech lösen und die Tür kann geöffnet werden.
Manchmal ist auch ein Knauf angebracht um die Tür nicht von Hand öffnen zu können sondern nur mit einem Schlüssel.
Die Handgriffe an automatischen Fahrzeugtüren dienen auf dem heutigen Stand der Technik nur noch der Notöffnung. Ansonsten werden die Türen rechnergesteuert elektropneumatisch geöffnet und geschlossen; die Ansteuerung erfolgt über Drucktaster innen und außen, über Lichtschranken, Druckwellenschalter etc. (siehe auch Türsteuerung).
Ein einfaches Schloss verwehrt unbefugten Personen den Zutritt und ist üblicherweise neben dem normalen Schließmechanismus eingebaut. Nur mit dem passenden Schlüssel lässt sich die Tür auf diese Weise verschließen und wieder öffnen.
Türen unterscheidet man nach ihrer Anschlagsrichtung und der Aufschlagsrichtung.
Aufschlagsrichtung
Türen nach ihrer Funktion
- Standardtür - Zimmertür mit Buntbartschloss (BB), WC-Schloss oder Profilzylinderschloss (PZ).
- Schallschutztür - die Türdecks sind meistens verarbeitet mit schallschutzhemmenden Materialien und eingebautem Schallex ( eine absenkbare Bodendichtung wird beim Schließen der Tür aktiviert und kann je nach Ausführung auch vor Rauch, Feuer und Gas schützen).
- Sicherheitstür - massive Tür mit diversen Sicherheitsmerkmalen wie Mehrfachverriegelung mit Hintergreifhacken, Profilzylinderschloss und Sicherheitsschließblech.
- Brandschutztür oder Feuerschutztür - diese Tür bietet Schutz vor Bränden, Rauch und heißen Gasen.
- Haustür - massive Tür, die mit diversen Sicherheitmerkmalen augestattet sein sollte um das Haus vor unbefugtem Zutritt zu schützen.
- Paniktüre - Tür deren Verriegelung sich von innen durch die Betätigung des Drückers lösen läßt(z. B. in öffentlichen Gebäuden). Diese Tür kann bei Gefahr immer in eine Richtung geöffnet werden (Panikschloss), um eine Flucht zu gewährleisten.
- Kerkertür - massive Tür mit Türspion (Guckloch) und Riegel.
- Tapetentür - ist eine gleichermaßen wie die Wand tapezierte und somit verkleidete und bei oberflächlicher Betrachtung nicht sofort zu erkennende Türe.
- Tresortür - massive Stahltüre mit einem oder mehreren Sicherheitsschlössern
Neben der klassischen Version der Tür, welche Zimmer voneinaner abtrennt, existieren viele weitere Formen und Arten von Türen. All diese Formen haben eines gemeinsam: Eine Tür trennt zwei verschiedene Bereiche.
- Autotür (Fahrertür, Laderaumschiebetür, Heckklappe, Heckdrehtür)
An Bussen und Schienenfahrzeugen finden sich (heute meist automatische) Fahrzeugtüren:
- Schiebetür (Schwenkschiebetür, Taschenschiebetür, Außenschiebetür)
- Drehtür (auch als Drehfalttür)
Schließlich dient eine Tür in verkleinerter Form der manuellen Beschickung:
- Schranktür
- Ofentür
- Kühlschranktür
Türen nach ihrer Bewegungsart
- Anschlagtür häufigste Bauart
- Drehtür
- Schiebetür
- Karusseldrehtür häufig als Eingang von Einkaufszentren
- Schwingtür typisch bei Western-Saloons
- Falttür
- Falltür
- Stall- oder Klöntür geteilt in einen oberen und einen unteren Teil
- Automatiktüren mit elektrischem Antrieb (Siehe auch: Weblinks)
Türbestandteile
- Türblatt
- Türzarge
- Türband
- Türschloss
- Türspion
- Türstopper, zum Teil mit Haltehaken
- absenkbare Bodendichtung
- Türöffner, eine elektrische Vorrichtung
- Türschließer
- Türdrücker
- Türklopfer, historischer Vorläufer der heutigen elektrischen Klingel
- Standflügelverriegelung, bei zweiflügligen Türen
- Briefwurfschlitz, wenn dieser in das Türblatt mit eingebaut ist.
Siehe auch
Klappe, Tor (Architektur), Portal (Architektur)
Normen und Standards
- DIN EN 18103 Einbruchschutz: "Einbruchhemmende Fenster, Türen und sonstige Abschlüsse"
- ET-1 Widerstand gegen körperliche Gewalt Widerstandszeit 5 min.;
- ET-2 Widerstand gegen einfache Hebelwerkzeuge Widerstandszeit 7 min.;
- ET-3 Widerstand gegen Hebel- u. Schlagwerkzeuge Widerstandszeit 10 min.;
Weblinks
- [http://www.tuer-und-tor.de/thumbnails.php?album=1 Türgalerie]
- [http://www.infoline-tuerautomation.de Infoline-Automatiktüren] - Online-Lexikon mit Basiswissen, Beispielen, Terminen, Adressen, etc.
- [http://www.haustueren-hersteller.de/haustueren-abc Informationen zu Eingangstüren - Design - Technik - Hersteller]
Kategorie:Tür
ja:扉
Fenster
]
Ein Fenster ist eine Öffnung in Wand oder Mauer eines Gebäudes oder auch Raumes, um Licht und Luft hereinzulassen und hinaussehen zu können. Etymologisch gesehen kommt der Begriff aus dem Lateinischen: fenestra. Das entsprechende gotische Wort ist dagegen windauga, althochdeutsch heißt es augadoro (Augentor), was man noch im heutigen englischen Begriff window erkennen kann.
Früher waren es lediglich ovale oder quadratische Löcher in den Wänden. Haut (Pergament) oder Leinenstoff wurde über die geöffneten Fensterläden gespannt, um sie zu schließen. Vor allem in Sakralbauten wurde mitunter eine dünne, durchscheinende Scheibe aus Alabaster eingesetzt.
Heutzutage sind Fenster mit transparenter Glasfüllung üblich, daneben gibt es auch noch durchscheinende Füllungen aus Ornamentglas oder Milchglas und vieles mehr (s. Glas). Um die Glasscheiben zu fassen, benutzt man einen Rahmen oder eine Konstruktion aus Pfosten und Riegeln. Bei der Pfosten-Riegelkonstruktion spricht man dann eigentlich nicht von Fenstern sondern von Glasfassaden. Wenn das Fenster zum Lüften geeignet ist, so besitzt es einen Fensterflügel und einen Fensterrahmen. Ist das Fenster nicht zum Lüften geeignet so spricht man von Festverglasung.
Geschichte des Fensters
Pfosten
Sowohl bei der Blockhausbauweise als auch der Fachwerkhausbauweise ist eine rechteckige Fensteröffnung sehr leicht herstellbar. Somit wurden diese (aufgrund der möglichen Brandgefahr) bei meist zu profanen Zwecken eingesetzten Häusern schon früh verwendet.
Bei gemauerten Wänden entsteht das Problem, einen geeigneten oberen Abschluss der Maueröffnung herzustellen. Es müssen die statischen Druckkräfte in der Wand um das Fenster herumgeleitet werden. Die für den horizontalen oberen Abschluss (Fenstersturz) verwendeten Materialien müssen zudem den entstehenden Zugspannungen standhalten können. Da in früherer Zeit noch keine dafür geeigneten Materialien wie Stahl oder Stahlbeton zur Verfügung standen, wurden leichtverrottende Holzbalken oder Fensterstürze aus Naturstein eingesetzt. Fenster aus Werkstein mit freien Weiten über einen Meter sind daher selten. Bereits hier muss im darüberliegenden Mauerwerk ein so genannter Entlastungsbogen gemauert werden, der den Fenstersturz entlastet.
In früherer Zeit wurden daher breitere Fenster aus mehreren aneinander gereihten Bogenfenstern gebaut, die durch Säulen oder Pfeiler getrennt sind und die Last tragen.
Derartige Fenster sind z. B. die gekuppelten Bogenfenster der Romanik. Besonders schöne Beispiele sind an der Ruine des Palas der Kaiserpfalz in Bad Wimpfen zu sehen.
Oft wurde der abschließende Bogen aus einem ganzen Stein hergestellt.
Bogenfenster
Für größere Wandöffnungen waren bei traditioneller Mauertechnik echte Bögen notwendig, um die Last der darüber liegenden Wand zu tragen. Aus der konstruktiven Form der Wandöffnung ergab sich dann auch die Gestaltung der Fensterrahmen und Glasflächen als Bogenfenster.
Das Bogenfenster entwickelte sich beginnend vom Rundbogen der Romanik über den Spitzbogen der Gotik zu zahlreichen weiteren Arten wie Ellipsenbogen, Korbbogen und Segmentbogen.
Im Barock, Rokoko und dem Jugendstil wurde mit den verschiedensten Fensterformen gespielt.
Maßwerkfenster
Jugendstil
Die Gotik gestaltete die Fenster bei Kirchenbauten mit zusätzlichem filigranem Mauerwerk, dem Maßwerk, das in die Fensteröffnung eingebaut war und auch Aufgaben eines steinernen und schmiedeeisernem Fensterrahmens übernahm.
Maßwerkfenster waren in der ursprünglichen Ausführung als bunte Bleiglasfenster konzipiert und wesentlicher Bestandteil der gotischen Raumkonzeption in Sakralbauten.
In der Renaissance wurde das Fenster bei entsprechender Größe durch einen vertikalen Stab aus Stein gestützt, teilweise durch einen weiteren horizontalen Stab, was dann das so genannte Steinkreuzfenster ergab.
Antike Verglasung des Fensters
Renaissance
Bestand die transparente Füllung der Öffnung früher noch aus anderen Materialien wie gegerbte und geölte Haut (Pergament) oder Leinenstoff, so dominiert seit Jahrhunderten der Werkstoff Glas als so genanntes Fensterglas.
Fensterglas dient auch als Trägermaterial für Glasmalerei oder wird bunt eingefärbt zu Ornament-Glas und Glas-Mosaiken zusammen gefügt. Seit der Gotik werden mit dieser Technik Kirchenfenster, später auch Fenster an Profanbauten gestaltet und zu aufwändigen Bild-Fenstern zusammengesetzt.
Die Herstellung großer Glastafeln ist erst seit der Industrialisierung möglich. Deshalb war Jahrhunderte lang die Aufgabe zu lösen, die kleinen Glasflächen so anzuordnen, dass sie eine große Gesamtfläche ergaben.
Gotik
Sprossenfenster
Die einzelnen Glasstücke (Scheiben) sind beim Sprossenfenster kleiner als die Fläche des Fensterflügels. Zwischen den einzelnen Scheiben befinden sich zur Verbindung schmale Stäbe aus Holz oder Metall (insbesondere Stahl), den so genannten Sprossen.
Besonders im Jugendstil wurde die Sprosseneinteilung der Fenster als Gestaltungselement benutzt und es entstanden zum Teil sehr aufwändige Einteilungen der Glasflächen.
Bleiglasfenster
Das Bleiglasfenster hat eine Glasfläche, die aus vielen einzelnen Glasstücken zusammengesetzt ist und zwar mit H-förmigen Bleiprofilen, die miteinander verlötet sind. Das Bleiprofil kann leicht gebogen werden, so dass nahezu beliebige Glasflächen möglich sind.
Typisch sind kleine Rechtecke und Sechsecke in Barockkirchen.
Auch die einzelnen Stücke der Glas-Mosaiken werden mit dieser Technik verbunden.
Butzenscheiben sind kleine rund gedrehte Glasscheiben die mit Bleistegen und kleinen Füllstücken zusammengesetzt werden. Derartige Fensterverglasungen sind eine spezielle Form der Bleiverglasung.
Butzenscheibe
Einscheibenfenster
Das Fenster ist mit einer einzigen Glasscheibe von heute typisch 4 mm Stärke gefüllt. Ist jedoch nur noch bei unbeheizten Gebäuden im Neubau zulässig (siehe Wärmedurchgangskoeffizient).
Ältere Fenstergläser haben teilweise Stärken bis zu 1 mm hinunter.
Der Fensterrahmen besteht entweder aus Holz oder bei Industriebauten auch häufig aus Stahlprofilen.
Doppelfenster
Die Fensteröffnung ist mit zwei separaten Einscheibenfenstern hintereinander geschlossen, je eines auf der Innenseite nach innen öffnend und der Außenseite der Wand, nach außen öffnend.
Doppelfenster wurden eingebaut, wenn ein einfaches Fenster die Anforderungen an Wärmedämmung, Winddichtheit und Schallschutz nicht erfüllte. Oft wurden die äußeren Fenster nur im Winter montiert. Deshalb heißt diese Ausführung auch Vorsatzfenster.
Derartige Anordnungen werden heute wieder gebaut, wenn aus Gründen der Denkmalpflege ein historisches Einfachfenster erhalten bleiben soll, dies aber nicht mehr den Anforderungen genügt. In diesem Fall wird auf der Innenseite eine zusätzliche Fensterebene angebracht. Das restaurierte alte Fenster bleibt dagegen von außen sichtbar und die Fassade behält ihr Aussehen.
Kastendoppelfenster
Die beiden separaten, starren Rahmen (Blendrahmen) des Doppelfensters sind hier konstruktiv zusammengefasst, so dass die beiden Glasflächen und der Rahmen einen geschlossenen Kasten ergeben.
Bei den Kastendoppelfenstern (oft auch lediglich als Kastenfenster bezeichnet) lassen sich die Fensterflügel entweder so öffnen wie beim Doppelfenster (bayrisches KDF) oder beide Fensterebenen nach innen (berliner KDF). Letzteres ist bei moderneren Ausführungen üblich.
Verbundfenster
Das Verbundfenster ist ebenfalls eine Spielart des Doppelfensters, wobei allerdings hier die beiden Flügelrahmen aufeinander gelegt und mit Beschlägen fixiert sind. Damit muss zum Öffnen des Fensters nur noch der verbundene Flügel geöffnet werden. Verbundfenster kamen in den 1950er Jahren in Gebrauch und sind üblich aus Holz gebaut.
Isolierglasfenster
Das Isolierglasfenster ist konstruktiv ein Einscheibenfenster, wobei allerdings die einfache Glasscheibe durch eine komplexere Konstruktion ersetzt ist. Dieses Isolierglas ist eine Anordnung aus zwei Glasscheiben, die mit einem luftdichten Rahmen verbunden sind. Im Scheibenzwischenraum befindet sich getrocknete Luft oder ein Edelgas. Zusammen mit der Anwendung von Wärmestrahlung reflektierenden Schichten ist es gelungen, den Wärmedurchgangskoeffizient von 3,0 auf ca. 1,0 zu reduzieren und somit die Energieverluste zu dritteln. Bei noch höheren Ansprüchen an Schall- oder Wärmeschutz werden inzwischen auch drei Glasscheiben zusammengefügt (Dreischeibenverglasung).
Der Rahmen muss aufgrund des höheren Gewichtes und der nur geringen zulässigen Verbiegung des Isolierglases (aufgrund der sonst auftretenden Scherbelastung im Randverbund) deutlich kräftiger gebaut sein als ein Rahmen für ein gewöhnliches Einscheibenfenster. Zudem muss der Rahmen natürlich einen ebenso guten Wärmedurchlasswiderstand wie das eingesetzte Glas haben.
Ältere Isolierglasscheiben neigen zum "Erblinden", das heißt, es bildet sich im Zwischenraum Kondensat, wenn im Laufe der Jahre die ursprünglich luft- und wasserundurchlässige Dichtung zwischen den Scheiben defekt wird. Damit ist die Lebensdauer der neuen Isolierglasfenster geringer als die traditioneller Konstruktionen.
Die Darstellung vom Einscheibenfenster zum Isolierglasfenster stellt grob die technische Entwicklung des Fensters aus dem Barock bis heute dar.
Das Fenster heute
Barock
Heutzutage kann ein Fenster in vielen gewünschten Formen und Größen erstellt werden, dieses ist von besonderer Bedeutung da das Fenster ein besonderes Aushängeschild des Bauherren darstellt. Dabei sind Fertigungsvorgaben, statische Bedingungen, die Funktion und die Baunormen zu berücksichtigen. Grundlage für ein neues Fenster sind meist Baukastensysteme das heißt die Fensterprofile und das Zubehör sind schon erprobt und aufeinander abgestimmt, sie werden nur noch auf die korrekte Länge gebracht und zusammen gesetzt.
Bei modernen Gebäuden wie dem Sonycenter in Berlin spricht man häufig von Elementfassaden da hier direkt Fenster an Fenster montiert werden und diese nur noch an die Gebäudedecken ihre Lasten abtragen. Diese Bauweise ermöglicht die Montage von ca. 20 dieser großflächigen Elemente pro Stunde.
Sonycenter
Sonycenter
Öffnungsarten des Fensterflügels
Man unterscheidet Fenster nach den Bewegungsmöglichkeiten beim Öffnen:
- Drehkippfenster werden üblicherweise eingesetzt, manchmal auch nur als Dreh oder nur als Kippfenster
- Schwingfenster mit einer mittigen, horizontalen Drehachse
- Klappfenster wenn die horizontale Drehachse oben liegt, diese Fenster gehen meistens nach außen auf
- Schiebefenster in den Arten horizontal oder vertikal schiebend
- Faltfenster
- Lamellenfenster dabei werden kleinere Fensterstreifen wie bei einer Jalousie zueinander verdreht
Aufteilung des Fensters
Je nach Größe des Fensters beziehungsweise der Maueröffnung besteht das Fenster aus mehreren einzelnen Elementen
- einteiliges Fenster: es gibt genau ein bewegliches Element
- Flügelfenster: es gibt mindestens zwei flexible Elemente, die nebeneinander angeordnet sind und eine vertikale Drehachse haben.
- Oberlichte: oberer Teil eines horizontal geteilten Fensters, die meist eine horizontale Drehachse haben oder starr sind.
Funktionen des Fensters
- Wärmeschutz als Schutz vor Auskühlung des Gebäudes, die Anforderung steigt durch erhöhte Energiepreise und gesetzliche Forderungen (Energieeinsparverordnung)
- Sonnenschutz als Schutz vor sommerlicher Überhitzung, dies ist besonders bei einem großen Fensterflächenanteil in Südausrichtung von Bedeutung
- Beleuchtung des Innenraumes mit natürlicher Beleuchtung
- Energiegewinn da durch Glas nicht nur Wärme verloren geht, sondern auch bei günstiger Sonnenausrichtung Energie eingefangen wird.
- ggf. Sichtschutz z. B. durch Verspiegelungen oder durch Milchglas
- aber auch die Sichtfreigabe ist gesetzlich geregelt (Arbeitsstättenrichtlinie)
- ggf. Objekt- und Personenschutz durch Verbundsicherheitsglas)(Durchschusssichere Verglasung, Absturzsicherung...)
- ggf. Schallschutz, um das Schallschutzmaß zu erhöhen wird die Dicke einer Scheibe erhöht und / oder der Scheibenzwischenraum mit einem Gas, welches schwerer als Luft ist, gefüllt beispielsweise SF6.
- Schutz vor eindringender Luft (Wind), man geht davon aus das knapp die Hälfte der Energieverluste eines Gebäudes auf Undichtigkeiten zurückzuführen sind
- Schutz vor eindringendem Wasser
- Belüftung und Entfeuchtung
Bei allen Qualitätsmaßnahmen am Fenster sind allerdings auch die Anschlüsse Blendrahmen zum Mauerwerk ein wesentliches Detail, die bei ungenügender Ausführung die Wirkung hochwertiger Fensterkonstruktionen entwerten. Die Abdichtung erfolgt mittels Kunststofffolien, Versiegelung oder bei einfachen und kleinen Konstruktionen über Montageschaum.
Die Befestigung erfolgt zumeist über Spreizdübel oder mit Metalllaschen, so genannten Eindrehanker.
Ganz gleich welches Material: sämtliche am Markt angebotenen Fensterkonstruktionen bieten gute bis sehr gute wärmedämmende Eigenschaften. Früher war ein Fenster eine wärmetechnische Schwachstelle in den Außenwänden. Heute erreicht man mit modernen Fenstern die gleichen Energiebilanz-Werte wie auch bei den Außenwänden. Dabei wirken sich bei Fenstern auch die solaren Zugewinne während der Heizperiode und die Einsparungen von elektrischem Licht durch natürliche Beleuchtung positiv in der Bilanz aus.
Betrachtungen zu Beleuchtung und Wärmeisolation
Belüftung
Durch die Betonung der Wärmedämmungs-Eigenschaften des Fensters ist dessen Funktionalität zur Beleuchtung des Raumes bei Altbaurenovierungen eingeschränkt worden. Dies resultiert aus zwei Ursachen:
Rahmenanteil:
Je aufwendiger und damit schwerer die Fensterkonstruktion ist, desto massiver und damit dicker müssen die Rahmen gebaut sein. Damit geht immer mehr Glasfläche im Verhältnis zum Rohbaumaß des Fensters verloren. Besonders deutlich ist dies zu sehen an sehr kleinen modernen Fenstern an historischen Gebäuden, beispielsweise schmale Seitenfenster von Erkern: Die Glasfläche beträgt hier oft nur noch 1/3 der Maueröffnung.
Erhöhte Reflexion:
An der Grenzfläche zwischen Luft und Glas wird etwa 4% des einfallenden Lichtes bei senkrechtem Einfall reflektiert. Bei schrägem Einfall jedoch deutlich mehr. Eine Glasscheibe reflektiert wegen zwei Grenzflächen etwa 8% des einfallenden Lichtes. Eine doppelte Verglasung verliert bereits 15%, die Dreifachverglasung sogar 22% des einfallenden Lichtes. Eine Beschichtung der Glasflächen kann die Reflexion noch auf ca. 29% verstärken.
Dieser Effekt kann bei Neubauten jedoch einfach durch große Glasscheibenabmaße und einen größeren Glasflächenanteil ausgeglichen werden. Die quantitative Beziehung zwischen der Art des Fenster beziehungsweise der Verglasung und dessen Fähigkeit zur Wärmeisolation wird durch den Wärmedurchgangskoeffizienten beschrieben.
Betrachtungen zu Winddichtigkeit und Belüftung
Fenster waren bis zur Entwicklung des Isolierglasfensters nicht besonders luftdicht, da die Dichtigkeit nur durch exakte Passung der Holzteile hergestellt wurde. Damit garantierte das Fenster einen Luftwechsel, der früher auch durch raumluftabhängige Feuerung mit Einzelöfen notwendig war. Inzwischen sind Gummilippendichtungen der Standard, die eine sehr hohe Luftdichtigkeit garantieren. Ohne Öffnen des Fensters ist eine ausreichende Lüftung nicht mehr gewährleistet.
Die Entfeuchtung des Raumes geschieht normaler Weise über die Lüftung. Ist diese nicht ausreichend, dann kann es zur Kondensation an kalten Bauteilen kommen. Bei einfach verglasten Fenstern ist die Glasscheibe die kälteste Oberfläche und die Luftfeuchtigkeit schlägt sich an der Scheibe sichtbar nieder. Wasser auf Glas führt zu keinerlei Schäden. Wird ein derartiges Fenster durch ein modernes wärmegedämmtes Fenster ersetzt, dann ist die Gefahr groß, dass der kälteste Punkt des Raumes sich verlagert, beispielsweise an eine Wärmebrücke, die dadurch nass wird und zu Schimmel neigt.
Überprüft werden all diese Merkmale beim Institut für Fenstertechnik (IFT) in Rosenheim. Das RAL-Gütezeichen, vergibt die RAL-Gütegemeinschaft nach der Prüfung durch das IFT.
Materialien
Mögliche Rahmen- und Flügelmaterialien sind:
- Holz
- Aluminium
- Kunststoff
- Stahl
Holz ist der älteste Werkstoff für Fenster und hat auch heute noch einen hohen Marktanteil. Die gute Wärmedämmung und leichte Bearbeitbarkeit sind die wichtigsten Vorteile. Der große Nachteil ist die schlechte Witterungsbeständigkeit. Moderne Beschichtungssysteme reduzieren jedoch den früher üblichen Wartungsaufwand erheblich. Holz-Aluminiumfenster ermöglicht eine witterungsbeständige Außenhülle und einen angenehmen warmen Holzcharakter innen. Dabei sind die tragenden Teile des Fensters aus Holz und es wird eine Aluminiumschale außen vorgeblendet.
Aluminumfenster werden aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit und der guten statischen Eigenschaften vorallem in öffentlichen Gebäuden und Büros eingesetzt. Für Glasfassaden sind ebenfalls Aluminiumprofile üblich. Zur Wärmedämmung werden bei Isolierverglasung Innen- und Außenschale durch Kunststoffstege getrennt.
Moderne Fenster aus Kunststoff enthalten im Innern des Rahmens und des Flügels meist Verstärkungen aus Aluminium, Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) oder werden veredelt mit einer besonders strapazierfähigen Oberfläche oder auch eine Holzimitation.
Stahlprofile werden gelegentlich noch für einfache Fenster ohne Ansprüche an Wärme- und Geräuschdämmung verwendet.
Verwandte Themen
- Fensterdekoration innen (Gardinen, Rollos, ...)
- Fensterladen außen
- Ein ovales, dekoratives Fenster ist das Ochsenauge.
- Warnvögel verhindern bei großen Fensterflächen, dass Vögel dagegen fliegen.
Weblinks
- [http://www.ift-rosenheim.de Institut für Fenstertechnik Rosenheim]
- [http://www.treffpunkt-fenster.de/fenster_04_02.html Fensterlexikon] - Umfangreiche Informationen über alle Materialarten und Konstruktionsdetails
- [http://www.fensterplatz.de/fenster/fenster.nsf/Alias/StartNews?OpenDocument&AutoFramed Aktuelle Branchen-Meldungen]
- [http://www.infoline-fenster.de Infoline-Fenster] - Online-Lexikon mit Basiswissen, Beispielen, Terminen, Adressen, ...
Kategorie:Fassade
Kategorie:Glas
ja:窓
simple:Window
BodenBoden ist
- die durch Verwitterung und biologischen Eintrag entstandene oberste Schicht der Lithosphäre an der Grenze zur Atmosphäre, siehe Boden (Bodenkunde)
- im Hausbau der Fußboden und der Raum oberhalb des obersten Wohngeschosses, siehe Dachboden
- in der Musik der untere Teil des Klangkörpers eines Zupf- oder Streichinstruments, siehe Boden (Instrumentenbau)
- der zuunterst gelegene Teil eines Behälters, auch Grund genannt
- die Erdoberfläche (Erdboden)
- beim Bodenturnen und bei der rhythmischen Sportgymnastik die Wettkampffläche, auf der geturnt wird - siehe Boden (Gerätturnen), Boden (Rhythmische Sportgymnastik)
- das Gesäßteil einer Hose (Hosenboden)
Geographisches
- Boden (Schweden), Stadt in Nordschweden; dortselbst: Festung Boden
- Boden (Gemeinde), schwedische Verwaltungseinheit
- Boden (Westerwald) Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz
- Boden, Ort in der Tiroler Gemeinde Pfafflar
- Boden (Guttannen), Weiler in Guttannen, Schweiz
- Boden, Ortsteil der Gemeinde Großrückerswalde, Sachsen
Personen
- Wilhelm Boden ( - 1890- †1961) deutscher Politiker
TerrasseEine Terrasse (von lat.: terra esse = Erde sein, ebenerdig, "Erdaufhäufung") ist eine Abstufung im Gelände oder vor einem Gebäude.
# In der Geologie und Geomorphologie wird die Bezeichnung insbesondere für Fels- oder Schotterstufen an Talhängen benutzt. Solche Terrassen lassen auf die Lage des ursprünglichen Flussbettes, des Seeufers oder des Meeresstrandes schließen.
# In der Glaziologie erzeugen die beim Rückzug eines Gletschers zurückbleibenden "Moränen" ebenfalls terrassenähnliche Gebilde, die aber Endmoräne oder Seitenmoräne genannt werden. In Eiszeiten entsteht durch die in einem breiten Tal langsam "fließende" Eismasse eine U-Form, das sogenannte U- oder Trogtal. Auf den Terrassen - etwa auf halber Hanghöhe - ist in alpinen Tälern ein idealer Platz für Siedlungen oder Almen.
# Die Terrasse (Gebäude) ist eine offene Plattform für den geschützten Aufenthalt im Freien.
# In der islamischen Architektur bilden sie den oberen Abschluss von Gebäuden. Vorzufinden bei Moscheen oder Profanbauten. Eine solche Terrasse von großen Ausmaßen ist die Esplanade des Tempelberges in Jerusalem, auf der sich Felsendom und al-Aksa-Moschee erheben.
# Auf der Sonnenseite von Berghütten sind oft Holzterrassen für das Servieren von Essen und Sonnenbaden gebaut. In der Antike, so zum Beispiel in Ägypten und Mesopotamien, hat man auch ganze Paläste auf Terrassen gebaut, um den unebenen Grund auszzugleichen.
# Wichtig für den Weinbau sind die künstlichen Terrassen auf geeigneten, sonnenbeschienenen Hängen. Erstens gewinnt man mehr Fläche für den Weingarten, zweitens läßt sich die Erosion durch abfließendes Regenwasser vermindern. Bekannte Terrassen gibt es in der Wachau (Niederösterreich, aber auch in vielen anderen Lössgebieten. In China wird vielfach Reis auf bewässerten Terrassen gebaut.
# Allgemeiner gibt es Terrassen in bergigem Gebiet, wenn man dort Landwirtschaft betreiben will oder muss. Meist wurden in mühsamer Handarbeit Mauern aufgeschichtet. Heute verfallen viele Terrassen, da der arbeitsintensive Anbau zu aufwändig und somit nicht mehr konkurrenzfähig ist. Besonders schöne Beispiele für Terrassenkulturen finden sich im Jemen, in Nepal und in den Anden
# Auch Mondkrater und Ringgebirge haben häufig terrassenförmoge Strukturen an ihrem Kraterrand. Die Neigung der Innenhänge liegt bei 20-30°, jene der Außenhänge ist geringer.
# Auch im ewigen Streit um die Wohnfläche stellt die Terrasse einen beliebten Zankapfel dar: Zählt sie gemäß aktueller Änderung der Verordnung zur Berechnung von Wohnflächen zum 1. Januar 2004 für die Heizkosten unabdingbar gar nicht, kann sie für die Ermittlung der Grundmiete in freier Vereinbarung zwischen den Parteien mit z.B. 1/4, 1/3 oder gar 1/2 ihrer tatsächlichen Fläche in die Berechnung der Wohnfläche mit eingehen.
Siehe auch: Geländestufe, Stufe, Terra, Persepolis
Kategorie: Kultur
Winter
Der Winter (v. althochdeusch: wintar = feucht; eigentl.: feuchte Jahreszeit) ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone der Erde. Je nachdem ob der er auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordwinter und Südwinter. Aufgrund des wandernen Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis, wiederholt sich der Winter in jeder Hemisphäre mit einem jährlichen Turnus. Es ist daher auch möglich aus einem Südwinter einen Nordsommer zu folgern und umgekehrt.
Astronomisch beginnt er mit der Wintersonnenwende - der Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis steht und die Tage am kürzesten sind:
- auf der Nordhemisphäre am 21. oder 22. Dezember bzw.
- auf der Südhemisphäre am 21. Juni.
Danach werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer, und der Winter
- endet mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche am 20. März oder in der Nacht zum 21. März auf der Nordhalbkugel,
- bzw. am 22. oder 23. September für die Südhalbkugel.
Da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 % von einer idealen Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang. Außerdem sind die Nordwinter wegen der Sonnennähe (Perihel am 3. Januar) etwas kürzer und milder als die Südwinter.
Phänologisch kann der Winterbeginn vom astronomischen erheblich abweichen und wird neben der Land-Meer-Verteilung (maritimes vs. kontinentales Klima) oft durch den Beginn einer dauerhaften Schneedecke markiert. Die Zu- oder Abnahme von Gletschern hängt aber weniger von der winterlichen Schneelage als vom ersten Neuschnee im Herbst ab, der die Ablation hemmt.
In den Alpen ist Maria Lichtmess ein statistischer „Lostag“ für das Wetter des Spätwinters. Bekannt ist der Spruch „Wenn's zu Lichtmess stürmt und schneit, ist das Frühjahr nimmer weit.“ In Salzburg trifft auch oft (zum Beispiel 2004) das Gegenteil zu: „Sonnt der Dachs sich in der Lichtmesswoch', bleibt er noch 4 Wochen in sei'm Loch!“
Genähert teilt man dem Winter die Monate Dezember, Januar und Februar zu bzw. in der Südhemisphäre den Juni, Juli und August. An den geografischen Polen herrscht ein halbes Jahr die „Polarnacht“; nahe den Polarkreisen dauert sie einige Tage bis Wochen.
Wie im Sommer gibt es auch im Winter alte Bräuche, die teilweise überlebt haben: zum Beispiel die Sonnenwende als Weihnachten, Karneval/Fastnacht/Fasching, Maskenball und Perchtenlauf.
Der Begriff Winter wird aber auch in Bezeichnungen verwendet, die über ein halbes Jahr dauern, wie z.B. Winterhalbjahr, Winterfahrplan, Wintertarif, Winterschlaf (bei Tieren), Winterzeit o.a.
Winterzeit
Siehe auch
- Olympische Winterspiele
Weblinks
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GrundstückUnter einem Grundstück versteht man in der Umgangssprache einen äußerlich erkennbar abgegrenzten Teil der Erdoberfläche. Der juristische Begriff weicht hiervon ab: Der Begriff des Grundstücks wird im deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch BGB nicht näher definiert, sondern vorausgesetzt, sein Gehalt ergibt sich aus der Grundbuchordnung: Grundstück bezeichnet danach im deutschen Sachenrecht einen räumlich abgegrenzten Teil der Erdoberfläche, der im Grundbuch auf einem gesonderten Grundbuchblatt oder unter einer eigenen Nummer auf einem gemeinschaftlichen Grundbuchblatt verzeichnet ist. Es kann als Personalfolium und als Realfolium aufgestellt sein. Ein Grundstück kann aus einem oder mehreren, in einem unmittelbaren räumlichen Zusammenhang bestehenden Flurstücken bestehen.
Ein Grundstück, das gemäß den öffentlich-rechtlichen Vorschriften mit Gebäuden bebaut ist oder bebaut werden darf, wird als Baugrundstück bezeichnet.
Mehrere Grundstücke im Rechtssinne können im Grundbuch durch Erklärung des Eigentümers zu einem Grundstück vereinigt werden. Auch ist möglich, ein Nebengrundstück (etwa nur mit der Garage bebaut) einem Hauptgrundstück (beispielsweise bebaut mit dem Haus) als Bestandteil im Grundbuch zuzuschreiben. Letztlich ist es auch möglich, von einem bestehenden Grundstück nach Vermessung und Erfassung im Kataster eine Teilfläche abzuschreiben und ein neues, eigenes Grundstück in das Grundbuch einzutragen.
Zum Grundstück gehören nach den deutschen gesetzlichen Bestimmungen als wesentliche Bestandteile (§§ 93-94 BGB) insbesondere die fest mit dem Grund und Boden verbundenen Gebäude und sonstigen baulichen Anlagen sowie der Aufwuchs. Grund und Boden sowie die damit fest verbundenen Gebäude und bauliche Anlagen bilden also eine sachliche und rechtliche Einheit, so dass diese grundsätzlich (Ausnahme: Wohnungseigentum) keinen unterschiedlichen Eigentümer haben können.
Als Grenzmarkierung zwischen landwirtschaftlichen Grundstücken dienten unter anderem über Jahrhunderte und partiell noch heute Lesesteinhaufen. Diese Steine mussten zur Kultivierung mühsam per Hand von den Feldern geräumt werden und wurden – bisweilen über Generationen hinweg – platzsparend an den Rändern von Äckern zu Haufen aufgetürmt.
Wert eines Grundstückes
Der Wert eines Grundstückes hängt wesentlich von seiner Lage ab: Eine zentrale Lage mit einer guten Infrastruktur führt zu einem hohen Wert. Die Höhe des Quadratmeterpreises für ein Baugrundstück ist zudem vom Zuschnitt des Grundstücks abhängig. Grundstücke mit übergroßer Tiefe haben oft einen geringeren Wert. Als Grundstückstiefe wird dabei die, ausgehend von der Straße, rückwärtige Länge eines Grundstücks bezeichnet.
Siehe auch: Flurstück, Immobilie
Kategorie:Sachenrecht
Kategorie:Städtebau
Garten
Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen unter intensiver Pflege mit Hilfe von Gartengeräten angebaut werden (Gartenwirtschaft/Gartenbau). Der deutsche Begriff "Garten" leitet sich von "Gerte" (indogermanisch "gher" und später "ghortos") ab und ist etymologisch mit engl. "yard" (Hof), franz. "jardin" (Garten), skand. "gaard" (Hof) und slaw. "grad" (Burg, Befestigung, Umfriedung) verwandt. Gemeint sind Weiden-, Haselnussruten o.a., die - ineinander verflochten - früher den Garten umfriedeten. Garten = umfriedetes bzw. eingefasstes Land. Gärten werden nicht nur angelegt, um einen direkten Ertrag zu ernten, sondern um einem künstlerischen, spirituellen, religiösen, therapeutischen Zweck bzw. der Freizeitgestaltung und Erholung zu dienen.
etymologisch]
Gartentypen
Neben der heute oftmals anzutreffenden Form eines Mischgartens, der viele der genannten Aspekte in sich vereint, unterscheidet man in Europa auch je nach Aufgabe schwerpunktmäßig den Hausgarten oder Nutzgarten, Gemüse-, Obst, Kräutergarten, den Kleingarten, Naturgarten, den botanischen Garten, den Versuchsgarten uvm..
Gärten können öffentlich oder privat, eingefriedet oder offen zugänglich sein.
Ist ein Garten größer, so dass er von einem einzelnen Menschen nicht mehr neben der Berufsarbeit gepflegt werden kann, und wenn er nicht zu Ertragszwecken, sondern als ästhetisches Objekt angelegt und unterhalten wird, so spricht man von einem Park, auch wenn sich im Namen einer solchen Anlage das Wort "Garten" erhalten hat (z. B. Englischer Garten). Es wird nach Bepflanzung, Stilen oder gestalterischen Themen unterschieden (Barockpark (Französischer Garten), Zengarten, Chinesischer Garten, Japanischer Garten, Italienischer Garten, Englischer Landschaftspark, Rosengarten, Steingarten, Staudengarten, Wüstengarten, Kiesgarten, Schattengarten, Wassergarten, Bibelgarten, Bauerngarten, Kreuzgarten, ornamentaler Garten, Künstlergarten, Klostergarten, Burggarten, Landschaftsgarten).
Bepflanzung
In einem Garten verwendet man Nutzpflanzen (Obst und Gemüse, Küchen- und Gewürzkäuter, Heilpflanzen) und Zierpflanzen.
Dazu gehören:
- Sommerblumen – Einjährige oder Zweijährige – blühen im ersten oder zweiten Jahr nach der Aussaat;
- Stauden – Mehrjährige – ziehen im Winter ein und treiben aus Wurzel, Zwiebel oder Knolle wieder neu aus;
- Gehölze – Halbsträucher, Sträucher, Bäume ( Laubgehölze und Koniferen) – sommergrüne, wintergrüne, immergrüne;
- Kübelpflanzen – frostempfindliche Pflanzen, die im Haus oder Wintergarten überwintern müssen.
Geschichte des Gartenbaus
Gartenbau im Alten Ägypten
:siehe dazu den ausführlichen Artikel Gartenkunst im Alten Ägypten
Gartenbau ist schon in der vorgeschichtlichen Zeit getrieben worden, das beweisen die Felsengräber in Beni Hassan (Ägypten), in denen Abbildungen von Gärten gefunden wurden.
Belegte Pflanzen
Für die vordynastische Zeit lassen sich verschiedene Kulturpflanzen nachweisen:
- die Sykomore, auch Maulbeerfeige, die seit der Zeit des Alten Reiches um 2600 v. Chr. auch als Liebesgöttin Hathor verehrt wurde und deren Holz die alten Ägypter für den Bau von Möbeln, Schiffen, Särgen und Statuen verwandten.
- die Dumpalme (Hyphaene thebaica L.) und die Dattelpalme (Phoenix dactylifera L.)., die sich beide anhand von Mattenresten, Fallen und Fächern für diese Zeit nachweisen lassen
- der Wein, den man für die Zeit der ersten Dynastie um 2950 v. Chr. in Abydos und aus der dritten Dynastie rund dreihundert Jahre später in Sakkara belegen kann.
Wandmalereien in vielen Gräbern dieser Zeit demonstrieren die Mühsal, mit der der Wüste die Gärten a | | |