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| Bauwerk |
BauwerkEin Bauwerk ist eine von Menschen errichtete Konstruktion. Es ist fest mit dem Untergrund verbunden und unbeweglich (vgl. Immobilie). Es ist in der Regel für eine langfristige Nutzungsdauer konzipiert.
Gebäude ist ein Unterbegriff von "Bauwerk" (siehe unten). Der heutige Sprachgebrauch nennt Gebäude aber auch Bauwerk, wenn sie einen besonderen Wert, eine herausragende ideelle Bedeutung oder starke Monumentalität besitzen.
Im deutschen Baurecht fallen Bauwerke unter den Oberbegriff der Baulichen Anlagen, der in den jeweiligen Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer definiert ist.
Differenzierung
Man kann Bauwerke nach allen möglichen Parametern differenzieren, zum Beispiel nach der Konstruktion, nach den verwendeten Baustoffen oder nach der Funktion. Üblich ist jedoch die einfache Unterscheidung von Tiefbau und Hochbau.
Daneben gibt es Objekte, bei denen nicht klar ist, ob sie Bauwerke oder natürlichen Ursprungs sind, so z.B. die Pyramideninsel Yonaguni in Japan.
Herstellung
Ein Bauwerk wird im Bauprozess hergestellt, dieser umfasst Bauplanung und die Bauausführung.
Ein Bauwerk besteht aus einzelnen Bauteilen, die wiederum aus Baustoffen bestehen.
Die Art der Konstruktion und die Verwendung der Baustoffe variiert je nach Standort, Technologie-Stand und Stilepoche.
Funktion
Im Gegensatz zu einem Gebäude ist ein Bauwerk nicht zwingend für den Aufenthalt oder die Lagerung von Menschen, Lebewesen oder Dingen bestimmt. Ein Bauwerk kann verschiedenen Zwecken dienen:
- Gebäude: dienen dem Aufenthalt oder der Lagerung von Menschen, Lebewesen oder Dingen. Beispiele: Hütte, Wohnhaus, Fabrikhalle, Lagerhalle, Kirche
- Verkehrsbauwerke: Brücke, Straße, Tunnel, Stollen
- Versorgungsbauwerke: Wasser- und Abwasserleitungen, Klärwerke, Deich, Staudamm, Staumauer. Unter diese Kategorie fallen auch Sendetürme, Sendemasten und Freileitungsmasten
- Temporäre Bauwerke: Fliegende Bauten, Zelte, Messepavillions, Hilfsbauten
Siehe auch
- Liste von Bauwerken nach ABC geordnet, in Hamburg
- Bauwerkstypen eine Gliederung
- Liste der höchsten Gebäude der Welt
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauingenieurwesen
Weblinks
- [http://www.archinform.net archINFORM] - Datenbank für Architektur
- [http://www.structurae.de Structurae] - Datenbank für Ingenieurbau
- Bilder berühmter Bauwerke: http://www.biw.fh-deggendorf.de/alumni/2001/wintermeier/bauwerke/
- [http://www.das-baulexikon.de/ Baulexikon]
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Mensch
Der moderne Mensch (Homo sapiens) ist ein Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae). Früher wurden Mensch (Hominidae) und Menschenaffen (Pongidae) insbesondere aufgrund der besonderen geistigen Entwicklung des Menschen als zwei getrennte Familien betrachtet, jüngere Untersuchungen sehen zwischen beiden Gruppen ein engeres Verwandtschaftsverhältnis und stellen sie daher in eine gemeinsame Familie. Der moderne Mensch ist die einzige bis heute überlebende Art der Gattung Homo.
Manchmal wird für den modernen Menschen auch die wissenschaftliche Bezeichnung Homo sapiens sapiens gebraucht, die zum Ausdruck bringen soll, dass der Neanderthaler (dann Homo sapiens neanderthalensis) zur selben Art gehörte wie der moderne Mensch. Diese Ansicht gilt heute aber als sehr zweifelhaft, weswegen die moderne Bezeichnung schlicht Homo sapiens ist. Sie leitet sich aus dem Lateinischen von homo:„Mensch“ und sapiens:„weise“ ab.
Die einzigartige Stellung des Menschen im Tierreich
Wie manche andere Tiere, weist der Mensch einige hoch spezialisierte Merkmale auf. In vermutlich zwei Eigenschaften, sicher aber hinsichtlich eines Kriteriums unterscheidet er sich deutlich von den heute bekannten übrigen Tierarten:
Mit Bestimmtheit lässt sich sagen, dass beim Menschen die biologische zu Gunsten einer "kulturellen" Evolution in den Hintergrund getreten ist. Aufgrund seiner intellektuellen oder auch kulturellen "Fähigkeiten" ist er in der Lage, sich veränderten Umweltbedingungen sehr viel besser und schneller anzupassen als jedes andere Tier. Die Evolution hat sich beim Menschen auf die Verbesserung seiner Kulturfähigkeiten (Schrift, gedankliche Konstrukte wie Mathematik, Religion oder Recht, Ausdruck von Gefühlen und Gedanken durch Kunst) ausgeweitet; diese Kulturtechniken durchlaufen nunmehr selbst einen Evolutionsprozess. Andere Tierarten dagegen durchlaufen nach heutigem Wissen mitsamt ihrer Kultur die Evolution.
Kunst]]
In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass andere Tiere nicht im selben Maße wie der Mensch die Fähigkeit besitzen, ihre im Phänotyp entwickelten Fähigkeiten, ihr erlerntes Wissen, auf die nachfolgenden Generationen zu übertragen. Der Mensch besitzt ein historisches Bewusstsein: Er steht nicht in der Notwendigkeit, Informationen entweder durch die genetische Vererbung zu erhalten oder Erfahrungen genauso wie seine Vorgänger immer aufs Neue selbst machen zu müssen, sondern er kann auf Handlungen und Informationen zurückgreifen, die viele Generationen vor ihm geschaffen haben (wobei es aber auch bei zahlreichen sonstigen Tierarten zur Traditionsbildung kommt, beispielsweise bei Menschenaffen). Der Mensch ist vermutlich viel stärker als jedes andere Tier in der Lage, in seinem zeitlichen Bewusstsein Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft in kausale Zusammenhänge zu bringen. Somit kann er seine Handlungen vergleichen, um "viele Ecken herum" planen (Kreativität) und somit teilweise eine Zukunft entwerfen, die er durch seine absichtlichen Handlungen schaffen sollte. Der Mensch ist in der Lage, die Lebensbedingungen seiner Art durch Arbeit bewusst zu gestalten, solange er sich seine Arbeit aussuchen kann und ihn keine sonstigen Hindernisse daran hindern.
Zum zweiten sind sich menschliche Individuen – vermutlich als einzige Lebewesen auf der Erde – sich selbst und ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst. Durch das absehbare Sterben ergibt sich nur für den Menschen die Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Leben nach dem Tod. Diese Fragen sind in der Philosophie und der Religion zentralständige Themen.
Nicht allein typisch für den Menschen, jedoch bei ihm besonders stark ausgeprägt, ist seine Eigenschaft, sich hochorganisiert in größeren Gruppen zusammenzuschließen, was man in einer sehr abgeschwächteren Form auch bei anderen Tieren wie zum Beispiel Wölfen oder Affen beobachten kann. Dies wird begünstigt durch die im Vergleich zu anderen Tieren komplexe Sprache des Menschen, die eine fortschreitende Arbeitsteilung ermöglicht. Auf der anderen Seite steht zu vermuten, dass die Entwicklung der Zivilisation auch die Entwicklung der Sprache in enger Wechselwirkung förderte und beides letztlich zu den hoch entwickelten Kulturen führte, die die Menschheit heute besitzt.
Entwicklung
Mit der Entwicklungsgeschichte der Menschheit von ihren Anfängen bis zum heutigen Jetzt-Menschen beschäftigt sich die Paläanthropologie, deren wichtigste Datenquellen die Archäologie liefert. Noch immer sind die Vorgänge der Menschwerdung aus affenartigen Vorfahren, vermutlich im Osten Afrikas, nicht endgültig aufgeklärt. Der gegenwärtige Stand der Erkenntnisse wird im Artikel Hominisation aufgezeigt.
Neben der biologischen Entwicklung ist für den Menschen jedoch auch seine kulturelle Entwicklung maßgeblich, welche auf die Entwicklung der Sprache zurückzuführen ist, mit der es dem Menschen erst möglich wurde Ideen auszutauschen. Der kulturelle Entwicklungsstand des Menschen war zunächst über Jahrhunderttausende hinweg nahezu konstant. Mit der Entstehung des modernen Menschen und seiner nachfolgenden Auswanderung aus Afrika beschleunigte sich jedoch die kulturelle Innovation, bis seit Ende der letzten Eiszeit mit dem Aufkommen von Ackerbau und Viehzucht der Mensch erstmals großräumig gestaltend in seine Umgebung eingriff. Seit dieser Zeit besitzt der Mensch eine über weitaus mehr als ein paar Generationen zurückreichende Geschichte, auf deren Grundlage die Individuen agieren müssen.
Typische Merkmale des modernen Menschen im Vergleich:
- Das Gehirnvolumen von Homo sapiens ist etwas kleiner als das des Neandertalers.
- Die Stirn ist am steilsten von allen Hominiden ausgeprägt
- Ober- und Unterkiefer sind leicht reduziert
Als Vorfahren des Homo sapiens kommen insbesondere die afrikanischen Populationen von Homo ergaster und Homo erectus in Frage. Die Zuordnung der Fossilfunde zu einzelnen Arten ist allerdings umstritten.
Der wissenschaftliche Begriff Homo sapiens wird nicht selten in leicht humoristischer Anspielung als Vorlage für die Kreation neuer Begriffe benutzt, die Eigenschaften des Homo sapiens darstellen, beispielsweise
- Homo oeconomicus
- Homo reziprocans
- Homo faber (Roman von Max Frisch)
- Homo ludens
- Homo sociologicus
- Homo ötzi
Die Entwicklung des Menschen muss auch deutlich im Zusammenhang mit der Entwicklung unseres Planeten, der Erde, gesehen werden. So zwangen die vielen Eiszeiten den Menschen, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Der Mensch war also in der Lage, sich immer wieder anzupassen und er kam und kommt mit den verschiedensten Lebensbedingungen zurecht. Im Gegensatz dazu sind die meisten Tiere auf einen Lebensraum beschränkt.
Verbreitung des modernen Menschen über den Globus
Alle heute lebenden Menschen sind sehr nahe miteinander verwandt, wie molekularbiologische Untersuchungen an der ribosomalen RNA und mitochondrialen DNA gezeigt haben. Die größten Unterschiede finden sich innerhalb der afrikanischen Populationen. Die Populationen außerhalb Afrikas sind – mit Ausnahme einiger später aus Afrika ausgewanderter Gruppen – genetisch sehr uniform. Moderne Funde unterstützen die „Out of Africa“-These, also die Ausbreitung des modernen Menschen vom afrikanischen Kontinent aus.
Fossilien, die dem biologisch modernen Menschen zugerechnet werden, gibt es seit etwa 160.000 Jahren, verstärkt seit ca. 100.000 Jahren. Lange Zeit lebte die Art in Afrika zeitparallel zum primär europäischen Neandertaler, der besonders an das Leben im eiszeitlichen Klima angepasst war. Im Nahen Osten, später auch in Europa, kamen beide gleichzeitig gemeinsam vor. Es ist unklar, ob sich beide Arten vermischt haben, die Mehrzahl der Fossilien weist deutlich erkennbare morphologische Unterschiede auf. Molekulargenetische DNA-Analysen sprechen gegen eine Vermischung beider Arten.
Die Menschheit kann auf genetischer Basis in zahlreiche Gruppen unterteilt werden. Diese konnten entstehen, da es früher aufgrund von geographischen Distanzen und kultureller Differenzen keinen kontinuierlichen Genfluss aller Populationen gab.
So können die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den menschlichen Populationen relativ genau ermittelt werden. Das Genographic Project untersucht mit Hilfe moderner Methoden, wie sich die Menschheit als sie von Afrika den Rest der Welt besiedelte in immer mehr Gruppen aufspaltete. Dabei kann jeder an dem Projekt teilnehmen, indem er seine DNA Probe untersuchen lässt. Auf diese Weise kann man herausfinden, woher die eigenen Vorfahren stammen.
Zuerst teilten sich die Menschen vor etwa 65.000 Jahren in die folgenden drei heute noch lebenden Gruppen auf:
#Nicht-Afrikaner
#Afrikaner außer San
#San und Khoi Khoi
Die beiden Gruppen der Afrikaner blieben auf ihrem Heimatkontinent während die Nichtafrikaner nach Asien auswanderten. Die San und Khoi Khoi leben heute im südlichen Afrika, sie unterscheiden sich von allen anderen Afrikanern genetisch und durch ihre Sprache (Klicklaute).
Auch die Nichtafrikaner teilten sich nicht lange nach ihrer Auswanderung vor etwa 55.000 Jahren wieder in eine nördliche und eine südliche Gruppe auf.
Die südliche Gruppe spaltete sich wenige Jahrtausende später weiter in Australier (heutige Aborigines, Tasmanier und Papuas), Negritos (heute Andamaner, Aeta, Semang, Senoi) und Südasiaten (heute: Südchinesen, Thai, Khmer, Indonesier, Philipinos, Polynesier und andere Bewohner Ozeaniens) auf.
Die nördliche Gruppe teilte sich vor etwa 45.000 Jahren in "Weiße" (dunkelhäutige Inder, südwestasiatische Völker, Araber, Nordafrikaner, hellhäutige Menschen europäischer Abstammung) und Nordasiaten (heute: Mongolen, Tibetaner, Sibirische Bevölkerung, Nordchinesen, Japaner, Ainu, Koreaner, Inuit) auf. Von den Nordasiaten trennten sich zwischen 30.000 und 14.000 Jahren dann die Indianer (Nord- und Südamerika) ab.
In prähistorischen Zeiten haben sich die unterschiedlichen Populationen der Menschheit an den regionalen Grenzen ihres Verbreitungsgebietes immer wieder vermischt, wobei dieser Effekt lange Zeit nur gering war.
Heute ist der Mensch mit über 6 Milliarden Individuen bis auf einige Wüsten- und Bergregionen, einige Inseln und die Antarktis auf dem ganzen Globus anzutreffen. Durch die zunehmende Mobilität vermischen sich die unterschiedlichen genetischen Gruppen immer mehr, nachdem sie früher durch geographische Distanz oder kulturelle Unterschiede genetisch voneinander getrennt blieben. So bilden sich immer mehr neue Ethnien (z.B. Farbige in den USA). Andere Gruppen wie z.B. die San und Khoi Khoi sind dagegen dabei ganz zu verschwinden, da ihre Kultur immer mehr zerstört wird und sie in Städte wandern und sich dort vermischen.
Biologie
Anatomie
Der menschliche Körper ist ein kompliziertes Gebilde, das zu 60 bis 70% aus Wasser, etwa 20% Proteinen, 15% Fetten und 5% Mineralen und anorganischen Stoffen besteht. Ein erwachsener Mensch hat eine typische Körpergröße zwischen 150 cm und 200 cm. Die Anatomie des Körpers ist im Artikel Anatomie des Menschen detailliert beschrieben: Wie bei anderen Wirbeltieren auch, lässt sich der Körper strukturieren in einen Stütz- und Bewegungsapparat, die inneren Organe, das Nervensystem und die Sinnesorgane. Doch greift die Reduktion auf eine rein funktionale Betrachtung des Körpers zu kurz, der Körper des Menschen stellt als Grundbedingung für die Existenz des Menschen einen unabdingbaren Rahmen für seinen Geist und sein Erleben der Welt dar.
Genetische Verwandtschaft
Das menschliche Genom enthält sowohl kodierende als auch nicht-kodierende DNA-Sequenzen, die denjenigen anderer Lebewesen erkennbar homolog sind und mit DNA-Sequenzen sehr nahe verwandter Arten wie der anderer Menschenaffen sogar völlig übereinstimmen. Anhand quantitativer Messungen der Ähnlichkeit dieser Basenpaarketten kann man umgekehrt auf die Verwandtschaftsverhältnisse zurückschließen. Dies bestätigt Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans in dieser Reihenfolge als nächste menschliche Verwandte.
Soziologie
Die Soziologie beschäftigt sich nahezu ausschließlich mit dem Menschen, obwohl es in den 1920er Jahren Versuche gab, eine "Tiersoziologie", sogar eine "Pflanzensoziologie" zu etablieren.
Warum das biologisch erschlossene Tier "Mensch" besondere Eigenarten hat, untersuchen beziehungsweise beantworten i. w. S. die Anthropologie, sodann die Soziobiologie und die Biosoziologie. Daher nimmt dann die Soziologie ihre Axiome, wenn nicht Soziologen selber soweit ausgreifen.
Der Versuch, schon einmal eine Soziologie für extraterrestrischer Lebewesen mit menschenähnlicher geistiger Entwicklung zu entwerfen, wie beispielsweise die 'Exosoziologie', sind so lange rein spekulativ, bis sie empirisch geprüft werden können.
Recht
Rechtlich gesehen ist der Mensch zumeist eine ("natürliche") Person, deren Status je nach Staat unterschiedlich festgelegt ist, jedenfalls ist er rechtsfähig. Im "Bürgerlichen Gesetzbuch" der Bundesrepublik Deutschland heißt es dementsprechend in § 1: Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung seiner Geburt. Es gibt Gesellschaften, in denen das nicht jeder Mensch ist: In Stammesgesellschaften beispielsweise kann ein Neugeborenes bis zur Anerkennung durch den Vater ohne Rechtsfähigkeit sein; in Staaten mit Sklaverei gelten Sklaven zuweilen als "Sachen" u. a.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen soll in jedem Staat einen Grundstatus vorgeben. Gemäß diesem Menschenbild besitzt jeder einzelne Mensch von Geburt an eine besondere, unantastbare und unveräußerliche Würde. Aus diesem Grund hat jeder Einzelne bestimmte Rechte, zum Beispiel das Recht auf Leben, auf körperliche Unversehrtheit, auf Religionsfreiheit und auf Meinungsfreiheit sowie auf einen angemessenen Arbeitslohn. Dieses Ideal ist aber nicht überall verwirklicht, denn in vielen Staaten werden Leute ohne Gerichtsverfahren eingesperrt, Gefangene gefoltert, Frauen und Kinder unterdrückt und Menschen leben in Armut. Ferner wird das Grundrecht auf Leben, obgleich mit dem Begriff der Würde eng verknüpft, in keinem Land als unantastbar angesehen, da eine solche Unantastbarkeit mit jeglicher Bewaffnung (Armee, Polizei usw.) im Widerspruch stünde.
Manche Kulturkreise und Religionen kennen keine allgemein gültigen Menschenrechte. Insbesondere der Islam, die indische und die chinesische Kultur machen einen Unterschied zwischen "Gläubigen" und "Ungläubigen" oder zwischen den Rechten des Mannes und denen der Frau.
Religion
Der Mensch handelt selbst sowohl als glaubendes, betendes, Riten ausübendes Subjekt, als auch als Objekt religiöser Riten und Anbetungen. Nicht in allen Religionen gilt er als direkte Schöpfung eines oder mehrerer Götter.
Religionen und religiöse Motive haben nahezu die gesamte bekannte Geschichte des Menschen begleitet, zuerst als Verehrung von Naturkräften, dann als Anbetung mehrerer Götter und schließlich als Monotheismus. Dies führte zu der philosophischen Frage, in wieweit die Religion zu den spezifischen Merkmalen des Menschen gehöre.
Das Christentum, das Judentum und der Islam betrachten die Entwicklung des Menschen, wie auch die gesamte Schöpfung als Werk Gottes. Für die großen christlichen Religionsgemeinschaften bestehen dabei keine Widersprüche zwischen dem wissenschaftlich Bewiesenem und dem christlichen Glauben, weil nach ihrer Auffassung Theologie und Wissenschaft unterschiedliche Fragestellungen behandeln.
Aus Sicht christlicher Kreationisten, die vor allem in den USA ein umfangreiches Unterstützerfeld haben, wird die Vorstellung, der Mensch habe sich über Jahrmillionen aus tierischen Vorfahren entwickelt, in wörtlicher Auslegung der biblischen Schöpfungsgeschichte entschieden abgelehnt.
Verwandte Themen
- Anatomie des Menschen
- Anthropologie
- Menschheitsgeschichte
- Hominisation
- Humanismus
- Körpergröße
- Daten des menschlichen Körpers
- Kreativität
- Menschenbild
- Menschenrechte
- Philosophische Anthropologie
- Psychologie
- Schwanzmensch
- Soziologie
- Weltbevölkerung
Literatur
- Friedemann Schrenk, Timothy G. Bromage, Henrik Kaessmann: Die Frühzeit des Menschen: Zurück zu den Wurzeln. Biologie in unserer Zeit 32(6), S. 352 - 359 (2002),
- Walfried Linden, Alfred Fleissner: Geist, Seele und Gehirn. Entwurf eines gemeinsamen Menschenbildes von Neurobiologen und Geisteswissenschaftlern, LIT-Verlag Münster 2004, ISBN 3825879739
Weblinks
- [http://www-users.med.cornell.edu/%7Espon/picu/calc/bsacalc.htm Body Surface Area Calculator] - Tool zur Berechnung der Körperoberfläche eines Menschen (engl.)
- [http://www.med-rz.uni-sb.de/med_fak/anatomie/bock/3dstart.htm 3D Anatomie]
- [http://caliban.mpiz-koeln.mpg.de/~stueber/darwin/werke05/index.html Charles Darwin: Die Abstammung des Menschen] (in der ersten deutschen Übersetzung (1875) des englischen Originaltextes)
- [http://www.tgs-chemie.de/evolution_des_menschen.htm Vergleich von Menschenaffen und Menschen]
- [http://clv.dyndns.info/pdf/255649.pdf Faszination Mensch - Buch im PDF-Format] (stark religiös motiviert)
Kategorie:Primaten
Kategorie:Anthropologie
Kategorie:Menschenrechte
ko:사람
ms:Manusia
ja:人間
nb:Menneske
simple:Human
zh-min-nan:Lâng
KonstruktionDer Begriff Konstruktion (von lat.: con zusammen struere bauen) bezeichnet allgemein einen Aufbau, auch eine Berechnung oder Erfindung. Das Adjektiv konstruktiv steht für aufbauend und unterstützend, wird aber auch im Sinne von ordnend und förderlich verwendet. Siehe im Einzelnen:
- in der Mathematik und Geometrie die exakte zeichnerische Darstellung eines Körpers (Figur) aus gegebenen Größen, siehe Konstruktion (Mathematik)
- in der Technik alle Ideen, Überlegungen, Prinzipien, Berechnungen und Verfahren, welche die Funktion eines technischen Produkts (einer Maschine oder eines Bauwerks) gewährleisten, siehe Konstruktionsprozess
- in der Technik ein komplexes starres oder elastisches Gebilde zur Übertragung von Kräften und Momenten als Ergebnis eines Konstruktionsprozesses, siehe Konstruktion (Technik)
- in der Philosophie das Entwerfen eines Gedankensystems, das die Fülle der Gegebenheiten ordnen soll oder aus dem sich die Fülle der jeweiligen Gegebenheiten ableiten lässt, siehe Konstruktivismus (Philosophie).
- in der Soziologie das Schaffen von Realitäten durch gesellschaftliche Prozesse, siehe soziale Konstruktion
- eine erfundene, gebaute, konstruierte Realität, die einem bestimmten Zweck dienen soll, beispielsweise ein Feindbild, das konstruiert wird, siehe Konstruierte Realität
- in der Grammatik eine symbolische Einheit, die einer bestimmten sprachlichen, in der Regel komplexen syntaktischen Form eine bestimmte Bedeutung zuweist, siehe Konstruktionsgrammatik
Siehe auch: Konstruktivismus
ImmobilieEine Immobilie oder Liegenschaft ist ein Grundstück inklusive darauf befindlicher Gebäude und deren Zubehör. Juristisch gesehen ist es "unbewegliches Gut", woher sich auch das Wort Immobilie ableitet: Lateinisch in-mobilis für eine nicht bewegliche Sache.
Der Besitz von "Grund und Boden" und sein neueres Analogon des Wohnungseigentums gilt als sichere Angelegenheit, weil genaue Regelungen bestehen. Ertragsmäßig sind Immobilien hingegen weitaus schwieriger einzuschätzen.
Deshalb gibt es einige Berufszweige der Immobilienwirtschaft, die sich auf Liegenschaften, Gebäude und den Immobilienmarkt spezialisiert haben: Gebäudemanagement, Geodäten und andere Ziviltechniker, Immobilienmakler und Realitätenbüros, Hypothekenbanken, Immobilienfonds, Versicherungen und nicht zuletzt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.
Besondere Regelungen bei Immobilien
Kauf, Eigentum, Rechte und Steuern
Wegen ihrer "Unbeweglichkeit" unterliegen Immobilien hinsichtlich Eigentumserwerb, Gebrauch usw. anderen gesetzlichen Bestimmungen als bewegliche Güter. Der Kauf und die Eigentumsübertragung eines Grundstücks erfordern drei Vorgänge:
# einen notariell beurkundeten Kaufvertrag
# die notariell beurkundete Einigung über den Eigentumsübergang (Auflassung, in Österreich Aufsandungserklärung), siehe auch Abstraktionsprinzip (Trennung von Kaufvertrag und Übereignung),
# und die Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch.
Immobilien können wie bewegliche Sachen mit Rechten belastet sein. Zu solchen Rechten gehören insbesondere Grundpfandrechte (z.B. die Belehnbarkeit, siehe Hypothekarkredit) und verschiedene Dienstbarkeiten. Dies können Wegerechte sein, Regelungen zum Wasserrecht oder andere Servitute.
Für Grundstücke ist in der Regel Grundsteuer zu entrichten, die eine Gemeindesteuer ist. Ihre Höhe hängt vom Einheitswert der Liegenschaft und vom sog. Hebesatz (Prozentsatz) ab. Ausnahmen von der Steuerpflicht gelten für Grundstücke, die öffentlich-rechtlichen, mildtätigen, religiösen und wissenschaftlichen Zwecken dienen (vgl. §§ 3, 4 GrStG).
Beim Grunderwerb fällt neben Grundbuchs- und anderen Gebühren auch eine prozentuelle Grunderwerbsteuer an.
Baurecht und Regelungen in Gebirgsländern
Das sog. Baurecht bietet die Möglichkeit, auf fremdem Grund ein Bauwerk zu errichten. Häufig ist das Baurecht auf 50 Jahre, maximal auf 99 Jahre begrenzt, was mit der Nutzungsdauer betrieblicher Gebäude gut vereinbar ist. Im Süden des deutschen Sprachraums werden solche im Baurecht errichtete Gebäude auch Luftkeuschen genannt, obwohl sie in Städten das Ausmaß eines ganzen Häuserblocks annehmen können.
In Gebirgsländern bestehen - je nach Bundesland bzw. Kanton - spezielle Regelungen zum Schutz der alpinen Infrastruktur, der Bodenwirtschaft und teilweise auch des Fremdenverkehrs. Sie können den Grunderwerb und die Bewirtschaftung betreffen, die minimale Grundstücksgröße und bei Bergbauern auch das Versorgungs- und Erbrecht. Überdies gibt es sog. Weiderechte (z.B. zwischen einzelnen Gemeinden in Nord- und Südtirol), die gemeinschaftlich nutzbare Allmende und andere lokale Regelungen.
Immobilien in Unternehmen und als Geldanlage
Da ein großer Bestand an Immobilien im Eigentum von Unternehmen ist, hat ein aktives und ergebnisorientiertes Management von Unternehmensimmobilien in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen (Corporate Real Estate Management). Beispiel hierfür ist das professionelle Facility Management von Objekten oder die Projektentwicklung ungenutzter Grundstücke oder älterer Bestandsgebäude.
Wenn eine Immobilie weniger der direkten Nutzung dient, sondern vornehmlich als Geldanlage, ist neben ihrem Ertrag durch Vermietung oder Verpachtung auch die Wertentwicklung über einen längeren Zeitraum zu beachten. Liegenschaften sind weitgehend resistent gegen Inflation, weil ihr Wert als "nicht vermehrbares Gut" langfristig steigende Tendenz hat. Mittelfristig hängt der Wert von Immobilien annähernd mit dem Baukostenindex zusammen, der seit Jahrzehnten rascher steigt als der Verbraucherpreisindex.
Wertentwicklung von Immobilien
Um die Wertentwicklung von Immobilien betrachten zu können, muss man sie in verschiedene Kategorien einteilen. Es gibt unter anderem unbebaute Grundstücke, gewerblich genutzte Gebäude und Wohngebäude, die man privat nutzt oder vermietet. Verschiedene Einflussfaktoren bestimmen den Wert einer Immobilie.
Der Wert eines unbebauten Grundstückes steigert sich, wenn es durch eine geeignete Infrastruktur erschlossen ist, d.h. wenn es über eine gute Verkehrsanbindung verfügt und mit Leitungen für Gas, Wasser, Strom und Telekommunikation versorgt ist. Auch die Nähe von Schulen, Gesundheits- und Freizeiteinrichtungen wirkt sich auf den Wert meist günstig aus. Bei erstmaliger Erschließung als Baugebiet oder Bauland muss allerdings ein Grundstreifen als Öffentliches Gut abgetreten werden, damit die Gemeinde Straßen und Leitungen bauen kann.
Wertmindernd sind hingegen Immissionen, ein hoher Lärmpegel oder wenn auf dem Grundstück vorher eine Tankstelle stand und der Boden dadurch verseucht ist. Auch eine Ausweisung als Naturschutzgebiet kann wertmindernd sein, weil dann meist ein Bauverbot erlassen wird. Wertminderungen oder -steigerungen können auch Folge einer politischen Entscheidung (zum Beispiel Bau eines Flughafens oder einer Autobahn) sein. Die Wertentwicklung hängt dann von den Nutzungsmöglichkeiten des Grundstücks vor und nach einer solchen Entscheidung ab.
Wertermittlung
Die Ermittlung des Wertes einer Immobilie ist in Deutschland in der Wertermittlungsverordnung (Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken vom 6. Dezember 1988) geregelt. Sie ist eine Amtliche Verordnung auf der Grundlage des § 199 BauGB über die Bewertung von Immobilien. Folgende Verfahren zur Ermittlung von Immobilienwerten werden darin beschrieben:
- Sachwertverfahren
- Ertragswertverfahren
- Vergleichswertverfahren.
Diese Verfahren sind für amtlich zugelassene Sachverständige bindend.
Siehe auch
- Anlagevermögen, Grundbesitz, Erbbaurecht, Nießbrauch
- Abgabenordnung, Bodenrichtwert, Spekulationsfrist,
- Grundbuchsauszug, Kataster, Vermessungsamt, Geo-Informationssystem, Flächenwidmung
- Grundstücksbewertung, Hypothek, Immobilienfinanzierung
- Eigentumsvorbehalt, Schrottimmobilie, Zwangsversteigerung
Weblinks
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/grstg_1973/__3.html § 3 GrStG]
- [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/grstg_1973/__4.html § 4 GrStG]
Kategorie:Sachenrecht
Kategorie:Baurecht
Kategorie:Bauwesen
Kategorie:Land- und Forstwirtschaft
Kategorie:Wohnungsmarkt
GebäudeEin Gebäude - umgangssprachlich auch oft als Haus bezeichnet - ist ein Bauwerk, das von Menschen betreten werden kann und geeignet oder bestimmt ist, dem Schutz von Menschen, Tieren oder Objekten zu dienen (so oder ähnlich werden Gebäude in den Bauordnungen der deutschen Bundesländer definiert). Ein Gebäude besitzt nicht zwingend Wände oder einen Keller, jedoch immer ein Dach. Ansonsten treffen die Eigenschaften eines Bauwerks auch auf ein Gebäude zu.
Differenzierung
Wie bei dem Begriff Bauwerk gibt es auch hier keine einheitliche oder verbindliche, allgemein anerkannte Kategorisierung. Man kann nach verschiedenen Aspekten differenzieren:
nach Konstruktion und Material
Zum Beispiel:
- Massivbau, Schottenbauweise oder Skelett-bauweise
- Mauerwerksbau, Lehmbau oder Holzbau
siehe dazu auch: :Kategorie:Baukonstruktion
nach Funktion
auch bei der Unterscheidung nach Funktionen gibt es keine einheitliche oder verbindliche Kategorisierung. Einige Funktionen sind:
- Wohnen: Wohngebäude, Wohnhaus
- Arbeiten: z.B. Bürogebäude, Fabrik, Werkstatt
- Handel, Lagerung, Warenumschlag: Speicher, Kaufhaus
- Gesellschaftliches Leben: z.B. Öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Regierungsgebäude
- Gesundheit und Fürsorge: z.B. Krankenhäuser, Heime, Strafvollzugsanstalten
- Kultur: z.B. Versammlungsgebäude, Bibliotheken, Konzerthäuser, Opernhäuser
- Religion: z.B. Sakralgebäude wie Tempel, Kirchengebäude
- Freizeit: z.B. Sporthallen, Schwimmbäder
- Verkehr: z.B. Parkhäuser, Bahnhöfe, Busbahnhöfe, Fluggastabfertigungsgebäude,
siehe dazu auch: :Kategorie:Gebäude
nach Gestalt
Es existieren freistehende Gebäude (Einzelhaus) genauso wie Doppelhäuser und Reihenhäuser. Auch zusammenhängende Gebäudeeinheiten können als einzelne Gebäude gelten, wenn sie jeweils ein eigenes Erschließungssystem (eigener Eingang und eigenes Treppenhaus), ein eigenes Ver- und Entsorgungssystem besitzen und einzeln nutzbar sind. Auch Ensembles verschiedenartig genutzer Gebäude können eine gestaltliche Einheit darstellen, z.B. Dreiseithof oder Vierseithof.
siehe dazu auch: :Kategorie:Bauform und :Kategorie:Gebäudeensemble
nach Energiestandard
Es gibt Niedrigenergiehäuser, Passivhäuser bis hin zu sogenannten Plusenergiehäusern. Das sind verschiedene Energiestandards, die eine Aussage über den Energiebedarf des Gebäudes treffen.
siehe dazu auch: :Kategorie:Energiestandard (Gebäude)
Siehe auch
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauingenieurwesen
- Liste von Gebäuden
Weblinks
!Gebäude
Kategorie:Stadtbaugeschichte
ja:建築物
UmgangsspracheUmgangssprache (Alltagssprache oder auch Gebrauchssprache) ist die im (all)täglichen Leben verwendete Sprache mit dem breitesten Kommunikationspotenzial. Sie folgt nicht immer den Regeln der normativ (oder präskriptiv) für allgemeinverbindlich erklärten formellen Schriftsprache bzw. normierten Standardsprache, die vor allem in Fachsprachen Verwendung findet oder in der hochstilisierten Form einer Hoch- und Bildungssprache.
Man kann nicht sagen, dass die Umgangssprache dort, wo sie von den präskriptiven Regeln der hochsprachlichen Norm abweicht, falsch ist. Genau genommen stellt sie als Alltagssprache sogar deren eigentliche Grundlage dar; als solche folgt sie zunächst einmal ihren eigenen Regeln. Probleme ergeben sich allein daraus, dass sprachliche Fest-Legungen, wie sie in Gremien von Sprachwissenschaftlern vereinbart, für allgemein verbindlich erklärt und für beispielsweise den staatlich organisierten Unterricht in Schulen vorgeschrieben sowie dann auch in Nachschlagewerken wie z.B. dem Duden gehalten werden, die sprachlichen Regeln im Alltag nicht in ausreichendem Maße berücksichtigen können, zumal diese nicht immer sinnvoll sind und noch dazu dauernder Veränderung unterliegen. Von daher können Eindruck und Meinung aufkommen, Abweichungen der Umgangssprache von der hochsprachlichen Norm seien falsch oder zeugten von Sprachverfall.
Umgangssprache ist nicht mit Mundart (Dialekt) bzw. Regiolekt gleichzusetzen.
Mit Umgangssprache können zwei verschiedene Begriffe bezeichnet werden:
# die Ausgleichsvarietät zwischen Dialekt und Standardsprache, ohne dass diese extreme Dialektismen aufweist.
# die Sprachschicht, die für informellere, private Situationen benutzt wird, als es die auf formelle Sprachsitutationen beschränkte Hochsprache erlaubt.
Allgemeines
Die Abweichungen von der Hochsprache sind gering, so dass die Umgangssprache allgemein verständlich ist.
Umgangssprache redet, wer wie Martin Luther „dem Volk aufs Maul schaut“.
Eine Sprache wird in der Regel nicht von den Sprechern selbst als Umgangssprache bezeichnet.
Umgangssprache unterscheidet sich in dieser Hinsicht von der gehobenen Sprache, von öffentlicher Rede, Drama, Gedicht, aber auch dem Lexikonartikel sowie der Zwischenschicht von populärer gehobener Umgangssprache (Essay, Zeitungsartikel, Rundfunk- oder Fernsehsprache (Fernsehdeutsch)).
Genauso unterscheidet sich die Umgangssprache des Laien von der Fachsprache mit Spezialausdrücken (Termini der Medizinersprache, Technikersprache).
Hier ist nicht die grammatikalische Konstruktion der Sprache, sondern ein ungenaues Benutzen der Fachausdrücke Kennzeichen des Umgangssprachlichen.
(Siehe auch: Jargon). Insofern ist der Begriff Umgangssprache nicht wohldefiniert, sondern hängt vom Zusammenhang ab, in dem er gebraucht wird.
Es handelt sich bei Diskrepanzen zwischen Fachsprache und Umgangssprache aber nicht durchwegs um Ungenauigkeiten oder Kontextabhängigkeiten. Es gibt unzweideutige, klar definierte Unterschiede zwischen Umgangssprache und Fachsprache, die in unterschiedlichen Werten zwischen bestimmten Berufsgruppenangehörigen und Laien begründet sind. Ein solches Auseinanderklaffen von Werten wird abwertend auch als déformation professionnelle bezeichnet.
Beispiele:
Ein medizinischer Befund gilt für die Fachperson als negativ, wenn das Vorliegen einer bestimmten Diagnose aufgrund dieses Befundes nicht zu vermuten ist, und der Befund wird als positiv beurteilt, wenn er das Vorliegen einer bestimmten Diagnose wahrscheinlicher macht oder beweist. Umgangssprachlich ist dagegen das Ergebnis des Vorliegens einer Erkrankung für die betroffene Person zumeist als negativ zu betrachten, während das Fehlen eines Befundes grundsätzlich positiven Charakter hat. Aus dieser Darlegung verständlich nun die Frage des befreundeten Arztes - War der Befund negativ? und die korrekte Antwort - Nein, nein, es ist alles gut!
Im akademischen Sinne gilt eine steile Lernkurve als positiv, wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer bei den Schülern einen Erfolg im Unterricht erzielt, oder wenn ein Psychologe bei einem Versuchstier einen Erfolg im Experiment verzeichnen kann. Wird Lernen aber als grundsätzlich störende Aufwandsgröße betrachtet, was insbesondere umgangssprachlich der Fall ist, so gilt eine steile Lernkurve als negativ.
Umgangssprache und Sprachentwicklung
Jede Sprache ist in einem ständigen Wandel begriffen. Die Sprachentwicklung findet heute im alltäglichen Leben beschleunigt statt -
- unter anderem wegen höherer Mobilität, Fremdenverkehr, Massenmedien, EDV und U-Musik,
- aber in anderer Hinsicht verlangsamt durch die normierende Wirkung des Fernsehens und der Auflockerung von Dialektgrenzen.
Andererseits ist die formelle Beschreibung einer Sprache nicht rein abstrakt, sondern an die Umgangssprache angelehnt. Sie nimmt Elemente der Umgangssprache auf (siehe Sprachgebrauch) und verändert sich, nachdem die Umgangssprache eine erkennbare Veränderung durchgemacht hat.
Beiträge zur Umgangssprache
Die Umgangssprache ist immer durch die Sprache unterschiedlicher Teile der Gesellschaft beeinflusst. Insbesondere Jugendsprache und andere Szenesprachen nehmen Einfluss auf die Umgangssprache der folgenden Generation.
Daneben kennt man noch Sprachen, die auf spezielle Gruppen beschränkt sind und somit eine geringere Bedeutung innerhalb der Gesellschaft haben: Soldatensprache, Sportlersprache, Gefängnissprache, Bergmannssprache, Jägersprache, Fachsprachen.
Regionalsprachen, Umgangssprachen, Dialekte und Mundarten
Durch die gegenwärtig Mobilität und die Massenmedien schwindet die Zahl der Mundarten und Dialekte kontinuierlich. Zugleich schwindet der Regionalcharakter umgangssprachlicher Elemente. Gleichzeitig wächst der Wirkungsbereich der Umgangssprache.
Siehe auch
- Abkürzungen
- Anglizismus
- Hochdeutsch
- Kreolsprachen / Kreolisch
- Mundart
- Pidgin
- Regionalsprache
- Sauglattismus
- Slang
- Standardsprache
- Volksmund
Literatur
- Küpper, Heinz: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache. Stuttgart: Klett 1982. 8 Bde. -- ISBN 3-12-570010-8.
- Küpper, Wörterbuch der deutschen Umgangssprache, 1987, 959 S. ISBN 312570300X
- Lameli, Alfred: Standard und Substandard. Stuttgart 2004, 272 S. ISBN 3515085580
Netzlinks
- [http://www.urbandictionary.com/ Urban Dictionary] - umfangreiche Sammlung von Begriffen und Redewendungen [englisch]
!
ja:俗語
simple:Slang
Wert
Unter dem Wert einer Sache, einer Dienstleistung oder einer Information versteht man die Bedeutung oder Wichtigkeit oder den Nutzen, welche(r) der Sache, Dienstleistung oder der Information für einen Betrachter oder Besitzer anhaftet.
Meistens wird der Begriff im Sinne einer menschlichen Bewertung gebraucht, und ist nicht so allgemein gehalten, wie der Begriff Bedeutung.
Objektiv - Subjektiv
Zu unterscheiden ist vor allem zwischen einem subjektivem und objektivem Wert. Subjektive Werte sind nicht messbar, sie unterliegen dem menschlichen Gefühl, Geschmack, der menschlichen Psychologie. Welchen Wert man etwas zumisst, kann sich so sehr unterscheiden, ein fremdes Familienfoto mag einem Aussenstehenden nahezu wertlos erscheinen, für Angehörige hat es aber einen hohen Wert.
Wert und Wissenschaft
Wert und Messwert in der Naturwissenschaft
Objektive Messwerte müssen messbar sein (Naturwissenschaft): Physikalische Phänomene wie Höhe eines Berges, die Länge einer Strecke, die Helligkeit einer Lampe, die Temperatur (siehe Zahlenwert und Maßstab im Artikel Physikalische Größe). Komplexe Phänomene wie etwa Kreativität, Intelligenz oder Schönheit sind schwer messbar. Auch die Kunst entzieht sich der Messbarkeit. Zur einheitlichen Messung dienen wohldefinierte und durch Konsens anerkannte Maßeinheiten: Gleichbleibende Vergleichswerte einer bestimmten Größe. Wie diese selber festgelegt sind, ist allerdings rein willkührlich, so bezog man sich etwa meist wie beim Längenmass Elle auf menschliche Proportionen oder dem Menschen anschauliche Grössen. Mit den so gemessenen Werten kann in Mathematik, Physik oder Chemie gerechnet werden. Es können so auch vereinfachte Modelle erstellt werden (Kybernetik), die reale Phänomene simulieren können.
Werte in der Informatik
Computer verfügen über einen Speicher, in dem Daten gespeichert werden. Der Speicher ist in einzelne Teile unterteilt, die Daten in einem dieser Segmente heißen Wert dieses Speicherabschnittes. Zum Beispiel kann ein Speicherabschnitt von 1 Byte Größe etwa einen Wert zwischen 0 und 255 in ganzen Zahlen speichern.
In der Programmierung werden zur Vereinfachung der Programmerstellung bestimmte Speicherabschnitte mit Namen belegt, denen wie den Speicherwerten bestimmte Daten zugewiesen werden können. Diese Daten heißen Wert der Variable, z.B. kann eine Variable vom Typ "Integer" (engl. für Ganzzahl) mit einem ganzzahligen Wert zwischen 0 und 65536 belegt werden.
Der Wert in der Ökonomie
Verschiedene Wertbegriffe gibt es in der Ökonomie (Siehe Liste unten). Auf diesen Wertbegriff bezieht sich, anders als etwa beim naturwissenschaftlichen Längenmass, das Adjektiv wertvoll. Den Wert seines Anlagevermögens und Umlaufvermögens ermittelt ein Unternehmen mittels Inventur: Durch Messen, Zählen und Wiegen. Gold oder Platin sind Beispiele von eher raren Materialien, denen ein hoher Wert zuerkannt wird.
In der Ökonomie drückt sich der Wert durch Beträge von Geld aus. Der Wert von Dingen oder Arbeit kann dabei aber immer nur relativ zu anderen festgelegt werden (Tausch, z. B. eine Jeans = ca. 100 Tafeln Schokolade = ca. 4 Stunden Arbeit o.ä.), welchen absoluten, tatsächlichen Wert ein Ding oder sonst ein Phänomen aus sich selbst heraus, unabhängig von anderen hat, ist somit unmöglich auszudrücken oder zu bemessen (Zirkelschluss).
Wert und Preis
Im alltäglichen Sprachgebrauch wird unter dem Wert auch der Geldbetrag verstanden, den man beim Verkauf einer Sache erzielen kann. (Wert eines Autos, einer Briefmarke, eines PC usw.). Nicht zu verwechseln ist der Wert mit dem Preis. Wert und Preis können sehr verschieden sein. siehe:Markt, Angebot und Nachfrage, klassisches Wertparadox
Wert und Werte
In der neueren, wirtschaftsphilosophisch fundierten Managementdiskussion wird zunehmend der Zusammenhang zwischen materieller Wert-Schöpfung und immaterieller Werte-Entwicklung in einer wissensbasierten Ökonomie (Wissensgesellschaft) thematisiert: Wie können Wert und Werte in
einer „Wertebalancierten Unternehmensführung“ (Bernhard von Mutius) in eine neue, ausgewogene Beziehung gebracht werden? Wie lässt sich das Verhältnis von Sach- und Finanzkapital auf der einen Seite sowie dem intellektuellen und Sozial-Kapital auf der anderen Seite angemessen bestimmen und bewerten?
Marxismus
Bei Karl Marx (Das Kapital) spielt der Wertbegriff und das Zustandekommen von ökonomischem Wert eine zentrale Rolle. Marx unterscheidet zwischen Tauschwert und Gebrauchswert (siehe auch Wertkritik).
Der Tauschwert der Waren (Ware X tauscht sich in soundsoviel Ware Y) wird dabei durch ihren Wert im Sinne der Arbeitswertlehre bestimmt, der Wert erscheint als Tauschwert. Der Tauschwert einer Ware in Geld ausgedrückt (Ware X tauscht sich in soundsoviel Geldmünzen) ist der Preis.
Im Produktionsprozess entsteht ein Neuwert m+v (Wertschöpfung). Zieht man davon das variable Kapital v, der Teil des Kapitals, der aus Sicht der Kapitalisten für den Kauf von Arbeitskraft investiert wird, der also bei den Lohnarbeitern als Lohn als Einkommen erscheint, verbleibt der Mehrwert m, das Ziel der kapitalistischen Produktion.
Die Behauptung, dass der Wert einer Ware durch die an ihr verrichtete menschliche Arbeit entsteht, wird oft Marx zugeschrieben. Dieser hatte diese Definition der Wert-Entstehung jedoch von David Ricardo übernommen.
Werte und Ethik
siehe hierzu auch: Werturteilsstreit, Wertvorstellung
Die Mehrzahl des Wortes Wert, nämlich die Werte, hat im allgemeinen Sprachgebrauch ebenfalls eine spezielle Bedeutung: Man versteht darunter die Grundsätze, nach denen eine Gesellschaft oder eine Gruppe von Menschen ihr Zusammenleben richtet oder richten will (Ethik). Der Begriff drückt auch hier aus, dass die entsprechenden Vorstellungen und Ideen vom Zusammenleben als richtig, und daher wertvoll angesehen werden.
In der Philosophie gibt es besondere Wert-Fragen, die gleichzeitig von Bedeutung sind in der Psychologie und Soziologie
- K-Wert = Wärmedämmwert
- CW-Wert = Strömungswiderstand
- pH-Wert = Säuregrad
- p-Wert = Überschreitungswahrscheinlichkeit bzw. statistische Signifikanz]
- Heizwert
- Grenzwert
- Funktionswert
- Mittelwert
- Zahlenwert
(zu ergänzen)
- Brauch
- Sitte
- ethische Imperative
(zu ergänzen)
- Geldwert
- Tauschwert
- Gebrauchswert
- Produktionswert
- Mehrwert
- Wertverlust
- Kaufwert
- Einheitswert
- Verkehrswert
- Arbeitswert
- Barwert
- Zeitwert
- Informationswert
- Nutzwert
(zu ergänzen)
google.de
- Werte
- Axiologie
- Ethik
- Ethos
- Moral
- Tradition
- Menschenrechte
- Verfassung
- Schönheit
- Idyll
- Muße
(zu ergänzen)
Weblinks
- http://www.kulturkritik.net/Oekonomie/Politoekon/index.html
- aus Kulturkritik: Zur Kritik der politischen Ökonomie: Was ist Wert, Wertsubstanz, Wertgröße und Wertmasse?
- http://www.phillex.de/wert.htm
- Der Wert aus philosophischer Sicht
- http://www.iaf.ac.at - Institut für Axiologische Forschungen
- http://www.evaluieren.de/evaluat.ion/definiti.htm
- http://www.saw-leipzig.de/sawakade/10internet/sprachwi/kreiser1.html
- http://www.wertekommission.de
- Gemeinnütziger Verein 25-45jähriger Fach- und Führungskräfte, der zum Thema Werte arbeitet
- http://www.sign-lang.uni-hamburg.de/Projekte/plex/PLex/Lemmata/W-Lemma/Wert.htm
- Was sind Werte in einer Gesellschaft ?
- http://studie.respectresearchgroup.org
- Studie zu Werten in Organisationen
!Wert
Kategorie:Motivation
Kategorie:Marxismus
simple:Value
MonumentAls Monument (von lateinisch moneo erinnern; mens Sinn) wird ein bedeutendes oder wuchtiges Denkmal von großen Maßen bezeichnet. Dies kann eine natürliche, markante Landmarke, oder ein von Menschenhand gefertigtes Bauwerk sein.
Verbreitete Typen von Monumenten
Bauwerk
- landschaftsprägende Gebäude wie das Empire State Building in New York
- Kenotaphe und Ehrenmale
- Säulen, oft mit einer Statue an der Spitze, z. B. die Siegessäule in Berlin
- Epitaphe (Grabsteine) kleineres Monument eines Verstorbenen
- Mausoleum und Grabhügel als Ruhestätte Verstorbener, z. B. die Pyramiden von Gizeh
- Monolithen oder Menhire errichtet für religiöse Zwecke, z. B. Stonehenge
- Obelisken, Stelen, z. B. ein Teil des Washington Monuments
- Statuen einer berühmten Person oder Symbolfigur, z.B. Freiheitsstatue in New York
- Triumphbogen, meist zur Erinnerung an einen militärischen Sieg, z. B. Arc de Triomphe
- Mahnmale, z. B. Buchenwald Monument
Ausgewählte Monumente
Natürlich
- Monument Valley
Künstlich
- Vittorio Emmanuele II Monument
- Grabmal des Eurysaces
- Mount Rushmore National Memorial
- Crazy-Horse-Monument
- Völkerschlachtdenkmal in Leipzig
Siehe auch:
- Denkmal
- Monument historique
Kategorie:Denkmal
ja:史跡
LandesbauordnungDie Bauordnung (BauO) oder Landesbauordnung (LBO) des jeweiligen Bundeslandes ist in Deutschland wesentlicher Bestandteil des Baurechts.
Sie regelt als Hauptbestandteil des Bauordnungsrechts die Bedingungen, welche bei jedem Bauvorhaben zu beachten sind. Dagegen werden die Bedingungen, auf welchen Grundstücken überhaupt und in welchem Art und Ausmaß gebaut werden darf, durch das Bauplanungsrecht bestimmt. Die Anforderungen der Bauordnung beziehen sich einerseits auf das Grundstück, andererseits auf seine Bebauung:
- z. B. die Mindestgröße von Grundstücken des Baugebiets (Baulands), die maximale prozentuelle Verbauung oder Bauhöhe (Bauklasse),
- die Einhaltung von Abständen oder Bauwich,
- die äußere Gestaltung (Fassade, Dachform, Balkongröße etc.),
- die Statik (Standsicherheit, Erdbebenschutz ..),
- Bestimmungen für Fluchtwege, Treppenbreite und Notausgang,
- den Lichteinfall - vor allem für Nachbargebäude,
- den Schutz gegen Schall, Feuchtigkeit und Korrosion,
- den Brandschutz und Wärmeschutz, die Art der Heizung,
- die Verkehrssicherheit usw.
Die Bauordnung wird ergänzt durch zugehörige Erlasse und Durchführungsbestimmungen, sowie technische Baubestimmungen und Baunormen.
Auch weitere Themenbereiche zählen zum Bauordnungsrecht - z. B. die Garagenverordnung, Prüfungsbestimmungen zu Schornsteinen und Kaminen, Betrieben, Kleinkraftwerken usw.
Gleiches gilt auch für die Bauordnungen der Bundesländer in Österreich. Gewisse Einschränkungen können noch zusätzlich die einzelnen Gemeinden in der Gemeindebauordnung festlegen.
Die Bauordnungen der deutschen Bundesländer unterscheiden sich in Einzelheiten. Eine Koordination findet statt im Rahmen der Konferenz der für Städtebau, Bau- und Wohnungswesen zuständigen Minister und Senatoren der Länder (ARGEBAU). Diese hat auch ein Muster für die Bauordnungen der Länder erarbeitet, die sogenannte Musterbauordnung, an dem sich die Länder weitgehend orientieren. Die aktuelle Fassung der Musterbauordnung stammt aus dem Jahr 2002.
Weblinks
- [http://www.is-argebau.de/lbo/VTMB100.pdf Musterbauordnung (PDF-Datei)]
- http://www.bauordnungen.de Alle deutschen, österreichischen und schweizer Bauordnungen
Kategorie:Baurecht
KonstruktionDer Begriff Konstruktion (von lat.: con zusammen struere bauen) bezeichnet allgemein einen Aufbau, auch eine Berechnung oder Erfindung. Das Adjektiv konstruktiv steht für aufbauend und unterstützend, wird aber auch im Sinne von ordnend und förderlich verwendet. Siehe im Einzelnen:
- in der Mathematik und Geometrie die exakte zeichnerische Darstellung eines Körpers (Figur) aus gegebenen Größen, siehe Konstruktion (Mathematik)
- in der Technik alle Ideen, Überlegungen, Prinzipien, Berechnungen und Verfahren, welche die Funktion eines technischen Produkts (einer Maschine oder eines Bauwerks) gewährleisten, siehe Konstruktionsprozess
- in der Technik ein komplexes starres oder elastisches Gebilde zur Übertragung von Kräften und Momenten als Ergebnis eines Konstruktionsprozesses, siehe Konstruktion (Technik)
- in der Philosophie das Entwerfen eines Gedankensystems, das die Fülle der Gegebenheiten ordnen soll oder aus dem sich die Fülle der jeweiligen Gegebenheiten ableiten lässt, siehe Konstruktivismus (Philosophie).
- in der Soziologie das Schaffen von Realitäten durch gesellschaftliche Prozesse, siehe soziale Konstruktion
- eine erfundene, gebaute, konstruierte Realität, die einem bestimmten Zweck dienen soll, beispielsweise ein Feindbild, das konstruiert wird, siehe Konstruierte Realität
- in der Grammatik eine symbolische Einheit, die einer bestimmten sprachlichen, in der Regel komplexen syntaktischen Form eine bestimmte Bedeutung zuweist, siehe Konstruktionsgrammatik
Siehe auch: Konstruktivismus
FunktionDas Wort Funktion (lateinisch functio = Verrichtung) bezeichnet
- eine Amtspflicht, der jemand nachzukommen hat.
- eine Abbildung zwischen Mengen, siehe Funktion (Mathematik).
- eine Unterroutine eines Programms, siehe Funktion (Programmierung).
- kurz das Funktionieren eines Systems, z.B. einer Maschine, eines Organs oder einer Organisation
- die Aufgabe oder den Zweck, dem ein Element in einem System nachkommt, siehe Funktion (Systemtheorie)
- in der Soziologie, siehe Soziale Funktion und Strukturfunktionalismus
- in der Betriebswirtschaftslehre, siehe betriebliche Funktion (z.B. Einkauf), umfassender:
- in der Organisation, siehe Funktion (Organisation)
- in Produktdesign und Architektur den Verwendungszweck eines Objektes
Siehe auch: Funktionalität
ja:関数
TiefbauDer Begriff Tiefbau bezeichnet
# im Bauwesen das Gebiet, das sich mit der Planung und Errichtung von Bauwerken befasst, die an oder unter der Oberfläche liegen, zum Beispiel Straßenbau, Kanalisations-, U-Bahn- und Rohrleitungsbau. Auch Brücken- und Hafenbau gehören zum Tiefbau. Hervorgehobene Gebiete sind das Bauen unter Tage (Tunnelbau) und der Spezialtiefbau. Planer des Tiefbaus sind im wesentlichen Bauingenieure. Architekten werden nur bei speziellen gestalterischen Aufgaben hinzugezogen (zum Beispiel besonderen Brücken). Ausführende sind die verschiedenen Gewerke des Bauwesens.
# im Bergbau den Untertagebau
Siehe auch
- Themenliste Straßenbau
- Hochbau
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Bauwesen, Bauingenieurwesen
Hochbau
Der Hochbau ist das Teilgebiet des Bauwesens, das sich mit der Planung und Errichtung von Bauwerken befasst, die an und über der Oberfläche liegen. (z.B.: Gebäude wie Wohnhäuser oder Türme).
Die Planung übernehmen Architekten (Entwurf, Konstruktionsplanung), Bauingenieure (Entwurf, Konstruktionsplanung, Tragwerksplanung, Statik) und weitere Fachplaner (z.B. Klimaplanung). Die Hochbauten werden dann von den verschiedenen Gewerken des Bauwesens realisiert.
Der Hochbau kann auch nach den verwendeten Materialien in
- Leichtbau
- Holzbau
- Mauerwerksbau
- Stahlbetonbau
- Stahlbau
- Verbundbau
gegliedert werden.
Siehe auch
- Tiefbau
- Portal:Architektur und Bauwesen
- Architektur, Bauwesen, Bauingenieurwesen, Blower-Door-Test
Kategorie:Bauausführung
Yonaguni
Yonaguni (jap. 与那国島 Yonaguni-jima) ist eine südjapanische Insel und gleichzeitig der westlichste Teil Japans, nur 125 km von Taiwan entfernt. Sie ist Inbegriff eines vor der Insel liegenden terrassierten Monoliths, der aufgrund seiner Geometrie und Gestalt den Anschein erweckt, von Menschenhand geschaffen worden zu sein.
Geographie
Die Insel ist 28,88 km² groß, hat von 1745 Einwohner, eine jährliche Durschnittstemperatur von 23,9 ℃ und eine jährliche Regenmenge von 3000mm. Die Insel wird von der Stadt Yonaguni im Yaeyama Bezirk in der Präfektur Okinawa verwaltet und hat 3 Städte: Sonai, Kubura und Higawa.
Geschichte
Vom 12.Jh bis zum 17.Jh gehörte die Insel zum Königreich Ryūkyū, 1879 wurde sie offiziell von Japan aufgenommen. Von 1945 bis 1972 war sie durch die USA besetzt.
Auf dem Meeresboden vor Yonaguni finden sich großflächige Strukturen/Ruinen mit Spuren von Flora, Fauna und Stalaktiten die sich so nur außerhalb des Wassers bilden. Die Struktur des Monoliths ist durchgehend rechtwinkelig, es scheint als wenn es Treppensysteme auf den Fels herauf gibt.
Es ist umstritten, ob der Monolith, der einer Pyramide ähnelt, durch tausende Jahre natürlicher Erosion geformt wurde oder ob eine Frühkultur den Felsen bearbeitet hat. Die Chance dazu bestand theoretisch vor 4000 oder 10.000 Jahren, als aufgrund von Eiszeiten der Wasserspiegel tief genug und der Fels deutlich überhalb der Wasserlinie lag.
Nach einem Bericht im Spiegel Nachtklub wird von einem Geologen an der Universität von Okinawa (Professor Masaki Kimura) die These vertreten, dass die Pyramide künstlich geschaffen wurde. Es wurde ein L-Stein gefunden, der als Indiz für menschliche Bearbeitung angesehen wird.
Weiter berichtet Spiegel TV über recht endeutige Spuren einer Frühkultur auf Yonagumi, wie Grabkammern aus Korallenfels, eindeutig von Menschenhand gespaltene Steine und aus Steinen geschlagenen Gefäßen. Die Frühgeschichte der Insel sei jedoch noch weitgehend unerforscht.
Weblinks
- [http://www.rakekniven.de/Science/Yonaguni/index.php rakekniven.de - Treppen ins Nichts]
- [http://www.pacal.de/yonaguni.html pacal.de - Yonaguni]
Kategorie:Insel (Japan)
Kategorie:Bauwerk in Japan
ja:与那国島
BauplanungDie Bauplanung ist die theoretische Planung eines Bauwerks.
Sie ist der erste Teil des Bauprozesses und mündet in der Bauausführung. Phasenüberschneidungen werden kalkulatorisch, z.B. nach Leistungsphasen der HOAI, abgegrenzt.
Die Bauplanung beginnt mit den ersten Überlegungen zur Errichtung eines Bauwerks und wird nachfolgend weiter vertieft bis die Bedingungen vorliegen, das Bauwerk auch physisch zu errichten.
Umfang
Die Bauplanung umfasst den Entwurf, die Genehmigungsplanung, die Ausführungsplanung und die zeitliche Planung für das Projektmanagement.
Dabei werden von einem Architektur- oder Ingenieurbüro Bauzeichnungen, Leistungsverzeichnisse und ein Zeitmanagement erstellt.
Die Bauplanung ist zuerst theoretisch, muss aber auf sich ändernde Bedingungen reagieren können, häufig auch nach Baubeginn.
Kategorie:Bauplanung
BauausführungDie Bauausführung ist die praktische Ausführung eines Bauwerks. Sie ist der zweite Teil des Bauprozesses und folgt der Bauplanung. Phasenüberschneidungen werden kalkulatorisch, z.B. nach Leistungsphasen der HOAI, abgegrenzt.
Der Begriff "Bauausführung" grenzt die Phase der tatsächlichen, physischen Errichtung eines Bauwerks von der vorhergehenden und parallel eventuell weiter laufenden Phase der Bauplanung ab.
Begriff
Die Bauausführung beginnt mit dem Tage der ersten, der Errichtung dienenden Tätigkeit auf der Baustelle, dem Spatenstich, welcher jedoch als Zeremonie dem tatsächlichen Baubeginn meist zeitlich nachgelagert stattfindet.
Die Phase der Bauausführung endet mit der Bauabnahme des Bauwerkes durch den Bauherrn, oder desen Bauleitung.
Im Anschluss daran beginnt die Nutzung des Bauwerkes und die sogenannte "Gewährleistungsphase".
Die Gewährleistungsphase kann aber auch schon für Teile des Bauwerkes früher beginnen.
Dazu werden in der Regel Zwischenabnahmen durchgeführt.
Kategorie:Bauausführung
BaustoffEin Baustoff (umgangssprachlich auch unpräzise Baumaterial genannt) ist ein Werkstoff, der zum Errichten von Bauwerken und Gebäuden benutzt werden kann. Die ältesten Baustoffe, die der Mensch verwendet, sind Hölzer, Lehm und Natursteine.
Baustoffe werden meistens nicht in der Form benutzt, in der sie in der Natur vorkommen, sondern weiterbearbeitet und veredelt. Aus Lehm werden zum Beispiel Lehmziegel hergestellt, die einfacher und wirtschaftlicher zu verarbeiten sind als das Ursprungsmaterial. Noch ein Beispiel: Kalkstein ist ein Material, das für die Herstellung von Zement (=Baumaterial) benutzt wird, der wiederum ein Teil des Betons (=Baustoff) ist. Mit diesem Beton stellt man Bauteile wie zum Beispiel eine Stütze her, die dann in ein Gebäude eingebaut wird.
Der Einsatz von Baustoffen ist immer abhängig vom Stand der Technologie in einer Kultur. Neue Baustoffe eröffnen oft ungeahnte Möglichkeiten in der Architektur, so wurde der Baustil der Moderne erst durch die Entwicklungen in der Glas-Technologie möglich.
Jeder Baustoff bedingt eine andere Art der Baukonstruktion. Mit Steinen erstellt man einen Massivbau, während Stahl sich besonders für Skelettbauten eignet.
Eine Übersicht über gängige Baustoffe findet man in der :Kategorie:Baustoffe.
Gliederung
- Bausteine:
- natürliche Bausteine: Granit, Porphyr, Basalt, Sandstein, Buntsandstein, Kalkstein, Muschelkalk, Schiefer, Marmor, Grauwacke
- künstliche Bausteine: Ziegel, Klinker, Tonhohlplatte, Dachziegel, Kalksandstein, Hüttenstein, Betonstein, Leichtbetonstein, Schwerbetonstein, Porenbeton, Betonwerkstein, Betondachstein, Blähton, Lehmziegel
- Bindemittel: nichthydraulische Bindemittel, hydraulische Bindemittel, Anhydritbinder, Baukalk, Zement, Mischbinder, Putz und Mauerbinder
- Zuschläge in Mörtel und Beton:
- natürliche: Sand, Kies, Bims
- künstliche: Eisenschrott, Stahlschrott, Hochofenschlacke, Hüttenbims, Blähton, Blähschiefer
- Mörtel: Mauermörtel, Putzmörtel, Estrichmörtel
- Beton: Leichtbeton, Schwerbeton, Stahlbeton, Spannbeton
- Eisen und Stahl: Baustahl, Betonstahlmatte, Betonstabstahl, Spannbetonstahl, Gußeisen, Profilstahl
- Nichteisenmetalle: Aluminium, Magnesium, Blei, Zinn, Zink, Kupfer
- Kunststoffe:
- Thermoplaste: Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyrol (PS), Polyvinylazetat (PVAC), Polycarbonat (PC), Polyamid (PA)
- Duroplaste: Phenol-Formaldehyd-Harz (Bakelit, PF), UF , Melamin-Formaldehyd-Harz (MF), ungesättigtes Polyester-Harz (UP) Epoxidharz (EP)
- Elastomere: Polyurethan (PUR), Kautschuk
- Silikone, Acryl
- Dämmstoffe: Holzwolle-Leichtbauplatte (z. B. Heraklith), Holzweichfaserplatte, Glasfaserdämmstoff, Mineralfaserdämmstoff, Schaumglas, Schaumkunststoff, Strohlehm, Kork, Kokosmatten, Hanf, Flachs, Preßstroh, Filz, Torfplatte, Polystyrol, Kalziumsilikat-Platte, Zellulose, Schilfrohr-Platte
- Dichtstoffe: Bitumen, Teer, Steinkohleteerpech
- Holzbaustoffe: Bauholz, Schalbretter, Furnierholz, Leimbinder, Sperrholz, Grobspanplatte, OSB-Platte
- Glas:
- Papier:
- Textilien:
- Historische Baustoffe:
Literatur
- Scholz: Baustoffkenntnis Werner Verlag, ISBN 3-8041-3451-3
Weblinks
- http://www.bvbaustoffe.de
- http://beta.bv.tu-berlin.de Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung, TU Berlin
BaustoffEin Baustoff (umgangssprachlich auch unpräzise Baumaterial genannt) ist ein Werkstoff, der zum Errichten von Bauwerken und Gebäuden benutzt werden kann. Die ältesten Baustoffe, die der Mensch verwendet, sind Hölzer, Lehm und Natursteine.
Baustoffe werden meistens nicht in der Form benutzt, in der sie in der Natur vorkommen, sondern weiterbearbeitet und veredelt. Aus Lehm werden zum Beispiel Lehmziegel hergestellt, die einfacher und wirtschaftlicher zu verarbeiten sind als das Ursprungsmaterial. Noch ein Beispiel: Kalkstein ist ein Material, das für die Herstellung von Zement (=Baumaterial) benutzt wird, der wiederum ein Teil des Betons (=Baustoff) ist. Mit diesem Beton stellt man Bauteile wie zum Beispiel eine Stütze her, die dann in ein Gebäude eingebaut wird.
Der Einsatz von Baustoffen ist immer abhängig vom Stand der Technologie in einer Kultur. Neue Baustoffe eröffnen oft ungeahnte Möglichkeiten in der Architektur, so wurde der Baustil der Moderne erst durch die Entwicklungen in der Glas-Technologie möglich.
Jeder Baustoff bedingt eine andere Art der Baukonstruktion. Mit Steinen erstellt man einen Massivbau, während Stahl sich besonders für Skelettbauten eignet.
Eine Übersicht über gängige Baustoffe findet man in der :Kategorie:Baustoffe.
Gliederung
- Bausteine:
- natürliche Bausteine: Granit, Porphyr, Basalt, Sandstein, Buntsandstein, Kalkstein, Muschelkalk, Schiefer, Marmor, Grauwacke
- künstliche Bausteine: Ziegel, Klinker, Tonhohlplatte, Dachziegel, Kalksandstein, Hüttenstein, Betonstein, Leichtbetonstein, Schwerbetonstein, Porenbeton, Betonwerkstein, Betondachstein, Blähton, Lehmziegel
- Bindemittel: nichthydraulische Bindemittel, hydraulische Bindemittel, Anhydritbinder, Baukalk, Zement, Mischbinder, Putz und Mauerbinder
- Zuschläge in Mörtel und Beton:
- natürliche: Sand, Kies, Bims
- künstliche: Eisenschrott, Stahlschrott, Hochofenschlacke, Hüttenbims, Blähton, Blähschiefer
- Mörtel: Mauermörtel, Putzmörtel, Estrichmörtel
- Beton: Leichtbeton, Schwerbeton, Stahlbeton, Spannbeton
- Eisen und Stahl: Baustahl, Betonstahlmatte, Betonstabstahl, Spannbetonstahl, Gußeisen, Profilstahl
- Nichteisenmetalle: Aluminium, Magnesium, Blei, Zinn, Zink, Kupfer
- Kunststoffe:
- Thermoplaste: Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyrol (PS), Polyvinylazetat (PVAC), Polycarbonat (PC), Polyamid (PA)
- Duroplaste: Phenol-Formaldehyd-Harz (Bakelit, PF), UF , Melamin-Formaldehyd-Harz (MF), ungesättigtes Polyester-Harz (UP) Epoxidharz (EP)
- Elastomere: Polyurethan (PUR), Kautschuk
- Silikone, Acryl
- Dämmstoffe: Holzwolle-Leichtbauplatte (z. B. Heraklith), Holzweichfaserplatte, Glasfaserdämmstoff, Mineralfaserdämmstoff, Schaumglas, Schaumkunststoff, Strohlehm, Kork, Kokosmatten, Hanf, Flachs, Preßstroh, Filz, Torfplatte, Polystyrol, Kalziumsilikat-Platte, Zellulose, Schilfrohr-Platte
- Dichtstoffe: Bitumen, Teer, Steinkohleteerpech
- Holzbaustoffe: Bauholz, Schalbretter, Furnierholz, Leimbinder, Sperrholz, Grobspanplatte, OSB-Platte
- Glas:
- Papier:
- Textilien:
- Historische Baustoffe:
Literatur
- Scholz: Baustoffkenntnis Werner Verlag, ISBN 3-8041-3451-3
Weblinks
- http://www.bvbaustoffe.de
- http://beta.bv.tu-berlin.de Fachgebiet Baustoffe und Baustoffprüfung, TU Berlin
StandortStandort ist:
- im Bereich der Wirtschaft und Wirtschaftsgeographie die räumliche Lage eines Wirtschaftssubjekts (etwa eines Unternehmens, eines Haushalts oder einer staatlichen Einrichtung), siehe Unternehmensstandort und Standorttheorien
- in der politischen Diskussion in Deutschland ein Synonym für die Gesamtheit der nationalen Ökonomie ("Standort Deutschland")
- ein Ort, an dem die deutsche Bundeswehr eine Einrichtung betreibt, siehe Bundeswehrstandort
- im Amateurfunk die Ortsangabe (QTH) einer Funkstation, siehe Amateurfunk und QTH-Locator
- in der Forstwirtschaft ein Begriff für die durch Boden, Klima, Wasser- und Nährstoffversorgung sowie Vegetation geschaffenen, oft kleinräumig stark wechselnden Wuchsbedingungen, die im Rahmen einer Standortkartierung erfasst und in Karten dargestellt werden
TechnologieUnter der Technologie (v. griech.: τεχνολογία technología = die Lehre, das System der Technik) versteht man die Gesamtheit der Verfahren zur Produktion von Waren und Dienstleistungen, die einer Gesellschaft zur Verfügung steht. Zur Übersetzung des englischen Wortes "technology" eignet sich "Technologie" demnach nur in Ausnahmenfällen, da das mögliche Bedeutungsspektrum von "technology" breiter ist und von "Technik" über "Gerät", "Werkzeug", "Computerprogramm" bis zu "System" und "Verfahren" reicht; entsprechend ist bei der Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche semantisch zu differenzieren. Technologie beinhaltet die Komponenten der Technik (Werkzeuge, Geräte, Apparate) | | |